Frisch gebloggt von der OMD


Geschrieben am Mittwoch, 17. September 2008 von Thomas Kilian (3 Antworten)

Auch wenn der erste Messetag der Online-Marketing Messe Düsseldorf (OMD) noch nicht vorbei ist, will ich eine kurze Pause nutzen, um meine Eindrücke von der „Leitmesse für Digitales Marketing“ zu schildern.

online-marketing-duesseldorf-2008
  1. Besonders gefallen hat mir in diesem Jahr die – wenn auch ziemlich beengte – Blogger-Area in Halle 11. Der von roccaatune gesponsorte Stand mit freiem WLAN und leckerem Kaffee von Sonntagmorgen ist bereits seit dem Vormittag stark frequentiert und bietet mir die Möglichkeit, andere Blogger kennen zu lernen und meinen Pegel an Online-Konsum konstant aufrecht zu halten.
  2. Im Vergleich zum vergangenen Jahr sind noch mehr Aussteller in den zwei (naja 1,5) Hallen präsent, die über digitales Marketing in jeglicher Form informieren: Suchmaschinen-Optimierung, Performance Marketing, Email-Marketing und andere Online-Maßnahmen zur Kundengewinnung stehen auf der Messe im Vordergrund. Dazu schieben sich dieses Jahr noch größere Massen an Besuchern durch die Gänge.
  3. Habe dieses Jahr wieder eine ganze Reihe von Online-Bekanntschaften auf der Messe getroffen bzw. endlich mal persönlich kennen gelernt. Für solche Networking-Zwecke eignet sich die OMD ganz hervorragend. Viele meiner Blogger-Kollegen und andere Medienschaffende sind sowieso hier — eine ideale Gelegenheit zum Fachsimpeln und um gemeinsam über die Messe zu schlendern.
  4. Beim Schlendern springt mir – leider – wieder sehr wenig ins Auge, was für meine Zielkunden (Kleine und Mittelständische Unternehmen, KMU) sinnvoll und finanzierbar ist. Web 2.0 und Online-Marketing auf höchstem Niveau, Affiliate-Marketing und andere Buzz-Words werden zwar Standauf, Standab heiß diskutiert, lassen sich aber imho nur schwer in die unternehmerische Marketing-Praxis von KMU’s runterbrechen.

Mein abschließendes Fazit: Der Besuch der Online-Marketing Messe in Düsseldorf (OMD) ist und war zwar wieder lohnend im Sinne des Networkings, bietet mir aber wenig informatives Potential für unsere Agenturkunden. Wie sagte ein Gesprächspartner vorhin so treffend: „Die Messe ist super für uns Werbetreibende, aber wer sich als Kunde hierher verirrt, wird von den Angeboten absolut erschlagen.“ Bin gespannt, wer von meinen Lesern diese oder andere Eindrücke und Meinungen mit uns teilen möchte…

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Online-Marketing-Düsseldorf (OMD) 2008


Geschrieben am Freitag, 12. September 2008 von Thomas Kilian Kommentare deaktiviert für Online-Marketing-Düsseldorf (OMD) 2008

Am kommenden Mittwoch und Donnerstag (17.+18. September 2008) findet wieder die Online-Marketing Messe in Düsseldorf (OMD) statt. Ich werde wie im vergangenen Jahr einen Tag (Mittwoch) auf der Messe sein und bin gespannt, was die Aussteller dieses Jahr Neues zu zeigen haben.

online-marketing-duesseldorf-2008
Größter Nutzen ist für mich allerdings die Vernetzung mit anderen Fachleuten und Bloggern. Insofern freut es mich, dass es dieses Jahr eine eigene „Blogger-Area“ mit freiem WLAN gibt sowie am Abend vorher ein Blogger-Warm-up in Düsseldorf (muss sehen, ob ich das zeitlich schaffe – komme dann aus dem Rhein-Main-Gebiet hochgefahren). In jedem Fall bestimmt ein spannender Tag.
Eintritt zur Messe ist frei und wer Lust hat, sich bei der OMD mit mir zu treffen, kann mich anmailen oder meinen XING-Termin mit „Ja“ beantwortenwürde mich sehr freuen, den einen oder anderen Blogleser persönlich kennen zu lernen.
 
