„Zufrieden“ ist nicht zufrieden genug


Geschrieben am Mittwoch, 28. Februar 2007 von Franziska Hengstenberg

Nach den Vorzügen eines Unternehmens gefragt, sollte einem Kunden mehr einfallen als „Meine Eltern haben schon hier gekauft.“ oder „So spontan weiß ich da nichts.“ Es gibt zahlreiche Möglichkeiten, Kunden mehr zu bieten und sie immer wieder neu zu verblüffen.

Als Taxigast fühlt man sich in Deutschland häufig wie ein Störfaktor. Ein Unternehmen könnte in diesem Sektor positiv auf sich aufmerksam machen und sich ein Beispiel an japanischen Taxibetreibern nehmen: Hier trägt der Fahrer besondere Dienstkleidung mit Namensschild und geht auf die Musikwünsche seiner Kunden ein. Außerdem verteilt er am Ende der Fahrt frankierte Karten mit Angaben über Taxinummer und -fahrer, auf denen der Fahrgast Feedback über den Service geben kann. So wird die Taxifahrt zum einem positiven Erlebnis, von dem noch lange gesprochen wird.

Auch Arztbesuche werden häufig als unangenehm oder zeitraubend empfunden. Eine Praxis in den USA verschenkt Lotterielose an Patienten, die länger als 15 Minuten warten müssen. So verschafft er sich selbst einen Zeitrahmen und lockt zusätzliche Patienten an. Gute Ideen müssen aber nicht immer aus dem Ausland kommen. In der Nähe von Bonn praktiziert ein vor allem bei Kindern beliebter Zahnarzt. Er lässt sich von seinen jungen Patienten die Zähne putzen, um Vertrauen zu schaffen und gleichzeitig wertvolle Tipps geben zu können. Diese Idee hebt ihn positiv von der Konkurrenz ab und verschafft ihm großen Zulauf.

3636012479_03__aa_sctzzzzzzz_.jpgWer sich für weitere kreative und vor allem praktische Beispiele aus verschiedenen Branchen interessiert, sollte das Buch „Kundenverblüffung“ von Daniel Zanetti lesen. Das 2005 erschienene Werk, beschreibt auf amüsante Weise, wie Verkäufer und Dienstleistungsunternehmen mit Mut zum Anderssein und Freundlichkeit Kunden gewinnen und nachhaltig begeistern können.

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