Frohes Neukunden-Jahr 2011


Geschrieben am Donnerstag, 13. Januar 2011 von Thomas Kilian Kommentare deaktiviert für Frohes Neukunden-Jahr 2011

Allen Lesern und Freunden des Neukunden-Magnet Weblog wünsche ich ein frohes, gesundes und in jeder Hinsicht erfolgreiches neues Jahr!

Eigentlich wird es längst Zeit für neue Blogbeiträge, doch wir haben momentan so viele offene Baustellen, dass ich einfach nicht regelmäßig zum Schreiben komme. Bis es hier kontinuierlich weitergeht, lade ich alle zum Stöbern in unserem neuen Online-Portfolio ein. Unter www.thoxan.NET haben wir verschiedene Projekte unserer Agentur auf einen Blick versammelt – frei nach dem Motto: „frischer wind im netz.“

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Das Webadressbuch für Deutschland 2011


Geschrieben am Sonntag, 21. November 2010 von Thomas Kilian (3 Antworten)

In der mittlerweile 14. Auflage ist die „analoge Google-Alternative“ (Computer BILD) in diesem Jahr erschienen. Ich wollte wissen, ob das Kompendium mit den „6000 wichtigsten deutschen Internetadressen“ hält, was es verspricht:

Zu über 1.800 Themenbereichen werden jeweils die zwei bis zehn absoluten Top-Adressen aus dem Internet übersichtlich im Web-Adressbuch präsentiert. Die Redaktion testet, bewertet und vergleicht jedes Jahr aufs Neue alle Web-Seiten und hat aus den Tiefen des Internets auch diesmal wieder die besten Perlen herausgefischt. Darunter sind auch viele neue, eher unbekannte Surf-Tipps zu den aktuellen Trends.

Und so habe ich mir nach und nach immer mal einige Kapitel aus dem Webadressbuch für Deutschland 2011 angeschaut. Zunächst einmal finde ich die Darstellung der Kategorien sehr übersichtlich und logisch. Bis auf wenige Ausnahmen konnte ich gut zuordnen, in welcher Rubrik die Webtipps eingeordnet waren. Darüber hinaus gibt es am Schluss auch noch mal einen umfangreichen Index. Wer nach einem Kamin sucht, sich für Aquaristik interessiert oder gerne neue Websites zum Thema Mode entdecken möchte, wird beim Webadressbuch schnell fündig. Gleichzeitig bieten die mal kürzeren, mal längeren Beschreibungstexte eine gute Orientierung, ob sich die Eingabe der Adresse in den Browser überhaupt lohnt.

Dies ist für mich aber auch der Wermutstropfen an einem gedruckten Linkverzeichnis. So sinnvoll ich eine redaktionell aufbereitete Linkliste finde, so untauglich erscheint sie mir als gedruckte Variante.

  • Der eine Grund dafür ist meine eigene Bequemlichkeit: Google sucht ja nicht nur für mich, sondern bietet mir auch den Luxus, mit einem Klick schnell mal eben „draufzuschauen“. Mit der neuen Preview-Funktion brauche ich dazu nicht einmal mehr zu klicken, sondern bekomme die Übersicht sofort in der Suchmaschine.
  • Der andere Grund ist die Aktualität: Im Webadressbuch gibt es viele Screenshots von den ausgewählten Websites. Doch wie lange behalten diese wirklich ihre Gültigkeit? Ein gedrucktes Werk (das merke ich natürlich auch am Igel-Faktor) ist schneller veraltet, als die Farbe auf den Seiten trocknen konnte. Dies wird sogar bei einer jährlich neuen Auflage zu Verschiebungen führen.

Nichts desto trotz halte ich das Webadressbuch für einen super Einstieg, vor allem für Internet-Neulinge, die mit Google & Co. ihre Mühe haben, qualitativ hochwertige Seiten zu entdecken. Besonders hervorheben möchte ich, dass ich in manchen (für mich interessanten) Kategorien auch noch Schätzchen entdeckt habe, die ich vorher nicht kannte. Der Mensch (Redakteur) ist eben doch das bessere Trüffelschwein.

