E-Branding mit PR und SEO


Geschrieben am Dienstag, 13. November 2012 von Thomas Kilian (1 Antwort)

Wenn ich nicht zum Bloggen komme, freue ich mich immer über spannende Gastbeiträge. Nachdem der letzte Artikel von Ralph Günther schon zwei Monate zurück liegt (*hüstel*), war Ulf-Hendrik Schrader so nett, mir neues Futter zu liefern. Er ist geschäftsführender Gesellschafter der Aufgesang Public Relations GmbH, einer PR-Agentur in Niedersachsen. Zuvor war er Leiter E-Commerce eines Webhosting-Unternehmens, Inhaber einer Internetagentur sowie Lehrbeauftragter im Studiengang Public Relations an der FH Hannover. Er ist Herausgeber des Online-PR-Newsletters sowie Mitveranstalter des ConventionCamps. Geballte PR-Power also, die sich auch im Thema des heutigen Beitrags niederschlägt … 

Eine starke Marke: E-Branding mit PR und SEO

Der Aufbau und die Führung einer Marke ist keine ausschließlich werbliche Disziplin, sondern eine Querschnittaufgabe des gesamten Marketings, zu dem nach meinem Verständnis auch die Public Relations zählen. Deswegen wundere ich mich immer wieder, wenn Werbekampagnen angeschoben werden, ohne auch Public Relations (PR) und Suchmaschinenoptimierung (SEO) in Betracht zu ziehen. Dabei können PR und SEO wunderbar zusammenwirken, um die Sichtbarkeit einer Marke stark zu erhöhen und die gewünschte Markenaussage zu unterstützen.

Nehmen wir zum Beispiel eine Apotheke, die sich ergänzend zum Ladengeschäft verstärkt auch im Internet positionieren möchte. Dies ist insofern ein Sonderfall, als das Heilmittelwerbegesetz bestimmte Werbeformen und -methoden verbietet. Daher liegt hier außergewöhnlich klar auf der Hand, welchen Wert ein gelungenes E-Branding hat. Denn mittels PR und SEO lassen sich sehr wohl bestimmte Aspekte der Marke “Apotheke A” herausarbeiten und einer breiteren Öffentlichkeit (online wie offline) zugänglich machen.

Die Rolle der PR

Die Presse- und Öffentlichkeitsarbeit bedient sich üblicherweise wirksamer Meinungs-Multiplikatoren, allen voran – aber keineswegs ausschließlich – Redaktionen der schreibenden Presse. Unter anderem könnte sich eine Online-Apotheke – besser noch die damit beauftragte PR-Agentur – darum bemühen, publikumswirksam aufbereitete Fachinformationen in den Medien zu lancieren. Ich will aber nicht behaupten, dass genau dieser Weg optimal wäre. Das wäre leichtfertig, denn jede Branche ist einzigartig und jedes Unternehmen einmalig. Nur ein PR-Konzept kann festlegen, mit welchen individuellen Methoden eine Marke entwickelt werden sollte.

Wir alle nutzen immer häufiger das Netz, um uns zu informieren. Hat eine Apotheke ein spezifisches Profil festgelegt, dann sollten im Netz auch gut lesbare und nützliche Inhalte aufzufinden sein, die das Apotheken-Image und die Informationswünsche der potenziellen Kunden gleichermaßen befriedigen. Aber wie profiliert eine Firma sich selbst als einzigartige Marke?

Oft genug hat ein Unternehmen seinen Markenkern noch gar nicht definiert und das PR-Konzept ist die erste Gelegenheit, dieses Versäumnis nachzuholen.

Diese Aspekte, also die Definierung, Bearbeitung und Profilierung einer Marke, entsprechen genau den Kernkompetenzen der PR. Hierin ist Presse- und Öffentlichkeitsarbeit besonders gut, besser noch als in der vordergründigen Vertriebssteigerung. Ich erlebe in unserer Agentur recht häufig, dass sich Kunden eine schnelle Steigerung der Abverkäufe wünschen. Dieser Wunsch ist natürlich verständlich und bei geeigneten Produkten durchaus erfüllbar. In vielen Fällen bewegt PR aber andere Hebel und wirkt damit langfristiger und nachhaltiger.

Online-PR erzeugt Inhalte – Suchmaschinen-Optimierung positioniert sie

Besondere Chancen bieten sich bei der Online-PR, jenem Teilbereich der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, der die Meinungskanäle, Multiplikatoren und technischen Möglichkeiten des Internets nutzt. Obgleich dieses Medium im Ruf steht, flüchtiger als die “reale Welt” und die gedruckten Medien zu sein, ist oft das genaue Gegenteil der Fall: Viele Texte, Informationen und Bilder werden für die digitale Ewigkeit archiviert, da Suchmaschinen wie Google in alle Winkel des Web vordringen und die gefundenen Inhalte permanent zugänglich halten. Darin liegen allerdings Fluch und Segen gleichzeitig, denn nicht nur die positiven, dem Markenkern entsprechenden Botschaften finden so ihren Weg zum Verbraucher, sondern auch die negative Kunden- oder Medienkritik. In unserem Fall der Online-Apotheke könnten zum Beispiel ein aufwändig lancierter Ratgebertext und ein kritischer Forenbeitrag über lange Lieferzeiten direkt untereinander in den Suchergebnissen erscheinen.

