Büro-Wettbewerb 2008: Einsendung 003


Geschrieben am Freitag, 15. August 2008 von Thomas Kilian Kommentare deaktiviert

Der Bürowettbewerb geht noch gute zwei Wochen. Bis zum 31. August könnt Ihr knipsen und schreiben, um am Bürowettbewerb 2008 teilzunehmen (siehe unten, da steht, wie’s geht!)…

Heute veröffentliche ich für Euch die dritte Einsendung; aus der Kunstagentur Hoffmann. Christiane Hoffmann hat mir die Bilder geschickt und schreibt dazu:

“Leider sitze ich im 4 Stock und kann nicht direkt reinfotografieren. Da ich aber an dem Zentralen Platz in Rheda-Wiedenbrück sitze, kann ich ein Foto von innen nach außen auf das Rudelgucken während der EM 08 beisteuern. Zu meinem Arbeitsplatz ist zu sagen, ich brauche viele, viele Fachbücher über Kunst um mich rum, da die Unibibliotheken weit weg sind und irgendwie sind es immer mehr, obwohl ich viele Bücher tausche. Komisch. Sonst gibts einen handgeschriebenen Kalender, einen treuen alten Sony Vaio Notebook und eine Tolomeo-Lampe für die Abendstunden. Und dann ist es ja im Kunstbetrieb auch etwas legerer als sonst… ;-)”

Wollt Ihr auch wie Christiane Hoffmann am Büro-Wettbewerb 2008 teilnehmen? Hier noch einmal die Spielregeln:

Eingeladen sind alle Medienschaffenden im weiteren Sinne, mir bis 31. August 2008 zwei Fotos (außen/innen) ihrer Büroräume zu schicken [per Email an “karneval (ätchen) neukunden-magnet (pünktchen) de”]. Auch Links zu einem Video (auf einer entsprechenden Plattform) oder zu einer Fotogalerie mit weiteren Bildern sind möglich.

Diese werden nach und nach im Neukunden-Magnet Weblog ausgestellt und zur entsprechenden Website (bitte angeben!) verlinkt. Gerne könnt Ihr auch noch 2-3 Zeilen dazuschreiben, das gibt bestimmt Extrapunkte… Zusammen mit einer Jury werde ich alle Einsendungen auswerten und die Sieger in den vier Kategorien küren:

Noch Fragen?

Kommentare deaktiviert
Verwandte Artikel:
Kommentare deaktiviert Blog-Karneval Fun Web 2.0

Blogserie Suchmaschinen-Optimierung (2)


Geschrieben am Donnerstag, 14. August 2008 von Thomas Kilian (1 Antwort)

Im ersten Teil meiner Blogserie zur Suchmaschinen-Optimierung habe ich Euch ja ein nützliches Tool für den ersten Website-Check vorgestellt. Bevor ich Euch heute einen weiteren – recht kurzen – Tipp gebe, will ich aufgrund eines Kommentars kurz noch einmal erläutern, für wen die Blogserie gedacht ist. Sie richtet sich an Einsteiger und diejenigen, die in einfachen Worten ohne Fachchinesisch ein bisschen was über Suchmaschinen-Optimierung lernen wollen.

Ich halte mich hier nicht für den Herrn Professor, der eine hochwissenschaftliche Arbeit abliefert (deshalb ja der Hinweis im letzten Artikel auf die dicken Bücher, die ich gelesen (nicht geschrieben!) habe!). Wenn Du bereits ein SEO-Profi bist oder Dich dafür hältst, dann lies lieber noch so ein dickes Buch… Wer sich aber bislang noch nicht oder nur wenig mit Suchmaschinen-Optimierung beschäftigt hat, wird aus dieser SEO-Blogserie sicher viele gute Ansätze mitnehmen. So, das musste mal gesagt werden. Und jetzt: Vorhang auf für den zweiten Tipp:

Seitentitel in der Suchmaschinen-Optimierung

Bevor Du hier weiterliest, wirf doch bitte mal einen Blick auf ganz oben links in Deinem Browser. Da steht “Blogserie Suchmaschinen-Optimierung (2) im Neukunden-Magnet | Marketing-Weblog Werbeagentur Thoxan Ostwestfalen”. Wer genau zählt, entdeckt zehn Substantive (Schlüsselwörter), die sich vom Inhalt her genau auf das beziehen, was Du auf dieser Seite findest – eine Blogserie zur Suchmaschinen-Optimierung im Neukunden-Magnet Weblog, das sich mit Marketing und Werbung beschäftigt und von meiner Agentur Thoxan in Löhne (Ostwestfalen) betrieben wird.

[*Achso: Wenn Du diesen Artikel auf der Startseite liest und nicht in der Detailansicht, dann steht hier einfach nur "Neukunden-Magnet | Marketing-Weblog..." - bitte klick mal auf die Überschrift...]

Klingt einfach, und das ist es auch. Doch wieso hat die Immobilienfirma Meier, die in der Stadt XY Immobilien verkauft und sich auf Grundstücke in Hanglage spezialisiert hat als Seitentitel “Home” gewählt? Oder warum suche ich beim Zahnarzt meines Vertrauens vergeblich nach dem Namen im Seitentitel? Dort steht “Zahnarzt Startseite”. Viel besser wäre doch “Zahnarzt Herbert Müller aus Köln, Spezialist für Implantate und Parodontologie”.