Zum Schluss vielleicht noch eine persönliche Note von mir, die zeigt, dass ich ein Faible für redaktionell gepflegte Verzeichnisse habe. Eines meiner ersten Internetprojekte im Jahre 1999 (zusammen mit einem Freund) war die Online-Plattform „feelinx – einfach gute Links“. Die Website gibt es heute nicht mehr, aber ich habe mal in den Dateiarchiven nach einem Screenshot gekramt, den ich meinen Lesern natürlich nicht vorenthalten möchte …

Vielleicht sollten wir daraus eine Serie machen – „mein erstes peinliches Internetprojekt“ … 😉

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Journalisten bringen Sie auf die Seite 1 von Google


Geschrieben am Freitag, 19. November 2010 von Thomas Kilian (1 Antwort)

Dieser Betreff schlägt bei einem Bekannten im Postfach auf. Die E-Mail stammt von einem Anbieter namens „Top10press – Suchmaschinenpresse für Seite 1„. Hier heißt es:

Eine Gruppe von Journalisten bringt Ihr Unternehmen durch eine gezielte Pressearbeit auf die begehrte Seite 1 von Google und Yahoo. Innerhalb von nur 24 Stunden erhalten Sie mindestens eine Top10 Platzierung und das mit Garantie! So werden Sie gezielt im Internet gefunden.

Nach dem Märchen von den Metatags und unzähligen Angeboten im Netz, eine Website in „über 300 Suchmaschinen“ einzutragen, riecht dies zumindest danach, dass jemand den Kern der Suchmaschinen-Optimierung nicht verstanden hat. Der Service schlägt mit 298,00 Euro + Märchensteuer zu Buche, dafür wird eine Platzierung unter den Top 10 auf Seite 1 von Google und Yahoo GARANTIERT.

Immerhin ist die Vorgehensweise genau beschrieben:

Wir legen gemeinsam mit Ihnen 10 Suchbegriffe fest, unter denen Sie bei Google und Yahoo gefunden werden möchten.

Das klingt doch schon mal super! Ich nehme „Werbeagentur“, „Webdesign“, „Suchmaschinen-Optimierung“, … doch dann schweift mein Blick recht schnell auf das „Beispiel“:

Ah, okay – sicher keine Einwort-Keywords, sondern mindestens 3 Begriffe, die in Kombination ohnehin kaum jemand sucht. Google verrät mir, dass „Aachen PR Agentur“ genau 12 Mal im Monat gesucht wird. Dies ist genau ein Vierzigstel der Suchanfragen für „Werbeagentur Aachen“. Für „Werbeagentur Köln“ sind es sogar 200 Mal mehr Suchanfragen pro Monat mehr:

Nun gut, auch 12 Leute wollen glücklich gemacht werden. Wenn ein Kunde eine spezielle Zielgruppe hat, können ja auch 12 potentielle Interessenten schon Umsatz bringen. Gut ist, dass der Begriff laut Google überhaupt gesucht wird. Auf diesen Aspekt sollten Sie in einer Beratung beim Suchmaschinen-Spezialisten immer achten, dass der Dienstleister nicht für Begriffe optimiert, die „kein Schwein“ sucht.

Weiter geht’s mit dem nächsten Schritt:

Anschließend schreiben wir eine entsprechende Pressemitteilung über Ihre Person, Ihre Dienstleistung, Ihr Produkt oder Ihre Firma.

Das halte ich in jedem Fall – ob für online oder offline – für eine gute Maßnahme. Der Wert guter Pressearbeit wird in meinen Augen völlig unterschätzt. Viele Unternehmen berichten höchstens über das Firmenjubiläum oder den Tag der offenen Tür. Dabei gibt es doch jeden Monat neue Anlässe, über die es zu berichten lohnt. Doch jetzt muss die Nachricht auch an den Mann:

Wir kontaktieren über 40 Presseportale mit über 40 Millionen Pageimpressions und nutzen auch Twitter!

Also, Verbreitung der Meldung über Presseportale und Soziale Netzwerke. Finde ich gut, wobei es in meinen Augen auch reichen würde, wenn der Eintrag in den wichtigsten 10 Portalen erfolgt. Wichtig zu wissen ist, dass es hier Dienstleister gibt, die so etwas für sehr schmales Geld automatisch verbreiten. Wir haben damit auch schon unserer Erfahrungen gesammelt und es kann von der Darstellung der Artikel einiges schiefgehen. Sie sollten also sicherstellen, dass die Beiträge in hochwertigen Portalen manuell eingetragen werden und sich die Liste der Eintragungen schicken lassen.

Wo für mich noch ein bisschen der Schuh drückt, ist eben das Thema „Top-Position bei Google & Co.“. Selbstverständlich erscheint eine Pressemeldung, sofern Sie ein wenig Keyword-optimiert betitelt und getextet ist, bei Google auf den vorderen Plätzen (solange es kein stark umkämpftes Keyword ist). Doch Achtung! Es erscheint das Presseportal, nicht die eigene Website! Die Online-Plattformen haben aufgrund ihrer Aktualität und der hohen Anzahl an Verlinkungen bei Google sowieso recht gute Positionen. Da ist es ein Leichtes, einen gut geschriebenen Beitrag schnell auf die vorderen Plätze zu bringen. Nur für Ihre Website bringt diese Form der Optimierung nichts.

