Hörbuch über die “Akquisemaschine XING”


Geschrieben am Montag, 31. Januar 2011 von Thomas Kilian (2 Antworten)

Ende November war ich zusammen mit Joachim Rumohr als Referent bei der Veranstaltung “Umsatz-Chancen” in Hamburg. Natürlich hat es sich der XING-Experte in seinem Vortrag nicht nehmen lassen, auf sein neues Hörbuch hinzuweisen. Über die Feiertage und den Jahreswechsel habe ich nach und nach die vier CDs und eine DVD zu Gemüte geführt und möchte meinen Lesern diese Co-Produktion mit dem Verkaufstrainer Dirk Kreuter gerne empfehlen.

24 Erfolgstipps für die Gewinnung neuer Kunden mit XING

Ich gebe zu, das Hörbuch hält, was Joachim versprochen hat. Auf insgesamt 4 Stunden und 28 Minuten erfährt der Hörer, wie sich XING als Instrument zur Kundengewinnung eignet. Joachim spricht immer gerne vom “Schweizer Taschenmesser” – viele Funktionen, doch kaum jemand kennt sie alle und noch weniger nutzen sie. So ist es häufig auch mit XING. Nicht immer bin ich mit den Neuerungen zufrieden, doch in vielen Bereichen hat XING sich für mich als wirksame Möglichkeit entpuppt, geschäftliche Kontakte herzustellen. Aus meiner Sicht nicht mehr, aber auch nicht weniger.

Hier setzt auch das “Gespräch” von Rumohr und Kreuter im Hörbuch an. Abwechselnd und zum Teil im Dialog stellen Sie nützliche Features vor, schaffen Grundlagenwissen und weisen – zum Teil auch konträr – auf die Vor- und Nachteile der Plattform hin. XING hat ja auch seit einiger Zeit einen Online Stellenmarkt ähnlich wie der von Spirofrog.de – der Jobbörse. Oder auch die neue Ticketingfunktion, bei der Amiando fest ins System integriert ist, was die Durchführung von Events erleichtert.

Mir gefällt es sehr, dass sich die Experten nicht immer einig sind. Der Verkaufstrainer und der Networker unterscheiden sich nun einmal auch im echten Leben von Ihrer Vorgehensweise im Akquise-Prozess. Wem die Kreuter’sche Methode zu direkt ist, oder der Rumohr’sche Weg zu verschlungen, kann sich selbst eine gesunde Mischung überlegen. Impulse gibt es zu beiden Überzeugungen zur Genüge.

Positiv empfinde ich auch, dass die beiden tatsächlich persönlich als Sprecher auftreten. Bei vielen Produktionen empfinde ich die “professionellen” Stimmen als zu glatt und aufgesetzt. Nicht nur bei den Outtakes, sondern auch im Hörbuch selbst kommen Kreuter und Rumohr sehr natürlich rüber. Es ist mir deshalb nicht schwer gefallen, die Stunden (zumeist im Auto) interessiert zuzuhören.

Zum Inhalt ist zu sagen, dass ich persönlich nicht viel Neues erfahren konnte, da ich mich auch schon sehr intensiv mit XING auseinandergesetzt habe, was das Thema Akquise angeht. Allerdings war ich froh, dass es im Hörbuch nicht um die Einführung zur Nutzung des Online-Portals geht (technische Funktionen etc.), sondern dass die Autoren mit guten Bildern erklärt haben, wie sich XING als Instrument zur Kundengewinnung eignet. Joachim spricht immer gerne vom virtuellen “Ladengeschäft”, in das andere Menschen hereinkommen. Dieser Vergleich hilft dabei, Beziehungen zu Interessenten aufzubauen.

Das Hörbuch hat auch das Ziel, mit einigen Vorurteilen aufzuräumen: Muss ich Kontaktsammler werden? Ist die Direktansprache bei XING zulässig? Wie funktioniert Empfehlungsmarketing bei XING? Sind die Entscheider überhaupt auf der Plattform vertreten? Wer einen Verkaufstrainer wie Dirk Kreuter schon mal live oder auf CD gehört hat, wird Themen wie “Zeugenumlastung” und “geistige Brandstiftung” schon kennen, doch es war interessant zu sehen, wie er seine Aufhänger auch mit XING in Zusammenhang bringt. Und dass Joachim Rumohr als XING-Experte wirklich jeden Kniff und Trick kennt, ist überflüssig zu erwähnen.

Mir hat das Hörbuch in jedem Fall geholfen, meine Erfahrungen einmal kritisch zu überprüfen und gleichzeitig festzustellen: Das “wie” ist sicherlich entscheidend, doch das “machen!” ist sicherlich ebenso wichtig. In diesem Sinne: Hören, lernen, ausprobieren!

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Akquise für Lektoren


Geschrieben am Donnerstag, 18. November 2010 von Thomas Kilian (1 Antwort)

Manchmal kommt es ganz dick. Gleich zwei Lektoren buhlen an einem Tag um meine Aufmerksamkeit und Gunst, denn hinter ihrer Werbung steckt schlicht und einfach der Wunsch, mich als Kunden zu gewinnen. Wie unterschiedlich sich beide anstellen, zeige ich in diesem Blogbeitrag.

Mit der Tür ins Haus gefallen

Erhalte gestern Abend, 17.39 Uhr eine E-Mail mit dem Betreff “Initiativbewerbung” von einem Fachmann der deutschen Sprache, der wie ich einen “Magister Artium” als Germanist hingelegt hat und dies ebenso auffällig im Namen trägt. Doch leider ist das schon die einzige Gemeinsamkeit, die wir haben – lesen Sie selbst:

Sehr geehrte Damen und Herren,
wie beginnt man eine E-Mail, in der man sich als freier Lektor bewerben möchte, ohne Gefahr zu laufen, dass die Nachricht als billige Spamattacke betrachtet wird?

Meine klare Antwort: Eine E-Mail beginnt “man” erstmal gar nicht mit “Sehr geehrte Damen und Herren”. Ich habe einen Namen und ich freue mich über eine persönliche Anrede. Gleichzeitig scheint mir der Einstieg zu verschachtelt und kompliziert. Die Antwort auf die rhetorische Frage folgt auf dem Fuß:

Am besten, indem man gleich zur Sache kommt.

Nun gut, doch wieso dann dieser Absatz der Vorrede? Wieso dann nicht “gleich” zur Sache kommen?

Sie suchen hin und wieder einen Lektor mit Agenturerfahrung, der sich in der Werbebranche bestens auskennt, früher selbst Copy Writer war, ein abgeschlossenes Germanistikstudium vorweisen kann, für namhafte Unternehmen (z. B. xy, xy und xy) arbeitet und dennoch bezahlbar ist?

“Eigentlich nicht, nein.”

