Achtung Abzocke: Internationale Wirtschaftsnachrichten Verlagsgesellschaft


Geschrieben am Freitag, 08. Januar 2010 von Thomas Kilian (6 Antworten)

“In Krisenzeiten suchen die Unternehmen verstärkt nach Wegen, Kosten zu reduzieren.” Mir scheint, als wenn in Krisenzeiten dubiose Geschäftemacher nach Wegen suchen, um Unternehmen das Geld aus der Tasche zu ziehen. So erhielt ich vor einigen Wochen einen Brief der “Internationalen Wirtschaftsnachrichten Verlagsgesellschaft mbH“, in dem mir eine Veröffentlichung über Ihr Unternehmen angeboten wurde. Heute kam dann ein erneuter (unaufgeforderter und an die alte Firmierung adressierter) Werbebrief vom IWN-Verlag. Soweit mir bekannt ist, sind solche unpersonalisierten (”Sehr geehrte Damen und Herren”) Werbebriefe nach aktueller Rechtssprechung gar nicht mehr zulässig. Doch der Oberklops ist das dreiste Angebot der Internationalen Wirtschaftsnachrichten Verlagsgesellschaft.

Was die Internationale Wirtschaftsnachrichten Verlagsgesellschaft anbietet

So heißt es im Brief, dass “den hastigen Sparmaßnahmen nicht selten als Erstes die Werbebudgets zum Opfer fallen”. Und weiter zum Angebot der Internationalen Wirtschaftsnachrichten Verlagsgesellschaft:

Diese Problematik möchten wir unseren Lesern, Entscheidungsträgern aus allen Branchen, näher bringen und planen eine Serie von Beiträgen über Werbeagenturen und - dienstleister. Wir möchten in diesem Rahmen auch einen Beitrag über Ihr Unternehmen veröffentlichen und würden uns freuen, wenn ein Mitglied der Geschäftsleitung einem unserer Redakteure für ein Interview zur Verfügung stehen könnte. Neben ihrem Dienstleistungsangebot ist auch ihre Meinung zur Werbung in Krisenzeiten von Interesse.

Klingt doch gar nicht schlecht. Interviews gebe ich immer gerne, und wenn ich “nebenbei” noch auf die Leistungen unserer Internetagentur verweisen kann, stehe ich für ein Gespräch doch sofort zu Stelle.

internationale-wirtschaftsnachrichten-verlagsgesellschaft_01

Wie so häufig, kommt es auch beim unerwünschten Werbebrief der Internationalen Wirtschaftsnachrichten Verlagsgesellschaft auf das Kleingedruckte an. Beinahe zufällig bin ich erst heute (!) auf den folgenden Passus gestoßen - war mir beim Lesen vor einigen Wochen gar nicht aufgefallen:

Die Veröffentlichung ist für die kommende Ausgabe unseres Magazins “Regionaleurooäischer Wirtschafts-Spiegel” vorgesehen. Interview und Texterstellung sind für Sie kostenfrei. Veröffentlichtes Bildmaterial wird mit Euro 9,95 pro mm-Höhe/Spalte berechnet. Vor der Veröffentlichung erhalten Sie einen Korrekturabzug…

Halt! Moment mal! Taschenrechner raus:

Autorenfoto:
5 cm hoch, 2 Spalten breit
50 * 9,95 Euro * 2 Spalten = 995 Euro

Buchcover Igel-Faktor, Bürogebäude oder Referenzfoto
7 cm hoch, 3 Spalten breit (soll ja wirken!)
70 * 9,95 Euro * 3 Spalten = 2089,50 Euro

Summe = 3084,50 Euro zuzügl. MwSt.