Ich muss der Top10press zu Gute halten, dass Sie damit auch nicht wirbt: Hier steht „Journalisten bringen Sie, Ihre Firma, Ihre Person oder Ihre Dienstleistung (…) unter die Top 10„. Von „Ihre Website“ ist weder online, noch in der E-Mail die Rede. Wer damit zufrieden ist, dass die neue Pressemeldung gut gefunden wird, kann sich mit diesem Service also auch ohne eigene Website auf gute Google-Positionen bringen. Wenn wir diesen kleinen, aber feinen Unterschied im Auge haben, scheint mir an dem Presseservice der Kollegen nichts auszusetzen.

 

 

 

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Akquise für Lektoren


Geschrieben am Donnerstag, 18. November 2010 von Thomas Kilian (1 Antwort)

Manchmal kommt es ganz dick. Gleich zwei Lektoren buhlen an einem Tag um meine Aufmerksamkeit und Gunst, denn hinter ihrer Werbung steckt schlicht und einfach der Wunsch, mich als Kunden zu gewinnen. Wie unterschiedlich sich beide anstellen, zeige ich in diesem Blogbeitrag.

Mit der Tür ins Haus gefallen

Erhalte gestern Abend, 17.39 Uhr eine E-Mail mit dem Betreff „Initiativbewerbung“ von einem Fachmann der deutschen Sprache, der wie ich einen „Magister Artium“ als Germanist hingelegt hat und dies ebenso auffällig im Namen trägt. Doch leider ist das schon die einzige Gemeinsamkeit, die wir haben – lesen Sie selbst:

Sehr geehrte Damen und Herren,
wie beginnt man eine E-Mail, in der man sich als freier Lektor bewerben möchte, ohne Gefahr zu laufen, dass die Nachricht als billige Spamattacke betrachtet wird?

Meine klare Antwort: Eine E-Mail beginnt „man“ erstmal gar nicht mit „Sehr geehrte Damen und Herren“. Ich habe einen Namen und ich freue mich über eine persönliche Anrede. Gleichzeitig scheint mir der Einstieg zu verschachtelt und kompliziert. Die Antwort auf die rhetorische Frage folgt auf dem Fuß:

Am besten, indem man gleich zur Sache kommt.

Nun gut, doch wieso dann dieser Absatz der Vorrede? Wieso dann nicht „gleich“ zur Sache kommen?

Sie suchen hin und wieder einen Lektor mit Agenturerfahrung, der sich in der Werbebranche bestens auskennt, früher selbst Copy Writer war, ein abgeschlossenes Germanistikstudium vorweisen kann, für namhafte Unternehmen (z. B. xy, xy und xy) arbeitet und dennoch bezahlbar ist?

„Eigentlich nicht, nein.“

Geschlossene Fragen in einem solchen Anschreiben sind tödlich. Zumal hier kein besonderer Nutzen formuliert wird. „Lektor mit Agenturerfahrung“ scheint noch einen sinnvollen Bezug herzustellen, „abgeschlossenes Germanistikstudium“ hat mit Lektoratstätigkeiten genauso viel zu tun wie mit Gartenpflege (kann ich aus eigener Erfahrung so bestätigen), „für namhafte Unternehmen arbeiten“ kann alles und nichts bedeuten und ebenso unkonkret bleibt das Wort „bezahlbar“.

Dann melden Sie sich bitte bei mir. Gerne übernehme ich auch ein kostenloses Probelektorat für Sie, um Sie von meinen Fähigkeiten zu überzeugen. (…) Zeugnisse und Arbeitsproben können bei Bedarf gerne zugesandt werden.

Wer von vorneherein eine kostenfreie Probeleistung anbietet, scheint es wirklich nötig zu haben. Hierüber habe ich mal mit Michael Zerban im Neukunden-Podcast geplaudert. Gleichzeitig bleibt mir eine Einsicht in die echten Qualitäten des Mannes verwehrt. Arbeitsproben leider nur „bei Bedarf“ und nach Kontaktaufnahme. Auf der nicht verlinkten Website (also: „Copy & Paste“) finde ich zwar die „bezahlbaren“ Preise, allerdings auch hier keine Arbeitsproben oder konkreten Referenzen. Die Websites der Kunden und Auftraggeber helfen mir nicht weiter, ebenso wenig die fast gleichen Formulierungen wie in der E-Mail.

Meine Frage an Sie, liebe Leser: Bleibt mir in diesem Fall etwas anderes als die Rundablage „P“? Würden Sie sich die Zeit nehmen, auf diese lieblose und unpersönliche Werbemail zu antworten?

