Klasse statt Masse


Geschrieben am Sonntag, 24. Juni 2012 von Thomas Kilian (1 Antwort)

Mein Blogbeitrag zu den 10 schlechtesten Gründen für eine Kontaktanfrage bei XING scheint recht gut anzukommen, auch 10 Wochen nach Veröffentlichung bekomme ich beinahe täglich Statements wie dieses zugeschickt:

“Hallo Herr Kilian,
vielen Dank für Ihren Artikel “die schlechtesten Gründe für eine Kontaktanfrage”. Ich schicke den Link dazu jetzt jedem, der mir eine sinnfreie Kontaktanfrage zukommen lässt. Das sollte für eine Menge Traffic auf Ihren Blog sorgen ;-).”

Es freut mich, wenn sich die Idee weiter durchsetzt, von automatisierten Kontaktanfragen Abstand zu nehmen. Denn wie viel Akquise-Potenzial wird hier verschenkt, das sich mit einer konkreten und für den Adressaten passenden Ansprache nutzen ließe? Um es noch einmal deutlich zu wiederholen: Über XING lassen sich hervorragend Kontakte knüpfen und Kunden gewinnen – ich selbst nutze das Netzwerk regelmäßig, um mein Netzwerk zu erweitern, Kooperationen zu schließen oder mich bei interessanten Unternehmen ins Gespräch zu bringen. Wer meint, XING tauge nicht zur Neukunden-Gewinnung, irrt gewaltig! Aber …

Ja, aber!

Es kommt – wie vieles im Leben – darauf an, den richtigen Ton zu treffen. Bestes Beispiel eine Nachricht heute (Sonntag) morgen um 9.02 Uhr (!) mit dem Titel “Neu- oder Bestandskundenakquise! Vorstellung meines Unternehmens“:

Was hat der Absender falsch gemacht, außer dass er immerhin meinen Namen richtig geschrieben hat?

  1. Versand der Nachricht zu einer akquise-untypischen Uhrzeit. 
    Mag sein, dass hier antizyklisch gedacht wurde, aber ich denke sofort: “Der scheint es aber nötig zu haben, mich Sonntag morgen anschreiben zu müssen!”
  2. Langweilige, nichtssagende Überschrift
    Die Betreffzeile soll Lust machen, auf die Nachricht zu klicken – dabei ist es unerheblich, ob per E-Mail, XING oder sonstwie verschickt.
  3. Banalen Grund für die Kontaktaufnahme angeben
    Wer ist denn nicht an interessanten Kontakten interessiert (doppelt gemoppelt)? Was sind überhaupt “interessante Kontakte”? Wieso nicht weiter konkretisieren, z.B. “neue Kooperationen im Bereich außergewöhnlicher Akquisemethoden” – das hätte deutlich mehr Bezug zu meinem Profil.
  4. Konjunktiv-Schwadronieren
    Wieso “würde er sich gerne vorstellen” und tut es nicht einfach?
  5. PR-Blabla ohne Nutzen für den Kunden
    Was ist denn ein “kleines und feines Akquise-Center”? Und wieso überhaupt “Center”? Was habe ich davon, dass sie “klein und fein” sind?
  6. Masse statt Klasse
    Statt des selbst gewählten Mottos “Klasse statt Masse” bekomme ich eine unpersönliche Massenmail, die wenig “Klasse” mitbringt und damit die eigene Überzeugung ad absurdum führt.

Wer meint, es könnte ja im Rest der Nachricht nur besser werden, schaut leider ebenfalls in die Röhre. Die oben genannten Punkte wiederholen sich in mehreren Absätzen, bis der nichtssagende Abschluss (“Es wäre schön wenn wir Ihr Interesse geweckt haben und ich würde mich freuen mit Ihnen in Kontakt zu treten.”) den Höhepunkt der sehr langen Nachricht markiert. Dass weder das Hobby-Profilbild, noch die empfohlene Website für Vertrauen sorgen, sei hier nur am Rande bemerkt.

Wie Ihr wisst, bin ich kein meckernder Mieseprim, sondern versuche immer, auch einige Tipps für die optimale Vorgehensweise zu liefern. Deshalb zum Schluss noch ein Beispiel, wie es hätte besser laufen können (eine Versandzeit zu den geschäftlich üblichen Uhrzeiten sowie ein Business-taugliches XING-Profilfoto vorausgesetzt):

Hallo Herr Kilian,
an Ihrem Profil hat mir der Satz “Marketing abseits der üblichen Werbelangeweile” besonders gefallen. In unserem Akquisebüro unterstützen wir Kunden bundesweit nach dem Prinzip “Klasse statt Masse”, in dem wir Kontakte gezielt über XING recherchieren und mit pfiffigen und individuellen Nachrichten ins Gespräch kommen. Unserer Erfahrung nach schaffen es viele Unternehmer zeitlich nicht, regelmäßig mit neuen Kunden in Kontakt zu kommen (und auch zu bleiben), was für eine nachhaltige Akquisestrategie unerlässlich ist. Sehr gerne stelle ich Ihnen unsere Vorgehensweise einmal telefonisch vor, um Sie und Ihre Kunden in diesem Bereich zu unterstützen.
Bin gespannt auf Ihre Antwort,
herzliche Grüße nach Löhne – Max Muster

Besser, oder?