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Kommentare deaktiviert für Online-Marketing-Düsseldorf (OMD) 2008 Internet Linktipp Networking Termin Thoxan Web 2.0

Skurrile Emails und Kommentare


Geschrieben am Dienstag, 10. Juni 2008 von Thomas Kilian (2 Antworten)

Freunde, es ist mal wieder soweit. Ich muss einfach mal ein paar skurrile Exponate von Kommentaren und Emails hier loswerden, die ich in den vergangenen Wochen erhalten habe. Nein, ich meine nicht die SPAM-Emails, die mir zum tausendsten Mal mit „C I ALI S“ und „VIAG RA“ das Liebesleben versüßen wollen, sondern Nachrichten von Menschen aus Fleisch und Blut (nehme ich mal an…).

Irgendwie scheinen meine Beiträge hier im Neukunden-Magnet Weblog nicht sonderlich beliebt zu sein. So erhielt ich bereits vor einigen Monaten eine Bewerbung per Email:

Sehr geehrte Damen und Herren,
hiermit nutze ich die Möglichkeit, mich bei Ihnen um eine Freelancer – Stelle zu bewerben. Weiteres über mich und meine Arbeit finden Sie in den angehängten Pdf-Dateien. (…)

Nicht einmal eine halbe Stunde später folgte eine zweite Email:

Hallo Herr Kilian,
soeben überkam mich der Gedanke, dass ich mein Netzwerk weiter spannen müsste. Ihre Seite fiel mir, dank dem großen Google, ins Auge. Nachdem (leider!) ich die Pdf-Dateien auf den elektronischen Weg gebracht habe, las ich in Ihrem Blog herum. Meine Bitte: Löschen Sie bitte meine Email aus dem Kasten und antworten Sie mir bitte nicht. Ich ziehe hiermit jegliches Interesse an einer Freelancer-Tätigkeit zurück.

Meine Rückfrage, was denn diese Angst vor einer weiteren Kontaktaufnahme ausgelöst hat, ist bislang unbeantwortet geblieben. Also versuche ich es einfach mal auf diesem Weg… 😉

Hier ein weiteres Beispiel literarischer Größe — ein Kommentar zum Beitrag „Ein Magnet ist ein Magnet ist ein Magnet„, den ich aufgrund des Wörtchens „Physik“ leider löschen musste:

Ey du schwachkopf dass stimt doch ganicht.
haste damals nich in physik aufgepast du penner

Hihi! Aber es geht auch netter, Desinteresse an meiner Person zu bekunden. So schrieb mir vorletzte Woche ein Kollege aus der Werbebranche folgende Email mit dem Betreff „(K)eine Anfrage„…

Verehrter Herr Kilian,
da Sie offensichtlich ein mit Anfragen überschütteter Mann sind, hier mal eine Abwechslung. Mein Name ist (…) und ich bin 20 Jahre jung. Ich bin Inhaber und Geschäftsführer von (…). Wir setzen kundenorientierte Web-Projekte um und entwickelt die Web-Technologie von Morgen. Obwohl Sie mir sympathisch sind und ich Ihre Projekte interessant finde, möchte ich weder ein Projekt mit Ihnen „durchziehen“, noch bin ich an einer Zusammenarbeit in irgend einem anderen Sinn interessiert. Ich finde, wir sollten getrennte Wege gehen, Herr Kilian.

Es tut mir Leid. Schönes Leben noch.

Ich hoffe, ich konnte ein wenig Abwechslung in Ihren Alltag bringen und Sie an eine Welt ohne persönliche Einladung für Herrn Kilian erinnern.

Zugegeben, meine Welt ist der rote Teppich. Insofern ist mir die Email positiv aufgefallen. Leider konnte ich der Bitte nicht nachkommen und habe doch Kontakt zum Adressaten aufgenommen, woraus sich auch ein ganz nettes Gespräch ergeben hat.