Die zaghafte Gazelle

Ein zweites Beispiel hatte ich ich Ihnen versprochen, sollen Sie auch bekommen. Stoße heute morgen auf einen Artikel bei meiner Bloggerkollegin Martina Bloch aus Hamburg. „Was macht eigentlich … eine Lektorin?“ heißt der Beitrag und springt sofort ins Thema:

Ich korrigiere Rechtschreib- und Grammatikfehler, spinne rote Fäden, pflücke Stilblüten, sortiere durcheinandergeratene Redewendungen, hänge schiefe Bilder gerade, ergänze, streiche und formuliere um. Damit Texte klar sind, lebendig wirken und sich ohne Mühe lesen lassen.

Zunächst bin ich etwas verwirrrt, dass der Artikel in der Ich-Form von Martina stammen soll. Ist die telefonische Akquise derart auf dem absteigenden Ast, dass sogar sie mittlerweile als Lektorin arbeiten muss? Doch der Hinweis am Ende des Beitrags bringt Licht ins Dunkel. Hier geht es um einen Gastbeitrag, der eine Reihe von Fragen zum Lektorat beantwortet:

  • Was geht für Ihre Kunden zum ersten Mal, wenn Sie für sie arbeiten?
  • Was geht für Ihre Kunden besser, wenn Sie für sie arbeiten?
  • Was geht nicht mehr, nachdem Sie für Ihre Kunden gearbeitet haben?
  • Welche Kunden können Sie besonders glücklich machen?
  • Was möchten Sie den Lesern noch sagen?
  • Wenn die Leser jetzt Lust darauf bekommen haben, Sie näher kennenzulernen, wie können sie Sie am besten erreichen?

Ich finde diese Fragen klasse! Die sind konkret und nutzenorientiert. Ebenso sind es die Antworten. Nach dem Lesen des Beitrags bekomme ich den Eindruck: Hier versteht jemand etwas von seinem Handwerk. Gleichzeitig ist die Sprache verständlich, fast locker und direkt – ein erster Eindruck für klare Kommunikation, die nichts mit staubiger Germanistik zu tun hat.

Dann entdecke ich Website, Blog und Twitter-Account der Lektorin Juliane Topka, die aktuell gepflegt sind und ebenso mit klarer Sprache aufwarten:

Was Sie im Rahmen der Unternehmenskommunikation veröffentlichen, soll ankommen. (…) Rechtschreibfehler, schwer verständliche Formulierungen, zu viel Fachsprache oder strukturelle Brüche sind wie Schmutz auf der Scheibe eines Schaufensters: Sie trüben den Blick auf das, was Sie zu bieten haben. (…) Ein klares Lektorat sorgt für den klaren Blick aufs Wesentliche.

Die Überschrift „Treffer“ passt wie die Faust aufs Auge. Hier hat jemand verstanden, den Nutzen in ein schönes Bild zu verpacken. In den Artikeln, Newslettern, Twitter-Nachrichten und Gastbeiträgen entdecke ich weitere Schätze.

Meine erneute Frage: Wenn ich jetzt eine Lektorin suche, würde ich zu Juliane Topka wohl Kontakt aufnehmen? Und wenn ich zurzeit keinen konkreten Bedarf habe, was mache ich dann?

Ich folge ihrem Twitter-Profil, schreibe in XING: „Hallo Juliane, habe heute bei Martina Bloch Deinen Gastbeitrag entdeckt und würde mich gerne mit Dir vernetzen. Vielleicht habe ich ja mal Bedarf an einem zusätzlichen Lektorat, dann komme ich gerne auf Dich zu. Mir haben Deine Seiten sehr gut gefallen, wie Du bei mir in Form eines aktuellen Blogartikels lesen kannst. Beste Grüße nach Hamburg, Thomas“ und abonniere den RSS-Feed ihres Blogs (der leider etwas versteckt ist).

Und damit komme ich auch zur konstruktiv gemeinten Kritik: Diese Form der eleganten Kundenansprache ist so dezent, dass sie kaum auffällt. Der Gastbeitrag rutscht als solcher durch, da der Hinweis auf die Websites zu spät erscheint und mir vielleicht ein Foto oder eine konkrete Einleitung „Dies ist ein Interview mit xy, die ich …“ besser geholfen hätte, den Kontext zu verstehen. Das Blog wirkt etwas unpersönlich, der Hinweis „meine Website“ geht in der Blogroll unter. Ebenso sind auf der Website das Blog und der Newsletter nicht sofort ersichtlich und der Twitter-Account wird noch gar nicht verlinkt. Ohne den Hinweis von Martina wäre ich also auf den „Sprachpingel“ gar nicht erst gestoßen.

Die Mischung macht’s!