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Führen durch Vernetzung – Erkenntnisse der aktuellen IBM CEO Studie 2012


Geschrieben am Mittwoch, 20. Juni 2012 von Thomas Kilian Kommentare deaktiviert

Eine Freundin von mir arbeitet in Dublin bei IBM und hat mir vor ein paar Tagen die Ergebnisse der aktuellen CEO Studie 2012 gemailt. Sie schreibt als Betreff: “Als ich das gelesen hab, musste ich spontan an dich denken!” – In der Tat finde ich mich in der Zusammenfassung total wieder, die das Ergebnis der Befragung von weltweit mehr als 1.700 CEOs, Geschäftsführern und leitenden Führungskräften darstellt.

Die Studie hat Antworten auf die folgenden Fragen gesucht:

  • Wie reagieren die CEOs auf die zunehmende Komplexität von vernetzten Organisationen, Märkten, Gesellschaften und Regierungen?
  • Welche konkreten Veränderungen planen sie innerhalb ihrer Organisationen?
  • Wo sehen sie die größten Chancen der Differenzierung und Unternehmensführung?
  • Und welche Gemeinsamkeiten gibt es bei besonders erfolgreichen Unternehmen?

Nun möchte ich Euch auch die Ergebnisse nicht vorenthalten, die ich sowohl für mich persönlich, als auch für das Thema Kundengewinnung und Unternehmertum 2012 total spannend finde:

  • Eine offenere Unternehmenskultur
    Um das Potenzial einer zunehmenden Vernetzung zu nutzen, fördern CEOs eine offenere Unternehmenskultur. Sich nach innen und außen zu vernetzen und voneinander zu lernen, wird für Mitarbeiter zur Kernkompetenz.
  • Kunden als Individuen behandeln
    Erfolgreiche CEOs verfolgen und interpretieren Kundenverhalten auf der individuellen Ebene, und nicht nach Kundengruppen oder Markt-Clustern. Daraus leiten sie kundenindividuelle Maßnahmen unter stärkerer Nutzung von Social Media ab. Mehr als die Hälfte von ihnen rechnet damit, dass sich Social Media zum zweitwichtigsten Kundenkontaktkanal – nach dem persönlichen Kontakt – entwickeln wird.
  • Innovationen durch Partnerschaften vorantreiben
    Die Bereitschaft, mit externen Partnern zusammenzuarbeiten, hat erheblich zugenommen. Mehr als die Hälfte aller CEOs arbeitet in großem Umfang mit ihnen zusammen. Outperformer, also Unternehmen, die überdurchschnittlich erfolgreich sind, gehen dabei noch offensiver vor. Sie wagen Partnerschaften zum Einstieg in andere Branchen oder in völlig neue Geschäftsmodelle.

Fünf Schwerpunkte kann ich extrahieren, die für meine Tätigkeit auch bisher schon sehr wichtig sind:

  1. Intensive Vernetzung und Austausch
  2. Individuelle Kundenbeziehungen
  3. Starke Nutzung von Social Media
  4. Partnerschaftliche Zusammenarbeit
  5. Entwicklung neuer Geschäftsmodelle

Mir “gefällt das”.

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Die 10 schlechtesten Gründe für eine Kontaktanfrage bei XING


Geschrieben am Montag, 09. April 2012 von Thomas Kilian (51 Antworten)

Schon seit einiger Zeit nehme ich mir vor, einen Beitrag über die unsäglichen Kontaktanfragen bei XING zu schreiben. Nachdem ich mit “Ächz” und “Ächz 2.0″ meinem Ärger schon vor einer Weile per Facebook & XING (!) Luft gemacht habe, möchte ich hier mal das skurille Verhalten von Kontaktsammlern und virtuellen Klinkenputzern anprangern, das aus meiner Sicht so gar nichts mit sinnvoller Neukunden-Gewinnung zu tun hat.

Hier die 10 schlechtesten Gründe für eine Kontaktanfrage bei XING:

  1. Ich habe gesehen, dass Sie sich auch für … interessieren.
  2. Ich bin durch eine Internet Recherche auf Ihre Seite aufmerksam geworden.
  3. Wie ich lese, sind Sie ja auch in der Gruppe “Aufträge und Kundengewinnung”, wie schön!
  4. Auch sonst ist Ihr Profil sehr interessant für mich.
  5. … da Sie ebenso im Bereich Marketing und Werbung in Deutschland arbeiten …
  6. … bei Gelegenheit über verschiedene Möglichkeiten der Kundengewinnung in unserer Branche sprechen.
  7. Ich suche derzeit gute Kontake aus dem Bereich “Gebäudetechnik” (WTF?)
  8. Vielleicht ergeben sich wertvolle Synergien.
  9. “Kein engeres Band gibt es unter den Menschen als gemeinschaftlich gewollte, begonnene und durchgeführte Unternehmungen.”
  10. “Kontakte schaden nur dem, der keine hat.”