Die Vergabe eines sinnvollen Seitentitels hat zwei Effekte: Die Besucher wissen, worum es sich auf der Seite handelt und die Suchmaschinen lesen diesen Titel für die Ergebnisanzeige aus. Je besser die Seitentitel zum Inhalt der Seite passen (Übereinstimmung der Schlüsselbegriffe), umso höher wird die Seite gewichtet. Keinen Schimmer, zu wieviel Prozent der Seitentitel in den Google-Algorithmus mit einfließt, aber ich habe über die Optimierung des Seitentitels bereits beachtliche Erfolge erzielt.

Dazu ist einfach das “title”-Tag im HTML-Quellcode anzupassen (oder bei WordPress unter “Einstellungen” ein sinnvoller Titel zu vergeben). Noch besser ist es, über spezielle Scripte für jede Seite unterschiedliche Seitentitel auszugeben (automatisch oder halb-automatisch), so dass – wie bei diesem Blog-Posting – auch der Titel des Artikels oder die erste Überschrift der Seite am Anfang angezeigt wird. Bitte beachtet, dass der Titel eine bestimmte Länge nicht überschreiten darf. Die Professoren sind sich da noch nicht recht einig – ich habe mit ca. 150 Zeichen und etwa zehn Wörtern immer gute Erfahrungen gemacht. Zumal durch die verschiedenen Artikelthemen hier im Blog sich die Länge eh unterscheidet – den Rest schneiden die Suchmaschinen einfach ab.

Einen Kommentar zum Beitrag schreiben!
Verwandte Artikel:

Luxus in der Neukunden-Akquise


Geschrieben am Mittwoch, 13. August 2008 von Thomas Kilian (1 Antwort)

Ich stehe nicht auf dicke Klunker, Kaviar und Haute Couture. Doch Luxus ist für mich trotzdem sehr wichtig. Soll ich Euch verraten, was für mich echter Luxus ist?

  • Wenn ich morgens um 6.20 Uhr von einem vorbei fahrenden Müllabfuhr-LKW geweckt werde und mich dann noch einmal umdrehen und weiterschlafen kann.
  • Wenn ich Mittags mit unserem Golden Retriever eine Runde in der Aqua Magica (großer Park direkt an unserer Agentur) drehen kann.
  • Wenn ich nach einem stressigen Bürotag mit einer kühlen Bionade auf unserem Balkon sitze.
  • Wenn ich – gerade jetzt im Sommer – mit Freunden grillen und gemeinsam lachen kann.
  • Wenn ich mich in drei Wochen Urlaub einfach saugut erhole und dabei auch mal ohne das ganze “technische Gedöns” auskomme.

Dies sind nur ein paar Beispiele für das, was ich als Luxus empfinde. Viele Menschen auf der Welt haben es nicht so gut wie ich, das muss ich mir jeden Tag neu bewusst machen. Ob nun materielle Gründe dahinter stehen oder ob sie sich einfach nicht die Zeit für die schönen Momente des Lebens nehmen, macht am Ende keinen Unterschied. — Aber keine Sorge – ich will hier nicht auf die Tränendrüse drücken, es geht ja um Neukunden-Akquise. Also zurück zum Thema:

Viele Unternehmen haben es auch in Bezug auf die Gewinnung neuer Kunden nicht so gut wie ich. Sie empfinden die Akquise als eine große Last, die sich wie ein schwerer Stein auf ihre Schultern legt. Statt FLOW erleben sie bei ihrer Arbeit nur Anspannung, existenzielle Not und Sorge um den nächsten – dringend benötigten – Auftrag. Was ich als Luxus in der Neukunden-Gewinnung verstehe, will ich Euch nicht vorenthalten:

  • Ich muss nicht suchen, sondern werde gefunden.
  • Ich habe (nehme mir!) jeden Tag genügend Zeit, um Beziehungen und Kontakte zu pflegen.
  • Meine Kunden sind von den erbrachten Leistungen oder meinen Produkten so begeistert, dass sie mich vorbehaltlos weiterempfehlen.
  • Meine werblichen Aktivitäten fallen auf, sind überzeugend und ich erhalte Rückmeldungen (& Aufträge).

Ihr merkt schon, worauf es hinaus läuft. Luxus in der Neukunden-Akquise hat sehr viel mit Neukunden-Magnetismus zu tun. Anziehungskraft oder Sog erzeugen, ist nicht einfach, aber es hilft langfristig, die Akquise als Luxus zu empfinden und zu genießen.

Und wie erzeuge ich nun diese Anziehungskraft, um mein Akquise-Luxusleben zu genießen? Kommt darauf an. — Kommt darauf an? — Ja, es kommt darauf an:

  • Um was für ein Unternehmen handelt es sich?
  • Welche Werte prägen mein Unternehmen? Leitbild?
  • Was für Mitarbeiter habe ich?
  • Welches Produkt / welche Dienstleistung?
  • Welche Zielgruppe spreche ich an?
  • (etc…)

Hier helfen Spezialisten, die geeignete Strategie zu entwickeln. Und sicher helfen auch schon die Artikel im Neukunden-Magnet Weblog, um Einblicke in einen “Hauch von Luxus” zu erhalten. Viel Spaß beim Stöbern!

Einen Kommentar zum Beitrag schreiben!
Verwandte Artikel:

Büro-Wettbewerb 2008: Einsendung 002


Geschrieben am Dienstag, 12. August 2008 von Thomas Kilian Kommentare deaktiviert

Nun geht es mit dem Büro-Wettbewerb 2008 “Zeigt her Eure Fenster, zeigt her Euer Büro” endlich weiter! Ich habe über die Sommerpause einige Einsendungen erhalten, die ich jetzt nach und nach veröffentlichen werde. Noch bis zum 31. August ist der Einsendeschluss, um am Bürowettbewerb 2008 teilzunehmen (siehe unten, da steht, wie’s geht!)…

Die zweite Einsendung stammt von Monika Meurer, deren Büro nach ihrem Umzug zwar noch nicht ganz fertig ist, die aber sagt: “Dabei sein ist alles!”. Das finde ich klasse — schön, dass Du dabei bist! Monika schreibt weiter: “Hier wird an den Seiten www.bindestrich.net und www.soisses.at gearbeitet.” Ist doch gemütlich, oder?