Geschlossene Fragen in einem solchen Anschreiben sind tödlich. Zumal hier kein besonderer Nutzen formuliert wird. “Lektor mit Agenturerfahrung” scheint noch einen sinnvollen Bezug herzustellen, “abgeschlossenes Germanistikstudium” hat mit Lektoratstätigkeiten genauso viel zu tun wie mit Gartenpflege (kann ich aus eigener Erfahrung so bestätigen), “für namhafte Unternehmen arbeiten” kann alles und nichts bedeuten und ebenso unkonkret bleibt das Wort “bezahlbar”.

Dann melden Sie sich bitte bei mir. Gerne übernehme ich auch ein kostenloses Probelektorat für Sie, um Sie von meinen Fähigkeiten zu überzeugen. (…) Zeugnisse und Arbeitsproben können bei Bedarf gerne zugesandt werden.

Wer von vorneherein eine kostenfreie Probeleistung anbietet, scheint es wirklich nötig zu haben. Hierüber habe ich mal mit Michael Zerban im Neukunden-Podcast geplaudert. Gleichzeitig bleibt mir eine Einsicht in die echten Qualitäten des Mannes verwehrt. Arbeitsproben leider nur “bei Bedarf” und nach Kontaktaufnahme. Auf der nicht verlinkten Website (also: “Copy & Paste”) finde ich zwar die “bezahlbaren” Preise, allerdings auch hier keine Arbeitsproben oder konkreten Referenzen. Die Websites der Kunden und Auftraggeber helfen mir nicht weiter, ebenso wenig die fast gleichen Formulierungen wie in der E-Mail.

Meine Frage an Sie, liebe Leser: Bleibt mir in diesem Fall etwas anderes als die Rundablage “P”? Würden Sie sich die Zeit nehmen, auf diese lieblose und unpersönliche Werbemail zu antworten?

Die zaghafte Gazelle

Ein zweites Beispiel hatte ich ich Ihnen versprochen, sollen Sie auch bekommen. Stoße heute morgen auf einen Artikel bei meiner Bloggerkollegin Martina Bloch aus Hamburg. “Was macht eigentlich … eine Lektorin?” heißt der Beitrag und springt sofort ins Thema:

Ich korrigiere Rechtschreib- und Grammatikfehler, spinne rote Fäden, pflücke Stilblüten, sortiere durcheinandergeratene Redewendungen, hänge schiefe Bilder gerade, ergänze, streiche und formuliere um. Damit Texte klar sind, lebendig wirken und sich ohne Mühe lesen lassen.

Zunächst bin ich etwas verwirrrt, dass der Artikel in der Ich-Form von Martina stammen soll. Ist die telefonische Akquise derart auf dem absteigenden Ast, dass sogar sie mittlerweile als Lektorin arbeiten muss? Doch der Hinweis am Ende des Beitrags bringt Licht ins Dunkel. Hier geht es um einen Gastbeitrag, der eine Reihe von Fragen zum Lektorat beantwortet:

  • Was geht für Ihre Kunden zum ersten Mal, wenn Sie für sie arbeiten?
  • Was geht für Ihre Kunden besser, wenn Sie für sie arbeiten?
  • Was geht nicht mehr, nachdem Sie für Ihre Kunden gearbeitet haben?
  • Welche Kunden können Sie besonders glücklich machen?
  • Was möchten Sie den Lesern noch sagen?
  • Wenn die Leser jetzt Lust darauf bekommen haben, Sie näher kennenzulernen, wie können sie Sie am besten erreichen?

Ich finde diese Fragen klasse! Die sind konkret und nutzenorientiert. Ebenso sind es die Antworten. Nach dem Lesen des Beitrags bekomme ich den Eindruck: Hier versteht jemand etwas von seinem Handwerk. Gleichzeitig ist die Sprache verständlich, fast locker und direkt – ein erster Eindruck für klare Kommunikation, die nichts mit staubiger Germanistik zu tun hat.

Dann entdecke ich Website, Blog und Twitter-Account der Lektorin Juliane Topka, die aktuell gepflegt sind und ebenso mit klarer Sprache aufwarten:

Was Sie im Rahmen der Unternehmenskommunikation veröffentlichen, soll ankommen. (…) Rechtschreibfehler, schwer verständliche Formulierungen, zu viel Fachsprache oder strukturelle Brüche sind wie Schmutz auf der Scheibe eines Schaufensters: Sie trüben den Blick auf das, was Sie zu bieten haben. (…) Ein klares Lektorat sorgt für den klaren Blick aufs Wesentliche.

Die Überschrift “Treffer” passt wie die Faust aufs Auge. Hier hat jemand verstanden, den Nutzen in ein schönes Bild zu verpacken. In den Artikeln, Newslettern, Twitter-Nachrichten und Gastbeiträgen entdecke ich weitere Schätze.

Meine erneute Frage: Wenn ich jetzt eine Lektorin suche, würde ich zu Juliane Topka wohl Kontakt aufnehmen? Und wenn ich zurzeit keinen konkreten Bedarf habe, was mache ich dann?

Ich folge ihrem Twitter-Profil, schreibe in XING: “Hallo Juliane, habe heute bei Martina Bloch Deinen Gastbeitrag entdeckt und würde mich gerne mit Dir vernetzen. Vielleicht habe ich ja mal Bedarf an einem zusätzlichen Lektorat, dann komme ich gerne auf Dich zu. Mir haben Deine Seiten sehr gut gefallen, wie Du bei mir in Form eines aktuellen Blogartikels lesen kannst. Beste Grüße nach Hamburg, Thomas” und abonniere den RSS-Feed ihres Blogs (der leider etwas versteckt ist).

Und damit komme ich auch zur konstruktiv gemeinten Kritik: Diese Form der eleganten Kundenansprache ist so dezent, dass sie kaum auffällt. Der Gastbeitrag rutscht als solcher durch, da der Hinweis auf die Websites zu spät erscheint und mir vielleicht ein Foto oder eine konkrete Einleitung “Dies ist ein Interview mit xy, die ich …” besser geholfen hätte, den Kontext zu verstehen. Das Blog wirkt etwas unpersönlich, der Hinweis “meine Website” geht in der Blogroll unter. Ebenso sind auf der Website das Blog und der Newsletter nicht sofort ersichtlich und der Twitter-Account wird noch gar nicht verlinkt. Ohne den Hinweis von Martina wäre ich also auf den “Sprachpingel” gar nicht erst gestoßen.

Die Mischung macht’s!

Ich bin davon überzeugt, dass der zweite Ansatz genau richtig ist. Mehrwerte bieten, sich zeigen, im Internet sichtbar und vor allem auch verstanden werden. Juliane Topka gelingt es, den Nutzen eines Lektorats rüberzubringen und gleichzeitig durch die passende Sprache auch einen Zugang zu ihren Lesern zu finden. Wieso nicht noch einen Schritt weiter und aktiv auf mögliche Interessenten zugehen?