Gerne konkretisiere ich noch, was mich an den Kontaktanfragen stört, um nicht missverstanden zu werden (ich nutze XING nämlich selbst auch gezielt, um Networking zu betreiben). Es ist die unkonkrete PR-Sülze, die Vertriebler in Zeiten von XiButler, Elepost und anderen “Power-CRM-Tools” automatisiert oder halb-automatisiert verbreiten, um für sich oder ihre Kunden Leads zu generieren. Einmal die Phrasendreschmaschine angeworfen, hundertfach kopiert und gepostet, was das Zeug hält. Am besten nach Guttenberg’scher Manier mit falscher Anrede, fehlerhafter Zuordnung der Interessen oder künstlich-aufgesetzter Grußformel (“Heitere Grüße aus dem sonnenverwöhnten Oberfranken”).

Ich kann dieses Geschwafel einfach nicht mehr ertragen und habe vor einigen Wochen bereits die Nachrichteneinstellungen so verändert, dass nur noch Kontakte 2. Grades direkte Nachrichten an mich schicken dürfen. Immerhin haben jetzt die unsäglichen Gruppeneinladungen (wer nutzt denn aktiv mehr als 2-3 Gruppen bei XING?) abgenommen, doch die Kontaktanfragen bleiben. Bevor ich jetzt jegliche Kontaktaufnahme über dieses “Business-Netzwerk” einschränke, werde ich jede Anfrage aus der Liste 1-10 mit dem Link zu diesem Artikel beantworten. Vielleicht klingelt es dann bei dem einen oder anderen, zumindest bleibt es zu hoffen.

Wie Sie es richtig machen – individuelle Kontaktanfragen mit Sinn, Verstand und Charme

Die – traurige – Wahrheit ist, dass Akquise Zeit, Aufwand und manchmal auch Nerven kostet. Es gibt von Mensch zu Mensch keine Abkürzung. Vergessen Sie deshalb jede (halb-) automatisierte Form von Massen-Anfragen. Suchen Sie lieber nach Personen, die tatsächlich einen Nutzen und einen Vorteil haben. Geben Sie etwas, bevor Sie erwarten. Machen Sie jemandem eine Freude. Beziehen Sie sich auf konkrete, tatsächliche Gemeinsamkeiten. Schmeicheln Sie nur, wenn Sie es auch ehrlich meinen.

Hallo Herr Kilian, ich verfolge sehr interessiert ihren Blog und den Podcast, da wir als sehr junges Unternehmen natürlich noch hart um Neukunden kämpfen müssen. Ich würde mich freuen, mich mit Ihnen über diese Themen persönlich auszutauschen.

Hier scheint sich jemand tatsächlich mit meinen Veröffentlichungen beschäftigt zu haben. Seine Einschätzung ist ehrlich, seine Kontaktaufnahme persönlich.

Sehr geehrter Herr Kilian, ich wünsche Ihnen einen guten Start in 2012! Wir kennen uns beide noch nicht und ich möchte Sie direkt auf eine eher unkonventionelle Art und Weise etwas fragen, weil ich Sie gerne als neuen Kunden gewinnen möchte.

Immerhin ehrlich und direkt, oder? Fand ich charmant, aber passte in dem speziellen Fall inhaltlich nicht für mich. Trotzdem haben wir sehr nett 2-3 Mal hin- und hergemailt.

Sehr geehrter Herr Kilian, und wie hat Ihnen gestern die Veranstaltung gefallen? Ich möchte Sie gerne zu meinen Kontakten hinzufügen und freue mich auf Ihre Bestätigung.

Nachdem wir uns gestern ja jetzt auch persönlich kennengelernt haben, würde ich mich freuen, wenn wir uns “verxingen”.

Die gemeinsame Teilnahme an einem Event, der Austausch der Visitenkarten oder kurzer Plausch am Kaffeetisch ist immer eine Gelegenheit, den Kontakt über XING und andere Plattformen zu vertiefen. Hier besteht eine Basis für weitere Gespräche allein aufgrund des persönlichen Treffens.

Es gibt viele weitere Möglichkeiten, um einen konkreten Bezug herzustellen. Nutzen Sie die Vorteile von XING, bei den meisten Profilen auch persönliche Interessen einsehen zu können. Bei mir sind dies z. B. Segeln, mein Golden Retriever, das Interesse für Resthöfe oder der christliche Glaube. Doch bitte nicht als vorgeschobener Grund, bleiben Sie authentisch. Und wenn es keine Gemeinsamkeiten gibt, dann konstruieren Sie keine – gehen Sie weiter und networken Sie nur mit denjenigen, bei denen wirklich eine gemeinsame Basis vorhanden ist. In diesem Sinne freue ich mich auf den Dialog und die Vernetzung – vielleicht auch mit Ihnen, liebe Leser?!

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Setzen Sie Werbegeschenke für Neukunden ein?


Geschrieben am Donnerstag, 02. Februar 2012 von Thomas Kilian (1 Antwort)

In der vergangenen Woche hatten wir eine tolle Anfrage in unserem Filz-Shop: Ein Unternehmen wollte 1.000 Schlüsselanhänger aus Filz haben, um diese als Werbegeschenke einzusetzen. Leider war ihnen die Investition für die hochwertigen, aus reinem Wollfilz gefertigten Bänder zu hoch – der billige Industriefilz aus Fernost lag doch eher im preislichen Rahmen. Qualität hat eben ihren Preis – deshalb frage ich mich in letzter Zeit immer wieder, ob Werbegeschenke für Neukunden Sinn machen, oder ob es im Grunde nur Geldverschwendung ist. Ich selbst lege ja auf billige Kugelschreiber, Notizblöcke und Fototassen mit dem Logo eines anderen Unternehmens auch keinen gesteigerten Wert.

