Mit Testimonials Vertrauen erzeugen (II)


Geschrieben am Freitag, 22. Februar 2008 von Thomas Kilian

Den dritten Beitrag meiner Blogserie “Kaltakquise ist keine Horrorvorstellung” habe ich gesplittet: Der erste Teil ist im Telefonart-Blog von Andrea Jülichs und Mike Lekies erschienen, die ich bei der Aufschwung-Messe in Frankfurt kennen gelernt habe. Sie beschäftigen sich beruflich und bloggend mit dem Thema (Telefon-)Akquise und den Möglichkeiten, übers Telefon mit anderen Menschen in Kontakt zu kommen. Der zweite Teil mit Schwerpunkt auf dem Einsatz von Testimonials im Internet folgt an dieser Stelle…

Eine der Möglichkeiten, aus zufriedenen Kunden neue Aufträge zu generieren, besteht darin, die Meinungen und (positiven) Empfindungen in Wort und Bild festzuhalten. Als so genannte “Testimonials” bezeichnet man landläufig die (Wikipedia:) “konkrete Fürsprache für ein Produkt oder eine Dienstleistung durch Personen, die sich als überzeugte Nutzer des Produkts oder der Dienstleistung ausgeben.”

“Tue Gutes und rede darüber” kann auch bedeuten: “Tue Gutes und lass Deine Kunden darüber reden”. Doch es genügt nicht, wenn Kunden nur mit mir reden, sie müssen auch mit meinen potentiellen Neukunden sprechen, um für Vertrauen und damit langfristig auch für neue Aufträge zu sorgen. Vor allem die eigene Internetseite bietet sich an, um Testimonials von zufriedenen Kunden einzusetzen. Hier mal ein Beispiel in eigener Sache:

Alexandra HilgeDie Agentur Thoxan war mein wichtigster Partner, um mein neu gegründetes Unternehmen mit Leben zu erfüllen. Ihre Kreativität und Inspirationen haben wesentlich dazu beigetragen, dass ich mich mit meinem Unternehmen und wie es in Zukunft in der Öffentlichkeit auftritt, zu 100% identifizieren kann. Die Umsetzung der Ideen und die Kommunikation während der Entwicklung funktionierten perfekt – Thomas Kilian und seine Mitarbeiter zeichnen sich durch hohe Kompetenz aus und arbeiten dabei sehr schnell und flexibel. Die Zusammenarbeit mit Thoxan hat mir sehr viel Spaß gemacht und das Ergebnis ist super!Alexandra Hilge, Lengerich
eyemotion | individuelles Sehtraining
Kundenzitat

So ein Testimonial verschafft mir eine ganze Reihe von Vorteilen:

  • Ich muss niemandem erzählen, was ich für ein toller Hecht bin. – Das macht mein Kunde.
  • Ich muss keine eigene PR-Sülze verbreiten, sondern ich kommuniziere den O-Ton meines Kunden.*
  • Ich bringe Abwechslung und neue Gesichter (z.T. sehr ansehnliche) auf meine Website.
  • Ich muss mich nicht abmühen, um Vertrauen aufzubauen, sondern erreiche dieses Ziel indirekt durch die öffentliche Fürsprache.

*Zugegeben: Nicht immer ist es ein Original-Ton. Einige meiner Kunden haben mir Stichworte gegeben oder mir ihre Meinung am Telefon gesagt, die ich dann niedergeschrieben und mir habe freigeben lassen. Aber mal abgesehen von der Textung ist immer das Einverständnis und die Zustimmung zum Gesagten nötig, sonst kann die Geschichte nur nach hinten losgehen!

Es gibt also “Stolperfallen” und “Fettnäpfchen”: Der Einsatz von Testimonials kann auch Schaden für das eigene Unternehmen anrichten und das Gegenteil dessen bewirken, was eigentlich erzielt werden sollte:

  1. Anonyme Testimonials. Ich finde nichts unseriöser, als wenn “Herr B. aus L.” in höchsten Tönen für die Vorzüge des Dienstleisters XY schwärmt. Noch schlimmer ist es, Texte, die vor PR-Sülze triefen, ganz ohne Namens- oder Firmenbezeichnung zu veröffentlichen. Bei meinen Testimonials können Interessierte sich einen echten Eindruck verschaffen und gegebenenfalls beim Kunden anrufen, um sich über die Zusammenarbeit zu informieren. Wo eine Nennung des Namens (aus welchen Gründen auch immer) nicht möglich ist, empfehle ich, auf den Einsatz von Testimonials zu verzichten. Noch besser ist es, wenn die Kunden bereit sind, dass ein Foto von Ihnen veröffentlicht wird. Das erzeugt noch stärkeres Vertrauen beim Leser.
  2. Testimonial-Sammlungen. Es geht nicht um eine Trophäenschau. Wer eine Seite innerhalb seiner Internetpräsenz einrichtet und dort 82 Testimonials lieblos untereinander schreibt, der vergeudet die gute Idee; denn niemand liest sich die Bewertungen durch. Besser ist es, Testimonials auf den verschiedenen Unterseiten zu verteilen und passend zu den Inhalten zu gestalten. So werden die Empfehlungen in “kleinen Häppchen” verabreicht und können ihre volle Wirkung erzielen.
  3. Rechtschreibung und Qualität. Wer ein Testimonial veröffentlicht, das vor Fehlern nur so strotzt, tut weder sich selbst, noch seinem Kunden einen Gefallen. Gleiches gilt für Grammatik, Ausdruck und Verständlichkeit. Ein wenig Feintuning muss sein, damit ein Testimonial wirkt. Sofern Fotos, Logos des Unternehmens oder andere Grafiken im Zusammenhang mit der Empfehlung verwendet werden, sollten diese ebenfalls eine sehr gute Qualität haben. Ein Lob ist nur halb soviel Wert, wenn es lieblos formuliert wird. Ebenso verliert das Testimonial seine Wirkung, wenn die Qualität der Darstellung nicht professionell genug ist.

Wie Sie überhaupt an Testimonials herankommen, verrät der erste Teil dieses Artikels, den ich – wie oben beschrieben – im Telefonart-Blog veröffentlicht habe. Und nun bin ich gespannt, welche Erfahrungen Sie mit dem Einsatz von Testimonials gemacht haben? Konnten Sie dadurch neue Kunden gewinnen und Aufträge generieren? Schreiben Sie einfach einen kurzen Kommentar oder eine Email an Info(at)Neukunden-Magnet(Pünktchen)de…

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1 KOMMENTAR(E)
zum Beitrag “Mit Testimonials Vertrauen erzeugen (II)”
Thomas Burgau
Am 2. April 2008 um 14:52 Uhr

Genau, was ich gesucht habe!

Herzlichen Dank!

Thomas Burgau

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zum Beitrag “ Mit Testimonials Vertrauen erzeugen (II)”
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