Vetternwirtschaft i.d. Neukunden-Akquise (II)


Geschrieben am Montag, 02. Juni 2008 von Thomas Kilian

Meine Kritik an der Vetternwirtschaft im Grand Prix d’Eurovision de la Chanson Eurovision Song Contest 2008 scheint nicht berechtigt, sofern man diesem Beitrag meines Blogger-Kollegen Stefan Niggemeier glauben mag. Nun denn, der EINDRUCK lässt sich trotzdem nicht bestreiten. Mittlerweile 183 Kommentare zeigen, wie umstritten diese Frage ist.

Eindruck hin oder her: Unbestritten ist sicherlich, dass Vetternwirtschaft auch in der Neukunden-Akquise ein wichtiges Thema ist. Aber auch hier gehen die Meinungen auseinander. So schreibt der Marktschreyer als Antwort auf den ersten Teil folgenden Kommentar:

Zumindest ich als anspruchsvoller Dienstleister nehme nicht jeden dahergelaufenen Kunden, da bin ich wählerisch. Wenn ich aber bloß akquisatorische Vetterleswirtschaft (wie es bei uns Schwaben heißt) betreibe kann ich sicher sein, dass garantiert immer die falschen Kunden auf Empfehlung zu mir kommen. Weil sie denken müssen, ich sei wie alle anderen. Bin ich aber nicht – und genau deswegen habe ich Erfolg.

Ich finde diesen Ansatz vollkommen richtig. Aber er trifft in diesem Verständnis noch nicht ganz das, was ich unter “Vetterleswirtschaft” verstehe. Mir geht es bei der – nennen wir es mal: – positiven Klüngelei nicht um “Schmuh” oder unsaubere Geschäfte. Noch weniger meine ich mit Vetternwirtschaft jegliche Weiterempfehlung an unliebsame Kunden. Mir geht es dabei eher um ein proaktives Networking durch so genannte Absatzmittler, d.h. Personen, die von mir und meinen Leistungen so angetan sind, dass sie mich aktiv bei meinen Wunschkunden unterbringen.

Ich habe mittlerweile eine Reihe von solchen Fürsprechern, die mich immer mal wieder hier und da zu neuen Kunden führen. Da sie mich gut kennen und wir im regelmäßigen Kontakt stehen, wissen Sie, wen und was ich suche und wie sie mir am besten helfen können (natürlich auch umgekehrt). In der Akquise ist doch der große Vorteil, dass ich mir meine Vettern und Kusinen selbst aussuchen kann und nicht durch das “Hineingeboren werden” zwangsläufig mit Luigi und Toni* als Absatzmittler leben muss (*rein zufällige Männernamen…).

Sodele, zurück zum Thema: Wie finde ich nun die “richtigen Vettern und Kusinen”? Dieser Frage widme ich mich – aufgrund der eingeschobenen Begriffdefinition – im dritten Teil dieses Beitrags… habt noch ein paar Tage Geduld!

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