Ein Kunde von uns vertreibt personalisierte Kalender – hier ist zumindest ein Bezug zu erkennen. Einen Kalender hänge ich mir (wenn er gut gemacht ist) neben den Schreibtisch, vor allem in dieser persönlich gestalteten Form. Doch welchen Nutzwert sollen Mini-Taschenrechner, Flaschenöffner und Zollstöcke haben, wenn es um die Akquise geht? “Viel hilft viel”, scheint das Motto zu sein. Doch wie sieht die Rechnung am Ende aus?

Nehmen wir doch mal ein Werbemailing, das potenzielle Kunden per Brief erhalten:

  • Wert eines “günstigen” Werbeartikels = ca. 1-5 Euro
  • Porto zum Versand = ca. 1,45 – 3,90 Euro (je nach Größe)
  • Druckkosten, Briefbeilage, Organisation, Versand = ca. 1-3 Tage (je nach Anzahl der Empfänger)

Bei nur 100 Kunden, kommen schnell Summen zwischen 500 und 1.000 Euro zusammen, bei 500 Adressaten wären es ca. 2.500 bis 5.000 Euro und bei 1.000 Empfängern sogar 5.000 bis 10.000 Euro.

Wir haben uns als Agentur mit Werbegeschenken bislang sehr zurück gehalten, da ich die Wirkung auf die Akquise als sehr gering ansehe. Da bin ich eher von individuellen Mailings überzeugt, wie wir sie in unserer Neukunden-Challenge ausprobiert haben. Deren Erfolg war zwar auch nicht überragend, aber sie hat immerhin eine Menge Spaß gemacht … ;-)

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Ohne ein attraktives Produkt geht gar nichts!


Geschrieben am Dienstag, 17. Januar 2012 von Thomas Kilian Kommentare deaktiviert

Neues Jahr, neue Gastartikel – heute von Christian Schulte, dem Geschäftsführer eines neuen Online-Dienstes namens Dropscan, der mir nicht nur visuell sehr gut gefällt, sondern auch sehr klaren Nutzen für Anwender bietet, die professionelle Scan-Services in Anspruch nehmen möchten. Christian hat mich gefragt, ob wir bei uns im Blog nicht mal über die Neukunden-Gewinnung in Form einer eindeutigen Positionierung berichten könnten. Nachdem andere Blogs auch schon über Dropscan berichten, habe ich ihn gebeten, am Beispiel seines Startups zu zeigen, wie sie sich in diesem Bereich profilieren.

Neukunden-Gewinnung für einen Webservice am Beispiel von Dropscan

Viele Ratschläge und Expertentips zum Thema Neukundengewinnung drehen sich um die Frage, wie und über welche Kanäle man Kunden für ein existierendes Angebot generiert. Dabei wird leider zu oft ein enorm wichtiger Punkt übersehen: Es ist in der Realität doch nicht ganz so einfach, Eiswürfel an Eskimos zu verkaufen. Oder anders ausgedrückt: Ohne ein attraktives Produkt nutzen die besten Marketingaktivitäten langfristig herzlich wenig.

Bei der Entwicklung von Dropscan haben wir viel Aufmerksamkeit auf die Entwicklung eines attraktiven Produktes gelegt. Grundsätzlich gibt es dabei drei Punkte, die man bei der Produktentwicklung für eine Webapplikation unbedingt beachten sollte:

1.) Ihr Produkt löst ein echtes Problem für eine klar definierte Zielgruppe

Die erste Frage, die es zu beantworten gilt, ist immer: Wer braucht dieses Angebot und vor allem warum? Bietet ein Produkt keinen konkreten Nutzen für den Kunden bei der Lösung eines wichtigen Problems, wird niemand bereit sein, dafür Geld auszugeben. Im Fall von Dropscan war der Ausgangspunkt, dass es für viele Unternehmen immer wichtiger wird, Papierdokumente auch in elektronischer Form zur Verfügung zu haben. Leider ist das Scannen von Unterlagen in Papierform ein sehr arbeits- und zeitaufwändiger Prozess. Unser Anspruch war es, diesen Prozess radikal zu vereinfachen: Der Kunde schickt seine Unterlagen per Post zu und kurze Zeit später kann er durchsuchbare PDF-Dateien online herunterladen.

