Mit Second Life zum Erfolg?


Geschrieben am Samstag, 24. Februar 2007 von Franziska Hengstenberg

Geld verdienen und ausgeben, handeln, erfinden, Häuser bauen, Berufe ausüben, künstlerisch oder wohltätig aktiv sein: Was im realen Leben wichtig ist, spielt nun auch virtuell eine Rolle. „Second Life“ ist eine digitale Welt im Internet, die allerhand Möglichkeiten bietet.

Der Reiz dieses virtuellen Lebens scheint vor allem in der Dreidimensionalität zu liegen. Seit 2003 ist Second Life auf 3,8 Millionen „Bewohner“ angewachsen. Davon sind 60 Prozent Männer und das durchschnittliche Alter liegt bei 33 Jahren. In den letzten Monaten stieg die Anzahl von Second Life Usern fast exponentiell und auch in Deutschland erfreut sich der Trend aus den Vereinigten Staaten mittlerweile großer Beliebtheit.

Seinen vorläufigen Höhepunkt erreichte der Hype um Second Life in der vergangenen Woche durch eine zwölfseitige Titelstory im Spiegel, der sich ausschließlich mit Möglichkeiten und Gefahren dieser virtuellen Welt beschäftigte.

Mittlerweile sind auch Firmen auf die virtuelle Welt aufmerksam geworden und aktiv eingestiegen. Der digitale Laufschuh „A3 Microride“ des Sportbekleiders Adidas ging bereits 23.000 Mal über die virtuelle Ladentheke und machte dabei 1,15 Millionen „Linden-Dollar“ (die Währung in Second Life) an Umsatz. Dieses Geld könnte Adidas nun sogar in rund 4260 reale US-Dollar eintauschen.

Durch Second Life hat sich im vergangenen Monat eine Parallelökonomie gebildet, die einen Jahreszuwachs von 800 % zu verzeichnen hat. Aber Firmen wie Adidas schauen natürlich nicht auf diese vergleichsweise geringen Beträge, sondern nutzen Second Life gezielt als Teil Ihres Online-Marketings. Auch Mercedes, Sony BMG, Coca-Cola und der Axel Springer Verlag präsentieren sich innovativ in Second Life und nutzen es gleichzeitig als Testmarkt für neue Produkte.

Der Vorteil einer virtuellen Welt liegt auch für kleine Unternehmen und Einzelpersonen darin, dass im „zweiten Leben“ vieles leichter umzusetzen ist, als in der Realität. So kann man, zumindest digital, zum „Global Player“ werden und sich im Netz einen Namen machen.

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[...] Post ist gut darauf vorbereitet, die briefliche Weltherrschaft zu verteidigen. Und auch im zweiten Leben ist das Unternehmen bereits aktiv. Mit einem großen “Post Tower” in Second Life [...]