Wie eine solche E-Mail aussehen *könnte*, zeige ich im folgenden Beispiel:

Hallo Herr Kilian,
Lektoren haben keine Ahnung von der Werbebranche, schreiben staubige Texte und sind meistens unbezahlbar. Dass dieses Vorurteil nicht stimmen muss, zeige ich in einem aktuellen Gastbeitrag bei Ihrer Blogger-Kollegin Martina Bloch. Hier beantworte ich die wichtigsten Fragen zum Lektorat und liefere Ihnen damit gute Argumente für Ihre Kunden. Gleichzeitig möchte ich mich bei Ihnen vorstellen und würde mich über eine Vernetzung auf XING oder Twitter sehr freuen. Vielleicht ergibt sich ja mal die Möglichkeit für eine Zusammenarbeit.
Herzliche Grüße, …
P.S.: In meinem Blog “Frisch gestrichen” schreibe ich regelmäßig über …

Die Nachricht kommt sofort auf den Punkt, muss nicht mit den Leistungen, Kunden und dem Titel prahlen, sondern weckt mein Interesse ganz natürlich. Gleichzeitig bietet sie mir einen Nutzen: Durch den Gastartikel habe ich neue Argumente für meine Kundengespräche an die Hand bekommen. Dies ist eine “kostenfreie Probearbeit”, wie ich sie mir vorstelle.

Aufdringlich unaufdringlich ist in meinen Augen noch immer der beste Weg, um heute mit neuen Kunden in Kontakt zu kommen. Probieren Sie es doch einfach mal aus!

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Fremde Inder Nacht


Geschrieben am Donnerstag, 04. November 2010 von Thomas Kilian (2 Antworten)

Montag morgen. Feiertag aller Heiligen, dichter Nebel umhüllt mein Büro. Genieße die Stille, kremple die Ärmel hoch, um mein Tagwerk in Angriff …

“Rrrrrriiiiiinnnnnnnngggg” (???)

“Kilian, schönen guten Morgen?”

“Hello Thomas, how are you?” (…)

“Öhm … hm … ??? … Thanks, I’m fine … who are you?”

“Thomas, I am Rashid, … I call from India and I am working for a webworking company … I just visited your website. Is it true that you work in the field of webdesign and search engine optimiziation?”

“Well, that’s right, … but I’m not interested!”

“Thomas, not interested in what?”

“Not interested in a cooperation.” (!!!)

“Thomas … I really would like … would you mind, … answering just one question? … How much earns a PHP developer in Germany?”

“Listen, Rashid! I don’t want to cooperate and I don’t want to answer your questions on the telephone. Please delete my number and never call me again!” (Hmpf)

“Ok, bye!”

Erleichtert lege ich den Hörer auf. Schüttle den Kopf, frage mich, ob wir vielleicht bald mit einer Telefonakquise-Schwemme aus Indien zu rechnen haben, wo in Deutschland aufgrund verschärfter gesetzlicher Regelungen etwas mehr Ruhe eingekehrt ist.

Hierzulande gibt es nach Schätzungen etwa 450.000 Call-Center-Mitarbeiter auf 82 Millionen Einwohner. Bezogen auf die Gesamtbevölkerung Indiens müssten es dort um die 6,5 Millionen sein, die uns bald – sofern die Verhältnisse stimmen – zu jeder Tages- und Nachtzeit die Leitungen verstopfen werden. “Wolle Rose kaufe” war gestern, heute wird die schnelle Mark am Telefon gemacht.

Doch nicht nur das — der unnachgiebige Rashid ist auch in Sachen Web 2.0 unterwegs, denn wenige Minuten nach dem erfolglosen Telefonat macht es “XING” und ich finde dies in meiner Mailbox:

Im Klartext: “Dear Thomas, I would like to add you as a contact“, was nichts anderes heißt als: “Sehr geehrter Herr Kilian, ich würde Sie gern zu meinen Kontakten hinzufügen.” (davon liegen schon einige in meiner XING-Box). Denn was ich davon halte, das wisst Ihr ja bereits

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Ich bin Vivian, konsultiert haben Ihr Profil


Geschrieben am Sonntag, 24. Oktober 2010 von Thomas Kilian (1 Antwort)

Hatte ich vor einigen Wochen schon mal in Kürze getwittert, will meinen Bloglesern die ganze Nachricht nicht vorenthalten:

Nun mögen sich manche vielleicht fragen, was eine Spam-Nachricht aus Facebook im Neukunden-Magnet Weblog verloren hat. Ich gebe Ihnen mal drei Hinweise:

E-Mail / Betreff: Nachfrage, Gespräch vom 16.08.2010
Sehr geehrter Herr Kilian,
für den kostenfreien Vergleich der neuen Tarife der privaten Krankenversicherungen benötige ich noch Ihre Anschrift und aktuelle Rufnummer, unter der ich Sie erreichen kann.

Wie meinen? Weder hat es am 16. August ein Gespräch gegeben, noch bin ich an einem Tarifvergleich interessiert. Immerhin ist mein Name richtig geschrieben.

E-Mail / Betreff: Deutschland im WM-Rausch
Guten Tag Herr Kilian,
war dies nicht eine berauschende Vorstellung unserer Jungs im Spiel gegen Argentinien?
Hat Sie die Begeisterung bei den Public Viewings nicht auch angesteckt?
Zeigen Sie Ihre Begeisterung, zeigen Sie Ihre Verbundenheit mit unserer Fußball-Nationalmannschaft: Tragen Sie unseren WM-Button!
Wir haben zur sichtbaren Dokumentation unserer Begeisterung, insbesondere für unsere Nationalmannschaft, einen *WM-Button* anfertigen lassen.

Na sowas! Wo ich mir doch gerade erst ein dreifarbiges Tattoo auf den Oberarm stechen lassen wollte. Da scheint der WM-Button wohl die bessere Alternative.

XING-Nachricht (von Mr. Unbekannt) / Betreff: Suchmaschinen-Optimierung
Sehr geehrter Herr Kilian,
ich habe gerade in Ihrem Profil gelesen, dass Sie im Bereich Suchmaschinenoptimierung tätig sind. Wir bieten als PR-Agentur einen neuen Service für SEO-Spezialisten: Vielleicht kennen Sie Online-Nachrichtenportale wie OpenPR etc.: Wir bereiten Angebote und Neuigkeiten von Unternehmen so auf, dass sie die Voraussetzungen für diese Nachrichtenportale erfüllen und speisen sie anschließend dort ein.
(…)
Pro Aktion lassen sich somit problemlos bis zu 50 neue Verlinkungen auf die Homepage eines Unternehmens erreichen. Bei 20 Aktionen sind das schon rund 1.000 neue Links von populären Seiten – ohne Rückverlinkung oder „Linktausch“.

Wer sich an “SEO-Spezialisten” wendet, sollte wissen, dass dies eine Milchmädchen-Rechnung ist (auch wenn ich Online-Presseportale damit nicht im Allgemeinen schlecht machen will).

Fällt Ihnen was auf? Vivian an allen Fronten …

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Was mich bei XING total nervt!