Ich bin davon überzeugt, dass der zweite Ansatz genau richtig ist. Mehrwerte bieten, sich zeigen, im Internet sichtbar und vor allem auch verstanden werden. Juliane Topka gelingt es, den Nutzen eines Lektorats rüberzubringen und gleichzeitig durch die passende Sprache auch einen Zugang zu ihren Lesern zu finden. Wieso nicht noch einen Schritt weiter und aktiv auf mögliche Interessenten zugehen?

Wie eine solche E-Mail aussehen *könnte*, zeige ich im folgenden Beispiel:

Hallo Herr Kilian,
Lektoren haben keine Ahnung von der Werbebranche, schreiben staubige Texte und sind meistens unbezahlbar. Dass dieses Vorurteil nicht stimmen muss, zeige ich in einem aktuellen Gastbeitrag bei Ihrer Blogger-Kollegin Martina Bloch. Hier beantworte ich die wichtigsten Fragen zum Lektorat und liefere Ihnen damit gute Argumente für Ihre Kunden. Gleichzeitig möchte ich mich bei Ihnen vorstellen und würde mich über eine Vernetzung auf XING oder Twitter sehr freuen. Vielleicht ergibt sich ja mal die Möglichkeit für eine Zusammenarbeit.
Herzliche Grüße, …
P.S.: In meinem Blog „Frisch gestrichen“ schreibe ich regelmäßig über …

Die Nachricht kommt sofort auf den Punkt, muss nicht mit den Leistungen, Kunden und dem Titel prahlen, sondern weckt mein Interesse ganz natürlich. Gleichzeitig bietet sie mir einen Nutzen: Durch den Gastartikel habe ich neue Argumente für meine Kundengespräche an die Hand bekommen. Dies ist eine „kostenfreie Probearbeit“, wie ich sie mir vorstelle.

Aufdringlich unaufdringlich ist in meinen Augen noch immer der beste Weg, um heute mit neuen Kunden in Kontakt zu kommen. Probieren Sie es doch einfach mal aus!

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Fremde Inder Nacht


Geschrieben am Donnerstag, 04. November 2010 von Thomas Kilian (2 Antworten)

Montag morgen. Feiertag aller Heiligen, dichter Nebel umhüllt mein Büro. Genieße die Stille, kremple die Ärmel hoch, um mein Tagwerk in Angriff …

„Rrrrrriiiiiinnnnnnnngggg“ (???)

„Kilian, schönen guten Morgen?“

„Hello Thomas, how are you?“ (…)

„Öhm … hm … ??? … Thanks, I’m fine … who are you?“

„Thomas, I am Rashid, … I call from India and I am working for a webworking company … I just visited your website. Is it true that you work in the field of webdesign and search engine optimiziation?“

„Well, that’s right, … but I’m not interested!“

„Thomas, not interested in what?“

„Not interested in a cooperation.“ (!!!)

„Thomas … I really would like … would you mind, … answering just one question? … How much earns a PHP developer in Germany?“

„Listen, Rashid! I don’t want to cooperate and I don’t want to answer your questions on the telephone. Please delete my number and never call me again!“ (Hmpf)

„Ok, bye!“

Erleichtert lege ich den Hörer auf. Schüttle den Kopf, frage mich, ob wir vielleicht bald mit einer Telefonakquise-Schwemme aus Indien zu rechnen haben, wo in Deutschland aufgrund verschärfter gesetzlicher Regelungen etwas mehr Ruhe eingekehrt ist.

Hierzulande gibt es nach Schätzungen etwa 450.000 Call-Center-Mitarbeiter auf 82 Millionen Einwohner. Bezogen auf die Gesamtbevölkerung Indiens müssten es dort um die 6,5 Millionen sein, die uns bald – sofern die Verhältnisse stimmen – zu jeder Tages- und Nachtzeit die Leitungen verstopfen werden. „Wolle Rose kaufe“ war gestern, heute wird die schnelle Mark am Telefon gemacht.

Doch nicht nur das — der unnachgiebige Rashid ist auch in Sachen Web 2.0 unterwegs, denn wenige Minuten nach dem erfolglosen Telefonat macht es „XING“ und ich finde dies in meiner Mailbox:

Im Klartext: „Dear Thomas, I would like to add you as a contact„, was nichts anderes heißt als: „Sehr geehrter Herr Kilian, ich würde Sie gern zu meinen Kontakten hinzufügen.“ (davon liegen schon einige in meiner XING-Box). Denn was ich davon halte, das wisst Ihr ja bereits

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Ich bin Vivian, konsultiert haben Ihr Profil


Geschrieben am Sonntag, 24. Oktober 2010 von Thomas Kilian (1 Antwort)

Hatte ich vor einigen Wochen schon mal in Kürze getwittert, will meinen Bloglesern die ganze Nachricht nicht vorenthalten:

Nun mögen sich manche vielleicht fragen, was eine Spam-Nachricht aus Facebook im Neukunden-Magnet Weblog verloren hat. Ich gebe Ihnen mal drei Hinweise:

E-Mail / Betreff: Nachfrage, Gespräch vom 16.08.2010
Sehr geehrter Herr Kilian,
für den kostenfreien Vergleich der neuen Tarife der privaten Krankenversicherungen benötige ich noch Ihre Anschrift und aktuelle Rufnummer, unter der ich Sie erreichen kann.