Die dreiste Abzocke der Internationalen Wirtschaftsnachrichten Verlagsgesellschaft

Bei den Zahlen wird einem ja schwindelig - schließlich geht es um den Regionaleuropäischen Wirtschafts-Spiegel und nicht den echten SPIEGEL. Die magere Auflage von 10.500 Exemplaren (lt. Mediadaten des IWN-Verlags) rechtfertig wohl in keiner Hinsicht diese Summen. Noch dazu wird mir hier unter Vorhaltung falscher Tatsachen (”planen wir zurzeit eine Reportage über Ihr Unternehmen”) eine kostenpflichtige Werbung untergejubelt. Wie ich herausfinden konnte, sind schon Unternehmen auf die dreiste Abzocke der Internationalen Wirtschaftsnachrichten Verlagsgesellschaft reingefallen, andere sind verunsichert, ob sie das Angebot annehmen sollen. Deshalb möchte ich in diesem Beitrag auf das Geschäftsgebaren des IWN-Verlags aus Mühlheim a. d. Ruhr hinweisen, damit Unternehmen - gerade in Krisenzeiten - ihr Geld nicht zum Fenster rausschmeißen, sondern sinnvoll und nachhaltig investieren können.

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Schade …


Geschrieben am Dienstag, 22. September 2009 von Thomas Kilian (7 Antworten)

… das Sie noch bei jemand anderen Ihre Werbebriefe gestalten lassen ( oder auch Ihre Kunden )!!!

Ich unterstützen Sie bei der Schreibung von Werbebriefe!!
Ob es die individuelle Anfertigung ist oder das Mengengeschäft aus Asien, es gibt immer eine Lösung!

Testen Sie uns einfach!!

Werbebriefe sind mir zu schade...

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Aufmerksahmkeit durch Emil-Newsletta


Geschrieben am Dienstag, 28. Juli 2009 von Thomas Kilian (3 Antworten)

Ich habe schon lange aufgehört zu zählen, wie viel SPAM jeden Tag in mein elektronisches Postfach purzelt. Aber dieser Emil-Newsletta hat meine Aufmerksahmkeit dann doch auf sich gezogen:

Sehr geehrte Damen und Herrn,
wir sind über das Internet auf Sie Aufmerksahm geworden und wurden uns gerne bei Ihnen Vorstellen.

Kurioserweise hat die Werbefirma, die diesen ottografisch auf hohem Nivo getexteteten Newsletta verschickt hat - das setzt sich nämlich über mehrere Absätze so fort! - das Wort “Lokus” im Firmennamen. Vielleicht sollte der Absender die unerwünschten Newsletta im Lokus runterspülen, statt sie durch die Weltgeschichte zu spammen. Aber dann hätten sie ja auch keine Aufmerksahmkeit bei den Mädchen gewonnen…

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Das Runde muss trotzdem immer ins Eckige


Geschrieben am Mittwoch, 28. Januar 2009 von Thomas Kilian (2 Antworten)

Auch wenn es bei unseren Handball-Jungs heute Abend nicht geklappt hat, - eins steht bei jedem Spiel unumstößlich fest: Das Ziel besteht darin, das Runde (den Ball) ins Eckige (das Tor) zu werfen. Und zwar so oft, wie möglich. Doch nicht nur beim runden Leder (ob im Handball oder Fußball) kommt es auf das richtige Ziel an. Wer im Marketing einen perfekten Wurf landen möchte, muss sich optimal auf das Spiel vorbereiten.

Die richtige Spielstrategie im Marketing

Wenn ich die Akquise-Bemühungen einiger Unternehmen sehe, habe ich manchmal den Eindruck, als wenn sie das Spiel einfach nicht verstanden haben. Da werden jede Woche fleißig Anzeigen in der Tageszeitung geschaltet, unselektierte Werbebriefe verschickt (mir erschließt sich bei einigen Exemplaren wirklich nicht, wieso ich nun in der Empfängerliste stehe —> Rundablage “P”) oder per SPAM-Email nervige Anfragen gestartet. Alles hat den Anschein, dass das Ziel des Spiels überhaupt nicht erkennbar ist.