Geschrieben am Donnerstag, 02. September 2010 von Thomas Kilian (16 Antworten)

Möchte zunächst mal eine Lanze brechen für die Business-Plattform XING. Ich bin jetzt seit 4 1/2 Jahren dort angemeldet, habe knapp 1200 Kontakte und nutze die Funktionen täglich, um mit anderen ins Gespräch zu kommen. Doch einige aktuelle Entwicklungen gehen mir tierisch auf den Keks und stehen für mich im Widerspruch zum Ziel, sinnvolle Netzwerke aufzubauen. Irgendwie scheinen den Planern der XING AG im Sommer die Ideen ausgegangen zu sein, – anders kann ich mir die folgenden Veränderungen nicht erklären…

3 aktuelle Nervfaktoren bei XING

XING dient dazu, mit anderen Menschen in Kontakt zu treten. Auch mit noch unbekannten Personen – gerade XING macht ja aus Kaltakquise “Warmakquise”, wie ich schon vor Jahren geschrieben habe. Doch Massenmails, unpassende Anfragen und Nachrichten ohne Bezug auf das Profil der Kontaktperson sind laut der XING-Richtlinien eigentlich nicht gern gesehen:

“Die Kontaktaufnahme mit unbekannten Personen erfordert Feingefühl. Überlegen Sie sich genau, wen Sie ansprechen bzw. wen Sie vorgestellt bekommen möchten. Individualisieren Sie Kontaktanfragen stets, indem Sie sich auf das Profil der Person beziehen und z. B. auf die Angaben eingehen, die die Person unter “Ich biete” und “Ich suche” gemacht hat. Damit demonstrieren Sie ernsthaftes Interesse und Professionalität und erhöhen die Wahrscheinlichkeit, dass der Kontakt bestätigt wird.”

Wie ist es dann zu erklären, dass es nun bei der Kontaktaufnahme einen vorformulierten Text gibt und XING nicht mehr – wie früher – die Eingabe eines personalisierten Textes fordert? Wohin das führt, zeigt das folgende Bild:

Ich habe in den vergangenen zwei Wochen 7-8 neue Kontaktanfragen bekommen. Fünf davon haben den Standard-Text verwendet: “Sehr geehrter Herr Kilian, ich würde Sie gerne zu meinen Kontakten hinzufügen.” Dabei kenne ich die Personen nicht, kann keinen Bezug herstellen und finde die Anfragen auch sonst höchst unspannend. Der Klick zum “Ablehnen” oder gar “Spam” liegt für mich näher, als den Kontakt zu bestätigen.

Standard-Antworten auf meine Kontaktanfragen

Genau so standardisiert wie die Anfragen, sind leider mittlerweile auch die Antworten geworden. Hier siegt einfach die Bequemlichkeit: “Gerne bestätige ich Ihre Kontaktanfrage. Herzlich willkommen in meinem Netzwerk! Freundliche Grüße, …” – wie passt das zu meiner netten Kontaktaufnahme, in der ich zum Teil auch konkrete Fragen gestellt habe? Bei einigen Kontakten folgt dann fünf Minuten später eine zweite Nachricht: “Oh sorry, hab zu schnell auf Abschicken geklickt …” Doch was soll die vorformulierte Antwort bringen? Ich muss es selbst immer umständlich rauslöschen, weil ich solche Bausteine einfach nicht mag. Professionelle Kommunikation sieht anders aus.

Durchklicken zwischen Nachrichten nicht mehr möglich

Vor einigen Monaten hat XING eine tolle Neuerung eingeführt: Die Nachrichten über die Plattform lassen sich endlich direkt in der E-Mail lesen. Ich muss mich bei einer neuen Nachricht nicht extra bei XING einloggen, sondern kann sofort entscheiden, ob es etwas wichtiges ist. Doch mittlerweile stauen sich die ungelesenen Nachrichten in meinem XING-Posteingang. Also möchte ich schnell noch mal durchklicken, um zu sehen, ob ich etwas übersehen habe, einzelne Nachrichten löschen etc. Früher gab es oberhalb der Nachricht zwei Pfeile “>>” oder “<<”, um zwischen den Beiträgen hin und herzuwechseln. Nun geht dies nicht mehr, ein schnöder “zurück”-Button ist die einzige Möglichkeit, wieder auf die Gesamtsicht zu wechseln.

Och Menno, XING! Ich fand Dich bisher so gut!

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21+1 Fragen zum Empfehlungsmarketing


Geschrieben am Freitag, 09. Juli 2010 von Thomas Kilian (0 Antworten)

Da ich mich gerade fürs Ausmisten und Renovieren empfehle (meine Frau und ich ziehen bis Ende Juli in ein kleines Häuschen mit Garten) und deshalb keine Zeit zum Bloggen bleibt, empfehle ich Euch heute einen Gastbeitrag von Anne Schüller aus München. Zeitgleich geht ein Interview mit der Loyalitätsexpertin im Neukunden-Podcast online, in dem sie bereits zum Thema “Empfehlungsmarketing” Auskunft gibt. Außerdem verlinke ich gerne auf ein kostenfreies e-Book von ihr. Im Gastartikel mit 21 + 1 Fragen zum Empfehlungsmarketing habt Ihr die Möglichkeit, einmal selbst zu überprüfen, wie es bei Eurer Akquise um das Thema steht.

Anne Schüller: Empfehlungsmarketing Checkliste

Viele Unternehmer, Berater und Verkäufer halten Empfehlungen immer noch für einen Glücksfall. Die folgende Checkliste dient dazu, dem Glück ein wenig nachzuhelfen und aus Kunden aktive Empfehler zu machen. Ziel ist es, den Anteil der Kunden, die aufgrund einer Empfehlung gewonnen werden, systematisch zu erhöhen.

Voraussetzung ist allerdings, dass Sie auf Ihrem Gebiet ein Spitzenleister sind, dem man vertrauen kann. Denn empfohlen werden nur Leistungen, die außergewöhnlich sind und absolut überzeugen. Darüberhinaus brauchen Sie einen Sympathiebonus, denn Menschen empfehlen niemanden, den sie nicht leiden können.