Aus dieser Doppelgesichtigkeit ergeben sich zwei strategische Aufgaben: Einerseits soll die Marke mit ihren positiven Eigenschaften gut sichtbar sein; sie soll also bei passenden Suchbegriffen auf der ersten Suchergebnisseite erscheinen. Und anderseits sollten störende Beiträge von eben jener ersten Suchergebnisseite getilgt werden. Spätestens an diesem Punkt endet die Kunst der Online-PR für sich alleine genommen. Wer hier weiterkommen will, benötigt zusätzlich Kenntnisse im Online-Reputation-Management und in der Suchmaschinenoptimierung. Die Online-PR erzeugt dann “Good News” und markenkonforme Inhalte für das Web, während die SEO für ein gutes Ranking dieser Inhalte sorgt.

Mit Linkaufbau zum Ziel

Damit die Allianz von PR und SEO in der Praxis aufgeht, sollten die Maßnahmen gut koordiniert sein und im besten Fall in einer Hand liegen. Wer schon bei der Erstellung und Verbreitung eines PR-Textes eine Ahnung davon hat, wie dieser von der Suchmaschine verarbeitet und im Ranking eingestuft wird, verringert die Nacharbeit. Diese besteht vor allem in einem gezielten Linkaufbau für einzelne Inhalte, die im Ranking gepusht werden sollen. So könnten grundsätzlich die Fachartikel oder Ratgebertexte unserer Online-Apotheke so lange gestärkt werden, bis sie den negativen Blogbeitrag auf eine hintere Position verdrängen. Ob dies tatsächlich gelingt, hängt nicht zuletzt vom Know-how und dem Engagement der beteiligten SEO-Agentur ab.

Selbstverständlich (und eigentlich zum Glück!) ist Google nicht vollständig berechenbar. Gerade in den zurückliegenden Monaten haben wir erlebt, wie Googles Algorithmusänderungen das Ranking mehrfach durcheinander gewürfelt haben. Hinzu kommt, dass weder die Mitbewerber noch die Verbraucher schlafen, sondern immer wieder neu ihre Meinung online äußern, ihrerseits PR beitreiben und neue Konkurrenzprodukte an den Markt bringen. Und so ist auch das E-Branding durch (Online-)PR und SEO ein fortwährender Prozess, der immer neu auf die Probe gestellt wird.

Gegen das Unwetter, das Google anrichten kann, ist nur ein Kraut gewachsen: das Zuhören in Sozialen Netzwerken und Medien, welche Themen wie diskutiert werden und der strategische Umgang mit diesem Wissen. Manchmal muss man Wellen reiten und zu anderen Zeiten sollte man sie erzeugen. Denn auch die Suchmaschine ist darauf angewiesen, dass hilfreiche Texte im Netz erscheinen. Sie können Nutzer auf die eigene Website lenken. Wenn sie dort etwas wirklich Nützliches finden, übermitteln sie sogar Adresse und E-Mail. Dazu muss man einen angemessenen Umgang mit der Zielgruppe pflegen: genau das ist die Kernaufgabe von Public Relations.

Fazit zum Thema E-Branding:

Gute Texte orientieren sich am Interesse des Lesers. Das schließt nicht aus, dass sich Firmen an genau dieser Stelle individuell positionieren. Suchmaschinen wiederum mögen Inhalte, die diskutiert werden. Dazu müssen die Inhalte im Netz bekannt werden. Das kann über Soziale Netzwerke oder Online-Magazine mit hoher Reputation geschehen. Magazine veröffentlichen externe Inhalte, wenn sie für die eigene Leserschaft nützlich sind. Nutzer verbreiten die Inhalte, wenn sie überzeugend sind. Mit etwas Geduld steigt dann das Ranking der eigenen Seite und damit die Klickraten. Langfristig erarbeitet sich die Firma Vertrauen bei den Themen, die den Markenkern berühren. Online-PR liefert für dieses Vorgehen das konzeptionelle und strategische Gerüst sowie das Handwerkszeug, diese Maßnahmen umzusetzen.

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Interview mit SEO-Texter Sebastian Geominy


Geschrieben am Montag, 07. Mai 2012 von Thomas Kilian Kommentare deaktiviert

Sebastian GeominySchon seit einiger Zeit bin ich mit Sebastian Geominy auf XING vernetzt, der sich selbst gerne als “Klassiker & Texter 2.0″ bezeichnet. Er möchte damit zum Ausdruck bringen, dass er sowohl für Texte der klassischen Werbung, als auch für Texte im Online-Marketing zuständig ist. Er hat wie ich ein abgeschlossenes Linguistik-Studium und ist seit zwei Jahren als Texter selbständig. Wieso gute Texte für die Suchmaschinen-Optimierung und das Thema Marketing allgemein interessant sind, verrät der Online-Redakteur im Kurz-Interview …

Sebastian, Du bezeichnest Dich selbst als “SEO Texter” – was verstehst Du genau darunter und was zeichnet Dich aus?

Ja, ich bezeichne mich mitunter auch als SEO Texter, was soviel bedeutet, wie suchmaschinenoptimierte Texte schreiben zu können. Das wiederum heißt, sich an vorgegebenen Schlüsselbegriffen entlang zu hangeln und sie zu einem leserlichen Text zu verbinden. Phrasen wie ‚Wer [Keyword A], der muss [Keyword B]’ werden Sie bei mir nicht finden. Ich liefere qualitative SEO Texte, über die sich auch Google viel mehr freut.

