Das Sommerloch-Dilemma


Geschrieben am Donnerstag, 03. September 2009 von Thomas Kilian

Nun habe ich Euch – werte Leser des Neukunden-Magnet Weblogs – heute morgen einen Artikel veröffentlicht, der einem früheren Beitrag kontrovers gegenübersteht. Am 9. Juni 2008 war ich überzeugt: “Keine Neukunden-Akquise im Sommerloch“. Heute – ein gutes Jahr und einen Sommer später – meine ich: “Akquise im Sommerloch lohnt sich doch!

Für beide Aussagen gibt es gute Gründe und eigene Erfahrungen. Letztes Jahr bin ich mit einem ausgedehnten Urlaub, Kundenbindungsprogrammen und der Vorbereitung von Maßnahmen bestens gefahren – wir hatten einen “heißen Herbst”. In diesem Jahr haben wir als Agentur im Sommer noch mal so richtig Gas gegeben und einige ganz wunderbare neue Projekte gewonnen. Unser Team ist mittlerweile auf zehn Personen angewachsen und ich erwarte auch für die vor uns liegenden Monate weiteren Aufschwung. Von “Krise” ist hier nichts zu spüren – dafür bin ich mehr als dankbar.

Nun bleibt das “Sommerloch-Dilemma”. Wer holt mich raus?

  • Welche Erfahrungen habt Ihr mit der Akquise im Sommerloch gemacht?
  • Welche Gründe sprechen aus Eurer Sicht dafür oder dagegen?
  • Wo seht Ihr bei meiner Herangehensweise den Fallstrich?
  • Was soll ich Unternehmen nun raten: Sommerloch vorbeiziehen lassen oder effektiv nutzen?

Bin total gespannt auf Eure Kommentare, Blogbeiträge, Diskussionen, Twitter-Meldungen und Meinungen zu diesem Thema. Lasst uns gemeinsam das Sommerloch-Dilemma lösen!

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2 KOMMENTAR(E)
zum Beitrag “Das Sommerloch-Dilemma”
Peter
Am 3. September 2009 um 09:29 Uhr

Mit Unternehmer-Erfahrung kann ich leider nicht dienen. Trotzdem würde ich jedem raten, den Sommer (Sommerloch würde ich als Vokable gar nicht erst nutzen) zu nutzen – ob bei entsprechender Motivation (und auch nur dann) mit Neukundenakquise oder eben für liegengebliebene Dinge (am besten nur ein großes Projekt, dass dann genug Zeit bekommt, damit man bei der Umsetzung endlich auch mal ohne größeren Zeitdruck arbeiten kann). Meine Erfahrung als Arbeitnehmer ist, dass sich bereits im Juni eine Urlaubsstimmung aufbaut, die erst Anfang September wieder endet und einfach unproduktiv ist (“Die anderen haben Urlaub, warum muss ich hier ackern?”). Und aus der Stimmung kommt man dann erst Mitte September wieder raus – da geht viel an Produktivität verloren.

Also: Sommer nutzen, aber bewusst mehr Zeit für Projekte lassen. Das tut sowohl Projekten, als auch Mitarbeitern gut.

Patrick Breuch
Am 4. September 2009 um 09:51 Uhr

Hallo Thomas, ich denke Aquise kann man gar nicht genug machen! Sommerloch hin oder her, es gibt immer Zeiten wo der Kontakt ein wenig abflaut und die Auftragslage ebenso. Ein Grund mehr sich beim Kunden zu melden. Wenn man es geschickt anstellt fühlt der Kunde sich doch geschmeichelt! Ich arbeite als Berater und Projektleiter in einer großen Agentur. Momentan ist es auch bei uns sehr ruhig. Ein Grund für mich die momentane Situation zu nutzen und dem Kunden ein Besuch abzustatten oder in mal zu einen Kaffee in die Agentur einzuladen. In hektischen Tagen bleibt dafür wenig Zeit.

Ich möchte mich auch Peter anschließen und sagen: Das Sommerloch nutzen, Frischluft reinlassen und Projekte mehr “umsorgen”!