Wollt Ihr auch wie Monika am Büro-Wettbewerb 2008 teilnehmen? Hier noch einmal die Spielregeln:

Eingeladen sind alle Medienschaffenden im weiteren Sinne, mir bis 31. August 2008 zwei Fotos (außen/innen) ihrer Büroräume zu schicken [per Email an “karneval (ätchen) neukunden-magnet (pünktchen) de”]. Auch Links zu einem Video (auf einer entsprechenden Plattform) oder zu einer Fotogalerie mit weiteren Bildern sind möglich.

Diese werden nach und nach im Neukunden-Magnet Weblog ausgestellt und zur entsprechenden Website (bitte angeben!) verlinkt. Gerne könnt Ihr auch noch 2-3 Zeilen dazuschreiben, das gibt bestimmt Extrapunkte… Zusammen mit einer Jury werde ich alle Einsendungen auswerten und die Sieger in den vier Kategorien küren:

Noch Fragen?

Kommentare deaktiviert
Verwandte Artikel:
Kommentare deaktiviert Blog-Karneval Fun Web 2.0

Blogserie Suchmaschinen-Optimierung (1)


Geschrieben am Montag, 11. August 2008 von Thomas Kilian (9 Antworten)

Auf die (vorderen) Plätze, fertig, los! Eine schicke neue Internetseite ist ‘ne feine Sache, doch was nützt sie in Bezug auf Neukunden-Gewinnung, wenn mich kein Schwein findet? Suchmaschinen-Optimierung (oder auch SEO = “Search Engine Optimization“) ist das Zauberwort, mit dem ich Google & Co. beeindrucken kann.

Aber der Schuss kann auch nach hinten losgehen – entweder ist die schöne Mühe umsonst und bringt nicht den gewünschten Erfolg oder ich werde mit meiner Seite gar aus dem Suchindex verbannt. Suchmaschinen-Optimierung ist nicht schwer, aber einfach ist es eben auch nicht. Deshalb starte ich heute eine mehrteilige SEO-Blogserie, um Euch ein paar nützliche Tipps und Hintergründe zu vermitteln.

Wir engagieren uns in der Agentur mittlerweile für eine ganze Reihe von Kunden in diesem Bereich und haben dabei immer wieder gehört, dass es auf dem Markt der Suchmaschinen-Optimierer eine Menge schwarzer Schafe gibt. Ich erhalte hier auch ständig Emails mit Aussagen wie “Jetzt kostenlos in über 300 Suchmaschinen anmelden!” oder “Für nur 299,00 € garantieren wir Ihnen die besten Plätze!” oder “Wir optimieren Ihre Metatags!” Das ist natürlich alles Quatsch mit Soße. Wer seine Website erfolgreich (und vor allem nachhaltig) in Google und anderen Suchmaschinen positionieren will, muss sich umfassend mit den Kriterien beschäftigen, wie Suchmaschinen “ticken” und welche Methoden zu einer besseren Positionierung führen.

Know-how über Suchmaschinen-Optimierung

Es gibt in meinen Augen zwei Möglichkeiten, um das herauszufinden: Entweder lese ich ein bis zwei dicke Bücher zu diesem Thema und beschäftige mich eingehend mit Suchtechnologien, Algorithmen und Methodenwissen in der Indexierung, oder ich suche mir ein nützliches Tool, das mir auf den ersten Blick die Stärken und Schwächen meiner Website verrät. Ich selbst habe sowohl die dicken Bücher gelesen, als auch verschiedenste Tools ausprobiert. Am besten gefallen hat mir dabei Seitwert, das ich Euch im ersten Teil dieser SEO-Blogserie empfehlen möchte.

Machen wir mal einen Test mit unserem Neukunden-Magnet Weblog. Voilá:

Was mir an Seitwert besonders gut gefällt, ist einmal die grafische Aufbereitung der Daten und zum zweiten die Vergleichbarkeit mit anderen Seiten. Das Neukunden-Magnet Weblog ist (Stand heute) mit 34,91 Punkten auf Platz 5636 von 220161 bisher getesteten Seiten. In sechs Kategorien sehe ich die Stärken und Schwächen meiner Website:

  1. Sex-Appeal für Google. Mittlerweile wieder auf Pagerank 4 abgerutscht (ein Indikator für die Relevanz einer Website von 1-10), nachdem ich vor einigen Wochen schon mal PR5 hatte (schwankt immer mal hin und her). Domain-Sichtbarkeit ist gut, alles super.
  2. Zugriffszahlen bei Alexa. Wird gemessen, Zugriffe sind unteres Mittelmaß, na gut. Immerhin zwei Pünktchen.
  3. Social Bookmarks. Meine Vernetzung in der Blogosphäre war auch schon mal besser (beim Blog-Karnevel). Hier muss ich mal wieder was tun. — Nimm mich in Deine Blogroll auf, na los, komm schon… ;-)
  4. Technische Details. Wenige Probleme in Bezug auf validen Quellcode. Hier pfuschen mir die Web-Videos immer mal ins Geschäft, die wir im Neukunden-Magnet veröffentlichen. Muss mir das noch mal anschauen, wie wir das dauerhaft validieren… Aber fast volle Punktzahl. Metatags, Favicon und alle anderen Faktoren sind berücksichtigt.
  5. Sex-Appeal und Linkwert bei Yahoo. Fast 30.000 Backlinks sind eine schöne Sache und bringen gute Punkte.
  6. Sonstige Faktoren. Ich bin in Wikipedia referenziert, im DMOZ verlinkt – aber meine Domain existiert noch nicht allzu lange. Auch das Domainalter ist für Suchmaschinen ein wichtiger Messpunkt.