Wieso sind professionelle Texte in der Suchmaschinen-Optimierung denn so wichtig?

Wie eben angedeutet: Google freut sich über hochwertigen Content mit Mehrwert, auch für den menschlichen Leser. Letzte Updates scheinen dies zu bestätigen, denn sinnfreies Blabla und Keyword-Ketten werden wohl so langsam ignoriert oder gar abgestraft.

Was sind Deine Lieblingsthemen und worüber schreibst Du gar nicht gern?

Ich sage immer: ‚Ich kann mich in jedes Thema rein recherchieren.’ Das ist sicherlich auch ein etwas akademischer Ansatz, in der Uni schreibt ja auch nicht jeder gerne eine 40-seitige Hausarbeit.

Ich habe schon über sehr viele Themen geschrieben, von Zahntechnik bis Lampentechnik oder von Wohnmobil bis Mobiltelefon. Daher mache ich mal eine Top 3 “gerne”:

  • Online-Marketing
  • Selbstständigkeit
  • Lampen

Top 3 “ungerne”:

  • Branchen-News
  • Finanzen
  • Versicherungen

Was tust Du selbst, um neue Kunden zu gewinnen?

SEO ;-)

50 Wörter für ein Schlusswort!

Ich überlege jetzt schon länger, was hier genau stehen soll … Vielleicht soviel: Ich möchte alle Leser des hervorragenden Blogs vom Kollegen Kilian grüßen und alle herzlich auf meine Website einladen. Damit ich jetzt auch auf die geforderten 50 Wörter komme, schreibe ich noch diesen Satz zu Ende. ;-)

Na dann, weiterhin viel Erfolg und vielen Dank für Deine Antworten!

Noch einige Fragen an meine Leser: Wie geht Ihr mit Texten fürs Web oder für den Marketing-Bereich um? Schreibt Ihr alles selbst, beauftragt Ihr externe Textagenturen oder habt Ihr dafür spezielle Mitarbeiter im Unternehmen? Ist das Thema “Texte” vielleicht noch gar kein Thema bei Euch? Bin gespannt auf Eure Erfahrungen!

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Presseportale genauer unter die Lupe genommen


Geschrieben am Freitag, 29. Juli 2011 von Thomas Kilian (3 Antworten)

Unsere Praktikantin Laura schreibt: Als Praktikantin bei Thoxan konnte ich in den letzten zwei Monaten viele neue Eindrücke vom Internet, vom Agenturleben und von der Werbung im Allgemeinen gewinnen. Da mein Praktikum nun zu Ende geht, möchte ich noch einmal einen Artikel im Neukunden-Magnet veröffentlichen und mich dem Thema “Online-Presseportale” widmen, da diese Verzeichnisse bislang völliges Neuland für mich waren. Presseportale sind ein Medium moderner und kostenloser PR. So können Firmen und Agenturen Ihre Produkte in Artikel verpacken und diese online stellen. Durch Verteiler gelangt ein Artikel an viele andere Portale und der Autor des Textes profitiert davon – in der Regel kostenfrei. Darüber hinaus können sich Interessenten an den Texten bedienen und diese für ihre Homepage verwenden.

Zu viel Werbung ist nicht gut

Als Neuling auf diesem Gebiet denke ich, dass ich einen objektiven Blick habe und unvoreingenommen urteilen kann. Durch die bereits veröffentlichte Liste von Online-Portalen hier im Blog vor vier Jahren (der übrigens auch von einer ehem. Praktikantin erstellt wurde!) hatte ich einen guten, ersten Überblick, sodass ich mir mehrere Portale angucken konnte.

Meinen Quellen nach zu urteilen ist Openpr.de das größte deutsche Presseportal, und somit auch das populärste. Allerdings ist mein erster Eindruck eher negativ. Zwar kann jeder ohne Registrierung an dem Portal teilhaben, lesen und Pressemeldungen einstellen, aber schon die Startseite ist mit Werbebannern vollgestopft und es ist schwer, sich bei einem Erstbesuch zurechtzufinden. Allerdings ist es durch farbige Markierungen sehr einfach einen Text zu erstellen. Die einzelnen Meldungen sind mit Bildern versehen, welche schon in der Übersicht einzusehen sind. Das macht die Seite openpr.de attraktiver und die Meldungen anschaulicher.

Deutschepresse.de hingegen sieht aus wie ein Nachrichtendienst und überzeugt mit einer strukturierten Navigationsleiste. Das Design ist ansprechend und die Bedienung einfach. Hier ist zwar viel Werbung zu sehen, allerdings nimmt diese nicht zu viel Raum ein, sodass der User die Werbung gezielter wahrnimmt und sich trotzdem auf den eigentlichen Inhalt der Seite konzentrieren kann. Auf der ersten Seite sind die neuesten Meldungen einzusehen. Durch einen Klick auf das favorisierte Thema gelangt der User zu für ihn brauchbare Meldungen, um sich so einen Überblick schaffen zu können und seinen Artikel hier hineinzustellen.

