Einen Online-Shop starten – Die Idee (1)


Geschrieben am Mittwoch, 03. August 2011 von Thomas Kilian

In wenigen Tagen Wochen starten wir als Agentur einen eigenen Online-Shop. Es war bis hierhin eine sehr spannende Zeit für uns und es wird sicherlich noch spannender, wenn das neue “Baby” endlich online geht. Noch will ich nicht verraten, was wir im Webshop verkaufen, dafür müsst Ihr Euch noch ein paar Tage (?) gedulden. Wir arbeiten mit Hochdruck neben den anderen Agenturprojekten an der Umsetzung und der Einpflege von Artikeln. Ich möchte in einer kleinen Artikelserie mal den Weg von der Idee bis zum Start des Online-Shops beschreiben. Vielleicht tragt Ihr Euch auch mit dem Gedanken, online mit Waren zu handeln und bekommt dadurch ein paar hilfreiche Tipps.

Am Anfang war die Idee

Wir spielen schon seit längerer Zeit (1-2 Jahre) mit dem Gedanken, einen eigenen Online-Shop aufzubauen. Die Erfahrung aus einer Vielzahl an Kundenprojekten, für die wir Shop-Konzepte entwickelt, Layouts entworfen, Programmierungen durchgeführt oder begleitet und letztlich auch die Optimierung übernommen haben, hat mich immer wieder auf den Gedanken gebracht: “Das können wir auch selbst”. Was mir lange Zeit fehlte, war die zündende Idee fürs (hoffentlich) richtige Produkt.

Den Ausschlag, das Projekt konkret anzugehen, haben mir Gespräche mit anderen Shop-Betreibern gegeben. Es war total spannend, von ihren Erfahrungen zu hören und sich selbst vorzustellen, wie es sich mit einem eigenen Online-Shop wohl anfühlen würde. Natürlich lockt uns auch der E-Commerce-Umsatz (in der Statistik lässt sich gut erkennen, wo die Reise hingeht). Aber ich kann nur jedem raten, sich sehr intensiv mit dem Thema Online-Handel zu beschäftigen und vor allem mit erfolgreichen Händlern zu sprechen. Fragt ihnen Löcher in den Bauch, schaut Euch ihre Versand- und Lagerräume an, untersucht ihre Online-Shops und verschafft Euch einen Eindruck über die vielen Bausteine, die zum E-Commerce dazugehören. Ich gebe zu: Als Agentur hatten wir bis dato immer nur die Vermarktung des “fertigen” Shops im Blick. Doch wie viel Vorarbeit zu leisten ist, bevor sich die virtuellen Ladentüren öffnen können, war mir nicht klar. Schließlich gehört dazu viel mehr als ein schickes Design und die Einrichtung von Magento & Co. Zu diesen praktischen Erfahrungen gibt es in den späteren Teilen dieser Serie mehr zu lesen.

Wichtig war für uns von Anfang an, eine Produktgruppe zu finden, die thematisch zu unserer Agentur passt, die sich leicht lagern und verschicken lässt und möglichst keinen allzu starken Wettbewerb hat. Schuhe kommen nicht in Frage, Glasvasen ebenfalls nicht, Hundespielzeug – gibt es schon zahlreiche Anbieter … So suchten wir sehr lange nach der richtigen Nische, recherchierten Keywords, schauten uns andere Online-Shops an, ließen uns inspirieren … und fanden doch nicht das ideale Produkt.

Einen wertvollen Hinweis bekam ich dann wieder von einem anderen Shop-Betreiber. Er empfahl mir, zu verschiedenen Messen zu gehen und dort direkt mit den Händlern zu sprechen. Die Fülle an verschiedenen Angeboten sei so groß, dass dort bestimmt etwas Passendes dabei wäre. Gesagt getan, im Februar fuhren unsere Projektmanagerin Silke und ich zur Ambiente nach Frankfurt, um bei 4.500 Ausstellern in den Kategorien “Living”, “Giving” und “Dining”  zu stöbern.

Ich darf verraten: Wir haben ein Produkt gefunden, das uns auf der Messe an verschiedener Stelle “angesprungen” hat und für das wir uns einige Wochen später, nach intensiver Recherche, auch entschieden haben. Lasst Euch überraschen, worum es sich dabei handelt … :-)

Am Anfang steht die Idee, aber es steht dort auch viel Fleiß für Informationsbeschaffung, Recherche und Gespräche. Ich empfehle jedem, diesen Schritt nicht zu schnell zu gehen. Gute Vorbereitung ist alles!

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4 KOMMENTAR(E)
zum Beitrag “Einen Online-Shop starten – Die Idee (1)”
Divena
Am 18. August 2011 um 04:53 Uhr

Ein Onlineshop ist so eine Sache für sich, nicht so einfach wie man zunächst annehmen würde. Nur ein Tipp: Nehmt Magento und setzt auf viele Plattformen zu Anfang (ebay, amazon, meinpaket etc.) Dies alles zentral gesteuert von einer Warenwirtschaft um alles automatisch up to date zu halten. Für den eigenen shop gilt vor allem eins – abwarten, linkbuilding und ein möglichst grosses Warenangebot aufbauen, die Leute sind enttäuscht, wenn es nur 300 Artikel im shop gibt! Unsere Erfahrung zumeindest. Ach ja und Präsentation ist alles – wenn das Produkt auf den Fotos nicht rüber kommt kann mans eigentlich gleich vergessen…

Divena

Thomas Kilian
Am 23. August 2011 um 11:14 Uhr

Magento – ja!
Viele Plattformen – nein! (passt nicht zum Produkt)
Warenangebot – mittel! (abhängig vom Produktbereich, wir haben eine Nische)
Präsentation – ja!

Danke für die Tipps! :)

Peter Baining
Am 19. Dezember 2011 um 22:38 Uhr

Hallo Thomas,

ich “verfolge” eure Entwicklung ja auch ab und zu durch meine digitale (SEO)Glaskugel. Das sieht schon sehr gut aus. In den letzten Woche habt ihr euche Sichtbarkeit fast verdreifacht.
Gerne können wir das im Januar mal bei einem Kaffee in Löhne vertiefen ;-)

VG
Peter

Thomas Kilian
Am 20. Dezember 2011 um 08:11 Uhr

Hey Peter – sehr gerne! Du bist herzlich willkommen! :) Liebe Grüße, Thomas#

8 TRACKBACK(S)
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