Alles in allem ein zufrieden stellendes Ergebnis. Kein Wunder, dass das Neukunden-Magnet im Web recht gut gefunden wird (z.B. Platz 3 in Google für “Neukunden”). Wie viele Punkte hat Eure Seite und wo ist für Euch der meiste Handlungsbedarf? Tragt Eure Werte und Eure Domains einfach in die Kommentare ein, damit wir es vergleichen können. Heise, XING und Spiegel Online dürfen nicht mitmachen… ;)

Einen Kommentar zum Beitrag schreiben!
Verwandte Artikel:

Online-Magazin über das andere Afghanistan


Geschrieben am Freitag, 08. August 2008 von Thomas Kilian Kommentare deaktiviert

Möchte Euch heute mal ein Projekt vorstellen, das wir seit etwa einem halben Jahr als Agentur betreuen. Für die Hilfsorganisation ADRA Deutschland haben wir ein Online-Magazin über “das andere Afghanistan” konzipiert und ins Netz gestellt. Anlass war die Veröffentlichung eines Buches, das der Bucher-Verlag in Zusammenarbeit mit ADRA herausgibt. Die Fotojournalistin Ursula Meissner berichtet darin über die uns bisher unbekannte Seite von Afghanistan – jenseits von Krieg, Terror und Gewalt.

Link: sevenload.com / Afghanistan-Magazin

Die Medien zeichnen uns ein sehr negatives Bild von Afghanistan. Dabei bleiben die Schönheit des Landes, der Kultur, der reichen Geschichte und der sehr gastfreundlichen Menschen vollkommen auf der Strecke. Hier zeigt das Online-Magazin von ADRA über “das andere Afghanisten” eine Alternative auf. Ein Autorenteam von Afghanistan-Experten und Mitarbeitern von ADRA schreibt regelmäßig Berichte. Außerdem sind Beiträge und Fotos von Ursula Meissner aus dem Afghanistan-Buch auf der Seite zu finden. Wer das Buch direkt über ADRA bezieht, ermöglicht damit die Herstellung und Verteilung einer Steppdecke in Afghanistan.

Jetzt am Sonntag gibt es auf dem Petersberg in der Nähe von Bonn eine Vernissage von Ursula Meissner, auf der sie Fotos von ihren bisher 16 Reisen nach Afghanistan zeigt. Die Ausstellung ist noch bis Ende August dort zu sehen und dann noch einige Zeit in Berlin. Interessierte sind herzlich eingeladen.

Neben dem Online-Magazin haben wir außerdem eine XING-Gruppe zum Thema “Das andere Afghanistan” eingerichtet. Hier haben sich mittlerweile 135 Teilnehmer, viele mit afghanischem Hintergrund, angemeldet und erhalten weitere Informationen. Über XING können außerdem Termine koordiniert und Newsletter verschickt werden.

Ich selbst bin zu diesem Projekt wie die Jungfrau zum Kinde gekommen. Afghanistan war mir bislang nur in Zusammenhang mit Krieg und Terror ein Begriff. Die Nachrichten sind ja schließlich voll davon. Es ist wirklich interessant, wie sich mein Blick auf dieses Land innerhalb weniger Monate verändert hat. Keine Frage: Krieg und Terror haben Afghanistan zerstört und sind nach wie vor präsent, aber es gibt eben auch positive Seiten und nicht jeder Afghane ist gleich ein Terrorist. Hier haben wir viel Nachholbedarf.

Insofern kann ich die Beschäftigung mit dem Thema nur empfehlen und lade jeden ein, sich das “andere” Afghanistan-Magazin einfach mal anzuschauen. Wer das Anliegen von ADRA unterstützen möchte, kann dazu die Foto-Präsentation oder auch eines der vorbereiteten Werbebanner nutzen, um auf die Seite hinzuweisen. Nicht dass es hinterher heißt, ich hätte nichts gesagt…

Kommentare deaktiviert
Verwandte Artikel:

Mit dem blauen Teppich neue Gäste anlocken


Geschrieben am Donnerstag, 07. August 2008 von Thomas Kilian (5 Antworten)

Habe gerade eine Folge der Kabel1-Serie “HAG€N HILFT” mit Unternehmensberater Stefan Hagen gesehen. Heute hat er einem Restaurant in Bad Camberg geholfen, das jeden Monat rund 5000 (!) € Miese gemacht hatte. Der völlig verschuldete und überforderte 53jährige Koch war nicht in der Lage, sein Restaurant aus eigener Kraft in die Gewinnzone zu bringen.