Vor allem für Einsteiger attraktiv

Ebenso ist es bei onlinepresse.info. Die Fächerung der Navigationsleiste ist zwar nicht so groß wie bei anderen Portalen, aber gerade das ist positiv. Denn so können sich die Autoren sicher sein, in welche Kategorie Ihr Artikel gehört. Ein weiterer Pluspunkt für den Nachrichtendienst ist, dass der Button „So geht´s“ in vielen einzelnen Spaten aufzeigt, welcher Gedanke hinter der Seite steckt und wie der User mitmachen kann. Die Macher der Seite legen vor allem Wert darauf, dass die Richtlinien und der Pressekodex einzuhalten sind, weshalb eine vorangegangene Registrierung notwendig ist. Der Unterpunkt „Presseverteiler“ zeigt dem User auf, dass weitere Portale den Artikel aufnehmen und ebenfalls veröffentlichen. So kann der Autor mit einem verfassten Text 300 Seiten bestücken, ohne dass ihn das Mühen und Geld kosten.

Ein Minuspunkt für jedes Presseportal ist hingegen, dass es die Macher im heutigen Web 2.0 noch nicht geschafft haben, eine einheitliche Bedienung zum Reinstellen der Texte zu kreieren. Denn jedes Presseportal unterscheidet sich in dieser Hinsicht enorm, was eine generelle einfache Bedienung ausschließt und für Verwirrung bei den Usern sorgt.

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Gastartikel: 10 Vorteile von Broschüren


Geschrieben am Dienstag, 05. April 2011 von Thomas Kilian (3 Antworten)

Ist die Broschüre tot? Keineswegs. Sagt zumindest Doris Doppler, die mir netterweise diesen Gastbeitrag zur Verfügung gestellt hat, um wieder etwas Leben in die Bude zu bringen … Der Werbeklassiker behauptet sich selbstbewusst neben Mailings, Web und Social Media. Und das aus gutem Grund: Eine Broschüre vermittelt Wertigkeit und Glaubwürdigkeit, bietet Nutzen und baut Vertrauen auf – und tut daher Ihrem Image und Ihrem Umsatz gut.

Die 10 wichtigsten Vorteile von Broschüren

Verkaufsfördernd.

Wie in einem persönlichen Verkaufsgespräch können Sie den Produktnutzen ausführlich darstellen, kaufhemmende Widerstände auflösen und den Leser zu einer konkreten Handlung auffordern.

Vielseitig.

Broschüren können Sie als Beilage zum Werbebrief ebenso einsetzen wie als Produktbeigabe und natürlich als Unterstützung beim Verkaufsgespräch. Sie können Checklisten beilegen, White papers, Produktproben und vieles mehr.

Glaubwürdig.

Eine gut gemachte Broschüre steht für Vertrauenswürdigkeit, Verlässlichkeit und Qualität. Sie gehört ebenso zum guten (Geschäfts)Ton wie die Visitenkarte – viele Kunden erwarten eine Broschüre ganz einfach.

Nützlich.

Eine Broschüre informiert und überzeugt – durch interessante Inhalte, klug argumentierten Produktnutzen und nachhaltigen Mehrwert. Sorgen Sie dafür, dass der Leser die Broschüre aufbehält und sie immer wieder zur Hand nimmt: Integrieren Sie Fallstudien, Beilagen, F&A, Checklisten, Tipps etc.

Persönlich.

Eine Broschüre ist weniger persönlich als ein Werbebrief, aber individueller als eine Anzeige oder eine Webseite. Und zwar zum Beispiel dann, wenn Sie sie mit einem Anschreiben verschicken, das möglichst genau auf die Situation und Wünsche Ihrer Zielgruppen eingeht.

Visuell.

Emotionale Fotos im Großformat? Als Doppelseite in einer A4-Broschüre kein Problem. Wo Anzeigen, Werbebriefe oder Newsletter an ihre Grenzen stoßen, können Sie Broschüren als äußerst visuelles Medium einsetzen – so sprechen Sie Ihre Zielgruppe auf mehreren Kommunikationsebenen an.

Ergänzend.

Mit Printmedien wie Broschüren können Sie Ihre Online-Kampagnen unterstützen. Offline und online ergänzen sich, gleichen ihre Schwächen gegenseitig aus und verstärken dadurch den Marketing-Mix.

Praktisch.

Eine Broschüre hat in jeder Tasche Platz. Der Leser ist weder auf Computer noch Internetzugang angewiesen und kann die Broschüre jederzeit an Kollegen und Geschäftspartner weiterreichen. Ein Stück Unabhängigkeit von Netz und Strom.

Vertraut.

Wichtig bei konservativen Zielgruppen: Eine Broschüre ist ebenso vertraut wie ein Buch. Jeder weiß, wie sie zu handhaben ist und muss sich nicht erst mit neuen Technologien, komplizierten Webadressen, schwer lesbarer Online-Schrift oder komplizierter Navigation auf Firmenwebseiten auseinandersetzen.

Verbindlich.

Wenn Sie einem Interessenten eine – und darauf kommt es an! – hochwertige und vor allem nützliche Broschüre überreichen, die echten Mehrwert bietet, ist das fast wie ein Geschenk. Und wer etwas geschenkt bekommt, möchte sich dafür gerne revanchieren – zum Beispiel, indem er Ihnen mehr Zeit für das Verkaufsgespräch einräumt.

