Meine geschätze Blogger-Kollegin und Akquise-Fachfrau Martina Bloch hat mich zum Doppelpass herausgefordert. Bereits während meines Urlaubs hat sie einen Artikel veröffentlicht, den ich nach meiner Rückkehr gleich kommentieren musste:
Wenn einer sagt, man muß magnetisch sein, damit die Kunden von selbst kommen, andere aber für seinen workshop werben läßt, weiß er dann wovon er spricht?
Na und ob! Meine Meinung dazu, die ich im Kommentar kundgetan habe:
Seine Anziehungskraft für neue Kunden erhält man nicht von allein. Es ist kein Geschenk, dass vom Himmel fällt. Magnetismus funktioniert auch nur, wenn ich einen Magneten mit Eisen o.ä. in Berührung bringe. D.h. Anziehung kann auch im Marketing nur erfolgen, wenn ich mich nicht verstecke. Insofern ist die Kombination “Werbetrommel + Anziehungskraft steigern = Neukunden-Magnetismus” durchaus zulässig.
Frau Bloch sieht das anders. Sehr anders. Sie schreibt mir als Antwort auf meinen Kommentar:
Ne, nee, Herr Kilian, da widerspreche ich.
Entweder bin ich magnetisch, dann brauch ich keine Werbetrommel, sondern die Kunden kommen von allein, oder ich bin eben nicht magnetisch.
Alles andere ist Augenwischerei.
Also, in meinen Augen jedenfalls. *wegwisch*
Das kann ich ja so nicht stehen lassen – insofern hier die AW:AW: (oder “Re:Re:”) zu meinem Verständnis von Neukunden-Magnetismus. Vielleicht werden wir uns ja handelseinig.
1. Fakt: Ein Magnet ist magnetisch, der eine stärker, der andere schwächer.
2. Fakt: Richtung (anziehen vs. abstoßen) und Stärke eines Magneten wird als Magnetfeld bezeichnet.
3. Fakt: Anziehen kann ein Magnet nur, was sich innerhalb des Magnetfelds befindet. Soviel zur Physik…
Beim Neukunden-Magnetismus geht es – nach meinem Verständnis – darum, die Anziehungskraft zu erhöhen und damit das Magnetfeld (d.h. das Einzugsgebiet meiner Anziehung) zu vergrößern. Je magnetischer ich bin, desto mehr Kunden werden angezogen und desto größer ist mein Einfluss. Dieser Einflussbereich muss ja nicht nur geographisch zu verstehen sein, sondern kann auch in Richtung Unternehmensgröße, Bedeutung und Umfang von Projekten etc. gehen.
Wenn man die “Werbetrommel” lediglich als Versendung von Werbebriefen, telefonische Kaltakquise, Klinkenputzen und Werbedauerberieselung in der Glotze ansieht, kann ich Frau Bloch nur zustimmen. Das wäre Augenwischerei. *ebenfallswegwisch*
Ich halte aber das “Trommeln” (andere nennen es “klappern”, wieder andere “marktschreyen“…) für absolut unabdingbar, um sein Magnetfeld zu erhöhen. Vor allem kommt es darauf an, die “anziehenden Faktoren” zu stärken und die “abstoßenden Pole” zu meiden. Einige Beispiele:
“Motten werden vom Licht angezogen; nicht von Bananen, nicht von einem Holztisch und auch nicht von einer heißen Blondine im Badeanzug. Wer nicht hell leuchtet, kann bei Motten keinen Stich machen.”
Zusammengefasst lässt sich vielleicht sagen, dass jede Werbetrommelei, die mein Magnetfeld (meine Anziehungskraft) vergrößert, nicht im Gegensatz zum Neukunden-Magnetismus steht. Sie verstärkt diesen Effekt sogar so weit, dass ich damit jederzeit genügend neue Kunden erreichen kann, die mir langfristigen unternehmerischen Erfolg gewährleisten. Frau Bloch, ist das eine Basis für ein gemeinsames Verständnis? Freue mich auf den weiteren Austausch mit Ihnen und natürlich mit den anderen Lesern zum Thema Neukunden-Magnetismus!
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