Kann ich gar nicht so genau sagen


Geschrieben am Montag, 07. April 2008 von Thomas Kilian (8 Antworten)

Ich lasse mich nur sehr ungern akquirieren. Auch wenn ich weiß, dass ich gelegentlich mal bereit sein sollte, das Opfer den Neukunden zu spielen, machen sich Anfragen wie die folgende für mich immer verdächtig:

Sehr geehrter Herr Kilian, über einen Kontakt bin ich auf ihr Unternehmen aufmerksam geworden.
Unser Unternehmen ist u.a. ein Dienstleiser für (…), mit (…) in (…). Der Bereich (…) befindet sich in der Aufbauphase. Ich würde sie gerne einmal persönlich kennenlernen. Vielleicht gibt es ja die ein oder andere Schnittstelle bzw. die Möglichkeit, mal ein Projekt gemeinsam durchzuführen.

Aha! Ein gemeinsamer Kontakt. Also mal schnell die XING-Maschine angeworfen und nach dem Absender gesucht. Es gibt ihn, in der Tat – doch trennen uns zwei Personen, d.h. es gibt keinen gemeinsamen Kontakt. Also frage ich doch gleich mal nach:

Hallo Herr (…), danke für Ihre Nachricht zur Kontaktaufnahme. Welcher Kontakt verbindet uns denn? Bei XING bin ich auf keinen gemeinsamen Bekannten gestoßen.

Und weil ich mit den Leistungen irgendwie nicht so recht was anfangen kann und mir wieder einmal weder ein Nutzen, noch ein besonderer Erfolg, noch neue Kunden, noch ein dickeres Bankkonto, noch schickere Referenzen, noch mehr Zeit oder noch mehr … von allem … aufgezeigt werden, erlaube ich auch hier, eine Rückfrage zu stellen:

In welchen Bereichen sehen Sie denn Schnittstellen für eine Zusammenarbeit? Welche Vorteile können Sie mir bzw. meinen Kunden bieten?

Jetzt schien es der „Akquisitör“ nicht besonders eilig zu haben. Zwölf (12) Tage musste ich warten, um heute die lang ersehnte Antwort auf meine Fragen zu erhalten:

Ich kann ihnen gar nicht so genau sagen, wer unser gemeinsamer Kontakt ist. Ich habe (…) Geschäftspartner gebeten, mir Agenturen zu nennen, die bei uns im Umkreis liegen, mit denen sie schon einmal zusammengearbeitet haben, bzw. mit den sie noch nicht zusammen gearbeitet haben aber ein positives Feedback bekommen haben.

Aha! (Auch die Geschäftspartner kenne ich nicht…)

Was unsere gemeinsamen Schnittstellen sind, kann ich gar nicht  so genau sagen. Daher würde ich sie gerne persönlich einmal kennen lernen und zu uns nach (…) einladen. Wir sind einer der größten (…) in NRW und Ostwestfalen. Und haben uns auf das Thema (…) spezialisiert.

Soweit zu den Vorteilen für meine Kunden… „Wir sind, wir haben, wir können, wir machen…“ — Oder anders gesagt: „Mein Haus, mein Auto, mein Boot, mein Pferd.“ Und was habe ich davon?

Ich würde mich freuen, wenn sie mein Angebot annehmen würden und sie mich in unserer Zentrale besuchen.

Hm, klingt nach einem erstklassigen Angebot. Ich bekomme eine Email, deren Absender ich nicht kenne, deren „gemeinsame“ Kontakte ich nicht kenne, deren Nutzen ich nicht erkenne und dann soll ich mich ins Auto schwingen, um die Zentrale des Unternehmens in 150 Kilometer Entfernung zu besuchen, natürlich auf meine Kosten?

Ob ich das machen werde? Kann ich gar nicht so genau sagen…
 

Einen Kommentar zum Beitrag schreiben!
Verwandte Artikel:

XING macht aus Kaltakquise Warmakquise


Geschrieben am Freitag, 28. März 2008 von Thomas Kilian (6 Antworten)

Der XING-Professor Joachim Rumohr beschreibt in einem interessanten Artikel, wie Sie mit Hilfe der Business-Plattform Ihrer Kaltakquise kräftig einheizen.