2.) Ihr Produkt ist einfach zu benutzen

Ein Punkt der häufig unterschätzt wird, ist die Bedienerfreundlichkeit eines Produktes. Gerade im Internet wird selbst das beste Produkt vom Kunden nicht angenommen, wenn die Bedienung kompliziert und unverständlich ist. Nicht ohne Grund stecken erfolgreiche Anbieter viel Zeit und Geld in die Optimierung ihrer Bedien- und Bestellprozesse. Auch bei Dropscan haben wir von Anfang an darauf geachtet, die beiden zentralen Prozesse, Scanaufträge erteilen und Aufladen von Scanguthaben, so einfach und unkompliziert wie möglich zu halten. Die Anzahl der nötigen Schritte und die abgefragten Informationen wurde auf ein Minimum reduziert. Der Kunde erhält zu jedem Zeitpunkt klare Anweisungen und Informationen zum Stand seines Auftrags. Zusätzlich wird er über jeden Schritt nicht nur im Browser, sondern auch per E-Mail informiert. Alle diese Maßnahmen tragen dazu bei, daß selbst unerfahrene Internetnutzer unseren Scan Service ohne Probleme nutzen können. Und ganz nebenbei reduziert sich dadurch auch die Anzahl der Supportanfragen – ein netter Nebeneffekt! :-)

3.) Ihr Produkt hat einen klaren und einfachen Preis

Viele Angebote im Internet haben relativ komplizierte Preismodelle. Gerade bei einer komplexen Dienstleistung wie dem Scannen von Dokumenten wird der Kunde häufig mit langen Preislisten und Rabattmodellen konfrontiert. Unser Ziel war es daher, auch das Preismodell extrem einfach und transparent zu gestalten. Keine Grund- oder Abogebühren, keine Mindestabnahme, keine Vertragsbindung. Der Kunde zahlt nur, was er tatsächlich nutzt. Ab 100 Seiten gibt es Rabatt, indem der Kunde ein entsprechendes Guthaben erwirbt. Durch ein möglichst einfach gehaltenes Preismodell kann der Kunde sofort die enstehenden Kosten für seinen Auftrag erkennen.

Unserer Erfahrung nach sind diese drei Punkte eine unabdingbare Vorraussetzung für die erfolgreiche und vor allem nachhaltige Gewinnung von Kunden insbesondere, wenn Produkte und Dienstleistungen im Internet angeboten werden. Auch die beste Akquise-Aktion hat nur mittelmäßigen Erfolg, wenn Produktlösung und Nutzen, einfache Bedienung und ein klares Preismodell nicht beachtet werden. Das gilt sicherlich nicht nur für webbasierte Dienste.

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Inbound Marketing als Alternative zur Kaltakquise


Geschrieben am Montag, 28. November 2011 von Thomas Kilian Kommentare deaktiviert

Wie wäre es, wenn Sie sich ab sofort keine Gedanken mehr darüber machen müssten, neue Kunden zu finden? Anstelle von aufwändigen Marketingkampagnen und nervtötender Kaltakquise rufen regelmäßig neu Interessenten bei Ihnen an, um sich nach ihren Leistungen und Produkten zu erkundigen. 

Utopie? – “Nicht ganz”, verspricht zumindest Reinhard Janning, Blogger-Kollege vom Lead Management Blog. Er hat als Geschäftsführer der DemandGen AG bereits vor einiger Zeit sein Marketingkonzept in Frage gestellt und sagt: “Mit einer neuen Methode ist es uns gelungen, in der Tat regelmäßig Anfragen von Interessenten zu erhalten, die wir bislang noch nicht kannten.”

Diesen Ansatz des Inbound-Marketing stellt Reinhard Janning im heutigen Gastbeitrag den Lesern des Neukunden-Magnet vor …

Mit systematischem Inbound Marketing zu neuen Kunden

Man nennt die von uns eingesetzte Methode auch “Content Marketing” oder “Inbound Marketing”. Anders als beim klassischen Marketing geht es darum, möglichst interessante Informationen rund um Ihre Produkte und Leistungen im Internet zu verteilen und so potenzielle Kunden auf Ihr Unternehmen aufmerksam zu machen. Social Media, Blogs und Fachportale bieten sehr einfache Möglichkeiten, diese Informationen bereitzustellen.

Dabei müssen Unternehmen natürlich sorgfältig abwägen, welche Relevanz die Informationen für ihre Zielgruppe haben und welches Risiko diese Information darstellen, wenn sie in falsche Hände geraten. Insbesondere wenn es um erklärungsbedürftige Produkte geht, ist Ihr Know-how das Alleinstellungsmerkmal, das den neuen Kunden interessiert. Dabei geht es im häufig um Erfahrungen, die Sie im Laufe Ihres Geschäftslebens gesammelt haben, die sie aber nicht zwangsläufig allen Interessenten zur Verfügung stellen möchten. Andererseits geben diese Informationen potentiellen Kunden die Sicherheit, dass Sie ihr Geschäft besonders gut verstehen. Wenn Sie nun also überlegen, welche Art von Informationen Sie im Internet frei verfügbar machen, müssen sie also entscheiden, bis zu welcher Art von Information Sie ihr Fach Know-how auch Fremden und möglichen Wettbewerbern zur Verfügung stellen wollen und zu welchem Zeitpunkt sie diese Information nur gegen Herausgabe der Kontaktdaten zur Verfügung stellen.

