In der ersten Folge der Blogserie “Kaltakquise ist keine Horrorvorstellung” gehe ich auf ein Phänomen ein, das mir bei vielen verzweifelten Akquise-Geschädigten begegnet: Sie sitzen in ihrem Homeoffice Schloss, umgeben von einem tiefen Wassergraben mit Krokodilen und Schlangen, die Zugbrücke öffnet sich Montag bis Freitag zwischen 10 und 16 Uhr (davon 1 1/2 Stunden Mittagspause) und aus dem Schornstein steigt kalter Rauch auf. Alle paar Tage ruft das Burgfräulein von den Zinnen ein zaghaftes: “Zu Hüüülfe, welcher Prinz will mich küssen?” Und der stolze Akquisekönig wundert sich, wieso ihm die Neukunden nicht die Bude einrennen.

Wer neue Kunden braucht, muss unter das Volk: Auf den Marktplatz, mitten rein ins Getümmelt. “Sehen und gesehen werden” heißt es ja so schön. Doch wer noch keinen Namen hat, geht auch in der Masse schnell unter. Profilierung heißt das Zauberwort der Stunde, das aus einem Hänschen-Klein einen gefragten Hans-Dampf-in-allen-Gassen macht.
Mein verzweifelter Kollege aus der Medienbranche, den ich in der Einleitung dieser Blogserie schon zitiert habe, schreibt folgendes:
Woran es liegt, weiß ich nicht, entweder wirke ich auf die Kunden zu unseriös und sie sind nicht bereit mal zu testen, wie ich arbeite, weil mein Auftreten ihnen vielleicht nicht zusagt, oder ist es, wie ich über meine Website rüberkomme? Oder weil ich von zu Hause aus arbeite? Oder den falschen Kunden, der falschen Präsentation? Oder liegt es möglicherweise an meinen Preisen – zu niedrig – zu hoch?
Aus eigener Erfahrung kann ich sagen, dass mit dieser Einstellung kein Land zu erobern ist. Wir alle kennen Momente der Ausweglosigkeit, der finanziellen Abhängigkeit und Unsicherheit. Doch wer alles in Frage stellt, wer sich in sein Schneckenhaus zurückzieht und tagein tagaus grübelt, wieso neue Kunden ausbleiben, der wird aus dieser Spirale nicht herauskommen. Neuer Mut ist gefragt, – ein heißes Bad in der Wanne, eine frische Rasur, die besten Kleider anziehen und raus auf den Markt der Möglichkeiten. Was ich gut kann, das profiliert mich. Und damit trete ich (selbst)bewusst in die Öffentlichkeit.
Folgende praktische Tipps als Anregung für die ersten Schritte, um die Sichtbarkeit sinvoll und effektiv zu erhöhen:
Diese Liste entbehrt - bewusst – jeglicher Vollständigkeit. Welche Ideen können Sie zum Thema beitragen, um die Sichtbarkeit (u.a. im Internet) zu erhöhen?
Verwandte Artikel:Weitere Anregungen
# XING-Gruppentreffen, andere Networking-Veranstaltungen, Vorträge und Kongresse besuchen
# lokale Partnerschaften knüpfen, in denen man sich gegenseitig empfiehlt oder gemeinsam Kunden bedient
# kostenlose Artikel/Checklisten/Tools auf der Webseite veröffentlichen und darauf aufmerksam machen
# Bestandskunden aktiv um Weiterempfehlungen bitten
# möglichst viele Blogs anderer Autoren kommentieren und einen Link auf die eigene Webseite setzen
Viele Grüße von
Marcel Schreyer, dem Marktschreyer
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