  • Welcher ist mein Wurfarm / mit welchem Fuß schieße ich besser?
    d.h. was sind meine Stärken, Stichwort “Profilierung”?
  • Wie lauten die Spielregeln?
    d.h. wie sieht eine effektive Kundenansprache aus?
  • Wie gut spielt mein Gegner und wie trickse ich ihn aus?
    d.h. wie hebe ich mich von meinen Marktbegleitern ab?
  • Kann mein Verein / Team auch die Fans begeistern?
    d.h. wie gewinne ich wirklich zufriedene Kunden?

Die Liste ließe sich beliebig verlängern. Es ist einfach wichtig, sich vor dem Spiel Gedanken über die richtige Taktik zu machen. Wer aufs Spielfeld rennt, ohne sich aufzuwärmen, muss auch mit einer Muskelzerrung rechnen. Und welcher B-Jugend-Kicker darf schon in der Nationalmannschaft mitspielen? 

Aber kein Grund zur Verzweiflung: Nach dem Spiel ist vor dem Spiel. Und wer in den vergangenen Monaten mit seinen ungelenken Beinen nur wenige Kunden gewinnen konnte, kann noch immer einen erfahrenen Marketing-Coach für die Rückrunde gewinnen. Dann klappt’s auch mit der Neukunden-Gewinnung!

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Money-Coach Bodo Schäfer zeigt reichen Humor


Geschrieben am Sonntag, 23. November 2008 von Thomas Kilian (8 Antworten)

Vor einigen Monaten musste ich mich aufgrund einer unaufgeforderten Werbesendung per Email von Bodo Schäfer hier im Neukunden-Magnet kräftig entspammen. In der vergangenen Woche erhielt ich einen weiteren Brief von Bodo Schäfer, dieses Mal zugestellt von einem seiner Rechtsanwälte. “Oh, oh!” dachte ich, als sich der Anwalt unter “Versicherung ordungsgemäßer Bevollmächtigung” als direkt vom Money-Coach beauftragt vorstellte und auf meine “Internetglosse ‘Bodo Schäfer spammt sich zur Million‘ vom 29.08.2008″ bezog.

Herrn Schäfer scheint auch schon aufgefallen zu sein, dass sich diese “Internetglosse” mittlerweile auf der vierten Position in unser aller Lieblingssuchmaschine wiederfindet, wenn “Bodo Schäfer” als Suchwort eingetragen ist. In Zeiten von Abmahnungswellen unbedarfter Weblogs muss ja immer mit dem Schlimmsten gerechnet werden, selbst wenn das Recht auf meiner Seite ist - schließlich hatte ich Herrn Schäfer nie darum gebeten, mir Werbebriefe an meine geschäftliche Emailadresse zu senden. 

Bodo Schäfer hat Humor

Umso erfreuter war ich, direkt im ersten Absatz zu erfahren, dass Bodo Schäfer nicht nur ein Freund der Reichen und Schönen ist, sondern auch über schön reichen Humor verfügt. Sein Anwalt schreibt:

Es sei Ihnen zunächst versichert, dass unser Mandant nicht nur über den von Ihnen so angeprangerten Geschäftssinn verfügt, sondern auch über erheblichen Humor, so dass er kritischen und satirischen Ausführungen über seine Person und seine Verhaltensweisen in jeder Hinsicht positiv gegenübersteht.

Das ist doch mal eine gute Nachricht! Bodo Schäfer hat Humor. Der Anwalt fährt in seinem Schreiben fort:

Aufmache und Grundlage Ihrer Glosse vom 29.08.2008 ist jedoch, dass Sie eine Werbung für das von unserem Mandanten (…) herausgegebene Werk mit dem Titel “Bodo Schäfer. Ihre erste Million in 7 Jahren” per SPAM-Email erreicht hat.

Ihre insoweit durchaus bissige Kritik wäre in jeder Hinsicht berechtigt, wenn ein solcher Vertriebsweg von unserem Mandanten initiiert oder auch nur autorisiert wäre.