Um es mal zusammen zu fassen: Ich bin ein sehr offener Mensch und freue mich auf neue Kontakte, vor allem von Menschen, die meine Interessen und Werte teilen (wer mein XING-Profil liest, bekommt schon mal einen ganz guten Eindruck). Insofern lese ich jede Email zunächst mit Offenheit für den Absender, auch wenn ich bei manchen Anfragen einfach nur den Kopf schütteln kann. Aber keine Sorge: Nicht alles, was ich erhalte, landet auch hier im Weblog. Aber es könnte, — also bleibt wachsam… hihi… 😉

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Vetternwirtschaft i.d. Neukunden-Akquise (III)


Geschrieben am Freitag, 06. Juni 2008 von Thomas Kilian (1 Antwort)

Nachdem wir im zweiten Teil die Frage nach guten und schlechten Vettern geklärt haben, kann ich nun im dritten und letzten Teil dieser Artikelserie endlich zur Frage kommen, wie sich die richtigen Vettern und Kusinen für die entsprechende „Kumpanei“ in der Neukunden-Gewinnung finden lassen. Hier sind einige Tipps, um mit Vetternwirtschaft langfristig erfolgreich zu sein:

Zunächst einmal ist es wichtig, sich selbst in die Lage eines Absatzmittlers zu versetzen: Für wen und warum würde ich selbst gerne als „Vetter“ herhalten? Hier fallen mir einige Gründe ein:

  • Ich bin mit demjenigen, den ich empfehle, auf irgendeine Weise verbunden. Thema „Familie“.
  • Ich schätze denjenigen, den ich weiterempfehle, aus persönlichen Gründen. Thema „Freundschaft“.
  • Ich schätze die Arbeit desjenigen, den ich empfehle. Thema „Kundenzufriedenheit“.
  • Ich bekomme für meine Empfehlung etwas. Thema „Belohnung und Anreize“.
  • Ich erhalte ebenfalls Empfehlungen. Thema „Eine Hand wäscht die andere“.

Nun brat mir doch einer ’nen Storch: Da haben wir doch gleich fünf mögliche Herangehensweisen, um sich bestens mit Vettern und Kusinen zu versorgen. Auf gehts:

Familie
Seine Verwandten kann man sich nicht aussuchen. Aber aussuchen kann man sich andere Verbindungen wie bsp. Mitgliedschaft im Sportverein, Kirchengemeinde, Taubenzüchter, Bierdeckelsammler, Hundefreunde etc. Verbundenheit hat mit unterschiedlichsten Gegebenheiten zu tun: Regionalität („Geschäfte bleiben in der Region“), Interessen, Sprache, Kultur u.v.m. Wer nach Vettern und Kusinen außerhalb seiner Verwandtschaft sucht, der findet diese leicht in Bereichen, die sich überschneiden.

Freundschaft
Schwierige Nummer im Business. Schließlich ist man aalglatt, immer seriös und lässt bloß niemanden zu nah an sich heran. Doch Freunde, wer Vettern und Kusinen will, muss auch persönliche Zugeständnisse machen und sich mal auf den anderen einlassen. Meine Erfahrung ist: Nichts geht über enge und gute Partnerschaften, aus denen sich auch Freundschaften entwickeln. Das braucht Zeit, doch hey – bei der Vetternwirtschaft gehts eben nicht im Hauruck-Verfahren. Sonst landen wir thematisch schon wieder beim Grandprix…

Kundenzufriedenheit
Funktioniert immer ganz prima: Wer von meinen Leistungen überzeugt ist, der empfiehlt mich fast automatisch weiter. Also lautet die Devise: Wer Vettern will, muss mit besten Leistungen punkten. Wer schlechten Service, mangelhafte Projektabwicklung und laaangweilige Ideen hat, braucht sich über unzufriedene Kusinen nicht zu wundern.

Belohnung und Anreize
Ich kenne mittlerweile eine Reihe von Dienstleistern, die mir gegen Provision dabei helfen, neue Kunden zu gewinnen. Ist doch ne feine Sache. Externer Vertrieb, per Telefon, persönlich, über eigene Empfehlungen… und am Ende gibt’s vielleicht 10 Prozent vom Umsatz. Aber auch ein Blumenstrauß für eine erfolgreiche Empfehlung wirkt schon oft Wunder, wenn Freunde und Bekannte meine Visitenkarte weitergegeben haben. So sind diese gleich viel mehr motiviert, mich erneut zu empfehlen. Anreize können auch Nachlässe und Gutscheine für bestehende Kunden sein, die Aufnahme in einen speziellen VIP-Club für Vettern und Kusinen u.v.m.

