Die Werbebranche hat ein neues Schlagwort gefunden: “Guerilla Marketing”. Klingt nach taktischer Kriegsführung, – ist es gewissermaßen auch. So versteht man unter “Guerilla-Marketing” undogmatische, ungewöhnliche Aktionen, die durch eine gute Idee enorme Wirkung erzeugen.
Ein Beispiel bringt es auf den Punkt: Der Billigflieger HLX führt eine Aktion vor der Kölner Uni durch. Über die Sattel der Fahrräder werden Plastiktüten gezogen. Die Aufschrift: “Zu nass hier?” Der Regenschutz mit Slogan verweist direkt aufs Produkt (Flugreise) und trifft dabei genau die gewünschte Zielgruppe der 20-30jährigen Studenten. Die Kosten: Druck von Plastiktüten und Durchführung der Aktion. Der Effekt: Überraschte Gesichter bei den Studenten und Erwähnung in zahlreichen Medien (Presse, Fernsehen etc.).
Genau das ist Guerilla-Marketing: Mit vergleichsweise geringem Einsatz von Mitteln eine große (und medial unterstützte) Wirkung zu erzielen.
Übrigens: So neu ist dieser Ansatz nicht. Bereits Mitte der 80er Jahre wurde der Begriff vom Marketing-Experten Jay C. Levinson (USA) geprägt, der 1984 das erste “Guerilla-Marketing-Handbuch” herausgebracht hat.
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