Nun, andere Schlüsse konnte ich aus der Email von Bodo Schäfer nicht ziehen, wurde sie doch mit dem Betreff “Bodo Schäfer…” von der Emailadresse info@bodoschaefer.de verschickt. In der Tat - so hatte ich damals auch berichtet - zeichnet aber die First Computers Group aus Eschborn für die Versendung verantwortlich, wie die Signatur der SPAM-Email verriet. Dass Herrn Schäfer bei seinen vielen Auftritten auf den Seminarbühnen dieser Welt nicht die Zeit bleibt, die Emails selbst zu versenden, erschien mir nicht weiter verwunderlich.

(…) die Bewerbung für das in Rede stehende DVD-Set war jedoch zu keinem Zeitpunkt vereinbart oder auch nur im Ansatz von Herrn Schäfer legitimiert.

Aha! Die Schurken sitzen also in Eschborn! Interessant ist, dass die First Computers Group aus Eschborn trotz dieses Faux-pas noch immer als Dienstleister für den Money-Coach aktiv sind. Zumindest verrät dies die Internetseite des Finanzexperten.

Der dortige Verantwortungsträger (Anmerkung des Bloggers: von der First Computers Group) hat unserem Mandanten im Übrigen versichert, dass er keine SPAM-Emails versendet habe.

Achso, die First Computers Group ist also für den SPAM verantwortlich irgendwie auch nicht verantwortlich. Dann muss die Email wohl “aus Versehen” durch die Luft… irgendwie… von irgendwem… mit der Absendeadresse von Bodo Schäfer… irgendwie… auf jeden Fall am Ende bei gelandet sein!

First Computers Group ist am SPAM irgendwie auch nicht schuld

Hinterher will es also keiner gewesen sein, vielleicht habe ich mir das ganze ja auch nur eingebildet. Ein “wie dem auch sei” wäre jetzt vielleicht ganz angebracht…

Wie dem auch sei, Herr Schäfer bedauert ausdrücklich, dass Sie, sehr geehrter Herr Kilian durch die SPAM-Mail der Firma First Computers Group belästigt wurden. Er persönlich trägt hierfür jedoch in keiner Weise die Verantwortung.

Anders stellen Sie dies jedoch in Ihrer Internet-Glosse dar. Die Ausführungen sind dazu geeignet, und haben auch offenkundig die Intention, Herrn Schäfer in den Augen Dritter herabzuwürdigen und verächtlich zu machen. Grundlage Ihrer Ausführungen ist dabei einzig und allein die Prämisse, dass die von Ihnen gerügte Spaß-Email dem Verantwortungsbereich unseres Mandanten zuzuordnen ist. Dies ist jedoch - wie dargelegt - nicht der Fall.

Herr Schäfer hat wirklich Humor! Jetzt ist es schon keine SPAM-Email mehr, sondern eine Spaß-Email! Ich lieg’ am Boden!

Doch wollen wir den Freud’schen Verschreiber mal nicht auf die Goldwaage legen, auch wenn sich der Finanzexperte in diesem Metier sicher sehr gut auskennt. 

Vor dem Hintergrund der vorstehenden Ausführungen werden Sie daher höflich gebeten, korrigierend in Ihre Veröffentlichung einzugreifen.

Nun, verständnisvoll wie ich bin, habe ich gleich zum Telefonhörer gegriffen, ein sehr nettes Gespräch mit dem Anwalt von Bodo Schäfer geführt und mit ihm vereinbart, den Sachverhalt richtigzustellen. Ein Hinweis auf diesen Artikel werde ich auch in meiner “Internetglosse vom 29.08.2008″ einbauen, so dass meine geneigte Leserschaft sowohl den Humor von Bodo Schäfer kennen lernen, als auch die eindeutige Faktenlage besser beurteilen kann.