Dies ist ein gekürzter Auszug aus dem digitalen Fachbuch „Starke Broschüren. Die besten Ideen für Text und Konzept“ von Dr. Doris Doppler, die seit zehn Jahren als freie Werbetexterin, Wirtschaftsjournalistin und Fachautorin in Innsbruck arbeitet. Die promovierte Betriebswirtin ist für Unternehmen, Agenturen und Verlage in A, D, CH und I tätig. Daneben verfasst sie digitale Fachbücher zu Werbetext und Marketing, schreibt regelmäßig Fachartikel für renommierte Expertenmedien und ist Mitglied des Markenmanagement-Netzwerkes brandpi.

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Journalisten bringen Sie auf die Seite 1 von Google


Geschrieben am Freitag, 19. November 2010 von Thomas Kilian (1 Antwort)

Dieser Betreff schlägt bei einem Bekannten im Postfach auf. Die E-Mail stammt von einem Anbieter namens “Top10press – Suchmaschinenpresse für Seite 1“. Hier heißt es:

Eine Gruppe von Journalisten bringt Ihr Unternehmen durch eine gezielte Pressearbeit auf die begehrte Seite 1 von Google und Yahoo. Innerhalb von nur 24 Stunden erhalten Sie mindestens eine Top10 Platzierung und das mit Garantie! So werden Sie gezielt im Internet gefunden.

Nach dem Märchen von den Metatags und unzähligen Angeboten im Netz, eine Website in “über 300 Suchmaschinen” einzutragen, riecht dies zumindest danach, dass jemand den Kern der Suchmaschinen-Optimierung nicht verstanden hat. Der Service schlägt mit 298,00 Euro + Märchensteuer zu Buche, dafür wird eine Platzierung unter den Top 10 auf Seite 1 von Google und Yahoo GARANTIERT.

Immerhin ist die Vorgehensweise genau beschrieben:

Wir legen gemeinsam mit Ihnen 10 Suchbegriffe fest, unter denen Sie bei Google und Yahoo gefunden werden möchten.

Das klingt doch schon mal super! Ich nehme “Werbeagentur”, “Webdesign”, “Suchmaschinen-Optimierung”, … doch dann schweift mein Blick recht schnell auf das “Beispiel”:

Ah, okay – sicher keine Einwort-Keywords, sondern mindestens 3 Begriffe, die in Kombination ohnehin kaum jemand sucht. Google verrät mir, dass “Aachen PR Agentur” genau 12 Mal im Monat gesucht wird. Dies ist genau ein Vierzigstel der Suchanfragen für “Werbeagentur Aachen”. Für “Werbeagentur Köln” sind es sogar 200 Mal mehr Suchanfragen pro Monat mehr:

Nun gut, auch 12 Leute wollen glücklich gemacht werden. Wenn ein Kunde eine spezielle Zielgruppe hat, können ja auch 12 potentielle Interessenten schon Umsatz bringen. Gut ist, dass der Begriff laut Google überhaupt gesucht wird. Auf diesen Aspekt sollten Sie in einer Beratung beim Suchmaschinen-Spezialisten immer achten, dass der Dienstleister nicht für Begriffe optimiert, die “kein Schwein” sucht.

Weiter geht’s mit dem nächsten Schritt:

Anschließend schreiben wir eine entsprechende Pressemitteilung über Ihre Person, Ihre Dienstleistung, Ihr Produkt oder Ihre Firma.

Das halte ich in jedem Fall – ob für online oder offline – für eine gute Maßnahme. Der Wert guter Pressearbeit wird in meinen Augen völlig unterschätzt. Viele Unternehmen berichten höchstens über das Firmenjubiläum oder den Tag der offenen Tür. Dabei gibt es doch jeden Monat neue Anlässe, über die es zu berichten lohnt. Doch jetzt muss die Nachricht auch an den Mann:

Wir kontaktieren über 40 Presseportale mit über 40 Millionen Pageimpressions und nutzen auch Twitter!

Also, Verbreitung der Meldung über Presseportale und Soziale Netzwerke. Finde ich gut, wobei es in meinen Augen auch reichen würde, wenn der Eintrag in den wichtigsten 10 Portalen erfolgt. Wichtig zu wissen ist, dass es hier Dienstleister gibt, die so etwas für sehr schmales Geld automatisch verbreiten. Wir haben damit auch schon unserer Erfahrungen gesammelt und es kann von der Darstellung der Artikel einiges schiefgehen. Sie sollten also sicherstellen, dass die Beiträge in hochwertigen Portalen manuell eingetragen werden und sich die Liste der Eintragungen schicken lassen.

Wo für mich noch ein bisschen der Schuh drückt, ist eben das Thema “Top-Position bei Google & Co.”. Selbstverständlich erscheint eine Pressemeldung, sofern Sie ein wenig Keyword-optimiert betitelt und getextet ist, bei Google auf den vorderen Plätzen (solange es kein stark umkämpftes Keyword ist). Doch Achtung! Es erscheint das Presseportal, nicht die eigene Website! Die Online-Plattformen haben aufgrund ihrer Aktualität und der hohen Anzahl an Verlinkungen bei Google sowieso recht gute Positionen. Da ist es ein Leichtes, einen gut geschriebenen Beitrag schnell auf die vorderen Plätze zu bringen. Nur für Ihre Website bringt diese Form der Optimierung nichts.