Die konkreten Tipps des Unternehmensberaters aus Köln beliefen sich auf vier Aktionsschritte:

  1. Neukunden-Akquise (Busunternehmen)
  2. Speisekarte überarbeiten
  3. Einrichtung modernisieren
  4. Neueröffnung feiern

Auch wenn die Sendung in ca. 45 Minuten nur sehr oberflächlich die Hintergründe und Lösungswege vermitteln kann, haben vor allem kleine Unternehmen und Freiberufler die Möglichkeit, sich einige Tipps & Tricks abzuschauen. Denn “so schwer” ist die Lösung meistens gar nicht. An erster Stelle steht häufig ein Motivationsproblem. Wenig Kundschaft senkt die eigene Laune, erzeugt schlampige Arbeit und eigene Trägheit, was wiederum der Anziehungskraft schadet und so weiter…

Besonders gefallen hat mir, dass Stefan Hagen einen erfolgreichen Sternekoch als zweiten Coach mitgebracht hat. Dieser konnte mit dem verschuldeten Küchenchef auf einer Wellenlänge (gewissermaßen von “Mann zu Mann”) sprechen und sich noch ein wenig besser in den verzweifelten Koch hineinversetzen. Ich habe selbst damit sehr gute Erfahrungen gemacht, verschiedene “Berater” aus unterschiedlichen Branchen und Arbeitsbereichen um Rat zu fragen, wenn ich nicht weiter wusste. Manchmal ist der erste Schritt bereits getan, wenn ich ein Problem ausspreche und durch gezielte Fragen selbst auf die Lösung stoße.

Doch zurück zur Vorgehensweise. In so einer existenziellen Situation ist es zunächst einmal wichtig, wieder in Schwung zu kommen. Ich hatte selbst auch schon Durchhänger und wusste nicht recht, wie ich den nächsten Monat über die Runden komme. Auch wenn die “Neukunden-Akquise” in der heutigen Sendung zunächt nur aus wahllosen Anrufen bei Busunternehmen bestand, hat die Aktion erste Früchte getragen. Sicherlich ist der Restaurantbesuch einer Seniorengruppe zum Mittags-Sparpreis nicht die Kirsche auf der Torte, aber ein Anfang ist gemacht, die Maßnahme bringt ersten Umsatz und vor allem Motivation.

Zweiter Punkt war die Überarbeitung der Speisekarte. So wie heute der Sternekoch, weise ich meine Kunden auch immer darauf hin, dass Spezialisierung, Profilierung, Unterscheidung vom Wettbewerb das A und O ist. Das “Restaurant – Café – Cocktaillounge” wurde eingestampft und ein hochwertiges “Restaurant mit regionaler, hochwertiger Küche” konnte wie Phoenix aus der Asche steigen. Die Speisekarte ist übersichtlich, die Gerichte sind sinnvoll kalkuliert. Die Gäste wissen, was sie erwarten können.

Auch der dritte Schritt steigerte diesen Effekt. Statt Gelsenkirchener Barock und zusammen gewürfelter Möbel unterschiedlichster Coleur, wurde eine klare Linie eingeführt. Neuer Parkettfußboden, passende Möbel und harmonische Farben geben der Inneneinrichtung ein ganz neues Flar Flair. Ein blauer Teppich, der von der Straße aus einmal um die Ecke bis ins Restaurant führt, macht Passanten neugierig und leitet die Gäste direkt ins Restaurant. Mal ehrlich: Ist ein blauer Teppich eine Sensation? Nein, es sind eben oft die einfachen Dinge, die den Unterschied ausmachen.

Zu guter Letzt: Die Neueröffnung. Eingeladen sind unter anderem Geschäftsführer von Busgesellschaften (hier mal eine sinnvolle Kaltakquise, bei der Stefan Hagen telefonisch nachgeholfen hat und die wieder zu neuem Umsatz führt) sowie Vertreter der Stadt. Live-Musik gibt es auch und die Gäste sind vom neuen Restaurant, den frischen Gerichten und der Stimmung begeistert. An einem Abend verdient der verschuldete Gastronom mehr, als sonst in einer Woche. Motivation pur – und wieder ein wichtiger Punkt, den ich mir fürs Marketing merken muss: Kleine Highlights steigern meine Laune, erhöhen die Aufmerksamkeit und sind auch noch lukrativ. Wo bauen Sie solche besonderen Höhepunkte in Ihr Geschäftsjahr ein?

Neben der “Eule” – Schuldnerberater Jürgen Zwegat auf RTL, dem dynamischen Duo auf VOX und Rach, dem Restauranttester (RTL), ist Stefan Hagen nun also der nächste Business-Coach in der Glotze. Ich habe persönlich zwar nicht viel Neues gelernt, aber mir ist einiges “Altes” wieder eingefallen, was ich schon längst hätte tun wollen. Insofern stelle ich auch Ihnen die Frage: Wann rollen Sie mal wieder den blauen Teppich aus, um neue Kunden anzulocken?

Einen Kommentar zum Beitrag schreiben!
Verwandte Artikel:

Ich steh’ auf die gelben Engel!


Geschrieben am Donnerstag, 07. August 2008 von Thomas Kilian Kommentare deaktiviert

Nein, nicht was Ihr schon wieder denkt. — Ich meine nicht die holde Weiblichkeit, sondern den größten deutschen Verein, den “ADAC” – den Allgemeinen Deutschen Automobil Club.

“Als führender Mobilitäts-Dienstleister hat sich der ADAC eine Struktur geschaffen, die den damit verbundenen vielfältigen Aufgaben gerecht wird. In den Tochtergesellschaften und Beteiligungen arbeiten hochqualifizierte Spezialisten, die wesentlich dazu beitragen, individuelle Mobilität in allen Teilbereichen sicherzustellen.” 

Ein hehres Ziel: “Individuelle Mobilität in allen Teilbereichen”. Dazu gehören neben der Luftrettung, Pannenhilfe und verschiedenen Versicherungsangeboten auch noch Serviceleistungen für Reisende, Touristen und alle Freunde der motorisierten Bewegung. Mir persönlich hat der ADAC schon vielfach geholfen und ich war stolz, letztes Jahr die goldene Mitgliedskarte zu erhalten (10 Jahre im ADAC).

