Die Werbeaktion eines Autohändlers aus OWL hat nach einem Bericht der Neuen Westfälischen für Aufsehen und Empörung gesorgt. 22.000 ”Anhörungsbögen für zu schnelles Fahren” hat er verschickt, die das Logo der jeweiligen Stadt sowie den Ansprechpartner der zuständigen Behörde im Briefkopf zeigen. Als Strafe für die “Raserei mit 235 km/h” drohe den Empfängern eine Probefahrt mit einem neuen Honda Civic.
Die Rückmeldungen seien laut Geschäftsführer Wiegers durchweg positiv. “Bis auf einige wenige, die nicht weitergelesen haben, fanden das alle gut.” sagt er. Anders sieht es wohl die Stadt Bielefeld, die nun gerichtlich gegen den KfZ-Händler vorgehen will. Dieser sieht es gelassen. Er habe die Aktion durch seine Rechtsabteilung prüfen lassen.
Ich kann nur sagen: “Hut ab!” Guerilla-Marketing in Ostwestfalen, hier vor unserer Haustür, – das beeindruckt mich. Ich habe das Schreiben leider nicht vorliegen, aber wenn es wirklich klar ersichtlich ist, dass es sich um einen Werbegag handelt (die Blitzerfotos zeigen nicht den Wagen des Empfängers, sondern einen Honda Civic), finde ich die Sache nicht bedenklich.
Das Unternehmen hat die Kosten eines möglichen Rechtsstreits gegen die Werbekosten aufgerechnet, die es für andere Maßnahmen benötigt hätte und durch die Guerilla-Aktion einen klaren Werbevorteil erkannt. Flankierende Berichte in der Tageszeitung (oder auch in diesem Weblog…) erhöhen die Bekanntheit und sind ein wichtiges Mittel im Low-Budget-Marketing. Fazit: Gut gemacht, Herr Wiegers!
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[...] Den kompletten Bericht findet Ihr unter: http://www.neukunden-magnet.de/guerilla-marketing-in-ostwestfalen [...]
[...] ist manchmal eine zweifelhafte Angelegenheit. Ganz unanstößig anstößig finde ich dieses gelungene Beispiel [...]