In jedem Fall bekommt Ihr Unternehmen mit dieser Methode ein deutlich besseres Ansehen und kann sich als Experte in ihrem Umfeld positionieren. Die Erfahrung hat gezeigt, dass potentielle Käufer diese Erfahrung schon zu einem früheren Zeitpunkt suchen. Das Internet spielt dabei eine wesentliche Rolle. Eine Allensbach Studie hat herausgefunden, dass 91 Prozent aller Käufe über das Internet generiert oder zumindest beeinflusst werden. Bevor man sich mit der Abschaffung eines Produktes beschäftigt, recherchiert man im Internet relevante Informationen zu dem Thema. Wenn Sie im Rahmen dieser Recherche gefunden werden und über so genannte Konvertierungsmechanismen (in der Regel Webformulare) ihre Informationen gegen die Herausgabe der E-Mail-Adresse zur Verfügung stellen, haben Sie anschließend die Möglichkeit, mit diesen potentiellen Interessenten per E-Mail weiter zu kommunizieren und sukzessive ihre Kompetenz unter Beweis zu stellen. Dabei kann es durchaus passieren, dass der Interessent sich, sobald sich seine Anschaffung konkretisiert, wieder mit Ihnen in Verbindung setzt und dann um ein ansprechendes Angebot bietet.

Damit Ihr “Content” auch immer gefunden wird, bietet es sich an, Ihre Webseite, Ihre Social Media Aktivitäten und die Aktivitäten auf Fachportalen regelmäßig zu überwachen. Außerdem ist es erforderlich, dass Sie schnell und einfach Landing Pages erstellen können,  um die notwendigen Konversionen zu erzielen. Deshalb haben sich in den letzten Jahren viele Lösungen am Markt etabliert, die genau diese Mechanismen unterstützen und Ihnen regelmäßige Analysen geben, über welche Kanäle welche Besucher in welcher Qualität zu Ihnen kommen.

Beispielhaft sehen Sie dazu die folgende Grafik, die einerseits aufzeigt, aus welchen Quellen die Besucher die Webseite gefunden haben (zum Beispiel Suchmaschinen, Social Media, E-Mails oder Ähnliches) und wie viele der Besucher dann zu “Leads” geworden sind.  Die Leads werden dann in einer Datenbank gespeichert, können gegebenenfalls mit ihrem CRM-System synchronisiert und für weitere Marketingaktionen genutzt werden.

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Akquise in der Krise


Geschrieben am Montag, 26. September 2011 von Thomas Kilian Kommentare deaktiviert

In der nächsten Woche bin ich zum Segeln in Griechenland; es geht mit acht Männern von Athen in die kleinen Kykladen und ich freue mich schon sehr auf diesen Törn. Im Blog der SOURCE GmbH habe ich schon vor einigen Wochen diese Anzeige von SIXT gefunden:

(via Source-Blog)

Als ich letzte Woche einem Kunden vom geplanten Törn erzählt habe, gab es einen ähnlichen Kommentar, ob ich genügend Geld mitnehmen würde und dass ich vielleicht dort schon wieder mit Drachmen bezahlen könnte. Die Schlagzeilen zur Euro-Krise bestimmen zurzeit unsere Nachrichten – aus gutem Grund. Schließlich haben die Entwicklungen in Griechenland, Italien, Spanien und Irland auch Einfluss auf die hiesige Wirtschaft, ob es zurzeit brummt oder nicht, ist vielleicht nur noch eine Frage der Zeit.

Schon vor zweieinhalb Jahren habe ich in einem Blogartikel über das Thema Neukunden-Gewinnung in der Wirtschaftskrise geschrieben. Mein Plädoyer möchte ich auch heute wiederholen: “Akquise TROTZ Krise” müsste die Überschrift heißen. Und weil’s so schön war weil die Wiederholung die Mutter der Weisheit ist, zitiere ich gerne von damals:

  1. Gerade jetzt brauchen wir Unternehmerinnen und Unternehmer, die positive Signale setzen und nicht auf jede negative Schlagzeile mit Heulen und Zähneklappern reagieren. Wer mit Selbstvertrauen und Leidenschaft auf die Jagd nach neuen Kunden geht, hat sicher schnell Waidmanns Heil.
  2. Für bestimmte Branchen (z.B. Beratung, Coaching, Management, Werbung usw.) sind gerade in wirtschaftlich schwierigen Zeiten neue Kunden leichter ansprechbar. Nutzen Sie diese Chance!
  3. Wer sich heute nicht ins Schneckenhaus zurück zieht, ist vielen schon einen großen Schritt voraus. Stellen Sie Ihr Angebot ins Rampenlicht und fallen Sie auf,was das Zeug hält.
  4. Sackgassen bieten die Gelegenheit, mal neue Wege zu gehen. “Das haben wir schon immer so gemacht” funktioniert nur so lange, wie das Wetter schön ist. Ziehen Sie sich wetterfeste Kleidung an und suchen Sie aktiv nach Auswegen aus der Krise.

Amen.

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Woher kommen die richtig guten Adressen?


Geschrieben am Freitag, 26. August 2011 von Thomas Kilian (4 Antworten)

Vor einiger Zeit habe ich mit einem Existenzgründer telefoniert, der naturgemäß vor der Herausforderung steht, an neue Kunden zu gelangen. Er wollte Werbebriefe verschicken und dann einige Tage später selbst anrufen, um nachzufassen. Im Grunde keine schlechte Idee, um ein Gefühl dafür zu bekommen, wie schwierig Direktmarketing sein kann. Schließlich sind sowohl die Quoten ungeöffneter Werbebriefe, als auch die Absagen bei telefonischer Kaltakquise ziemlich mies – vor allem, wenn derjenige vom Telemarketing keine Ahnung hat.