In der Akquisition spricht man immer dann von „Kaltakquise“, wenn keinerlei Bezug zu der kontaktierten Person oder Firma besteht.

Ich hasse (!) es, mir unbekannte Unternehmen anzurufen, um meine Leistungen an den Mann oder die Frau zu bringen. Andere verdienen damit Ihr täglich Brot, aber mir ist der „Neukunden-Magnetismus“ deutlich lieber. Wenn schon aktive Neukunden-Akquise, dann bitte kuschelig warm.

Rumohr nennt vier mögliche Herangehensweisen, um mit Hilfe von XING aus kalten Kontakten warme Kontakte zu erzeugen:

  • Gemeinsame Kontakte
    „Hier befindet sich immer ein direkter eigener Kontakt zwischen uns und der Zielperson. Über diesen gemeinsamen Kontakt, der über den Kontaktpfad im Profil ersichtlich wird, können wir einen Bezug herstellen und uns eventuell empfehlen lassen. Auf jeden Fall haben wir einen möglichen Gesprächseinstieg.“
  • Bezugspunkt gemeinsame Gruppe
  • Bezugspunkt Organisationen
  • Bezugspunkt Interessen

Beste Variante ist allerdings, mehrere Gemeinsamkeiten zu entdecken und nur die Personen anzusprechen, die im Filter passend erscheinen. Mir erscheint vor allem das Thema „Engagement in einer Gruppe“ schlüssig und sinnvoll zu sein. Oftmals bekomme ich selbst Klicks auf mein Profil durch mein Engagement als Gruppenmoderator. Interessante Kontakte schreibe ich danach gezielt an, z.B. mit…

„Hallo Herr Müller, vielen Dank für Ihren Besuch auf meinem XING-Profil. Wie ich gesehen habe, sind Sie aus der Gruppe ‚Unternehmerforum OWL‘ auf mich gestoßen. Anscheinend haben Sie ebenfalls ein Faible für Südafrika, wie oft waren Sie denn bereits in diesem wunderschönen Land? Mein letzter Aufenthalt ist schon etwas länger her, aber ich habe Freunde dort, mit denen ich regelmäßig emaile. Sollen wir uns mal auf einen Kaffee treffen und uns persönlich kennen lernen? Vielleicht ergeben sich ja auch Synergien im geschäftlichen Bereich. Wie ich sehe, sind Sie an Marketing-Dienstleistungen interessiert – hier kann ich Ihnen vielleicht einige Hinweise geben. Würde mich freuen, von Ihnen zu …. blabla usw.“

Ich sehe in dieser Herangehensweise deutliche Vorteile gegenüber der klassischen Ansprache am Telefon:

  1. Ich kann gänzlich „unaufgeregt“ an die Sache herangehen. Ich platze in kein Meeting, ich störe nicht, ich muss mich nicht verstellen.
  2. Ich kann anhand des XING-Profils rauslesen, ob eine generelle Offenheit für eine Kontaktaufnahme besteht und mich auf Gemeinsamkeiten beziehen.
  3. Ich kann Textbausteine kopieren und mehrfach verwenden, bzw. muss nur leicht umschreiben, d.h. enorme Zeitersparnis.
  4. Ich kann zu jeder Tages- und Nachtzeit meine Nachrichten verschicken.
  5. Ich bin für den Kontakt direkt sichtbar – wenigstens ein Besuch auf meinem Profil ist in 99% der Fälle sicher, auch wenn keine weitere Rückantwort erfolgen sollte.

Und welche Erfahrungen haben Sie mit der kuschelig-warmen Akquise in XING gemacht?