Was mich am ADAC begeistert, sind verschiedene Faktoren, die ich Euch kurz vorstellen möchte:

  • Ständige Erreichbarkeit. Ich weiß ja nicht, welche Erfahrungen Ihr mit Hotlines gemacht habt, aber ich verbringe manchmal Stunden und Tage in Warteschleifen und muss mich durch elend lange Zahlenabfragen durchmanövrieren. Ich habe beim ADAC in den letzten zehn Jahren noch nie länger als 20 Sekunden warten müssen, bevor ich einen kompetenten Ansprechpartner an der Strippe hatte. Wow!
  • Pannenhilfe ohne wenn und aber. Ich habe – vor allem in den ersten Jahren und während des Zivildienstes, wo ich für eine Hilfsorganisation Material durch ganz Deutschland kutschiert habe – den Pannenservice des ADAC bereits unzählige Male in Anspruch genommen. Ob nun ein abgerutschter Schlauch, ein Versagen der Batterie, kaputte Scheibenwischer bei Unwetter oder ein schweres Motorproblem vorlagen, war bis auf eine Ausnahme (Sub-Unternehmer) immer innerhalb einer Stunde Hilfe da. Sogar bei unserem letzten Urlaub in Schweden, wo wir auf der Rückreise mit Reifenpanne und unzureichendem Werkzeug liegen geblieben waren, half uns der gelbe Retter und innerhalb von 90 Minuten konnten wir weiterfahren.
  • Freundlichkeit. Habe noch keinen brummeligen Service-Mitarbeiter beim ADAC erlebt. Jeder Techniker im Außendienst ist darin geschult, die Wünsche des Pannenopfers zu erfragen und schnelle Hilfe zu ermöglichen.
  • Umfassende Absicherung. Mir gibt der ADAC ein enormes Sicherheitsgefühl. Wenn ich liegen bleibe, dann bekomme ich Hilfe. Ein Anruf genügt. Ich kann meine Reise in jedem Fall fortsetzen, egal wo ich mich befinde. Bei einem Totalschaden bekomme ich einen Mietwagen (ab 50 Kilometer vom Heimatort) gestellt oder kann mit der Bahn (1. Klasse für Premium-Mitglieder!) zurückreisen. Die weiteren Services wie Luft- und Bergrettung oder Brillen-Bringdienst, Versicherungen etc. habe ich noch gar nicht ausprobiert. Aber auch die Auslandskrankenversicherung haben wir bereits erfolgreich getestet und für gut befunden. Was kann im Urlaub oder auf Reisen da noch schief gehen?
  • Unschlagbares Preis-Leistungsverhältnis. Ich kann mir nicht erklären, wie der ADAC sinnvoll wirtschaften kann. Wir zahlen im Jahr nicht mal Hundert Euro an Premium-Mitgliedschaft und Auslandskrankenversicherung. Dafür bekomme ich das Rund-um-Sorglos-Paket. Durch die häufigen Pannen – wie gesagt: Gerade in den ersten Jahren mit altem Auto, Zivi etc. – habe ich sicher bereits jetzt die Beiträge für die nächsten 50 Jahre wieder reingeholt…

Vielleicht klingt Euch das jetzt zu sehr nach billiger Werbe-Anpreisung. Aber ich hab hier keinen Trigami-Bericht oder ne bezahlte Werbung geschrieben, sondern meine echte Symphatie für die gelben Engel zum Ausdruck gebracht. So machen das zufriedene Kunden – der ADAC weiß, wie er das hinbekommt. Weiter so!

Kommentare deaktiviert
Verwandte Artikel:
Kommentare deaktiviert Kundenorientierung

Kundenservice hört nicht beim Feierabend auf


Geschrieben am Dienstag, 05. August 2008 von Thomas Kilian (9 Antworten)

Wir haben in der vergangenen Woche eine Menge in der Agentur verändert. Einige neue Möbel, ein schicker Empfangsbereich für unsere neue Mitarbeiterin Sandra, die mich als Assistentin bei den kleinen und großen Herausforderungen des Agenturalltags unterstützt sowie die Erweiterung um einen zusätzlichen Arbeitsraum… da blieb keine Luft zum Bloggen. Dafür habe ich zweimal das Schweden-Feeling aus dem Urlaub im Juli aufleben lassen und mich ins Getümmel des gelb-blauen Möbelgroßhändlers gestürzt.

Überrascht war ich, beim schwedischen Einrichtungsriesen auf völlig unterschiedliche Auffassungen in Sachen Kundenservice zu stoßen. Einige Punkte haben mich stutzig gemacht, andere positiv angesprochen:

  • Suzen und Diezen war ja auch hier im Blog schon mal ein Thema. In Schweden ist es üblich, sich untereinander zu duzen (auch im Business) und in den meisten Fällen auch beim Vornamen anzusprechen. Laut IKEA-Leitbild gehört das “Du” zur Corporate Identity - aber gelebt wird die Kundenduzerei noch nicht bei allen. Für mich ist vor allem befremdlich, dass ich selbst nicht weiß, ob ich die Mitarbeiter nun duzen oder siezen soll. Wenn ich jemanden anspreche, dann versuche ich, die Anrede zu vermeiden (“Entschuldigung, ich möchte einen GALANT-Schreibtisch kaufen … und brauche Hilfe …”). Je nach Antwort des Mitarbeiters geht es dann per Du oder förmlich weiter. Schade eigentlich, macht das “Du” den IKEA-Einkauf – zumindest für mich – doch ein wenig symphatischer.
  • Ein echtes Ärgernis war für mich die permanente Nicht-Besetzung von so genannten “Service Points”. So musste ich nach meinem Rundgang durch Wohnzimmer, Schlafzimmer, Küche, Bad, Kindermöbel, Esszimmer etc. zur Büromöbelabteilung dann den halben Weg von Abteilung zu Abteilung zurück, bis ich endlich eine besetzte Mitarbeitertheke fand. Dort standen nun aber auch schon drei andere Möbelfreunde, um sich bei Einrichtungsfragen beraten zu lassen.
  • Besonders ungeschickt halte ich die Verbindung des Büromöbel-Servicetisches mit dem Angebot, sich dort Business-Cards (eine Art Kreditkarte für Geschäftsleute, mit der ich im IKEA bezahlen kann – wird dann vier Wochen später abgebucht) ausstellen zu lassen. Dauert nur 20 Minuten. Dank Rechnerabsturz wurden es dann schnell 35 Minuten… Wer einen Beratungspunkt nur mit einer Mitarbeiterin besetzt, die auch noch solche Schreibarbeiten erledigen muss, zeigt sich nicht gerade kundenfreundlich.
  • Um 20.50 Uhr ertönte dann – nachdem ich bereits 2 1/2 Stunden auf der Suche nach den richtigen Teilen war – die IKEA-Durchsage, dass in wenigen Minuten die Kassen geschlossen würden. Der Mitarbeiter, mit dem ich gerade sprach, sagte zur mir: “Wenn ich Sie länger als bis Kassenschluss berate, dann bringt es zwar noch Umsatz” - ich wollte immerhin eine komplette Büroeinrichtung kaufen – “aber ich bekomme Ärger vom Chef!” — Es half also nichts, ich musste meinen Einkauf an einem zweiten Tag fortsetzen. Feierabend ist anscheinend wichtiger als Umsatz.
  • Ebenso Feierabend-süchtig war die junge blonde Dame am nächsten Tag, die ich (wieder unter Ausweichung der Du/Sie-Frage) darum bat, mir eine Schreibtischkombination zusammenzustellen. Erst druckste sie rum, dann sagte sie, ich könne mir ja die Schreibtische in der Ausstellung ansehen, dann meinte sie, es gebe kein Computerprogramm für eine 3D-Ansicht und am Schluss fand sie, es sei jetzt ihr Feierabend und ich soll mich an einen Kollegen wenden, der bald kommen würde.
  • Der Kollege kam nicht. War klar. Nach einer weiteren Viertelstunde ging ich also von der Büromöbelabteilung durch die Schlafzimmerabteilung durch die Wohnzimmerabteilung… Ihr kennt das Spiel… bis zur Küchenabteilung. Dort sprach ich eine junge Dame an, die – ebenfalls blond, aber im Gegensatz zu ihrer Kollegin sehr freundlich – sich mit mir an einen PC setzte und meine Schreibtisch-Wunschkombination zusammenstellte. Wir probierten einige Kombinationen aus, sie zeigte mir Alternativen und beriet mich sehr gut. Anschließend erstellte Sie mir einen “Laufzettel” mit den ca. 430 25 Einzelteilen, die ich im Warenlager auf meinen Wagen laden sollte.
  • Aber nicht nur diese Mitarbeiterin, auch eine andere Kollegin aus der Regalabteilung hat mich positiv überrascht. Wir wollten für unseren Eingangsbereich einen schicken Empfangstresen haben. Die 0-8-15-Lösungen von anderen Büromöbel-Spezialisten sind nicht nur schweineteuer, sondern auch nicht besonders funktional. Ich war mir sicher, dass ich bei IKEA auf eine gute Idee komme. Eine Theke mit Schreibtisch hat das Möbelhaus nicht zu verkaufen, aber die Mitarbeiterin half mir dabei, eine kreative Lösung zu finden. Sie nahm sich ausführlich Zeit, brachte mich zu verschiedenen Möbeln, maß die Alternativen für mich aus und machte gute Vorschläge: Nun haben wir eine Kombination aus zwei halbhohen Billy-Regalen, einem Benno-Regal, einer blauen Küchenplatte aus dem Baumarkt und dahinter einem schmalen Schreibtisch als schicken Empfangsbereich in der Agentur stehen. Ein zusammen gewürfelter, kreativer und zudem noch günstiger Weg, sich neu einzurichten – vielen Dank an die nette Dame, die mich (in IKEA-Manier) auch freundlich geduzt hat.

Kundenservice hört nicht beim Feierabend auf, sondern setzt da an, wo meine Kunden mit ihren Wünschen und Anforderungen für voll genommen werden. Ich wünsche mir mehr engagierte Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen, dann macht nicht nur das Einkaufen mehr Spaß – ich bin auch bereit, von meinem Erlebnis zu schwärmen und das Unternehmen weiterzuempfehlen.

Einen Kommentar zum Beitrag schreiben!
Verwandte Artikel:

Neukunden-Magnetismus + Werbung = unlogisch?


Geschrieben am Montag, 28. Juli 2008 von Thomas Kilian (1 Antwort)

Meine geschätze Blogger-Kollegin und Akquise-Fachfrau Martina Bloch hat mich zum Doppelpass herausgefordert. Bereits während meines Urlaubs hat sie einen Artikel veröffentlicht, den ich nach meiner Rückkehr gleich kommentieren musste:

Wenn einer sagt, man muß magnetisch sein, damit die Kunden von selbst kommen, andere aber für seinen workshop werben läßt, weiß er dann wovon er spricht?