  1. Wer hat Sie schon empfohlen? Haben Sie dazu eine Liste erstellt?
  2. Wie haben Sie sich dafür bedankt? Mit einer kleinen ‚Belohnung‘?
  3. Weshalb werden Sie weiterempfohlen bzw. weshalb werden Sie nicht empfohlen? Stellen Sie hierzu den Kunden folgende Fragen:
    - Inwieweit können Sie sich vorstellen, uns weiterzuempfehlen?
    - Und wenn vorstellbar, weshalb genau?
    - Und wenn nein: weshalb nicht?
    - Wenn es eine Sache gibt, für die Sie uns garantiert weiterempfehlen können, was wäre das genau für Sie?
    - Und wenn es eine Sache gibt, für die Sie uns ganz sicher nicht weiterempfehlen können, was ist das konkret für Sie?
  4. In Prozent: Wie viele Ihrer Kunden empfehlen Sie weiter?
  5. Welche Empfehler sprechen die wirkungsvollsten Empfehlungen aus? Gibt es dabei typbedingte, branchen- oder geschlechterspezifische bzw. regionale oder nationale Unterschiede?
  6. Wie hoch ist Ihre Abschlussquote bei empfohlenem Geschäft? Und bei nicht empfohlenem?
  7. Mit welcher Wahrscheinlichkeit werden Empfehlungsempfänger selbst zu Empfehlern?
  8. Haben Sie die Empfehler in Ihrer Datenbank als solche markiert?
  9. Geben Sie Ihrem Kunden zu verstehen, dass Sie sich über eine Empfehlung freuen (würden)? Und wenn ja, wie?
  10. Wie viele Kunden sind aufgrund einer Empfehlung zu Ihnen gekommen?
  11. In Prozent: Wie hoch ist Ihre Empfehlungsrate (= Anteil der Kunden, die Sie aufgrund einer Empfehlung gewonnen haben)?
  12. Untersuchen Sie, wie der Empfehlungsprozess im Einzelnen gelaufen ist? Gibt es dabei erkennbare Muster?
  13. Haben Sie aus diesen Erkenntnissen schon ganz konkrete weitere Aktionen abgeleitet?
  14. Fragen Sie Ihre Kunden, ob sie andere Personen kennen, die an Ihrer Leistung ebenfalls interessiert sein könnten? Tipp: Versehen Sie Ihren Wunsch mit einer Begründung. Fragen Sie zum Beispiel wie folgt: „Ich möchte expandieren. Wen kennen Sie denn, der sich vielleicht für unser Angebot ebenfalls interessieren könnte?“
  15. Sind Ihre Briefe, Prospekte, Angebote, Rechnungen, Newsletter etc. mit Weiterempfehlungshinweisen versehen?
  16. Hat Ihre Webseite einen Weiterempfehlungslink?
  17. Haben Sie Geschichten über erfolgreich verlaufene Empfehlungen parat, die Sie im Kundengespräch unterbringen können?
  18. Sorgen Sie durch außergewöhnliche Aktivitäten für Gesprächsstoff und Mundpropaganda?
  19. Suchen Sie systematisch nach Meinungsführern und Multiplikatoren in Ihrem Umfeld? Und wie versuchen Sie, diese für sich zu gewinnen?
  20. Nutzen Sie Beziehungsnetzwerke im Internet und in der realen Welt für Ihre Empfehlungsarbeit?
  21. Nutzen Sie Testimonials und Referenzen für Ihre Empfehlungsarbeit?
  22. Eigene Idee: ________________________

Anne M. Schüller ist Management-Consultant und gilt als führende Expertin für Loyalitätsmarketing. Über 20 Jahre lang hat sie in leitenden Vertriebs- und Marketingpositionen verschiedener internationaler Dienstleistungsunternehmen gearbeitet und dabei mehrere Auszeichnungen erhalten. Die Diplom-Betriebswirtin und neunfache Buch- und Bestsellerautorin zählt zu den gefragtesten Keynote-Rednern im deutschsprachigen Raum. Sie arbeitet auch als Business-Trainerin und lehrt an mehreren Hochschulen. Sie gehört zum Kreis der ‚Excellent-Speakers‘. Zu ihren Kunden zählt die Elite der deutschen, schweizerischen und österreichischen Wirtschaft.

Seminare zum Thema Empfehlungsmarketing mit Anne Schüller

Empfehlungsmarketing ist das kostengünstigste Marketing. Und Empfehler sind die besten Verkäufer. Wie das gelingt, zeigen praxisnahe Tagesseminare in vier deutschen Städten. Die Teilnehmer erhalten darin Schritt für Schritt das komplette Knowhow sowie das notwendige Handwerkszeug zur Implementierung ihrer eigenen Empfehlungsmarketing-Strategie.

Die Termine (jeweils von 9.00–18.00 Uhr): am 23. 9. 2010 in München, am 19. 10. 2010 in Frankfurt, am 9. 11. 2010 in Köln und am 7. 12. 2010 in Hamburg. Infos und Buchung: 0800-50604446.

Das Buch zum Thema

Anne M. Schüller
Zukunftstrend Empfehlungsmarketing
Der beste Umsatzbeschleuniger aller Zeiten
BusinessVillage, 4. Aufl. 2010, 135 Seiten
ISBN 978-3-938358-63-4, 21,80 Euro / 39.50 CHF

Weitere Informationen unter www.empfehlungsmarketing.cc

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Was bringt Werbung “diesseits der Trampelpfade” wirklich?


Geschrieben am Sonntag, 06. Juni 2010 von Thomas Kilian (6 Antworten)

PR-Doktor Kerstin Hoffmann veranstaltet schon wieder eine Blog-Parade. Erst dachte ich: “Och nö, nicht schon wieder. So langsam reicht’s mir …” Aber da ich ja ein Fan von Blog-Paraden bin, wollte ich mir zumindest Kerstins Thema etwas näher anschauen und nun bin ich schon wieder mittendrin; das Thema erinnert mich nämlich an eine Aktion, die ich im Frühjahr 2009 durchgeführt und auch hier im Neukunden-Magnet Weblog veröffentlicht habe.

Diesseits der Trampelpfade – ungewöhnliche Werbe- und PR-Aktionen

Anregung für eine Akquise-Aktion “diesseits der Trampelpfade” war Anfang letzten Jahres ein Buch meines Blogger-Kollegen Jörg Weisner, das mich ermutigte, erfolgreiche Gewohnheiten in der Neukunden-Gewinnung einzuüben. In meiner 21-tägigen Neukunden-Challenge habe ich allerlei Aktionen ausprobiert, um potentiellen Kunden eine Freude zu machen:

  1. Wanted-Plakat wirbt um Aufmerksamkeit beim Kunden
  2. Kurznachricht mit Mehrwert über XING
  3. Toblerone macht Appetit auf mehr …
  4. Die Nadel im Heuhaufen
  5. Kooperation in der Neukunden-Akquise
  6. Wenn Deppen duschen
  7. Modulküche aus Holz bei Google positioniert
  8. Nachfasstelefonate scheinen nicht selbstverständlich
  9. Das Gelbe vom Ei
  10. Kleiner Gruß aus der Pixelküche
  11. Der Schokoladenturm – quadratisch, praktisch, gut
  12. Kontakte einander vorstellen über XING
  13. Aus Zeitnot noch mehr Kurznachrichten über XING
  14. Papierflieger in der Neukunden-Gewinnung
  15. Origami, die 2te: Mütze aus Papier
  16. Aller guten Dinge sind 3: Papierschiffchen
  17. Frühling lässt sein blaues Band
  18. Wann backen wir Ihre neue Website?
  19. Nach der Torte ohne Worte, gibt’s ne Tasse, ist doch klasse!
  20. Flaschenpost in der Neukunden-Akquise
  21. Nichts

Das Ende der Neukunden-Challenge war vielleicht noch mal eine kleine Überraschung, wollte ich doch zeigen, dass Akquise keine einmalige Aktion, sondern ein Dauerzustand ist. Und darauf möchte ich auch in diesem Beitrag eingehen. Die Resultate der Aktion “diesseits der Trampelpfade” waren nämlich recht mau, eher mau-mau, um ehrlich zu sein. In meinem Fazit eine Woche nach der Aktion kommt dies auch zum Ausdruck:

Bei einigen Aktionen hatte ich mit deutlich mehr gerechnet, v.a. weil einige Dinge ja wirklich außergewöhnlich waren. Hätte ich das eine oder andere Paket von mir bekannten Unternehmen bekommen (alle Empfänger wissen, wer ich bin!), hätte ich zumindest meine Assistentin mit einem Anruf betraut oder eine Email versendet, selbst wenn ich nicht direkt ins Geschäft kommen möchte.