Einen Kommentar zum Beitrag schreiben!
Verwandte Artikel:

XING-Gruppe: Unternehmerforum OWL


Geschrieben am Montag, 10. März 2008 von Thomas Kilian Kommentare deaktiviert für XING-Gruppe: Unternehmerforum OWL

Ende Februar gab es zum zweiten Mal das Unternehmerforum OWL im Innovationszentrum Fennel in Bad Oeynhausen. Diese Plattform bietet Unternehmern aus Ostwestfalen-Lippe die Möglichkeit, sich mit Gleichgesinnten auszutauschen, neue Impulse zu erhalten und sich stärker zu vernetzen. Mit der passenden XING-Gruppe nutzen wir nun auch eine virtuelle Plattform, um diese Ziele zwischen den realen Terminen zu erreichen.

Unternehmerforum OWL

Eingeladen sind Selbständige und Unternehmer aus Ostwestfalen-Lippe, die sich aktiv beteiligen und mit anderen Menschen aus der Region vernetzen wollen. Sie können sich vorstellen, ihr Know-How präsentieren und von Networking-Kontakten profitieren.

Zusammen mit Markus Gehlken moderiere ich diese Gruppe, da ich selbst sehr gute Erfahrungen mit verlässlichen Partnerschaften gemacht habe und mich noch stärker in meiner Region Ostwestfalen-Lippe einbringen möchte. Besonders spannend finde ich, dass diese Gruppe aus einer Veranstaltungsreihe heraus entstanden ist und dass sich auch in Zukunft wechselseitig Überschneidungen zwischen Online- und Offline-Vernetzung ergeben sollen.

Link zur XING-Gruppe Unternehmerforum OWL

Kommentare deaktiviert für XING-Gruppe: Unternehmerforum OWL
Verwandte Artikel:
Kommentare deaktiviert für XING-Gruppe: Unternehmerforum OWL Existenzgruender Networking

Trubel, CeBIT und die Bundeskanzlerin


Geschrieben am Mittwoch, 05. März 2008 von Thomas Kilian Kommentare deaktiviert für Trubel, CeBIT und die Bundeskanzlerin

Frau Merkel, sehr angenehm, freut mich, ja, alles bestens, danke, Ihnen auch… Nur wenige Schritte trennten mich gestern von uns Angie, die am SAP-Stand vor laufenden Kameras eine Rede hielt. Die CeBIT ist ja in jedem Jahr Anziehungspunkt vieler Politiker Technologie-Pilger und auch mich hat es – dank einer der zahllosen Freikarten – in diesem Jahr mal wieder auf die Messe Hannover verschlagen.

Was mir aufgefallen ist:

  • Es war irgendwie leerer als früher, wo ich gefühlte vier Wochen brauchte, um vom einen Ende der Halle zum anderen zu gelangen.
  • Die Unternehmen bewarfen mich nicht an allen Ecken und Enden mit ausgefallenen Werbegeschenken.
  • Es gibt an fast jedem Stand mittlerweile Kaffee, Kekse, Fruchsäfte und viele nahrhafte Dinge mehr für die Besucher – viele Stände gleichen mittlerweile eher Starbucks als einem Messestand.
  • Hannover ist zur Messezeit noch immer so voll wie eh und je… Ohne Stau geht es scheinbar nicht.
  • Viele der Aussteller, Produkte und Angebote interessieren mich nicht die Bohne.
  • Das Thema Marketing (auch Online-) war mehr als dürftig besetzt. In Halle 4 gab es eine Marketing Solutions Area mit Kurzvorträgen und einigen Anbietern, aber im Vergleich zur OMD z.B. war es in diesem Sektor total mau.

Letztlich bin ich eh nur aus einem Grund zur Messe gefahren: Menschen treffen, die ebenfalls als Messebesucher unterwegs sind. Dafür habe ich über XING mit meinen Kontakten einen Termin ausgemacht, etwa 25 Rückmeldungen und viele gute Wünsche erhalten und am Ende doch tatsächlich 8 oder 9 solcher Termine wahrgenommen. Es war wirklich cool, auf diesem Wege mal Leute persönlich kennen zu lernen, die ich bislang nur übers Netz kannte und auch einige alte Bekannte einmal wieder zu sehen, die ich aufgrund der räumlichen Entfernung nur selten treffe. Sehr lustig: Auch einen Kontakt aus Bad Oeynhausen (5 km) habe ich zum ersten Mal auf der CeBIT persönlich getroffen – manchmal braucht es wohl solche Anlässe, um sich unverfänglich zu beschnuppern — wir haben uns für weitere Treffen in der Agentur verabredet.

