Die aufregende Zukunft des E-Commerce


Geschrieben am Donnerstag, 03. Mai 2007 von Thomas Kilian

Sascha Langner - Marke-XIn einem weiteren Artikel zum Business-Blog-Karneval ist Sascha Langner im Gespräch mit E-Commerce-Experte Jochen Krisch, der vor allem die Möglichkeiten von Web 2.0-Anwendungen für den Online-Handel beschreibt. Das Interview geben wir in stark gekürzter Fassung wider, der Volltext mit Info-Grafiken steht im internet marketing magazin “Marke-X“. Sascha Langner betreibt parallel auch einen erfolgreichen Newsletter, den ich sehr empfehlen kann.

Logo 3. Business-Blog-KarnevalHerr Krisch, Sie sind Herausgeber des Weblogs “Exciting Commerce”. Der Name klingt geheimnisvoll, was verbirgt sich dahinter?
  
Exciting Commerce zeigt hoffentlich, dass es im elektronischen Handel jede Menge hoch spannende Verkaufskonzepte gibt. Und dass E-Commerce in Zukunft mehr sein wird als Shops und Kataloge.

Sie betiteln die Hauptrubriken Ihres Weblogs mit “Die neuen Händler”, “Die neuen Tools” und “Die aufregendsten Konzepte”. Was behandeln Sie hier?

Wenn man sich ansieht, wer die Innovationstreiber im E-Commerce sind, dann stellt man schnell fest, dass kaum klassische Händler darunter sind. Die Impulse kommen in der Regel von “neuen Händlern”: von den Amazons, den Ebays, den Tchibos und vielen kleinen Händlern, die unvorbelastet und sehr erfolgreich Neues ausprobieren. Diese Händler sind es, die mit “neuen Verkaufstools” – seien es Weblogs, Social Shopping Tools oder andere Aktions- und Kommunikationstools – herumexperimentieren und mit neuen, “spannenden Konzepten” auf den Markt kommen.

Ich gestehe, dass ich mit klassischem Marketing wenig anfangen kann und ich mich, wenn überhaupt, dann nur für alternative Marketingformen begeistern kann.

Welche Potenziale birgt das Web 2.0 für Online-Händler? Wie wird sich der elektronische Handel Ihrer Meinung nach in den nächsten Jahren entwickeln?

Das Web 2.0 ist das erste Mitmach-Medium im großen Stil. Das können Händler für sich nutzen, indem sie ihre Kunden mit Web 2.0 Tools und Konzepten aktivieren und so stärker an sich binden. Ich benutze statt des technischen Begriffs Web 2.0 lieber Begriffe wie Live Web oder Social Web, weil sie besser zum Ausdruck bringen, worum es eigentlich geht. Der elektronische Handel wird vielfältiger, und wir sehen jetzt schon, wie er vor allem Nischenanbietern neue Chancen bietet. Neben klassischen E-Commerce-Konzepten (= Shops und Kataloge) werden Live-Shopping-Konzepte und Social-Commerce-Konzepte an Bedeutung gewinnen, weil Händler damit in einer fragmentierten (Shopping-)Welt weitaus mehr Aufmerksamkeit erzielen können.

Über welche Erlebnis steigernden Elemente sollte jeder Online-Händler derzeit zumindest nachdenken?

Das Erlebnis steigernde Element, das die meisten Händler heute einsetzen, ist der Newsletter. Newsletter sind letztlich nichts anderes als rudimentäre (Offline-)Blogs. Einmal abonniert, bekommt man die aktuellsten Themen/Angebote zugesandt und kann entsprechend darauf reagieren. Wer das Gefühl hat, dass Newsletter verkaufsfördernd wirken, aber bei den Stammkunden ein natürliches Limit erreicht haben, sollte sich überlegen, ob er auf Dauer nicht mit einem öffentlichen Weblog besser fährt.

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