Eine Hand wäscht die andere
Echte Partnerschaften leben vom Geben und Nehmen. Wer immer nur selbst mit sauberen Händen durch die Weltgeschichte läuft, ohne andere zu waschen, der wird nach einiger Zeit unter deutlichem Vettern-Mangel zu leiden haben. Nicht immer muss der Austausch auf Empfehlungsebene liegen, die Gegenleistung kann (siehe Punkt 4) auch in anderer Form geschehen.

Meine Erfahrung ist, dass sich eine funktionierende Vetternwirtschaft in der Neukunden-Akquise nicht über Nacht herstellen lässt. Alles braucht seine Zeit. Dennoch kann ich aktiv vorgehen und muss nicht alles auf mich zukommen lassen. Wer sich versteckt oder keine Anreize (Leistung, Gegenleistung) für Empfehlungen bietet, der braucht sich über fehlende Verwandtschaft nicht zu wundern. In diesem Sinne: Fangt an zu klüngeln!

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Vetternwirtschaft i.d. Neukunden-Akquise (II)


Geschrieben am Montag, 02. Juni 2008 von Thomas Kilian (2 Antworten)

Meine Kritik an der Vetternwirtschaft im Grand Prix d’Eurovision de la Chanson Eurovision Song Contest 2008 scheint nicht berechtigt, sofern man diesem Beitrag meines Blogger-Kollegen Stefan Niggemeier glauben mag. Nun denn, der EINDRUCK lässt sich trotzdem nicht bestreiten. Mittlerweile 183 Kommentare zeigen, wie umstritten diese Frage ist.

Eindruck hin oder her: Unbestritten ist sicherlich, dass Vetternwirtschaft auch in der Neukunden-Akquise ein wichtiges Thema ist. Aber auch hier gehen die Meinungen auseinander. So schreibt der Marktschreyer als Antwort auf den ersten Teil folgenden Kommentar:

Zumindest ich als anspruchsvoller Dienstleister nehme nicht jeden dahergelaufenen Kunden, da bin ich wählerisch. Wenn ich aber bloß akquisatorische Vetterleswirtschaft (wie es bei uns Schwaben heißt) betreibe kann ich sicher sein, dass garantiert immer die falschen Kunden auf Empfehlung zu mir kommen. Weil sie denken müssen, ich sei wie alle anderen. Bin ich aber nicht – und genau deswegen habe ich Erfolg.

Ich finde diesen Ansatz vollkommen richtig. Aber er trifft in diesem Verständnis noch nicht ganz das, was ich unter „Vetterleswirtschaft“ verstehe. Mir geht es bei der – nennen wir es mal: – positiven Klüngelei nicht um „Schmuh“ oder unsaubere Geschäfte. Noch weniger meine ich mit Vetternwirtschaft jegliche Weiterempfehlung an unliebsame Kunden. Mir geht es dabei eher um ein proaktives Networking durch so genannte Absatzmittler, d.h. Personen, die von mir und meinen Leistungen so angetan sind, dass sie mich aktiv bei meinen Wunschkunden unterbringen.

Ich habe mittlerweile eine Reihe von solchen Fürsprechern, die mich immer mal wieder hier und da zu neuen Kunden führen. Da sie mich gut kennen und wir im regelmäßigen Kontakt stehen, wissen Sie, wen und was ich suche und wie sie mir am besten helfen können (natürlich auch umgekehrt). In der Akquise ist doch der große Vorteil, dass ich mir meine Vettern und Kusinen selbst aussuchen kann und nicht durch das „Hineingeboren werden“ zwangsläufig mit Luigi und Toni* als Absatzmittler leben muss (*rein zufällige Männernamen…).

Sodele, zurück zum Thema: Wie finde ich nun die „richtigen Vettern und Kusinen“? Dieser Frage widme ich mich – aufgrund der eingeschobenen Begriffdefinition – im dritten Teil dieses Beitrags… habt noch ein paar Tage Geduld!

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Vetternwirtschaft i.d. Neukunden-Akquise (I)


Geschrieben am Dienstag, 27. Mai 2008 von Thomas Kilian (6 Antworten)

Wer sich am Samstag den Grand Prix d’Eurovision de la Chanson Eurovision Song Contest angetan hat, bekam mal wieder ein ausgezeichnetes Beispiel für Vettern- und Kusinenwirtschaft geboten. Mir war leider nicht vergönnt, die Beiträge der 25 teilnehmenden Nationen zu verfolgen, aber die Abstimmung habe ich dann – zumindest teilweise – noch mitbekommen. Wie gewohnt, haben sich 20 osteuropäische Nachbarländer gekonnt die Punkte rübergeschoben und damit den russischen Sänger Dima Bilan zum Sieger dieses fragwürdigen Spektakels gekürt.