Na und ob! Meine Meinung dazu, die ich im Kommentar kundgetan habe:

Seine Anziehungskraft für neue Kunden erhält man nicht von allein. Es ist kein Geschenk, dass vom Himmel fällt. Magnetismus funktioniert auch nur, wenn ich einen Magneten mit Eisen o.ä. in Berührung bringe. D.h. Anziehung kann auch im Marketing nur erfolgen, wenn ich mich nicht verstecke. Insofern ist die Kombination “Werbetrommel + Anziehungskraft steigern = Neukunden-Magnetismus” durchaus zulässig.

Frau Bloch sieht das anders. Sehr anders. Sie schreibt mir als Antwort auf meinen Kommentar:

Ne, nee, Herr Kilian, da widerspreche ich.
Entweder bin ich magnetisch, dann brauch ich keine Werbetrommel, sondern die Kunden kommen von allein, oder ich bin eben nicht magnetisch.
Alles andere ist Augenwischerei.
Also, in meinen Augen jedenfalls. *wegwisch*

Das kann ich ja so nicht stehen lassen – insofern hier die AW:AW: (oder “Re:Re:”) zu meinem Verständnis von Neukunden-Magnetismus. Vielleicht werden wir uns ja handelseinig.

1. Fakt: Ein Magnet ist magnetisch, der eine stärker, der andere schwächer.

2. Fakt: Richtung (anziehen vs. abstoßen) und Stärke eines Magneten wird als Magnetfeld bezeichnet.

3. Fakt: Anziehen kann ein Magnet nur, was sich innerhalb des Magnetfelds befindet. Soviel zur Physik…

Beim Neukunden-Magnetismus geht es – nach meinem Verständnis – darum, die Anziehungskraft zu erhöhen und damit das Magnetfeld (d.h. das Einzugsgebiet meiner Anziehung) zu vergrößern. Je magnetischer ich bin, desto mehr Kunden werden angezogen und desto größer ist mein Einfluss. Dieser Einflussbereich muss ja nicht nur geographisch zu verstehen sein, sondern kann auch in Richtung Unternehmensgröße, Bedeutung und Umfang von Projekten etc. gehen.

Wenn man die “Werbetrommel” lediglich als Versendung von Werbebriefen, telefonische Kaltakquise, Klinkenputzen und Werbedauerberieselung in der Glotze ansieht, kann ich Frau Bloch nur zustimmen. Das wäre Augenwischerei. *ebenfallswegwisch*

Ich halte aber das “Trommeln” (andere nennen es “klappern”, wieder andere “marktschreyen“…) für absolut unabdingbar, um sein Magnetfeld zu erhöhen. Vor allem kommt es darauf an, die “anziehenden Faktoren” zu stärken und die “abstoßenden Pole” zu meiden. Einige Beispiele:

  1. Wer mich mit “Wie, wo, was in Obi” und “20 Prozent auf alles*. (*außer Tiernahrung)” den ganzen Tag medial zudröhnt, stößt mich (den Kunden “Thomas Kilian”) eher ab als an. Aber der Toom Bumper hat mich herzlich zum Lachen gebracht und meine Symphatie für das werbende Unternehmen gesteigert. Ein Kriterium ist also vielleicht “Außergewöhnlichkeit”, “Unterhaltung”, “virales” (ansteckendes) Marketing.
  2. Wer mir einen besonderen Mehrwert bietet, den beauftrage ich nicht nur öfter, sondern empfehle ihn auch weiter. Ich bin als Mundpropagandist die “Werbetrommel” des Unternehmens. Meine Empfehlung ist eine – zugegeben – günstige Form zu trommeln, erfordert aber in Sachen Kundenorientierung eine Menge Fingerspitzengefühl Schrägstrich Ideenreichtum. Im Artikel “Leidenschaft allein macht den Kohl nicht fett“, hatte ich einige Möglichkeiten aufgezeigt, die Anziehungskraft für neue Kunden steigern:
    - Erreichbar sein, wenn niemand sonst erreichbar ist
    - Weniger abzurechnen, als ursprünglich vereinbart
    - Kleine Aufmerksamkeiten (Schoki) anzubieten
    - Schneller zu sein, als geplant
    - Neue Ideen zu liefern, statt alte Hüte aufzutragen
  3. Nicht zuletzt halte ich es für wichtig, sich dort zu “tummeln”, wo sich mein Eisen aufhält. Wer seinen Magnet ans Plastik oder Stroh hält, braucht sich über mangelnde Anziehung neuer Kunden nicht zu wundern. Über Wunschkunden hatte ich ja in diesem Zusammenhang schon mal geschrieben:

“Motten werden vom Licht angezogen; nicht von Bananen, nicht von einem Holztisch und auch nicht von einer heißen Blondine im Badeanzug. Wer nicht hell leuchtet, kann bei Motten keinen Stich machen.”

Zusammengefasst lässt sich vielleicht sagen, dass jede Werbetrommelei, die mein Magnetfeld (meine Anziehungskraft) vergrößert, nicht im Gegensatz zum Neukunden-Magnetismus steht. Sie verstärkt diesen Effekt sogar so weit, dass ich damit jederzeit genügend neue Kunden erreichen kann, die mir langfristigen unternehmerischen Erfolg gewährleisten. Frau Bloch, ist das eine Basis für ein gemeinsames Verständnis? Freue mich auf den weiteren Austausch mit Ihnen und natürlich mit den anderen Lesern zum Thema Neukunden-Magnetismus!

Einen Kommentar zum Beitrag schreiben!
Verwandte Artikel:
Seite 30 von 69« Erste...1020...2829303132...405060...Letzte »