Nichtsdestotrotz hat sich die Neukunden-Challenge für uns gelohnt. Wir haben einige (wenige) sehr positive Rückmeldungen erhalten, wo sich die Kundenbeziehung vertiefen konnte. Außerdem haben wir als Agentur noch einmal neu erkannt, wie wichtig eine systematische und kontinuierliche Akquise ist.

Kontinuität in der Neukunden-Akquise

Aus der eigenen Erfahrung in der Neukunden-Challenge heraus, aber auch aus vielen Gesprächen mit anderen Unternehmen habe ich die Erkenntnis gewonnen, dass Werbung “diesseits der Trampelpfade” nichts (oder nur sehr wenig) bringt, sofern sie nicht in ein Gesamtkonzept verpackt ist. Die mediale Aufmerksamkeit einer Guerilla-Aktion, eines Flashmobs oder einer Lena-Eurovision-Gewinnerin ist einfach zu schnell wieder verflogen, als dass sich daraus stabile Kundenbeziehungen entwickeln könnten. In manchen Branchen mag schnelles Geschäft möglich sein (CD-Verkäufe bei der besagten Lena nach ihrem Sieg in Oslo), aber für viele Unternehmen reicht dieser kurze Hype einfach nicht aus. So auch bei unserer Neukunden-Challenge.

Interessant ist aber vielleicht, dass wir zu einigen der Kunden, die sich während der Aktion nicht gemeldet hatten, heute trotzdem (oder deswegen) einen recht guten Draht haben. In der Zwischenzeit haben sich auch weitere Aufträge daraus ergeben. Doch nicht aus der Aktion allein, sondern weil wir weiterhin sehr kontinuierlich den Kontakt gesucht haben. Per E-mail, per Telefon, bei persönlichen Begegnungen auf Veranstaltungen oder einfach mal zwischendurch. Das Zauberwort heißt schlicht und einfach: “langer Atem”.

Wenn ich die wichtigsten drei Schritte in der Neukunden-Akquise zusammen fassen soll (wie ich es gerne bei Vorträgen oder in Gesprächen mit Kunden tue), dann sind es …

  • Profilierung
  • Sichtbarkeit
  • Kontinuität

Ohne ein überzeugendes Profil bringt die beste Vermarktung nichts. Ihre Kunden müssen verstehen, was Sie besonderes zu bieten haben und was Sie vom Wettbewerb unterscheidet. Ohne Sichtbarkeit bringt die beste Profilierung nichts – wer sich im Keller versteckt, kommt nicht zu neuen Kunden.

Doch ohne Kontinuität bringt in meinen Augen auch die beste Sichtbarkeit nichts, wenn es um eine langfristige Zusammenarbeit gehen soll. Vertrauen baut sich nicht durch waghalsige Aktionen, durch witzige Ideen oder Guerilla-Marketing auf. Diese Dinge erzeugen Aufmerksamkeit – nicht mehr, aber auch nicht weniger.

Ich bin ein Freund von Werbung diesseits der Trampelpfade. Ein regelrechter Fan bin ich aber von Werbung diesseits der Trampelpfade, die in eine langfristige und systematische Strategie zur Neukunden-Akquise eingebettet ist. Wem gefällt das noch?

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Gesundheit in der Neukunden-Akquise


Geschrieben am Sonntag, 09. Mai 2010 von Thomas Kilian (4 Antworten)

In Zeiten von Heuschnupfen, Sommergrippe und Brummschädel scheint es an der Zeit, einige Worte zum Thema “Gesundheit” zu verlieren. Angestoßen hat mich dazu aber nicht der Pollenflug, sondern ein kurzer Satz von meiner Blogger-Kollegin Ela Starkmann. Die Expertin für Bewusstseinsschaffung & Auftragssteigerung schrieb mir letzte Woche die folgenden Zeilen:

Neukunden(akquise) ist sicher wichtig, aber kaum das Wichtigste. Aus meiner Sicht ist Bewusstsein und damit einhergehend Gesundheit die Basis. Darauf aufbauend, schafft man sehr viel … auch die Neukunden-Akquise (aber nicht andersrum).

Nun scheint Gesundheit ja irgendwie für alles die Basis zu sein. Ohne Gesundheit lässt es sich schlecht arbeiten, ohne Gesundheit “ist alles doof”. Mir geht es zumindest so. Wenn ich krank werde, beginne ich zu jammern. Manchmal sogar sehr laut. Meine Frau kann ein Lied davon singen … Doch darum geht es mir nicht. Die Tautologie der Gesundheit als “Antwort auf die Frage nach dem Leben, dem Universum und dem ganzen Rest”, führt uns nicht weiter. Lassen Sie uns konkret werden und gemeinsam entdecken, wie eine gesunde Neukunden-Akquise aussieht.

5 Wege, um gesunde Neukunden-Akquise zu betreiben

  1. In Anlehnung an den Spruch “An Apple a Day keeps the Doctor away“, scheint auch eine tägliche Dosis Akquise für mehr Wohlbefinden zu sorgen. Wenn Sie die Neukunden-Gewinnung nur als größere Aktionen sehen, die alle Jubeljahre anstehen, werden Sie sich sicher daran verschlucken.
  2. Ohnehin macht es Sinn, mit der Behandlung nicht so lange zu warten, bis es nicht mehr anders geht. Wer erst zum Zahnarzt geht, wenn es vor Schmerzen nicht mehr auszuhalten ist, dem droht der Bohrer. In einem Liquiditäts-Engpass werden potenzielle Kunden zu Opfern. Gesund ist das nicht.
  3. Vorbeugen ist also wichtiger als Nachsorgen. Dazu gehört eine solide Planung, eine sinnvolle Struktur Ihrer Werbemaßnahmen und die Auswahl der richtigen Kanäle. Machen Sie ruhig mal einen “Gesundheitscheck” beim PR-Doktor.
  4. Abwechslung ist wichtig. Gesund ist, was Spaß macht! Experimentieren Sie auch mit neuen Formen der Kundenansprache, etwa einem Podcast, einer Guerilla-Marketing Aktion oder einem kreativen Mailing.
  5. Verbünden Sie sich! Gemeinsam Sport zu treiben oder sich in der Sauna zu verabreden, fördert die Gesundheit. Wieso nutzen Sie diese Vorteile nicht auch in der Neukunden-Akquise? Konzipieren Sie gemeinsame Werbemaßnahmen, das schont den Geldbeutel und erhöht zugleich Ihre Chancen auf neue Kunden.