Soweit mein kurzer Messe-Rückblick. In den kommenden Tagen könnte es etwas ruhiger werden, derzeit brummt es bei uns ziemlich und einige Kundenprojekte haben einfach Vorfahrt. Wir hören / lesen oder sehen uns – vielleicht zur nächsten CeBIT? 🙂

Kommentare deaktiviert für Trubel, CeBIT und die Bundeskanzlerin
Verwandte Artikel:
Kommentare deaktiviert für Trubel, CeBIT und die Bundeskanzlerin Networking Thoxan

Unternehmerforum: Meeting with Aliens


Geschrieben am Freitag, 22. Februar 2008 von Thomas Kilian (5 Antworten)

Aktive Neukundengewinnung und Vertrieb sind heutzutage für fast jede Branche ein absolutes Muss. Doch so einfach wie früher ist es schon lange nicht mehr. Nur von Anzeigen und Mund-zu-Mund-Propaganda kann kein Betrieb mehr leben. Das Unternehmerforum OWL, ansässig im IZF (Innovationszentrum Fennel) in Bad Oeynhausen, unterstützt Existenzgründer und Unternehmer aus Ostwestfalen aktiv bei Entwicklung, Marketing und Vertrieb. Ab März 2008 beginnen verschiedene Beratungen, Meetings und Workshops.

Meeting with Aliens - Marketing

Am 28. Februar 2008 um 18.00 Uhr findet für Selbständige, Führungspersonen und Unternehmer die Veranstaltung „Meeting with Aliens“ statt – eine tolle Gelegenheit, erstklassige Networking-Kontakte zu bekommen und zusätzlich vom fachlichen Know-How der Referenten zu profitieren. Der Eintritt ist frei.

An diesem Abend stehen alle Referenten in persönlichen Gesprächen zur Verfügung, außerdem gibt es kostenfreie Tipps zum Mitnehmen. Eine bessere Möglichkeit bietet sich kaum, um neue Impulse und Kontakte zu erhalten. Das Programm bietet für jede Branche etwas und gestaltet sich wie folgt:

  • 18.00 Uhr:
    Networking und Austausch – eine erste Kennenlernrunde in gemütlicher Atmosphäre
  • 19.00 Uhr:
    Kurzreferat und Diskussion: Erfolg braucht Strategie (Dipl.-Wirt.-Ing. Wiltraud Natzke)
  • 19.30 Uhr:
    Impulsvorträge und Workshopvorstellungen zu den Themen: 

    • Der Online-Shop – Verkaufen im World Wide Web (Jörg Kütemeier) 
    • Guerilla Marketing – Ideen schlagen Budget (Thomas Killian) 
    • Endlich Geschäftskontakte über Xing (Markus Gehlken) 
    • Der Luft- und Raumfahrtstandort – Wie entscheidend ist die Globalisierung (Dirk Schleef) 
    • IT-Sicherheit – wie gefährdet ist unsere EDV (Jörg Kütemeier) 
    • Erfolgreich im Internet – Neukunden im Web 2.0 (Thomas Killian) 
    • Außerirdisch gut – Telefonakquise, die Erfolg hat (Markus Gehlken)
  • 20.30 Uhr:
    Moderation der Networkingaktivitäten und Austausch auf allen Ebenen

Egal ob Sie aus Bad Oeynhausen, Hannover, Bielefeld, Herford oder Osnabrück kommen – Ihre Teilnahme lohnt sich auf jeden Fall. Anmeldung unter XING oder telefonisch im IZF Bad Oeynhausen unter 0 57 31 / 30 30 201.