Doch selbst mit einem gepimpten Werbebrief lässt der Erfolg auf sich warten, wenn nicht genügend oder falsche Adressen vorliegen. Meine Frage, an wen sich das Anschreiben denn richten solle, beantwortete der Gründe mit einem stolzen: “Ich habe jetzt vier Wochen lang Adressen aus den Gelben Seiten abgeschrieben!”, und schob nach: “Das darf ich doch auch, oder?”

Freilich darf er, doch wie effektiv diese Form der Adressbeschaffung sein mag, darf bezweifelt werden. Schlussendlich fehlten dem Akquiseneuling sogar die persönlichen Ansprechpartner. Ich habe ihm geraten, keine Werbebriefe an “Sehr geehrte Damen und Herren” zu schicken, sondern sich bei einem Dienstleister für die Adressbeschaffung zu informieren. Wir haben als Agentur in diesem Bereich keine besondere Erfahrung und verweisen deshalb auf spezialisierte Firmen.

Eine Recherche bei Google nach “Adressen Werbebriefe” fördert schon so einiges zutage. Vor einigen Jahren gab es mit Smartdex mal eine Suchmaschine für Direktmarketing-Adressen. So richtig scheint das nicht funktioniert zu haben, denn heute gibt es unter dieser Adresse nur noch ein Branchenbuch. Gestoßen bin ich bei meiner Recherche noch auf einen Anbieter namens www.adress-base.de, der Adressen zum Sofort-Download verspricht. Habt Ihr mit solchen Online-Anbietern schon Erfahrungen gemacht? Aufgefallen ist mir das Unternehmen, weil sie unter www.neukunden-marketing.de einen Weblog betreiben, in dem auch einige Fachartikel (z.B. zum Werbebrief) veröffentlicht wurden. Das halte ich immer schon für ein gutes Zeichen, zumal die Namensgleichheit zum Neukunden-Magnet Weblog für zusätzliche Sympathien sorgt.

Empfehlen kann ich an dieser Stelle auch die Firma Jannausch aus Vlotho, die zur Adress-Generierung eine besondere Taktik anwendet. Das Team hat überall in der Republik Kartons verteilt und sammelt dadurch die verschickten Werbebriefe an zentraler Stelle und wertet diese aus. Dadurch ist eine gigantische Datenbank von werbetreibenden Unternehmen entstanden, die ständig aktuell gepflegt und erweitert wird. Natürlich hat diese Form der angereicherten Adressen auch ihren Preis – da schließt sich leider der Kreis zum Existenzgründer vom Anfang der Geschichte. Er wird wohl weiter selbst sammeln müssen …

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Neukunden-Gewinnung mit Hilfe von Gutscheinen


Geschrieben am Sonntag, 31. Juli 2011 von Thomas Kilian Kommentare deaktiviert

Im Leitfaden WOM-Marketing hatte ich letztes Jahr einen Beitrag geschrieben, in dem ich mich mit Kaufanreizen durch Gutscheine und digitale Empfehlungssysteme beschäftigt habe. Die FH für angewandtes Management Erding und das Gutscheinportal gutschein-arena.de haben nun gemeinsam eine Studie erstellt, in der der Einsatz von Gutscheinen bei E-Commerce-Unternehmen untersucht wurde. Die Erkenntnisse (Details zu der Studie bzw. Slideshare Präsentation) daraus sind sehr interessant:

Gemäß der Studie setzen die in ihrer jeweiligen Branche erfolgreichen Unternehmen (gemessen am Umsatz) überdurchschnittlich häufig Gutscheine als Marketinginstrument ein. Dabei ist laut der Befragung der Marketingverantwortlichen von führenden E-Commerce-Unternehmen das wesentliche Ziel des Gutscheinsatzes die Neukunden-Gewinnung (92 %), gefolgt von der Erhöhung der Conversionrate bzw. Reduktion der Abbruchquote (64 %) sowie Erhöhung des Warenkorbes – verstanden als Umsatz pro Bestellung – (50 %).

Gutscheine haben sich definitiv als erfolgreiches Marketinginstrument etabliert. 80 Prozent der Unternehmen, die Gutscheine einsetzen, gehen gemäß der Studie davon aus, dass die Bedeutung der Rabattcodes in Zukunft sogar noch weiter zunehmen wird. Schaut man sich mal die Unternehmen an, die aktuell insbesondere Neukunden-Gutscheine anbieten, so findet sich dort tatsächlich auch die großen Player im Markt wie Otto.de, Zalando.de und Baur.de.

Entscheidend für den Einsatz von Neukunden-Gutscheinen ist allerdings, dass die Unternehmen ihre Kundenkommunikation im Griff haben. Stichwort “CRM” (Customer Relationship Management) geht weit über die Verwaltung der Kunden hinaus. Auch für die Recherche zu meinen Beitrag hatte ich mich letztes Jahr schon mit Data Mining und anderen Formen der Kundenbewertung auseinander gesetzt. Wer den Wert seines Kunden kennt, kann sehr einfach berechnen, wie hoch ein Neukunden-Gutschein ausfallen kann, so dass Aufwand und Nutzen genau im richtigen Verhältnis stehen.