Wie meinen? Weder hat es am 16. August ein Gespräch gegeben, noch bin ich an einem Tarifvergleich interessiert. Immerhin ist mein Name richtig geschrieben.

E-Mail / Betreff: Deutschland im WM-Rausch
Guten Tag Herr Kilian,
war dies nicht eine berauschende Vorstellung unserer Jungs im Spiel gegen Argentinien?
Hat Sie die Begeisterung bei den Public Viewings nicht auch angesteckt?
Zeigen Sie Ihre Begeisterung, zeigen Sie Ihre Verbundenheit mit unserer Fußball-Nationalmannschaft: Tragen Sie unseren WM-Button!
Wir haben zur sichtbaren Dokumentation unserer Begeisterung, insbesondere für unsere Nationalmannschaft, einen *WM-Button* anfertigen lassen.

Na sowas! Wo ich mir doch gerade erst ein dreifarbiges Tattoo auf den Oberarm stechen lassen wollte. Da scheint der WM-Button wohl die bessere Alternative.

XING-Nachricht (von Mr. Unbekannt) / Betreff: Suchmaschinen-Optimierung
Sehr geehrter Herr Kilian,
ich habe gerade in Ihrem Profil gelesen, dass Sie im Bereich Suchmaschinenoptimierung tätig sind. Wir bieten als PR-Agentur einen neuen Service für SEO-Spezialisten: Vielleicht kennen Sie Online-Nachrichtenportale wie OpenPR etc.: Wir bereiten Angebote und Neuigkeiten von Unternehmen so auf, dass sie die Voraussetzungen für diese Nachrichtenportale erfüllen und speisen sie anschließend dort ein.
(…)
Pro Aktion lassen sich somit problemlos bis zu 50 neue Verlinkungen auf die Homepage eines Unternehmens erreichen. Bei 20 Aktionen sind das schon rund 1.000 neue Links von populären Seiten – ohne Rückverlinkung oder „Linktausch“.

Wer sich an „SEO-Spezialisten“ wendet, sollte wissen, dass dies eine Milchmädchen-Rechnung ist (auch wenn ich Online-Presseportale damit nicht im Allgemeinen schlecht machen will).

Fällt Ihnen was auf? Vivian an allen Fronten …

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Größtes Marketing-Gewinnspiel aller Zeiten gestartet


Geschrieben am Dienstag, 05. Oktober 2010 von Thomas Kilian (2 Antworten)
Auf der Online-Plattform marketingshop.de ist vor einigen Tagen das „größte Marketing-Gewinnspiel aller Zeiten“ gestartet. An den Preisen von rund 50.000 Euro habe ich mich ebenfalls mit einem (recht bescheidenen) Beitrag beteiligt. Zu gewinnen sind unter anderem 5 Exemplare meines Buchs „Der Igel-Faktor“. Zu den weiteren Sachpreisen und Dienstleistungen zählen beispielsweise „Lösungspakete, Instrumente und Maßnahmen zur Neukundengewinnung, Traffic- und Leadgenerierung, Analyse und Kampagnenoptimierung, zahlreiche Jahresmitgliedschaften und Volllizenzen im Bereich SEO, Research und Online Marketing sowie individuelle Coachings“. Klingt doch ganz interessant, oder? Lohnt sich also, beim Gewinnspiel mitzumachen – die Teilnahme erfolgt über http://blog.marketingshop.de durch eine Registrierung für den marketingshop-Newsletter. Viel Erfolg!
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Was mich bei XING total nervt!


