Eindrücke von der re:publica in Berlin


Geschrieben am Donnerstag, 03. April 2008 von Thomas Kilian

re:publica 2008 

Der zweite Tag ist angebrochen. Zur Internet-Konferenz re:publica bin ich gestern nach Berlin gefahren und habe schon spannende Sessions und Gespräche erlebt. Einige persönliche Eindrücke will ich hier noch loswerden, bevor ich mich heute Abend wieder auf den Heimweg mache. Einige dringende Projekte stehen noch vor dem Wochenende an, so dass ich den dritten Tag morgen leider nicht mehr miterleben kann.

Sessions. Die Auswahl der einzelnen Themen ist recht breit, insgesamt sind es fast 100 Veranstaltungen von 1-2 Stunden, aus denen man sich sein Programm zusammen stellen kann. Allerdings ist auch viel dabei, was mich persönlich und auch in meiner Arbeit nicht mal peripher betrifft. Die “große weite Medienwelt” ist von meiner Zielgruppe kleiner und mittelständischer Unternehmen (KMU) scheinbar noch meilenweit entfernt — die Herausforderung für mich besteht darin, die Inhalte zu “übersetzen” und auf die Alltagstauglichkeit hin zu optimieren.

Hatte gestern ne Session zum Thema “Web 2.0 im Unternehmen” von einem IBM-Mitarbeiter. Davon hatte ich mir z.B. mehr praktische Relevanz erhofft. Der “Workshop”, der keiner war, weil komplett als Vortrag gestaltet – ich verstehe darunter wirklich gemeinsames Nachdenken, Fragen etc. – zeigte, wie IBM mit seinen vier Millarden dreihundert Millionen zweihundert Tausend vielen Mitarbeitern in aller Welt Blogs, Wikis und andere Web 2.0-Dienste sinnvoll einsetzen kann. Es ging ausschließlich um den internen Einsatz dieser Dienste. Der Einsatz als Marketing-Instrument (zur Neukunden-Gewinnung oder Kundenbindung) war leider kein Thema.

Location. So schön die Kalkscheune auch ist, die Workshop-Räume sind bannig lütt und irgendwie immer rappelvoll. In den Zwischenzeiten staut es sich in den Gängen, gestern war nach wenigen Minuten schon das Mittagessen alle, Kaffee und Bionade sind mit 2,50 € auch nur zu Hauptstadtpreisen zu haben. Super finde ich aber die vielen Sitz- und Arbeitsmöglichkeiten, unten in der Lounge oder auch oben im großen Raum, viele Steckdosen, Tische etc. Es hat mindestens auch jeder zweite seinen Laptop auf dem Schoss… digitale Bohème eben…

Gespräche. Sind nur wenige mir bekannte Gesichter hier, so dass ich deutlicher weniger ins Gespräch komme, als anfangs gehofft. Etliche Leute aus meinem Netzwerk verfolgen die Konferenz per Videostream – sind aber leider nicht vor Ort. Bin ja auch noch nicht so lange “in der Szene”, um jeden Hinz und Kunz persönlich zu kennen. Leider erlauben auch die meisten Sessions, die ich besucht habe, keinen Austausch miteinander (s.o. zum Thema Workshops). Aber dennoch schön, einen Eindruck vor Ort zu erhalten und sich mit dem einen oder anderen zu vernetzen.

Soweit mein kurzer persönlicher Eindruck aus Berlin. Heute geht es noch in 3-4 weitere Sessions und ich bin gespannt, was ich von dort mit nach Ostwestfalen nehmen kann.

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1 KOMMENTAR(E)
zum Beitrag “Eindrücke von der re:publica in Berlin”
InaMS
Am 30. April 2008 um 19:21 Uhr

Hallo, “kenne” Dich auf Umwegen über Stefan Waidele und die Wiki-Spielwiese. Bist Du evtl. auch zum SocialCamp in Berlin?

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