An Lächerlichkeit kaum zu überbieten waren aber wohl die 12 Punkte, die unser deutsches Engelteam aus Bulgarien erhielt. Eine von den No-Angels-Sängerinnen stammt aus Bulgarien und konnte sicher nur aufgrund ihrer gesanglichen Qualitäten ihre Landsleute überzeugen. Zwei weitere Mitleidspunkte aus der Schweiz retteten uns vor dem letzten Platz auf Treppchen 23 vor Großbritannien und Polen.

Im Grunde ist mir – und vielen anderen – der Grandprix völlig schnuppe. Aber die Veranstaltung zeigt nur zu gut, dass es völlig egal ist, wer am besten singen kann, wer am besten aussieht oder wer die beste Show bietet. Es kommt nur darauf an, genügend Unterstützer und Verbündete zu haben.

Für meine Neukunden-Akquise bedeutet es, dass nicht meine Leistung im Vordergrund steht, sondern mein Ruf. Es geht nicht um meine Produkte, sondern um das Vertrauen meiner Kunden. Nicht mein Service steht im Mittelpunkt, sondern die Erfahrung, die meine Kunden mit meinem Service gemacht haben und den sie vorbehaltlos weiterempfehlen. Doch hat die Sache mit der Vetternwirtschaft einen großen Haken:

Wer keinen Vetter hat, dem nützt die ganze Kumpanei nix.

Klingt wie ’ne Binsenweisheit, ist aber so. Vetternwirtschaft ist ganz großes Tennis und erleichtert die Gewinnung von Neukunden enorm. Aber wer alleine im Werbedschungel unterwegs ist und nicht über die richtigen Verbindungen verfügt, der gerät leicht ins Hintertreffen. Insofern kann es ein erklärtes Ziel der Neukunden-Akquise sein, sich mit ausreichend Vettern und Kusinen zu „versorgen“. Diese so genannten „Absatzmittler“ sorgen durch ihre Verbindungen für neue Aufträge und schaffen durch eine aktive Weiterempfehlung die Grundlage für erfolgreiches Wirtschaften.

Im zweiten Teil, der in ein paar Tagen erscheint, gebe ich einige Tipps, wie sich Vettern und Kusinen für die Neukunden-Gewinnung finden lassen.

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Nutzen des Elevator Pitches im Networking


Geschrieben am Dienstag, 20. Mai 2008 von Thomas Kilian (1 Antwort)

Dass sich 30 Sekunden im Fahrstuhl bestens zur Neukunden-Akquise eignen, ist ja nicht erst bekannt, seit der Kunstbegriff „Elevator Pitch“ existiert. Vor einigen Wochen hatte ich in diesem Beitrag ja schon mal auf einen anderen Beitrag von Joachim Rumohr hingewiesen, in dem der Nutzen eines Elevator Pitches erläutert wird.

Nun haben wir beim dritten Netzwerktreffen des Unternehmerforums OWL in der vergangenen Woche auch den Teilnehmern die Möglichkeit gegeben, sich den anderen kurz vorzustellen. Wir haben die Fahrt im Aufzug auf 55 Sekunden verlängert, da diese Gelegenheit für viele eine ganz neue Erfahrung war. Es hat mich begeistert, wie viele sich tatsächlich „getraut“ haben – die Ostwestfalen sind anscheinend gar nicht so „maulfaul“, wie alle immer sagen – und wie sich einige wirklich ins Zeug gelegt haben.

Zwei Jungs aus der Kreativbranche haben ihren Elevator Pitch mit selbst gemalten Schildern visualisiert und konnten trotz der überzogenen Zeit tosenden Applaus ernten. Andere haben sich kurz und knapp und vor allem sehr spritzig präsentiert und sind mir selbst noch nach Tagen im Gedächtnis geblieben. Vorbereitung ist alles. Wer sich spontan auf die Bühne stellt oder wie Rüdiger Hoffmann („Ja, hallo erstmaaaal…“) in gefühlten vier Stunden einen Satz über die Lippen bringt, gerät schnell in Vergessenheit.

