Informativ und interaktiv im WWW


Geschrieben am Donnerstag, 27. September 2007 von Natalie Zwiefka

Vierter Teil der Blogserie “Der ‘Nutzen’ im Internet – Über Nutzertypen, Nutzungsgewohnheiten und Nutzungsfreundlichkeit Ihres Online-Angebots”

Jugendseiten im Netz

Heute sind die jugendlichen Internet-Nutzer dran. Wie nicht anders zu erwarten, hat auch diese Altersgruppe andere Erwartungen an Online-Angebote, als Erwachsene oder auch Kinder. Das bezieht sich sowohl auf gestalterische, als auch inhaltliche Aspekte. Wobei natürlich der Übergang vom Kind zum Jugendlichen fließend ist und dementsprechend auch deren Interessen und Wünsche variieren. In meiner Abschlussarbeit an der Uni habe ich mich mit der Internet-Nutzung von Jugendlichen beschäftigt und bin zu dem Schluss gekommen, dass die Nutzungsgewohnheiten auch stark vom Bildungshintergrund abhängen. Wollen Sie also alle Jugendlichen – unabhängig von deren Vorbildung – erreichen, sollten Sie einige wichtige Punkte bei der Konzeption von Jugendseiten im Netz beachten.

Hohe Mitgliederzahlen sprechen dafür, dass junge Menschen sich besonders für die vielfältigen Möglichkeiten interessieren, sich anderen mitzuteilen. Sei es in Communities oder Weblogs zu den buntesten Themen. Auch in themenspezifischen Online-Foren sollten Kommunikationsinteressen unabhängig von Themeninteressen bedient werden. Eine große Bandbreite an Themen und Interessen ermöglicht es, mehr Jugendliche anzusprechen und fördert außerdem den Austausch unter den verschiedenen Bildungsgruppen. Mit der entsprechenden Moderation können so auch zurückhaltende Nutzer für das Angebot gewonnen werden. Regen Gebrauch machen Teenager auch von der Möglichkeit sich selbst zu präsentieren. Dazu nutzen sie gerne Online-Profile mit der Möglichkeit Bilder hochzuladen, verwenden aber auch vorgefertigte Avatare. Je interaktiver Ihr Angebot sich darstellt, je mehr Diskussionen unter den Teilnehmern möglich sind und je näher es bei den Interessen und Bedürfnissen der Jugendlichen liegt, umso größer ist die Wahrscheinlichkeit einer regelmäßigen und intensiven Nutzung Ihres Angebots.

Auch hier weise ich ausdrücklich auf die „Usability-Kriterien“ aus dem 2. Teil dieser Blogserie hin, die natürlich auch für die Gestaltung von Jugend-Seiten im Netz gelten. Eine einfache, klare und strukturierte Darstellung von Funktionen und Inhalten sind auch für Jugendseiten im Netz ein absolutes Muss! Natürlich dürfen Farben und Animationen hier (in angemessenem Umfang!) großzügiger benutzt werden, als beispielsweise bei Angeboten für Senioren. Denn langweilig und farblos (sowohl inhaltlich als auch optisch) dürfen Jugendseiten auf gar keinen Fall sein!

Ein schönes Beispiel ist das Beratungsangebot für Jugendliche „Kids Hotline“. Es ist optisch ansprechend, übersichtlich aufgebaut und bedient vielfältige Themenbereiche und Bedürfnisse.

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