Einen Kommentar zum Beitrag schreiben!
Verwandte Artikel:

Podcast: Mit Networking weiterkommen


Geschrieben am Donnerstag, 21. Februar 2008 von Thomas Kilian Kommentare deaktiviert für Podcast: Mit Networking weiterkommen

Miteinander weiterkommen” ist der Slogan von Vertriebsberater Wolfgang Mahanty aus Karlsruhe. In der vierten Ausgabe des Neukunden-Podcast diskutieren wir über die Vorteile und Möglichkeiten von Networking in der Kundenansprache. Wolfgang Mahanty leitet die XING-Gruppe “Karlsruhe – miteinander weiterkommen” und berichtet von einer Abendveranstaltung, die er für andere Unternehmer organisiert hat.

Neukunden-Podcast - Marketing-Podcast aus Ostwestfalen

Der Neukunden-Podcast ist nun auch bei iTunes im Verzeichnis gelistet. Er kann entweder direkt auf der Website im Player angehört oder als RSS-Feed abonniert werden. Alle Details zur Sendung in den Podnotes bei www.Neukunden-Podcast.de.

Kommentare deaktiviert für Podcast: Mit Networking weiterkommen
Verwandte Artikel:
Kommentare deaktiviert für Podcast: Mit Networking weiterkommen Networking Neukunden-Akquise Neukunden-Podcast

Networking-Tipps im Schnelldurchgang


Geschrieben am Donnerstag, 31. Januar 2008 von Thomas Kilian (3 Antworten)

Es wird mal wieder Zeit, mich thematisch mit „Networking im Business“ auseinanderzusetzen. In den vergangenen Wochen sind zu diesem Thema so viele spannende Artikel, Impulse und Listen bei meinen Blogger-Kollegen erschienen, dass ich vor lauter netten Networking-Tipps gar nicht mehr zur Praxis komme… *smile*

Networking mit XING & Co.

Eine ganze Latte von praktischen Tipps zum Networken gibt Jochen Mai in der Online-Version der „Karrierebibel„: Netter worken – 45 Tipps für besseres Netzwerken

Vor allem XING (hier mein Profil) hat sich als erstklassiges Instrument zur Online-Pflege von geschäftlichen Netzwerk-Kontakten durchgesetzt. Peer Wandiger von „Selbständig im Netz“ erläutert in seinem Beitrag „XING als Selbständiger nutzen“ Schritt für Schritt den richtigen Umgang mit der Plattform.

XING-Experte und NetworkingCoach Joachim Rumohr hat auch noch „10 Tipps für ein optimales XING-Profil„. Wer sich für Networking interessiert, sollte das Weblog unbedingt in seinen Feedreader aufnehmen. Empfehlenswert ist auch der Artikel zum Thema „Elevator Pitch„. Wer sich neuen Kontakten vorstellt, muss in maximal 30 Sekunden Interesse wecken, um die Beziehung zu vertiefen. Wie ich gestern schon sagte: „Es gibt immer nur eine Chance für den ersten Eindruck…“

PR-Blogger und Reputations-Fachmann Klaus Eck gibt passend zur fünften Jahreszeit noch einige Hinweise, wie Sie nicht mit offenem Visier in den Karneval taumeln. Da kann doch eigentlich nichts mehr schief gehen, denn merke: „Ist der Ruf erst ruiniert, networkt es sich ganz ungeniert…“

Mein Fazit: Nicht nur die Beschäftigung mit dem Thema, sondern auch das systematische Networking selbst benötigen eine Menge Zeit. Jeden Tag eine halbe Stunde Zeit einzuplanen (für kurze Telefonate, einen Gruß oder einen Kurzbesuch bei Kunden, Geschäftspartnern und interessanten Menschen) hält Beziehungen in Schwung und stärkt das Netzwerk langfristig.

Einen Kommentar zum Beitrag schreiben!
Verwandte Artikel:

Professionelle Fotos für den ersten Eindruck


Geschrieben am Mittwoch, 30. Januar 2008 von Thomas Kilian (7 Antworten)

In der vergangenen Woche haben wir in der Agentur ein Foto-Shooting organisiert. Mein Partner auf dem Gebiet, Dieter Obermeyer aus Bad Oeynhausen, hat sich u.a. auf Geschäftsführer-Portraits spezialisiert und wir haben an zwei Tagen ein gemeinsames Event für mehrere unserer Kunden durchgeführt, um professionelles Bildmaterial für Werbemittel zu erhalten.