Wäre doch gelacht, wenn diese Form der Neukunden-Akquise nicht zu mehr Gesundheit führen würde. Ich wünsche Ihnen viel Erfolg und “gute Besserung” beim Ausprobieren!

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Erfolgreiches New-Business für Werbeagenturen


Geschrieben am Freitag, 09. April 2010 von Thomas Kilian (1 Antwort)

Schon viel zu lange wartet mein Autoren-Kollege Heiko Burrack auf meine Rezension zu seinem Buch “Erfolgreiches New Business für Werbeagenturen”. Da ab heute aber ein sehr informatives Interview mit ihm im Neukunden-Podcast zu hören ist, musste ich jetzt endlich handeln und mein Feedback zu Papier bringen. Just in time …

Pflichtlektüre für die Kommunikationsbranche

Anfang Februar habe ich Heiko in Frankfurt persönlich getroffen und bei einer großen Tasse Cappuccino über sein Buch und seine Erfahrungen in der Werbebranche gesprochen. Man merkt Heiko an, dass er mit der Außenwirkung und Selbstdarstellung vieler Agenturen nicht wirklich zufrieden ist. Aus diesem Grunde beginnt er sein Buch auch dem Thema “Positionierung”.

“Haben Sie Mut, sich von einem ‘Zuviel’ an Können zu verabschieden. Konzentrieren Sie sich stattdessen. Sie würden schließlich auch zu keinem Facharzt gehen, der von sich sagt, sowohl Ihre Augen als auch Ihre Knochen behandeln zu können. Viele Agenturen behaupten aber genau das.”

Über diesen Aspekt spricht Heiko auch im Neukunden-Podcast (siehe oben) recht ausführlich. Wer sich in Sachen Positionierung noch nicht sicher ist, für den sind das Interview und natürlich das Buch ein wichtiger Einstieg ins Thema.

Reise durch den Akquise-Dschungel für Agenturen

Im weiteren Verlauf führt der Werbefachmann seine Leser durch die verschiedenen Schritte erfolgreicher Akquise:

  • Adressrecherche – wie finde ich den geeigneten Ansprechpartner?
  • Kontaktaufnahme – “wir müssen mal reden”
  • Unterlagen schicken – “wer schreibt, der bleibt”
  • Die entscheidende Präsentation beim potentiellen Kunden
  • Die “bösen Buben” vom Einkauf

New Business für WerbeagenturenGut finde ich, dass jedes Kapitel mit einem Abschnitt für Freelancer und kleine Agenturen abschließt. Hier überträgt Heiko die Prinzipien auch auf Einzelkämpfer in der Werbebranche. Doch auch für Großagenturen ist ein extra Kapitel reserviert. Des Weiteren schaut Heiko über den deutschen Tellerrand und beschreibt Erfolgsgeschichten aus dem internationalen Umfeld.

Mein Fazit: Die 275 Seiten von Erfolgreiches New Business für Werbeagenturen lassen sich schnell (da verständlich) und flüssig lesen und bieten einen umfangreichen Ratgeber zum Neukunden-Geschäft in der Kommunikationsbranche. Entscheidendes Kriterium scheint neben der Positionierung die Antwort auf die Frage zu sein, wo es den potentiellen Kunden gerade “drückt”. Von über-kreativen Selbstbeweihräucherungen in der Präsentation rät der Experte ab, viel wichtiger sei es, einen konkreten Nutzen zu bieten und sich damit vom Wettbewerb zu unterscheiden. Dem kann ich als Nutzen-Fan absolut zustimmen!

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Top-3-Tipps zur Neukunden-Akquise in 2010


Geschrieben am Dienstag, 23. Februar 2010 von Thomas Kilian (4 Antworten)

Kurz und knackig ist immer gut. Wer KISSen kann, beeindruckt nicht nur die Damenwelt.

Nun denn, auf zur Tat: Bei Formspring habe ich in den vergangenen Wochen nach den “Top-3-Tipps zur Neukunden-Akquise in 2010” gefragt. Herausgekommen sind folgende Antworten:

Martin Oetting, Connected Marketing

Neukunden-Akquise … Keine Ahnung … spontan fallen mir folgende ein: 1) Bestehende Kunden besser betreuen als sie erwartet haben – das schafft Fans, die weiterempfehlen. 2) Das eigene Wissen nicht hinter dem Berg halten, sondern verbreiten, auf Blogs, Twitter & Co. – das schafft Glaubwürdigkeit und Vertrauen. 3) Details, Details, Details: nur wer auch auf Kleinigkeiten achtet, bei Tippfehlern angefangen und beim Auftreten noch lange nicht aufgehört, wird auch ernst genommen.

Thomas Werning, IT Beratungen

Irgendwie kommen meine Neukunden alle durch Mundpropagande bzw. über die Internetseite. Meine Tipps: 1) Präsent sein im Internet wie auch in realen Netzwerken (gerne auch bei meinen Vorträgen), 2) Dabei authentisch sein. 3) Seinen (zukünftigen) Kunden einen Nutzen bieten. Deren Erfolg ist mein Erfolg.

Patrick Breitenbach, Werbeblogger

1. Bedürfnisse des Marktes anschauen.
2. Eindeutiges Profil entwickeln (keine Full-Service-Pampe).
3. Ganz klar anders sein als andere.

Stefan Keuchel, Google Deutschland

Adwords, Adwords, Adwords -
Sorry, konnte nicht wiederstehen :-)

Leonie Walter, Visuelle PR

1. Empfehlungen: Was verkauft besser als Mund-zu-Mund-Propaganda? Diese kann man auch selbst anheizen, indem man seine guten und zufriedenen Kunden etwa anspricht. Beispielsweise so: “Wenn Sie zufrieden mit mir sind, nennen Sie mir doch bitte drei Ihrer Kontakte von denen Sie glauben, dass er meine Dienstleistungen/Produkte ebenfalls gut brauchen könnten.” Für das Empfehlungsmarkting lassen sich übrigens auch die sozialen Netzwerke nutzen. Man kann etwa bei XING eine Referenz einstellen oder auch Kunden bitten, Produkte und Dienstleistungen beispielsweise bei Empfehlungsportalen zu empfehlen.

2. Vertrieb auslagern: Der beste Tipp für alle, die sich mit kontinuierlicher Akquise eher schwer tun! Beauftragen Sie beispielsweise einen externen Akquise-Fachmann (gegebenenfalls auch ein Call-Center) damit, regelmäßig und ohne Gnade den Adressbestand rauf und runter zu telefonieren. So hat man immer wieder Leads in der Pipeline und kann die Auftragsbücher beständig durch bestehende Kontakte füllen.