“Der Weg zur finanziellen Freiheit” darf eigentlich nicht durch werberechtliche Fesseln erschwert werden. Vielleicht sollte sich der Money-Coach einen Partner suchen, der ihn online bestens positioniert, ohne dabei auf SPAM und andere illegale Methoden setzen zu müssen. Ich kenne da ne ganz seriöse Agentur

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Werte in der Neukunden-Gewinnung (6)


Geschrieben am Montag, 17. November 2008 von Thomas Kilian (1 Antwort)

Für meinen heutigen Artikel über Werte in der Neukunden-Gewinnung bin ich mal wieder arg spät dran. Jetzt könnte ich ja einfach ohne viele Worte über diese Verspätung hinweggehen oder - noch schlimmer - so tun, als ob der Artikel längst erschienen wäre. Dank Wordpress und der manuellen Zeitschalte kann ich einen Bericht ja auch einfach “um ein paar Stunden zurück drehen”.

Transparenz in der Neukunden-Gewinnung

Merkwürdigerweise agieren viele Unternehmen ähnlich in Bezug auf die Neukunden-Gewinnung. Sie versuchen, ihre Defizite zu vertuschen. Von Transparenz halten sie wenig. “Vorgänge und Entscheidungen, die von außen nachvollziehbar sind” - so beschreibt Wikipedia den Fachbegriff “transparent”.

Für mich bedeutet Transparenz als Wert für unsere Agentur, dass ich mit meinen Kunden und Mitarbeitern offen, ehrlich und nachvollziehbar kommuniziere. Genauso sollten Sie auch in der Neukunden-Gewinnung vorgehen. Transparenz bedeutet hier konkret:

  1. Ich verstecke mich nicht hinter einem anonymen Unternehmen, sondern zeige Profil.
  2. Ich täusche meinen potentiellen Kunden nichts vor, was ich nicht auch tatsächlich bieten kann.
  3. Ich erkläre meine Vorgehensweise, schildere Abläufe und zeige meinem Kunden, was ich von ihm erwarte.
  4. Ich gestalte meine Angebote und Kalkulationen nachvollziehbar und erleichtere damit das Verständnis, wie sich die Kosten genau zusammen setzen.
  5. Ich bin für Fragen und Erläuterungen erreichbar und nehme mir dafür ausreichend Zeit.

Wer neue Kunden gewinnen möchte, muss auch seine Werbemaßnahmen transparent und nachvollziehbar gestalten. Versetzen Sie sich dafür in die Lage Ihrer potentiellen Kunden. Wie oft erhalte ich Werbebriefe, schaue Fernsehspots oder muss mich mit Telefonverkäufern herumschlagen, ohne dass ich verstehe, worum es genau geht und wer überhaupt hinter diesem Angebot steckt.

Unterdrückte Rufnummern, unpersönliche Ansprachen oder unverständliche Formulierungen helfen mir einfach nicht, Vertrauen zum Anbieter aufzubauen. Wer nicht transparent handelt, macht sich nicht gerade beliebt. Insofern kann ich nur dazu aufrufen, mehr Licht ins Dunkel der Neukunden-Gewinnung zu bringen!

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Neue Kunden gewinnen zu Weihnachten


Geschrieben am Donnerstag, 13. November 2008 von Thomas Kilian (5 Antworten)

Schon seit Monaten liegen die Adventskalender und Schokoladen-Weihnachtsmänner in den Regalen der Supermärkte. Bereits im Sommer habe ich Werbebriefe über den Versand von weihnachtlichen Grußkarten erhalten. Plastik-Weihnachtsbäume, bedruckte Plüschtiere und vor allem Jahreskalender scheinen in der werbenden Industrie ganz weit oben auf dem Wunschzettel zu stehen.

An Weihnachten neue Kunden gewinnen - ohne zu nerven

Viele Unternehmen versuchen, den Anlass “Weihnachten” auch in ihre Akquise-Bemühungen einzubinden. Neue Kunden zu gewinnen scheint anlässlich des Weihnachtsfestes jedes Jahr erneut in Mode zu kommen. Doch kommt für mich aufgrund des meist viel zu frühen (Juni!) und viel zu gehäuften Anfragevolumens keine Weihnachtsfreude auf. Ich bin ehrlich gesagt genervt, dass ich - nur wegen Weihnachten - für Alles und Jedes Kunde werden soll.