Fotoshooting Werbeagentur

(Zu) lange habe ich den Wert professioneller Portrait-Fotos in der Außenwirkung nicht erkannt. Heutzutage kann jeder mit seiner „Knipse“ Bilder in 5-, 8-, 10- oder Schießmichtot-Megapixeln aufnehmen und denkt, damit auch eine Entscheidung für „hohe Qualität“ getroffen zu haben. Denkfehler: Megapixel ist nicht gleich Bildqualität. Doch es gibt immer nur eine Chance für den ersten Eindruck. Wer über seine Website, ein XING-Profil oder eine Visitenkarte (fremde) Menschen ansprechen will, wird innerhalb von Sekunden in eine bestimmte Schublade gesteckt:

  • Wirkt die Person symphatisch, nett, freundlich oder nicht?
  • Wirkt die Person kompetent, erfahren, souverän oder nicht?
  • Wirkt die Person vertrauenserweckend oder nicht?

Ein Bild sagt mehr als tausend Worte. Und doch tun wir uns mit unserem eigenen Antlitz oft so schwer. „Ich sehe auf Fotos immer total schrecklich aus“ – das hörten wir beim Shooting nicht nur einmal. Erfreulich, wenn es dem Fotografen (in diesem Fall Dieter Obermeyer) gelingt, für eine angenehme und entspannte Atmosphäre zu sorgen und ganz nebenbei noch professionelle Fotos zu schießen, die auch beim Kunden sehr gut ankommen. Die ersten Feedbacks sind durchweg positiv ausgefallen. Beispiel gefällig?

Markus Gehlken

Markus Gehlken ist einer meiner Netzwerkpartner, der sich auf Neukunden-Gewinnung für kleine und kleinste Betriebe (Handwerker, Freiberufler usw.) spezialisiert hat. In seinem XING-Profil und auch auf der Website hat er zuvor das linke Bild verwendet. Welchen Eindruck gewinnen Sie von ihm? – Das rechte Foto: Professionelle Ausleuchtung, eine sehr gute Kamera, der richtige Gesichtsausdruck, die nötige Körperspannung und die richtige Kleidung sind alle Zutaten für einen schmackhaften Foto-Kuchen. – So klappt es auch mit dem ersten Eindruck.

Einen Kommentar zum Beitrag schreiben!
Verwandte Artikel:

Mit strategischem Networking auf Erfolgskurs!


Geschrieben am Dienstag, 09. Oktober 2007 von Thomas Kilian (2 Antworten)

In der sechsten Folge des Thoxan Videocasts knüpfe ich symbolisch ein Netzwerk und demonstriere damit eine Tätigkeit, die ich jeden Tag auch im echten Leben ausübe: Gezielte Kontakte zu (neuen) Geschäftspartnern, interessanten Personen, Kunden oder alten Freunden sind ein wichtiger Faktor für den Unternehmenserfolg. 

In „10 praktischen Tipps, um ein Neukunden-Magnet zu werden“ zeige ich, wie Unternehmen ihre Anziehungskraft für neue Kunden steigern. Die sechste von insgesamt zehn unterhaltsamen Folgen á 1 1/2 – 2 Minuten Länge habe ich heute bei sevenload im Bereich Infotainment veröffentlich. Hier noch einmal die Übersicht der ersten fünf Folgen:

Wann vernetzen wir uns? Besuchen Sie doch einfach mal mein XING-Profil! Ich freue mich darauf, Sie kennen zu lernen!

Einen Kommentar zum Beitrag schreiben!
Verwandte Artikel:

XING als „Bagger-mich-an-Plattform“?


Geschrieben am Freitag, 14. September 2007 von Thomas Kilian (3 Antworten)

Irgendwie haben sich in den vergangenen Tagen die Werbe-Kurznachrichten in meiner XING-Postbox gehäuft, – wird mal Zeit, an dieser Stelle darauf zu reagieren. Beispiel gefällig?