3. Wunschkunden adressieren: Die Alternative zur Akquise nach dem Gießkannen-Prinzip. Suchen Sie sich Ihre Wunschkunden aus und beglücken Sie diese mit einer ganz besonderen, individuellen Ansprache, etwa einem handgeschriebenen Brief oder einem ausgefallenen Mailing mit einem aufmerksamkeitsstarken oder hochwertigen Präsent. Einen Follow-Up-Anruf müssen Sie wahrscheinlich trotzdem einkalkulieren. Aber der Aufhänger für das Telefonat findet sich dann leichter!

Noch etwas: Kombinieren Sie Tipp 3 doch mal mit Tipp 1 oder 2…!

Volker Remy, Imperator

tipp 1) nicht mit schlagwörtern, sondern mit produkten überraschen!

im jahr 2010 laufen viele social media worker gefahr, mit schlagwörtern auf ihre kunden oder gar wunschkunden einzudreschen. in den meisten fällen ist es a. noch zu früh, b. nicht zu ende gedacht und c. kontraproduktiv, da man sich spätere chancen dadurch verbaut.

frage: sind kunden heute bereit für social media? antwort: zu 80% nicht, oder nur zaudernd.

das hat natürlich seine gründe, denn die meisten unternehmen wissen nach wie vor viel zu wenig darüber. deshalb macht es wenig sinn, mit der tür ins haus zu fallen. sinnvoller wäre es, zu diesem thema mit dem kunden einen nachmittag zu verbringen. zwei, drei stunden zeit nehmen, ihm die neue situation erklären und potenziale ausloten. man wird feststellen, dass die kunden dann von selbst fragen stellen, neugierig werden, vielleicht sogar mit eigenen vorschlägen aus der deckung kommen. das ist dann eine diskussionsbasis, von der aus man weitere schritte vereinbaren kann – gemeinsam.

mein tipp lautet also: nicht missionieren, lieber eine strategie ausarbeiten, wie man den kunden an das thema heranführen kann. alles weitere wird sich dann entwickeln. es hat keinen sinn, den allwissenden zu spielen und mit zuviel enthusiasmus das gefühl zu vermitteln, dass der kunde eigentlich “der ahnungslose” ist. kommt ja nie gut an.

für die neukundenakquise rate ich zur klugen selektion beim thema “social media”. besonders im b2c-sektor eröffnen sich hier die meisten chancen ins gespräch, und anschließend ins geschäft zu kommen. hier haben dann auch kleine und mittlere agenturen die möglichkeit, sich bei den “big players” gehör zu verschaffen. agenturen und freelancer, die sich mit dem thema seit geraumer zeit befassen, sind in 2010 gut positioniert. hier würde es sich sogar lohnen, mit skizzierten strategien in die offensive zu gehen, um sich mit gezielten präsentationen als spezialdienstleister zu empfehlen. aber marke und produkt müssen stimmen, d. h., sie müssen von einer social-media-strategie sofort profitieren können. das sind echte “consumer-marken”, vorzugsweise solche, die mit shops und online-marketing bereits im markt operieren, also nicht erst missioniert werden müssen.

aber auch “starter” im onlineshop-bereich suchen in 2010 experten, die ihnen dabei helfen, durch social-media-strategien im markt fuß zu fassen.

tipp 2) die eigenen web-aktivitäten ausweiten, und dabei mit eigener kreativität punkten. 2010 wird das jahr sein, wo kreative internetdienstleister sich selbst unter beweis stellen müssen. zum beispiel durch neue design- und text-strategien. nur wer selbst mut und eigensinn beweist, kann letztlich auch dritte überzeugen, das gleiche zu tun. das bedeutet eben auch, unkonventionelle wege einzuschlagen, mit wort- und bildwitz sowie dekonstruktivistischer energie den prozess der selbsthinterfragung auf kunden und potenzielle kunden zu übertragen.

die zeichen für einen neuanfang in der werblichen kommunikation stehen so gut wie lange nicht mehr. viele unternehmen sehen die notwendigkeit, neue wege zu gehen, da alte rezepturen nicht mehr greifen. der lange geltende kategoriebegriff “klassische werbung” wird dramatisch an sinn verlieren. nicht nur verschwimmen die grenzen zwischen den althergebrachten kommunikations-kategorien, es entstehen neue kategorien mit neuen inhalten. wachsam sein, überblick behalten, hype vom brauchbaren trennen. wer als phantast erscheint, bringt sich um reelle chancen. wer sich als fantastischer realist entpuppt, erreicht auch das großhirn des prokuristen ;-)

mit dem sich verändernden kommunikationsverhalten ändert sich auch das konsumverhalten. das bedeutet im übertragenen sinne: “konsumverhalten folgt dem kommunikationsverhalten” – die abwandlung des designerischen gesetztes “form follows function”.

mein tipp 2 lautet also: überrascht eure kunden und potenziellen kunden mit neuen ideen, neuen web-präsenzen, neuen texten und aktionen. mit letzterem meine ich beispielsweise auch, dass nicht alles, was man als agentur oder freelancer tut, um kunden zu gewinnen, zwangsläufig auch so aussehen muss. klingt paradox, ist aber einen oder zwei gedanken wert. stichwort: soziales engagement. eine agentur- oder freelancermarke definiert sich nicht mehr nur über “designfragen” und eigenwerbliche aussagen, sondern auch darüber, ob man gibt, ohne zu erwarten, dass sofort etwas zurück kommt. schließlich ist gesellschaftliches engagement der beste weg, in den lohnenswerten strom des empfehlungsmarketings einzutauchen. die sitzorgien im elfenbeinturm sollten der vergangenheit angehören.

tipp 3) setzt auf eigene inhalte, nicht auf die interpretation von inhalten dritter. die größte faszination übt man auf kunden und potenzielle kunnden aus, wenn diese eigene gedanken bei ihrem partner entdecken. dagegen stößt nachgeplappertes zeug eher ab. es kommt mehr denn je darauf an, eigene standpunkte zu entwickeln und sie verständlich kommunizieren zu können. leuten mit eigenem rückgrat traut man eben eher zu, zwei eimer voll wasser vom brunnen ins haus zu tragen. eigensinn nicht als “eigenbrödlerische weltfremde grille”, sondern als chance zur profilierung und alleinstellung. das wollen auch die kunden für sich selbst erreichen.

jetzt kommt es darauf an, wie man seine standpunkte aufbereitet und über welche kanäle man sie an die richtigen empfänger kommuniziert. in diesem zusammenhang empfehle ich einen klugen mix aus digitalen mitteilungsformen und denen “alter schule”. man glaubt gar nicht, was ein drei mal jährlich erscheindendes print-magazin so alles bewirken kann. besonders dann, wenn der absender eine online-agentur ist ;-)

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