Ich muss der Top10press zu Gute halten, dass Sie damit auch nicht wirbt: Hier steht “Journalisten bringen Sie, Ihre Firma, Ihre Person oder Ihre Dienstleistung (…) unter die Top 10“. Von “Ihre Website” ist weder online, noch in der E-Mail die Rede. Wer damit zufrieden ist, dass die neue Pressemeldung gut gefunden wird, kann sich mit diesem Service also auch ohne eigene Website auf gute Google-Positionen bringen. Wenn wir diesen kleinen, aber feinen Unterschied im Auge haben, scheint mir an dem Presseservice der Kollegen nichts auszusetzen.

 

 

 

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So wird Öffentlichkeitsarbeit zum Erfolg


Geschrieben am Freitag, 09. April 2010 von Thomas Kilian Kommentare deaktiviert

Heute ist anscheinend “Buchempfehlungsfreitag”, aber damit es nicht wieder so lange dauert wie bei meiner Rezension für “New Business für Werbeagenturen“, setze ich mich nach dem Lesen des Buches “Gewusst wie – 1×1 der Pressearbeit” gleich an die Auswertung. Und die fällt äußerst positiv aus, haben es Leonie und Markus Walter doch geschafft, mich auf knapp 160 Seiten durchgehend bei Laune zu halten.

Gewusst wie – das 1×1 der Pressearbeit

Pressearbeit klingt vor allem nach einem: Arbeit. Aus eigener Erfahrung weiß ich, wie schwer es ist, regelmäßig und nachhaltig in die Presse zu kommen. Wenn das Thema schon nach “Blut, Schweiß und Tränen” schreit, schien mir die Lektüre eines Fachbuches nicht gerade als beste Wahl, meinen Dänemark-Urlaub zu versüßen. Aber da mein Igel-Faktor in der Literaturliste am Ende des Buches aufgeführt ist und ich die Autoren bereits kenne, habe ich mich dennoch drauf eingelassen und bin mehr als angetan.

Die PR-Fachleute versprechen in Ihrem Klappentext nicht zuviel:

Wie komme ich in die Zeitung? Für kleine und mittelständische Unternehmen ist die Pressearbeit oft ein Buch mit sieben Siegeln. Doch das muss nicht sein. Leonie und Markus Walter geben kreative Impulse, wie man Schlagzeilen macht und mit PR auf Kundenfang geht. Ob lokale Zeitungsredaktion, Fachmagazin oder die weite Welt des Web 2.0 und den Social Media – heiße News aus den Unternehmen sind überall willkommen. Die große Kunst besteht lediglich darin, aus dem Tag der offenen Tür , einer Dienstleistung oder dem eigenen Produkt News zu machen.

Pressearbeit
Wie Unternehmen dies gelingt, erklären die Walters auch für Laien verständlich und schön strukturiert. Besonders anschaulich sind die vielen praktischen Text-Beispiele zu jedem Teilbereich sowie zahlreiche Infoboxen mit zusätzlichen Tipps und Linkempfehlungen. Inhaltlich führt das Buch durch die verschiedenen Aspekte erfolgreicher Pressearbeit; vom Aufhänger einer Pressemeldung über die Zielgruppe, den Presseverteiler, zum Schreiben einer Pressemitteilung bis hin zum Monitoring der Veröffentlichungen.

Zwei zentrale Kapitel in der Mitte des Buches beschäftigen sich auch mit Online-PR und den Kommunikationschancen im Web 2.0, die mir zwar nicht mehr viel Neues lieferten, aber sehr verständlich und nett zu lesen waren. Eben ein echtes Einsteigerbuch zum Thema Pressearbeit, nach dessen Lektüre zwar immer noch “Blut und Schweiß” auf dem Programm stehen, aber sicher bald auch einige “Freuden-Tränen”. Insofern eine Leseempfehlung für alle, die ihre Öffentlichkeitsarbeit erfolgreich gestalten wollen.

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Blogserie (3): Mit Begeisterung Herz und Kopf erreichen


Geschrieben am Montag, 08. Februar 2010 von Thomas Kilian Kommentare deaktiviert

Im dritten und letzten Teil (Teil 1, Teil 2) unserer Blogserie “Mit Begeisterung Herz und Kopf erreichen” schildert Marc Perl-Michel, wie Sie aus jedem Kundenkontakt etwas ganz Besonderes machen. Sehr gerne veröffentliche ich am Ende dieser Gastartikel-Serie noch einen Hinweis auf ein neues Hörbuch des Fokusveränderers, das die Gedanken dieser Beiträge intensiviert. Und ab dafür …

Teil 3: Machen Sie aus jedem Kundenkontakt etwas ganz Besonderes

In den vorherigen Teilen haben Sie erfahren, dass bei Disney Traditionen entscheidend sind, um sich von ähnlichen Anbietern signifikant zu unterscheiden. Doch es gibt noch eine andere Tradition bei Disney, die erst das Fundament für einen nachhaltigen Erfolg schafft:

  1. Systematisierung, und
  2. Standards setzen, kontrollieren und steigern.

Bei Disney hat man Standards definiert, um aus jeder Begegnung mit einem Gast etwas ganz Besonderes zu machen und man hat ein System geschaffen, um diese Standards mit Leben zu erfüllen.

So wurde zum Beispiel folgender Ablauf für die Begegnung mit einem Gast definiert. Intern heißt dieser Ablauf “The Seven Dwarfs”, also Die Sieben Zwerge. Damit Sie diesen Ablauf für sich übernehmen können, habe ich 10 Punkte daraus gemacht.