Guten Tag Herr Kilian,
ich bin Geschäftsführerin der […] GmbH & Co. KG in […] und schreibe Ihnen diese Mail, da ich mir gut vorstellen könnte, dass Sie an unseren Leistungen Interesse haben. Wir bieten Übersetzungen aus über 50 Sprachen in über 50 Sprachen sowie Terminologie Mangement, Desktop Publishing (DTP), Fremdsprachensatz, Lokalisierung und Lektorat. Dabei legen wir sowohl auf die Qualität unserer Arbeit als auch auf unseren Service allergrößten Wert
Da unsere Leistungen regelmäßig von Werbeagenturen nachgefragt werden, wende ich mich heute an Sie.
Wenn Sie sich ein genaueres Bild von uns machen möchten, dann besuchen Sie doch einfach mal unsere Homepage: [Link]
Sollte ich Ihr Interesse geweckt haben, würde ich mich freuen, von Ihnen zu hören!
Viele Grüße aus Regensburg

Irgendwie würde ich gerne einfach auflegen können, aber ich finde den Hörer gerade nicht. Diese Form der Werbeansprache finde ich einfach nur plump und laaaangweilig. „Ich bin“, „Wir bieten“, „Wir legen Wert auf“. Garniert mit den üblichen Verdächtigen „Qualität“ und „Service“. Ich kann es nicht mehr hören.

Also, was ist zu tun?

  • Alternative A: Einen persönlichen Bezug herstellen. Mein Geschäftspartner Dirk Oevermann hat eine spezielle Strategie, um über Networking gezielt Akquise zu betreiben („soever vernetzt Menschen“) und nutzt dafür u.a. auch die Möglichkeiten von XING.
  • Alternative B: Den Rumohr fragen. Gibt spezielle XING-Seminare und hat sicher auch für Frau X aus Y den passenden Rat, um sich nicht auf diese Weise ins Spamnäpfchen zu setzen.
  • Alternative C: Kreative Werbemailings mit echten Vorteilen für den Kunden entwickeln. Kenne da ne gute Agentur, die immer für ne frische Idee und leckere Kekse gut ist.

Aber nun Schluss mit dem Werbeblock und mal ne (fiktive) Alternative auf den Tisch, die ich nicht sofort als SPAM melden würde:

Hallo Herr Kilian,
habe mir eben Ihr Neukunden-Magnet Weblog von vorne bis hinten durchgelesen und merke, dass Neukunden-Gewinnung und Neue Medien auch zu Ihren Beschäftigungsfeldern gehören. Außerdem sehe ich in Ihrem XING Profil, dass Sie einen Golden Retriever haben – da haben wir schon die zweite Gemeinsamkeit! Ich mach auch „was mit Medien“ und würde mich gerne mit Ihnen vernetzen. Lassen Sie uns doch vielleicht Anfang der kommenden Woche mal in einem kurzen Telefonat die Möglichkeiten für eine Zusammenarbeit abklopfen.
Wünsche Ihnen ein schönes Wochenende, (…)

Mag sein, dass mir die Nase des Anderen nicht gefällt oder ich zur Zeit keine Lust respektive Kapazitäten habe, um darauf zu antworten; der Unterschied zur vorformulierten Werbemail scheint dennoch allzu deutlich.

Ich sehe in XING eine wunderbare Möglichkeit, um mich gezielt mit Menschen zu vernetzen, die meine Interessen teilen, die ich persönlich getroffen habe (alternatives Adressbuch) oder mit denen ich im regelmäßigen Austausch stehe. Ich zahle meine 5,95 € im Monat aber nicht dafür, unerwünscht unpersönliche Nachrichten zu erhalten. Insofern bietet mir dieser Artikel jetzt endlich einen passenden Link für aufdringliche XING-Klinkenputzer…

Einen Kommentar zum Beitrag schreiben!
Verwandte Artikel:
Seite 3 von 612345...Letzte »