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Warum Sie NEIN sagen müssen, um gut zu verkaufen


Geschrieben am Montag, 04. Juli 2011 von Thomas Kilian Kommentare deaktiviert

… weiter geht es mit einem Gastbeitrag, heute von den telefonart-Bloggern Andrea Jülichs und Mike Lekies, die einen neuen (kostenfreien) Leitfaden aufgelegt haben, der mir sehr gut gefällt. Vielen Dank Euch beiden und weiter so! Vorhang auf …

Wenn der Kunde etwas (aus)probieren kann, kauft er nicht die „Katze im Sack“

Sie finden es häufig am Wochenende in großen Supermärkten oder Einkaufszentren: Schnuckelige Stände um Käse oder Wein zu kosten oder die Vorführung von Super-Gurken-Hobeln und Zaubermessern. Bestimmt haben Sie die kleinen, zusätzlich aufgebauten Angebote schon gesehen.  Das Ziel ist, Kunden ein (neues) Angebot testen, kosten oder probieren zu lassen. Und das ist tatsächlich eine der besten Möglichkeiten Kunden auf  ein neues Angebot aufmerksam zu machen.

Jeder Kauf ist mit einem Risiko verbunden, insbesondere bei Waren, die der Kunde nicht kennt. Wie oft habe ich schon eine neue Creme gekauft, die unangenehm roch. Oder eine neue Wurst genommen, die im Kühlschrank vor sich hin gammelte… Eine neuer Käse, ein neuartiges Messer, spezieller Wein. Das Risiko für den Kunden beim Kauf von etwas Neuem lautet: “Das schmeckt mir doch nicht.” Oder: “Das ist nicht so, wie ich es mir vorgestellt habe.”

Und dann landet die neue Creme oder der neue Käse im Mülleimer. Das ist kein Beinbruch – aber es ist ärgerlich. Wegen dieses Risikos gehen viele Kunden verständlicherweise auf Nummer Sicher und bleiben bei der Marke, die sie kennen und mögen. Das ist nicht nur bei Produkten des täglichen Bedarfs so.

  • Fazit: Wann immer möglich, lassen Sie Ihren Kunden Ihr Angebot kosten.
    Falls Sie jetzt sagen: „Das geht bei uns nicht…“ — Auch bei Dienstleistungen ist es möglich, Ihrem Kunden zu vermitteln, was Sie tun – und wie Sie es tun. Ein Beispiel: Unser neuer Gratisreport „STOP Selling. Warum Sie scheitern, wenn Sie Kunden überzeugen wollen. Und wie Sie Kunden tatsächlich erfolgreich ansprechen. Gratiskurs: STOP Selling.

Was ist mit den Kunden, die nicht probieren wollen?

Wenn ich mit dem Auto unterwegs bin und mir wird im Supermarkt Wein zum Probieren angeboten, lehne ich prinzipiell ab. Auch wenn ich inmitten einer Weinregion lebe… Ich sage: „Nein, danke.“

Doch ist Ihnen schon einmal aufgefallen, dass viele Kunden nicht „NEIN“ sagen können? Sie machen einen riesigen Bogen um die Probierstände. Sie senken den Kopf und blicken starr auf die Erde. Sie versuchen „unsichtbar“ für den Promoter zu werden. Sie können nicht „Nein“ sagen. Es ist ihnen unangenehm.

Leider sind daran viele Verkäufer selbst schuld, weil Sie die Meinung des Kunden oft nicht akzeptieren. Sie drängen Kunden dazu, dennoch etwas zu nehmen. Sie versuchen ein „Nein“ durch Argumente zu entkräften. Sie schmeicheln, verweisen auf mögliche Verluste („das bekommen Sie nie wieder“) – oder machen sogar Angst. Das ist tatsächlich unangenehm.

  • Fazit: Falls es Ihnen schwer fällt, das „Nein“ Ihres Kunden zu akzeptieren: Bitten Sie jemanden den Verkäufer zu mimen. Sie sind der Kunde. Sie wählen als Gegenstand des „Verkaufsgesprächs“ etwas, was Sie nie kaufen würden. Der „Verkäufer“  versucht, Sie hartnäckig davon zu überzeugen. Ohne zu respektieren, dass Sie „Nein“ sagen…Merken Sie, wie unangenehm das ist?

Und warum muss ich Nein-Sagen können, um gut zu verkaufen?

Wenn Sie zu etwas „Nein“ sagen können, dann können Sie auch akzeptieren, wenn ein anderer –ein Kunde – „Nein“ sagt. Das hat weniger mit Verkaufsstrategien als mit einem gesunden Selbstbewusstsein zu tun. Wer etwas ganz selbstverständlich ablehnen kann, weiß, dass Ablehnung nichts mit dem Verkäufer oder der Ware zu tun hat. Diese Menschen erklären häufig gar nicht, warum sie etwas nicht möchten. Für sie ist es normal, dass sie nicht zu jederzeit jedes Angebot haben wollen. Oder zu allem, „JA“ zu sagen.

  • Fazit: Jemand der selbstbewusst Nein sagen kann, akzeptiert auch selbstbewusst das Nein eines anderen. Er weiß, es hat nichts mit ihm persönlich zu tun, weil nicht jeder Kunde, mit dem er spricht, sein Angebot benötigt.
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