Wesentlich ist in meinen Augen der Zeitfaktor. Wann ist der geeignete Zeitpunkt, um - nicht zu früh und nicht zu spät - auf weihnachtliche Produkte hinzuweisen? Ich halte Ende September für sinnvoll, wenn die Tage kürzer werden und sich durch Zeit- und Wetterumstellung sowieso die kalte Jahreszeit ankündigt. Nun werden viele mit dem Argument “Antizyklisch” kommen - meinetwegen. Doch wozu soll ich mir bereits im Juni bedruckte Adventskalender für meine Kunden in den Schrank legen?

Ein zweiter Ansatz, um nicht nervtötend an das Thema heranzugehen, ist eine veränderte Herangehensweise bei der Erfindung von Produkten und Angeboten. Wo gibt es - z.B. auf dem Markt der Werbegeschenke - noch Angebote, die nicht jeder kennt? Adventskalender, Jahresplaner, Wein & Schokolade - die Dauerbrenner würden zumindest bei mir zu Ladenhütern. Wer hat noch gute Ideen und lässt sich mal etwas Neues einfallen, das wirklich Sinn macht?

Ohne allzusehr auf die Tränendrüse drücken zu wollen: Ich halte es z.B. in Hinsicht auf Weihnachtspost für Sinnvoller, einen Betrag an eine gemeinnützige Organisation zu spenden, als unsinnige Briefe mit Glückwünschen zum Jahreswechsel und billiger Massenware aus China durch die Weltgeschichte zu versenden, die sowieso innerhalb weniger Minuten in der Rundablage “P” landen. Wie viel Geld hier für unnützen Mist verbrannt wird, möchte ich gar nicht wissen.

Wer mich zu Weihnachten als neuen Kunden gewinnt

Vielleicht bin ich einfach zu Weihnachts-resistent geworden. Keine Ahnung. Doch wer mich zu Weihnachten als neuen Kunden gewinnen möchte, muss sich schon etwas einfallen lassen. Die übliche Werbelangeweile, Werbebriefe und Massen-Emails kann ich einfach nicht mehr sehen.

Wer traut sich und hat gute Ideen, die selbst Weihnachts-Muffel begeistern, Kunde zu werden?

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Heute mal ‘ne ganz liebe SPAM-Anfrage


Geschrieben am Donnerstag, 30. Oktober 2008 von Thomas Kilian (5 Antworten)

Hihi. Gerade trudelt eine “ganz liebe SPAM-Anfrage” in mein Postfach, die ich “ganz gerne” mit Euch teilen möchte. Schließlich ist es bis zum Wochenende nicht mehr weit und so langsam müsste ich mich mal wieder entspammen.

Eigentlich ist von SPAM gar nicht zu sprechen. Die bestimmt “ganz liebe” Nicole aus Bochum schickt mir eine Anfrage zu “Winkelwagenmunten”. — “Winkelwagenmunten“??? Der versierte Holland-Urlauber weiß sofort bescheid. “Winkelwagen” = Einkaufswagen und “Munten” = Münzen. Es geht also um Einkaufswagenchips.

Die liebe Nicole sammelt diese Werbeartikel fleißig und kann schon 800 Exemplare ihr Eigen nennen. Um ihre Sammlung zu vergrößern startet Nicole eine “ganz liebe” Anfrage*, die aber auch “ganz schön” in die Hose gehen kann.

Ich stehe also als Empfänger in der Liste der “Undisclosed-Recipient:;” und werde deshalb auch sehr persönlich begrüßt:

Sehr geehrte Damen & Herren ,
ich wollte einmal ganz lieb bei Ihnen anfragen, …

Ist doch wirklich lieb, oder?