Geschrieben am Donnerstag, 02. September 2010 von Thomas Kilian (16 Antworten)

Möchte zunächst mal eine Lanze brechen für die Business-Plattform XING. Ich bin jetzt seit 4 1/2 Jahren dort angemeldet, habe knapp 1200 Kontakte und nutze die Funktionen täglich, um mit anderen ins Gespräch zu kommen. Doch einige aktuelle Entwicklungen gehen mir tierisch auf den Keks und stehen für mich im Widerspruch zum Ziel, sinnvolle Netzwerke aufzubauen. Irgendwie scheinen den Planern der XING AG im Sommer die Ideen ausgegangen zu sein, – anders kann ich mir die folgenden Veränderungen nicht erklären…

3 aktuelle Nervfaktoren bei XING

XING dient dazu, mit anderen Menschen in Kontakt zu treten. Auch mit noch unbekannten Personen – gerade XING macht ja aus Kaltakquise „Warmakquise“, wie ich schon vor Jahren geschrieben habe. Doch Massenmails, unpassende Anfragen und Nachrichten ohne Bezug auf das Profil der Kontaktperson sind laut der XING-Richtlinien eigentlich nicht gern gesehen:

„Die Kontaktaufnahme mit unbekannten Personen erfordert Feingefühl. Überlegen Sie sich genau, wen Sie ansprechen bzw. wen Sie vorgestellt bekommen möchten. Individualisieren Sie Kontaktanfragen stets, indem Sie sich auf das Profil der Person beziehen und z. B. auf die Angaben eingehen, die die Person unter „Ich biete“ und „Ich suche“ gemacht hat. Damit demonstrieren Sie ernsthaftes Interesse und Professionalität und erhöhen die Wahrscheinlichkeit, dass der Kontakt bestätigt wird.“

Wie ist es dann zu erklären, dass es nun bei der Kontaktaufnahme einen vorformulierten Text gibt und XING nicht mehr – wie früher – die Eingabe eines personalisierten Textes fordert? Wohin das führt, zeigt das folgende Bild:

Ich habe in den vergangenen zwei Wochen 7-8 neue Kontaktanfragen bekommen. Fünf davon haben den Standard-Text verwendet: „Sehr geehrter Herr Kilian, ich würde Sie gerne zu meinen Kontakten hinzufügen.“ Dabei kenne ich die Personen nicht, kann keinen Bezug herstellen und finde die Anfragen auch sonst höchst unspannend. Der Klick zum „Ablehnen“ oder gar „Spam“ liegt für mich näher, als den Kontakt zu bestätigen.

Standard-Antworten auf meine Kontaktanfragen

Genau so standardisiert wie die Anfragen, sind leider mittlerweile auch die Antworten geworden. Hier siegt einfach die Bequemlichkeit: „Gerne bestätige ich Ihre Kontaktanfrage. Herzlich willkommen in meinem Netzwerk! Freundliche Grüße, …“ – wie passt das zu meiner netten Kontaktaufnahme, in der ich zum Teil auch konkrete Fragen gestellt habe? Bei einigen Kontakten folgt dann fünf Minuten später eine zweite Nachricht: „Oh sorry, hab zu schnell auf Abschicken geklickt …“ Doch was soll die vorformulierte Antwort bringen? Ich muss es selbst immer umständlich rauslöschen, weil ich solche Bausteine einfach nicht mag. Professionelle Kommunikation sieht anders aus.

Durchklicken zwischen Nachrichten nicht mehr möglich

Vor einigen Monaten hat XING eine tolle Neuerung eingeführt: Die Nachrichten über die Plattform lassen sich endlich direkt in der E-Mail lesen. Ich muss mich bei einer neuen Nachricht nicht extra bei XING einloggen, sondern kann sofort entscheiden, ob es etwas wichtiges ist. Doch mittlerweile stauen sich die ungelesenen Nachrichten in meinem XING-Posteingang. Also möchte ich schnell noch mal durchklicken, um zu sehen, ob ich etwas übersehen habe, einzelne Nachrichten löschen etc. Früher gab es oberhalb der Nachricht zwei Pfeile „>>“ oder „<<„, um zwischen den Beiträgen hin und herzuwechseln. Nun geht dies nicht mehr, ein schnöder „zurück“-Button ist die einzige Möglichkeit, wieder auf die Gesamtsicht zu wechseln.

Och Menno, XING! Ich fand Dich bisher so gut!

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5 SEO-Hymnen für den nächsten Stammtisch


Geschrieben am Donnerstag, 12. August 2010 von Thomas Kilian (1 Antwort)

Irgendwie muss ein SEO ja durchs SEO-Sommerloch galoppieren. Hatte Anfang der Woche plötzlich einen alten Schlager im Kopf, der sich aufgrund aktueller Projekte im SEO-Bereich wie folgt in einem Tweet niederschlug:

Wenige Minuten später gab es schon zwei Re-Tweets und einen Kommentar via Facebook vom Pankrath’schen Barden:

Heute Mittag nun lud ein befreundeter SEO-Kollege zum Stammtisch nach Dresden ein, — leider etwas weit weg für mich. Aber da kam mir die Idee für einige SEO-Hymnen, die sicherlich jedes SEO-Herz höher schlagen lassen. Soweit die Vorgeschichte, jetzt gehts los:

Die ultimativen 5 SEO-Hymnen des Sommers 2010

Link of Change

No follow in Moskva / Down to Gorky Park / Listening to the link of change
An August summer night / Soldiers passing by / Listening to the link of change
The world is closing in / Did you ever think / That we could be so close, like brothers
The pagerank’s in the air / I can feel it everywhere / Blowing with the link of change
// Take me to the magic of the ranking / On a glory night
Where the SEOs of tomorrow / dream away / In the link of change

Ein Keyword, das deinen Namen trägt

Ein Keyword, das deinen Namen trägt
Hoch ans Google-Zelt
Das schenk ich Dir heut‘ Nacht
Ein Keyword, das deinen Namen trägt
Alle Penaltys überlebt
Und über unser Ranking wacht
Seit Jahren schon optimier ich mit Dir
Und ich danke dem Sistrix Tool dafür
Dass er mir Dich gegeben hat
Als Erinnerung an unser Leben
Möchte ich Dir heut‘ etwas geben
Ein Trust für alle Ewigkeit

Viva Affilia

Da simmer dabei! Dat is prima! VIVA AFFILIA!
Wir lieben das Ranking, die Klicks und die CTR
wir glauben an den Whitehat SEO und han auch immer Trust!

Über 7 Ecken musst Du gehn

Manchmal seh ich meine Keywords ohne Blick
Manchmal wünsch ich mir mein Web 1.0 zurück
Manchmal bin ich ohne Trust und Ruh
Manchmal schließ ich alle Doorway-Pages nach mir zu
Manchmal ist mir kalt und manchmal heiß
Manchmal weiß ich nicht mehr, was ich weiß
Manchmal bin ich schon am Morgen müd
Und dann such ich Trust in einem Lied
Über sieben Ecken mußt Du gehen
Sieben dunkle Hoster überstehen
Sieben mal wirst Du der Backlink sein
Aber einmal auch der Pagerank-Schein

Rankings gibt es immer wieder

Viele SEOs fragen, was ist schuld daran,
warum kommt das Ranking nicht zu mir.
Fangen mit dem Pagerank viel zu wenig an.
Dabei steht der Backlink schon vor der Tür.
Rankings gibt es immer wieder
heute oder morgen können sie geschehn.
Ranking gibt es immer wieder
wenn sie dir begegnen, musst du sie auch sehn.

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Mit Sigi Bütefisch richtig hoch hinaus – Erfolg in Balance


Geschrieben am Sonntag, 08. August 2010 von Thomas Kilian Kommentare deaktiviert für Mit Sigi Bütefisch richtig hoch hinaus – Erfolg in Balance

Meinen Blogger-Kollegen Sigi Bütefisch kenne ich nun schon seit etwas mehr als drei Jahren. Im Frühjahr 2007 hatte er mit anderen Autoren an meinem Business-Blog-Karneval teilgenommen und seitdem lese ich immer mal wieder in seinem Frischfisch-Blog. Nur deshalb „immer mal wieder“, da sich Sigi von Zeit zu Zeit eine „kreative Blogpause“ nimmt und sich anderen Dingen zuwendet. Er bloggt „in Balance“ könnte man meinen – herausgekommen ist dabei Anfang des Jahres ein sehr spannendes Buch mit dem Titel „Erfolg in Balance – Das 7-Felder-Prinzip„. Es lohnt sich, nicht nur einen Blick hineinzuwerfen. Das Buch fordert heraus, wie Sigi in einem kurzen Werbevideo ankündigt:

„Leistung und gute Geschäfte (ich möchte ergänzen: nachhaltige Neukunden-Gewinnung) sind durchaus vereinbar mit Lebenssinn und Menschlichkeit“ – wie das geht, zeigt Sigi zusammen mit seiner Kollegin Viola Michaelis in diesem Buch. Ich werde mich hüten, hier mehr zu verraten. Den Erfolg „in Balance“ herzustellen ist für jeden ein individuelles und höchst spannendes Abenteuer. Wer mal hineinschauen möchte, findet die ersten 26 Seiten bei Book2Look oder die Einleitung auf der Website von Sigi.

Ich bin aber nach dem Lesen davon überzeugt, dass es ein schneller Einstieg nicht schafft, die komplexen Gedanken und Aufgabenstellungen zu verinnerlichen. Auch wenn jedes Kapitel mit einem Abschnitt „7 Thesen für Eilige“ beginnt, so bedarf es doch viel mehr Zeit, sich mit dem Thema auseinander zu setzen. Ich bin also noch längst nicht fertig und freue mich auf die nächste Runde …

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