Gerne bin ich der Einladung von Burkhard Schneider gefolgt, in dieser Woche als Gastblogger im “Best-Practice-Business“-Weblog einige Artikel beizusteuern. Den Auftakt macht dort der erste Teil “Service im Einzelhandel – Was wir von schwedischen Supermärkten lernen können“. Hier folgt der zweite Teil mit weiteren Tipps zur Kundenorientierung in Supermärkten.

Eigentlich heißt es ja “Kleine Geschenke erhalten die Freundschaft”, aber es muss ja nicht immer ein geldwerter Vorteil oder ein (Produkt-)Geschenk sein, das den Einkauf zu einem besonderen Erlebnis macht. Auch halte ich Aktionen mit Klebepunkten, bei denen ich nach 40 Einkäufen meine Sammlung gegen einen Kaffeebecher eintauschen kann, für zeitraubend und nervig.

Eine ernst gemeinte Aufmerksamkeit, die mir als Kunden ein gutes Gefühl gibt oder mir einen besonderen Vorteil verschafft, ist oft viel mehr wert. Ich habe in der Agentur zwei EDEKA-Einzelhändler als Kunden und achte seitdem viel stärker darauf, wie gut der Service in Supermärkten ist. Einige der folgenden Ideen werden dort bereits umgesetzt, andere habe ich mir selbst überlegt. Weitere Service-Vorschläge nehme ich in den Kommentaren gerne entgegen.

  • Regenschirm-Verleih
    Bei schlechtem Wetter kann man sich im Supermarkt einen Regenschirm gegen Pfand leihen und beim nächsten Einkauf wieder mitbringen.
  • Kinderecke einrichten
    Damit Mama und Papa ungestört und schnell einkaufen können, wird ein Kinderparadies eingerichtet, wo es Spiele, Bilderbücher oder Zeichentrick-Filme gibt.
  • Taxi-Ruf-Service
    Wer für den Transport der Lebensmittel ein Taxi benötigt, kann den kostenlosen Taxi-Ruf-Service in Anspruch nehmen.
  • Schnell-Kasse
    Wer weniger als 10 Artikel hat, kommt in der Schnell-Kasse auch schnell an die Reihe. Wird vor allem in Baumärkten schon durchgeführt.
  • Informations-Schalter
    Zur Unterstützung bei der Produktsuche werden an zentralen Stellen im Markt Help-Desks aufgebaut (“bemannt” oder “unbemannt” – je nach Größe des Marktes).
  • Einkaufsführer
    Kostenlose Broschüre mit Hinweisen zu den Produkten im Supermarkt-Dschungel, die man am Einkaufswagen befestigen kann. Besser noch als elektronische Variante, bei der man zusätzliche Informationen zu Produkten abrufen kann.
  • Automatische Kasse
    Bereits in der Erprobung. Beim Durchfahren des Kassenbereichs werden die Artikel automatisch gescannt und berechnet. Der Betrag wird vom Konto abgebucht.
  • Weiterverarbeitung von Produkten
    Brot oder Fleisch schneiden, Obst schälen, Salat rupfen, Zusammenstellen von verschiedenen Platten und Präsentkörben. Vorteile: Zeitersparnis, Professionalität.
  • Einkaufsbegleitung
    Ältere oder behinderte Menschen können einen Einkaufs-Scout bestellen, der sie beim Einkaufen im Supermarkt begleitet, berät und Lebensmittel trägt bzw. den Einkaufswagen schiebt.
  • Beschallung nach Wunsch
    “21 bitte 34, 21 bitte 34″ sollte der Vergangenheit angehören. Nerviges Werbegedudel ebenfalls. Wie wäre es mit einer Juke-Box, die akustische Kundenwünsche erfüllt?
Verwandte Artikel:
1 KOMMENTAR(E)
zum Beitrag “Kleine Aufmerksamkeiten erhalten die Freundschaft – Service im Einzelhandel (Teil 2)”
Monika Meurer
Am 7. Mai 2007 um 13:45 Uhr

Mir fällt noch ein weiterer Service ein: Einpackhilfe. Wenn man alleine einkauft, dann hat man kaum alle Waren auf das Band gelegt und hinter der Kassiererin/dem Kassierer türmen sich schon die Waren und man kommt mit dem Einpacken kaum nach.
Eine große Hilfe wäre zumindest jemand, der die Waren auf das Band legt.
Abhilfe kommt natürlich dann mit der automatischen Kasse.

Ich genieße in unserem Supermarkt sehr, dass ich vieles Probiern kann bevor ich es kaufe(ganz besonders in der Käseabteilung) und es gibt ein kleines Bistro.

Die Info sollte eigentlich jeder Mitarbeiter erteilen können, ist aber oft das Manko in Supermärkten.