*Achso: Ich habe natürlich gar keine Thoxan-Einkaufswagenchips, aber vielleicht sollte ich auch anfangen, “Winkelwagenmunten” zu sammeln - dann habe ich auch mal ‘nen guten Anlass, um “ganz liebe” Emails durch die Weltgeschichte zu senden…

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SPAM-Vernichtung am Wochenende


Geschrieben am Sonntag, 19. Oktober 2008 von Thomas Kilian (2 Antworten)

Heute gibt es mal keine Entspammung ZUM Wochenende, sondern AM Wochenende. Tut letzlich auch nichts zur Sache, wann genau man sich entspammt, Hauptsache ist doch, dass wir uns überhaupt entspammen, findet Ihr nicht?

Ich scheine im Übrigen längst nicht der einzige zu sein, der sich vor dem oder auch am Wochenende entspammt. Ich bin sicher, dass wir über kurz oder lang eine Antispam-Gruppe in XING oder sogar einen richtigen “e. V.” gründen werden… :-)

Nun also der nächste unaufgeforderte elektronische Werbebrief in meinem Posteingang, dieses Mal von Herrn M. aus “Weinheim”. Mir kommen in der Tat die Tränen, wenn ich die Gestaltung des Newsletters (”Champion für Stickkunst”) betrachte.

Nicht dass die Anrede der “lieben Interessenten” schon unpersönlich genug wäre, so bringt mich vor allem der erste Satz zum Schluchzen:

“der erste Eindruck des Kunden ist heufig der Entscheidente.”

Wahrlich keine ENTE! Der gute Mann hat recht, es gibt niemals eine zweite Chance für einen ersten Eindruck. Und noch dazu verfestigt sich dieser Eindruck beim Anblick der nun folgenden Lobhudelei auf Qualität und Strahlkraft der eingesetzten Materialien. Denn leider zieht sich die angepriesene Qualität weder in der Rechtschreibung, noch in der grafischen Gestaltung des Newsletters durch, so dass für mich eigentlich nur die LÖSCHEN-Taste in Frage kommt.

  • Ob Herr M. wohl damit gerechnet hat?
  • Ob er mit einem Löschvorgang einverstanden ist?
  • Wie mag sich der Champion der Herzen des Stickereigewerbes wohl fühlen, wenn ich seine opulente Nachricht einfach ins virtuelle Nirwana spüle?

Zum Glück (!) lässt auch diese Information nicht lange auf sich warten:

Diese E-Mail enthält vertrauliche und/oder rechtlich geschützte Informationen. Wenn Sie nicht der richtige Adressat sind oder diese E- Mail irrtümlich erhalten haben, informieren Sie bitte sofort den Absender und vernichten Sie diese Mail.

Jaaaaa! Ich vernichte! Ich vernichte sogar sehr gerne! Aber nicht, ohne mich vorher mal wieder ausführlich entspammt zu haben…!

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Bei gutem Spam erscheint dieser Hinweis nicht!


Geschrieben am Freitag, 10. Oktober 2008 von Thomas Kilian (2 Antworten)

“In der registrierten Version erscheint dieser Hinweis nicht!” So lautet doch tatsächlich der abschließende Satz einer Werbemail, die ich vergangene Woche von einem Fotografen aus dem schönen Wuppertal erhalten habe.

Diese Mail wurde mit dem Tool [...] erstellt.
Kostenloser Download auf www. ... .de
(In der registrierten Version erscheint dieser Hinweis nicht.)

Kolossal, oder? :-)

Eigentlich kann ich Euch doch jetzt die üblichen Verdächtigen

  • “Sehr geehrte Damen und Herren,”
  • Bullenschau statt Nutzenformulierung: “Ich bin…, ich kann…, ich möchte…”
  • PR-Blabla (”Mein Ziel ist es interessantes, hochwertiges und ausgefallenes Bildmaterial zu gestalten, welches sich für Ihre Werbung und Dienstleistungen besonders eignet.”)
  • Unkonkrete Handlungsanweisung (”Vielleicht haben Sie ja Zeit und Lust eine kleine Auswahl meiner Arbeiten auf meiner Homepage www….de anzusehen.”)

…auch ersparen, oder? Aber dann wäre mein Wochenende nicht so herrlich entspammt. Und das wollen wir doch nicht riskieren…

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