Aber auch das Ziel oder der Nutzen eines Elevator Pitches ist vielleicht nicht jedem klar. So erhielt ich im Nachklang zur Veranstaltung über XING eine Nachricht von einem Teilnehmer:

„… bin gespannt, ob sich jemand aufgrund meines Elevator-Pitches meldet.“

Nun ja, ob sich im Nachhinein noch Teilnehmer aufgrund eines Elevetor Pitches melden, kann ich nicht beurteilen. Sinn und Zweck ist es meiner Meinung nach zunächst, Gespräche während der Veranstaltung zu erleichtern. Wenn ich jemanden auf der Bühne gesehen habe, der mein Interesse weckt, dann spreche ich ihn hinterher eher an. Oder ich kann selbst aktiv ins Gespräch einsteigen und mich auf meinen Beitrag berufen („Ich war der mit den Schildern“ oder „Ich hatte ja schon beim Elevator Pitch erzählt, dass ich…“). Das erleichtert einfach die Kommunikation.

Eine – wie ich finde – gute Idee, ist nach dem Treffen auch noch aufgekommen: Es wäre für den besseren Überblick sinnvoll, eine Liste mit allen Elevator-Pitch-Kandidaten zu haben, auf denen in der Reihenfolge die Namen, Firmen und eine kurze Leistungsbeschreibung stehen. So kann ich die Leute noch gezielter ansprechen. Wir hatten beim Unternehmerforum 70 Teilnehmer und erwarten für die nächste Veranstaltung vielleicht noch ein paar mehr. 15 mutige Helden haben sich vorgestellt – da ist selbst mir als Organisator des Abends manchmal der Überblick verloren gegangen.

Ich selbst habe dieses Mal nicht am Elevator Pitch teilgenommen, stand ja sowieso schon genügend im Rampenlicht. Überlege aber für die nächsten Treffen, wie ich mich wohl vorstellen würde. Wie wäre es mit: „Guten Abend, mein Name ist Thomas Kilian. Ich verkaufe neue Kunden, – wer welche braucht, spricht mich an!“

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Faire Kommunikation i.d. Neukunden-Akquise


Geschrieben am Montag, 19. Mai 2008 von Thomas Kilian (1 Antwort)

Die kleine Blogpause hat gut getan. Nach meiner Weltreise und dem erfolgreichen Unternehmerforum OWL geht es aber Mitte dieser Woche auch schon wieder ein paar Tage in den Kurzurlaub – irgendwie ist der Mai kein richtiger Monat, oder? Nun ja – trotzdem will ich heute mal wieder etwas konstruktives zu Papier bringen. Ähem — „bringen lassen“ trifft es vielleicht eher. Habe neulich bei meinem Blogger-Kollegen Bernd Röthlingshöfer das „Karlsruher Manifest“ gefunden, was ich für eine sehr spannende Kiste halte. Grund genug, um Bernd mal mit ein paar Fragen zu löchern:

Bernd, auf Deinem Blog habe ich gesehen, dass Du ein „Karlsruher Manifest“ veröffentlicht hast – was hat es damit genau auf sich?

Das Karlsruher Manifest gibt ein paar Verhaltenstipps – man kann sie auch Regeln nennen – die eine faire Kommunikation im Wirtschaftsleben ermöglichen sollen. Im Auge hatten wir dabei vor allem die Beziehungen zwischen Unternehmen und ihren Kunden oder potentiellen Kunden. Das Manifest ist im Rahmen einer Gastvorlesung von mir an der Merkur Internationalen FH Karlsruhe entstanden. Ausgangspunkt waren die Gedanken zu Marketeasing – Sog statt Druck, Kooperation statt Penetration – also die durch das veränderte Konsumentenverhalten notwendig gewordene Neuorientierung des Marketing. 