1.) Beginnen und beenden Sie jedes Gespräch mit direktem
Blickkontakt und einem aufrichtigen und herzlichen Lächeln.

2.) Begrüßen Sie jeden Kunden auf angemessene Art und Weise.

3.) Suchen Sie Kontakt zu Ihren Kunden und bieten Sie immer Ihre Hilfe an.

4.) Tun Sie alles in Ihrer Macht stehende, um einen Kundenwunsch zu erfüllen, oder finden Sie jemanden, der ihn erfüllen kann.

5.) Legen Sie großen Wert auf angemessene Sprache und Körpersprache.

6.) Machen Sie jede Begegnung zu etwas ganz Besonderem, so dass Ihr Kunde Sie für lange Zeit in guter Erinnerung behält.

7.) Seien Sie mehr auf das Positive fokussiert und weniger auf Regeln und Beschränkungen.

8.) Nutzen Sie Ihren gesunden Menschenverstand.

9.) Vor Kunden über persönliche oder berufliche Themen zu sprechen ist unakzeptabel.

10.) Bedanken Sie sich bei jedem Kunden in angemessener Art und Weise.

Ich könne Ihnen zu jedem einzelnen dieser Punkte persönliche Erlebnisse schildern, doch das würde den Rahmen dieses Artikels bei weitem sprengen. Deshalb überlasse ich es Ihrer Phantasie, wie Sie diese Punkte für Ihre eigene Begegnung mit Ihren Kunden übernehmen und nutzen.

Doch halt, halt, halt!!! Vielleicht kann ich Ihnen eine kleine Hilfestellung geben. In Kürze erscheint mein Vortrag “So werden Kunden zu Fansals Hörbuch mit der gesamten Präsentation zum immer wieder Nacherleben. Zusätzlich gibt es noch einige Arbeitsunterlagen, damit Sie einen möglichst hohen Nutzen aus diesem Vortrag haben.

Bis dahin wünsche ich Ihnen alles Gute und maximale Erfolge bei allen Ihren Kontakten mit Ihren Kunden.

Marc Perl-Michel
Ihr Fokusveränderer

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Blogserie (2): Mit Begeisterung Herz und Kopf erreichen


Geschrieben am Sonntag, 07. Februar 2010 von Thomas Kilian Kommentare deaktiviert

Heute veröffentliche ich den 2. Teil der Blogserie meines Kollegen Marc Perl-Michel, dem Fokusveränderer. Im ersten Teil hatte Marc ja schon über den Kundenservice in Walt Disney World berichtet. Heute geht es um die Frage, wie Traditionen dafür sorgen, dass Sie Herz und Kopf ihrer Kunden erreichen und diese zu Fans machen. Klappe, die Zweite …

Teil 2: Traditionen machen den Unterschied

  • Traditionen sind es, die Disney-Parks von allen anderen Parks mit ähnlichen Fahrgeschäften auf unnachahmliche Weise unterscheiden.
  • Traditionen sind es, die Disney zu einem der erfolgreichsten Reiseveranstalter machen.
  • Traditionen sind es, die es Disney erlauben, bei allem gut 20 % teurer zu sein, als vergleichbare Anbieter.
  • Traditionen sind es, die über 60 % der Gäste im Abstand von gut fünf Jahren immer wieder kommen lassen.
  • Und Traditionen sind es, die Gäste und Mitarbeiter gemeinsam etwas erleben lassen, die aus Kunden Gäste machen und oft auch aus Gästen echte Fans.

Doch wie kommt es, dass diese Traditionen immer weitergegeben und noch heute in den Parks gelebt werden? Wie kann es sein, dass die Grundsätze, die Walt Disney vor gut 60 Jahren definierte, noch heute lebendig sind?

Ganz einfach: Jeder Mitarbeiter, egal ob Reinigungskraft, Techniker bis hin zum CEO durchläuft vor Beginn seiner Tätigkeit einige Schulungen im Disney Institute. Eine davon ist die so genannte “Traditions Class”. Hier werden die Grundsätze vermittelt, für die Disney steht und Wege gezeigt, wie diese täglich gelebt werden können.

  • Wer sind wir?
  • Wofür stehen wir?
  • Was machen wir?
  • Wie können wir für unsere Gäste jeden Aufenthalt zu einem unvergesslichen Erlebnis machen?
  • Was erleben unsere Gäste, wenn Sie uns begegnen?
  • Wie sollen wir in den Geschichten unserer Gäste auftauchen?

Was können Sie daraus lernen? Beantworten Sie die obigen Fragen einmal für sich selber, für Ihr Unternehmen und auch in Hinblick auf Ihre Kunden. Lernen Sie aus den Antworten, wie Sie es besser machen können. Und wenn Sie Mitarbeiter haben, dann nutzen Sie diese Fragen, um Schritt für Schritt in Ihrem Unternehmen ein Treibhausklima für Kundenservice und Kundenbegeisterung zu schaffen.

Behalten Sie immer im Hinterkopf: Kundenservice und Kundenbegeisterung können Sie nicht von oben befehlen, sondern die grundsätzlichen Prinzipen müssen wachsen, und dafür sind alle mit verantwortlich, denn der Kunde ist der einzige Grund, warum es Ihr Unternehmen überhaupt gibt. Das alles ist ein kontinuierlicher Prozess, der täglich gelebt werden will.