  1. Ich respektiere mein Gegenüber.
  2. Ich bin ehrlich.
  3. Ich rede und höre zu.
  4. Ich bin freundlich, höflich und hilfsbereit.
  5. Ich nerve nicht und dränge nichts auf.
  6. Ich nutze nicht aus und zocke nicht ab.
  7. Ich bin offen für Kritik und nutze Feedback.
  8. Ich stelle kompetente Gesprächspartner zur Verfügung.
  9. Ich respektiere die Privatsphäre meines Gegenübers.
  10. Ich halte Grenzen ein.
  11. Ich pflege persönliche Beziehungen.
  12. Ich bringe jedem Wertschätzung gegenüber.
  13. Ich kommuniziere offen und transparent.
  14. Ich kommuniziere verständlich und verständnisvoll.
  15. Ich achte stets auf beidseitigen Nutzen.
  16. Ich halte meine Versprechen.
  17. Ich baue langfristige und  nachhaltige Beziehungen auf.
  18. Ich gebe Fehler zu.
  19. Ich nehme mir Zeit.
  20. Ich respektiere Individualität und kulturelle Unterschiede.
  21. Ich übernehme Verantwortung für mein Handeln.

Wie seid Ihr darauf gekommen, diese Leitsätze zu formulieren?

Die Idee hab ich zur Vorlesung mitgebracht, um mit den Studenten sowohl die Sichtweise des Marketers als auch des Umworbenen einnehmen zu können. Und natürlich kennen sich die Studenten mit der Konsumentenrolle aus. Sagen wir also: es ist aus Sicht des Konsumenten eine Wunschliste, wie man bitteschön mit ihm umgehen soll. Und die Antwort des Marketers dazu ist mein Marketeasing-Ansatz. 

Der schönen Worte gibt es viele. Worin siehst Du den praktischen Nutzen dieses Manifestes?

Wenn einige sich das ausdrucken und an die Wand pinnen, ist das schon prima. Wenn andere, wie wir drüber diskutieren ist das auch gut. Aber innerhalb der Marketing- und Werbebranche kommt der eigentliche Nutzen noch. Nämlich dann wenn wir überlegen: Moment mal, welche Konsequenzen hat das Manifest eigentlich für unsere Arbeit? Was ist mit Respekt für den Kunde gemeint? Da ist man dann schnell bei der Frage: Ist Layerwerbung respektvoll? Sind Preisauszeichnungen wie 1 Euro Flugpreis (großgedruckt) und 40 Euro Flughafengebühren (kleingedruckt) eigentlich fair zu nennen? Wer fair kommunizieren will muss dann die unfairen Methoden streichen – ganz einfach.

Ich muss jetzt aber auch mal sagen, dass ich das Manifest nicht so sehr als ethische Empfehlung sehe, sondern eher als Überlebenstipp für Unternehmen. Wenn du dich unfair verhältst, werden es dich die Konsumenten spüren lassen. Sie kaufen deine Produkte nicht, raten anderen ab, sich mit dir einzulassen, machen ihrem Ärger Luft in Blogs, Foren oder bei Bewertungsportalen. Es rächt sich heute schnell, wenn man seine Kunden über den Tisch ziehen will.

Ich finde diese Impulse von Bernd und seinen Studenten einfach klasse. Doch leider könnte ich Euch keine Geschichten wie diese, diese oder diese mehr erzählen, wenn sich alle an dieses Manifest zur fairen Kommunikation halten würden. Schade, oder?

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Frühjahrsmüdigkeit nach dem Winterschlaf


Geschrieben am Montag, 28. April 2008 von Thomas Kilian (1 Antwort)

Nach dem Winterschlaf kommt bei vielen Akquisiteuren die große Frührjahrsmüdigkeit. Nahtlos schließt dass Sommerloch an und wenn im Herbst die bunten Blätter gefallen sind, ist der November auch schon wieder so trist, dass sich die Neukunden-Gewinnung vor dem Weihnachtsfest eh nicht mehr lohnt. Des Teufels liebstes Möbelstück ist die … „lange Bank“, genau.

Es ist schon ein schweres Los mit der Akquise.

  • Hab‘ ich keine Aufträge, muss ich schnellstens Klinken putzen meine Energien bündeln, obwohl ich aufgrund der mageren Lage so demotiviert bin, dass ich gar keine Lust habe, zum Hörer zu greifen, Werbebriefe zu verfassen oder Veranstaltungen zu organisieren.
  • Hab‘ ich viele Aufträge, bleibt kaum Luft, um mir über Marketing, Werbung und neue Kunden Gedanken zu machen.