Doch um einen solchen Prozess in Gang zu setzen brauchen Sie Standards und Systeme. Im dritten und letzten Teil erfahren Sie mehr, und an Hand eines kleinen Beispiels, wie bei Disney der Kundenkontakt systematisch abläuft.

Bis dahin wünsche ich Ihnen alles Gute und maximale Erfolge bei allen Ihren Kontakten mit Ihren Kunden!

Marc Perl-Michel
Ihr Fokusveränderer

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Blogserie: Mit Begeisterung Herz und Kopf erreichen


Geschrieben am Mittwoch, 03. Februar 2010 von Thomas Kilian Kommentare deaktiviert

In der Umzugs-Blogpause kommt mir das Angebot meines Blogger-Kollegen Marc Perl-Michel sehr entgegen. Der “Fokusveränderer” zeigt in einer dreiteiligen Serie von Gastartikeln, wie Unternehmen durch Kundenservice und das gewisse Etwas nicht nur den Kopf, sondern auch das Herz erreichen. Dieses Anliegen vermittelt der Referent, Seminar-/Workshopleiter, Autor, Berater und Coach auch bei seiner beruflichen Tätigkeit. Marc Perl-Michel hilft Unternehmern und unternehmerisch denkenden Menschen dabei, mehr Interessenten zu finden, diese in zahlende Kunden zu verwandeln und mehr Umsatz & Gewinn zu erwirtschaften, ohne dass noch mehr Geld in Werbung investiert werden muss. Hier also der erste Teil der Blogserie “Wie Sie mit Begeisterung Herz und Kopf erreichen” …

Teil 1 – Jedes kleine Detail zählt

Mein Name ist Marc Perl-Michel. Ich bin Fokusveränderer und ich bin ein Walt Disney World Fan.

Gerne bin ich in Florida, denn ich liebe jeden Besuch in der Walt Disney World. Nicht nur, weil unsere ganze Familie echte Disney-Fans sind, nicht nur, weil auch unsere kleine Tochter von diesem Virus infiziert wurde, sondern auch, weil wir bei jedem Aufenthalt eine Form der Begeisterung und Aufmerksamkeit erleben dürfen, die aus jedem Urlaub etwas ganz Besonderes macht.

Zum Beispiel: Wir besuchten im September 2009 die Hollywood Studios (vormals Disney-MGM Studios). Nun standen wir da, breiteten den Park-Plan aus und überlegten, was wir so alles machen können. Wir, also meine Frau, meine Tochter und meine Schwiegereltern machten große Pläne. Na ja, unsere Tochter weniger. Die saß gelangweilt im Buggy und wollte beschäftigt werden.

Aus dem Augenwinkel sah ich, wie jemand die Straße reinigte und die Mülleimer sauber machte (Anmerkung: Auch heute noch stehen die Disney Parks für Sauberkeit). Und dann passierte es: Der Straßenkehrer stellte seinen Besen und seine Schaufel zur Seite, er begrüßte uns, er lächelte uns an und da er bemerkte, dass wir gerade am Planen sind und unsere Tochter sich langweilte, beschäftigte er sich so lange mit ihr, bis wir mit unseren Planungen fertig waren. Zum Abschluss schenkte er ihr noch ein paar Aufkleber und er verabschiedete sich mit einem großen breiten Lächeln und wünschte uns noch einen großartigen magischen Tag hier in den Hollywood Studios.

Was können Sie daraus lernen? War das sein Job, sich um planende Eltern und gelangweilte Kinder zu kümmern? Nein, zumindest nicht direkt. Sein Job war es, die Straßen und Mülleimer in seinem Bereich sauber zu halten.

Doch bei Disney gehört es mit zum Job, sich auch um die Gäste zu kümmern. Egal, ob es jetzt jemand aus einem Geschäft ist, ein Techniker, ein Team-Leiter oder eine Reinigungskraft. Der Gast steht im Mittelpunkt und es ist die Aufgabe von jedem Mitarbeiter, dem Gast einen unvergesslichen Tag zu bereiten. Das ist bei Disney Tradition.

Fazit: Wen Sie Herz und Kopf Ihrer Kunden erreichen wollen ist es entscheidend, dass Sie nicht nur Ihren Job machen, sondern Sie müssen sehr viel mehr von Ihrer Persönlichkeit hineinlegen, um Ihre Kunden zu begeistern.

Im nächsten Teil erfahren Sie, was es mit diesen Traditionen auf sich hat und warum diese Traditionen mit dafür verantwortlich sind, dass Disney noch heute als Themenpark fast außer Konkurrenz läuft. Bis dahin wünsche ich Ihnen alles Gute und maximale Erfolge bei allen Ihren Kontakten mit Ihren Kunden!

Marc Perl-Michel
Ihr Fokusveränderer

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Video: ROI von Social Media Investitionen


Geschrieben am Montag, 18. Januar 2010 von Thomas Kilian Kommentare deaktiviert

Tolles Video zum Wochenstart zum ROI (Return on Invest) von Investitionen zur Neukunden-Gewinnung in Social Media Maßnahmen (Twitter, Facebook und wie sie alle heißen).

(Danke für den Videotipp an den zwölften Mann!)

Ach übrigens, hier gehts lang:

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