Die gesunde Mitte zu finden, ist ein schwieriges Unterfangen. Was tun?

Ich bin davon überzeugt, dass die kontinuierliche Gewinnung von neuen Kunden keine Belastung, sondern ein Lebensstil ist. Akquise muss wie Zähneputzen ganz natürlich in den unternehmerischen Tagesablauf einfließen, ob ich nun viele oder wenige Aufträge habe. „An Apple a Day keeps the Doctor away“ — Eine Portion Akquise am Tag, sorgt für einen langfristig konstanten Zulauf an neuen Kunden.

  • Jeden Tag 2-3 Anrufe tätigen, ein neuer Kontakt, 1-2 alte Kontakte auffrischen
  • XING-Recherche, Netzwerk ausbauen (5-10 Minuten am Tag)
  • Beiträge in Foren oder Weblogs hinterlassen und mit Menschen ins Gespräch kommen
  • Jede Woche einen meiner bestehenden Kunden mit einem netten Schreiben überraschen
  • Networking-Veranstaltungen (IHK, Unternehmerforum o.ä.) besuchen
  • (…)

Wem es gelingt, ein Jahr lang jeden Tag ein bisschen Zeit für diese Aktivitäten zu reservieren, der wird akquisitorisch ähnlich „fit“ sein, wie ein Sportler, der jeden Tag seine Liegestütze und Bauchübungen macht. Ich müsste wohl auch mal wieder die Turnschuhe anziehen…

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Unternehmerforum OWL am 15. Mai 2008


Geschrieben am Mittwoch, 23. April 2008 von Thomas Kilian Kommentare deaktiviert für Unternehmerforum OWL am 15. Mai 2008

Herzliche Einladung an alle aktiven Unternehmer und Unternehmerinnen aus Ostwestfalen-Lippe (OWL) zum dritten Netzwerk-Treffen am Donnerstag, den 15. Mai 2008.

ANMELDUNG: http://de.amiando.com/ufowl
Der Eintritt ist frei!

Unternehmerforum OWL

Wir treffen uns um 19.00 Uhr im modernen Seminarraum des Lighthouse in Löhne-Gohfeld (Am Bahndamm 6). Als Sprecher konnten wir für diesen Abend Dipl. Ing. Wolfgang Natzke von der Firma job-perform gewinnen. Sein Thema: “Das Ende vom Brot – Missverständnisse im Team”.

Weiteres Highlight ist ein Elevator-Pitch aller Teilnehmer. Jeder, der möchte, hat die Möglichkeit, sich und seine Angebote in maximal 55 Sekunden vorzustellen. Interessenten geben bei der Anmeldung im Kommentarfeld bitte “Elevator Pitch” an.

Im gemütlichen Lighthouse-Bistro werden vor und nach dem Programm kalte und warme Getränke sowie ein kleiner Imbiss gegen ein geringes Entgelt angeboten: Der ideale Ort zum Netzwerken und Fachsimpeln bei freiem Eintritt.

Parallel zum Networken bietet Fotograf Dieter Obermeyer ein professionelles XING-Fotoshooting an. Für den Sonderpreis von nur 5 Euro erhalten Sie ein aussagekräftiges Foto für Ihr XING-Profil. In einem XING-Workshop verrät Markus Gehlken außerdem weitere Tipps & Tricks, um über XING neue Kunden anzuziehen.

PROGRAMMABLAUF

  • 19.00 Uhr Ankommen, Networken, Fachsimpeln
  • 19.15 Uhr Begrüßung, Einstieg
  • 19.30 Uhr Kurzvortrag von Wolfgang Natzke + Diskussion
  • 20.00 Uhr Elevator Pitch (Kurzvorstellung)
  • 20.30 Uhr Networking-Bar (bitte bringen Sie ausreichen Visitenkarten mit!), XING-Fotoshooting, XING-Workshop, Fachsimpeln und Vernetzen im Bistro
  • ~21.30 Uhr Lockerer Ausklang

Bitte melden Sie sich über die Plattform Amiando zum Event verbindlich an, damit wir uns auf Sie einstellen können. Sie erhalten an dem Abend ein Namensschild, so dass der Austausch untereinander erleichtert wird.

ANMELDUNG: http://de.amiando.com/ufowl

ZUR XING-GRUPPE: https://www.xing.com/net/ufowl

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