Möchte zunächst mal eine Lanze brechen für die Business-Plattform XING. Ich bin jetzt seit 4 1/2 Jahren dort angemeldet, habe knapp 1200 Kontakte und nutze die Funktionen täglich, um mit anderen ins Gespräch zu kommen. Doch einige aktuelle Entwicklungen gehen mir tierisch auf den Keks und stehen für mich im Widerspruch zum Ziel, sinnvolle Netzwerke aufzubauen. Irgendwie scheinen den Planern der XING AG im Sommer die Ideen ausgegangen zu sein, – anders kann ich mir die folgenden Veränderungen nicht erklären…
XING dient dazu, mit anderen Menschen in Kontakt zu treten. Auch mit noch unbekannten Personen – gerade XING macht ja aus Kaltakquise “Warmakquise”, wie ich schon vor Jahren geschrieben habe. Doch Massenmails, unpassende Anfragen und Nachrichten ohne Bezug auf das Profil der Kontaktperson sind laut der XING-Richtlinien eigentlich nicht gern gesehen:
“Die Kontaktaufnahme mit unbekannten Personen erfordert Feingefühl. Überlegen Sie sich genau, wen Sie ansprechen bzw. wen Sie vorgestellt bekommen möchten. Individualisieren Sie Kontaktanfragen stets, indem Sie sich auf das Profil der Person beziehen und z. B. auf die Angaben eingehen, die die Person unter “Ich biete” und “Ich suche” gemacht hat. Damit demonstrieren Sie ernsthaftes Interesse und Professionalität und erhöhen die Wahrscheinlichkeit, dass der Kontakt bestätigt wird.”
Wie ist es dann zu erklären, dass es nun bei der Kontaktaufnahme einen vorformulierten Text gibt und XING nicht mehr – wie früher – die Eingabe eines personalisierten Textes fordert? Wohin das führt, zeigt das folgende Bild:

Ich habe in den vergangenen zwei Wochen 7-8 neue Kontaktanfragen bekommen. Fünf davon haben den Standard-Text verwendet: “Sehr geehrter Herr Kilian, ich würde Sie gerne zu meinen Kontakten hinzufügen.” Dabei kenne ich die Personen nicht, kann keinen Bezug herstellen und finde die Anfragen auch sonst höchst unspannend. Der Klick zum “Ablehnen” oder gar “Spam” liegt für mich näher, als den Kontakt zu bestätigen.
Genau so standardisiert wie die Anfragen, sind leider mittlerweile auch die Antworten geworden. Hier siegt einfach die Bequemlichkeit: “Gerne bestätige ich Ihre Kontaktanfrage. Herzlich willkommen in meinem Netzwerk! Freundliche Grüße, …” – wie passt das zu meiner netten Kontaktaufnahme, in der ich zum Teil auch konkrete Fragen gestellt habe? Bei einigen Kontakten folgt dann fünf Minuten später eine zweite Nachricht: “Oh sorry, hab zu schnell auf Abschicken geklickt …” Doch was soll die vorformulierte Antwort bringen? Ich muss es selbst immer umständlich rauslöschen, weil ich solche Bausteine einfach nicht mag. Professionelle Kommunikation sieht anders aus.
Vor einigen Monaten hat XING eine tolle Neuerung eingeführt: Die Nachrichten über die Plattform lassen sich endlich direkt in der E-Mail lesen. Ich muss mich bei einer neuen Nachricht nicht extra bei XING einloggen, sondern kann sofort entscheiden, ob es etwas wichtiges ist. Doch mittlerweile stauen sich die ungelesenen Nachrichten in meinem XING-Posteingang. Also möchte ich schnell noch mal durchklicken, um zu sehen, ob ich etwas übersehen habe, einzelne Nachrichten löschen etc. Früher gab es oberhalb der Nachricht zwei Pfeile “>>” oder “<<”, um zwischen den Beiträgen hin und herzuwechseln. Nun geht dies nicht mehr, ein schnöder “zurück”-Button ist die einzige Möglichkeit, wieder auf die Gesamtsicht zu wechseln.
Och Menno, XING! Ich fand Dich bisher so gut!
Einen Kommentar zum Beitrag schreiben!Da ich mich gerade fürs Ausmisten und Renovieren empfehle (meine Frau und ich ziehen bis Ende Juli in ein kleines Häuschen mit Garten) und deshalb keine Zeit zum Bloggen bleibt, empfehle ich Euch heute einen Gastbeitrag von Anne Schüller aus München. Zeitgleich geht ein Interview mit der Loyalitätsexpertin im Neukunden-Podcast online, in dem sie bereits zum Thema “Empfehlungsmarketing” Auskunft gibt. Außerdem verlinke ich gerne auf ein kostenfreies e-Book von ihr. Im Gastartikel mit 21 + 1 Fragen zum Empfehlungsmarketing habt Ihr die Möglichkeit, einmal selbst zu überprüfen, wie es bei Eurer Akquise um das Thema steht.
Viele Unternehmer, Berater und Verkäufer halten Empfehlungen immer noch für einen Glücksfall. Die folgende Checkliste dient dazu, dem Glück ein wenig nachzuhelfen und aus Kunden aktive Empfehler zu machen. Ziel ist es, den Anteil der Kunden, die aufgrund einer Empfehlung gewonnen werden, systematisch zu erhöhen.
Voraussetzung ist allerdings, dass Sie auf Ihrem Gebiet ein Spitzenleister sind, dem man vertrauen kann. Denn empfohlen werden nur Leistungen, die außergewöhnlich sind und absolut überzeugen. Darüberhinaus brauchen Sie einen Sympathiebonus, denn Menschen empfehlen niemanden, den sie nicht leiden können.
Anne M. Schüller ist Management-Consultant und gilt als führende Expertin für Loyalitätsmarketing. Über 20 Jahre lang hat sie in leitenden Vertriebs- und Marketingpositionen verschiedener internationaler Dienstleistungsunternehmen gearbeitet und dabei mehrere Auszeichnungen erhalten. Die Diplom-Betriebswirtin und neunfache Buch- und Bestsellerautorin zählt zu den gefragtesten Keynote-Rednern im deutschsprachigen Raum. Sie arbeitet auch als Business-Trainerin und lehrt an mehreren Hochschulen. Sie gehört zum Kreis der ‚Excellent-Speakers‘. Zu ihren Kunden zählt die Elite der deutschen, schweizerischen und österreichischen Wirtschaft.
Empfehlungsmarketing ist das kostengünstigste Marketing. Und Empfehler sind die besten Verkäufer. Wie das gelingt, zeigen praxisnahe Tagesseminare in vier deutschen Städten. Die Teilnehmer erhalten darin Schritt für Schritt das komplette Knowhow sowie das notwendige Handwerkszeug zur Implementierung ihrer eigenen Empfehlungsmarketing-Strategie.
Die Termine (jeweils von 9.00–18.00 Uhr): am 23. 9. 2010 in München, am 19. 10. 2010 in Frankfurt, am 9. 11. 2010 in Köln und am 7. 12. 2010 in Hamburg. Infos und Buchung: 0800-50604446.
Anne M. Schüller
Zukunftstrend Empfehlungsmarketing
Der beste Umsatzbeschleuniger aller Zeiten
BusinessVillage, 4. Aufl. 2010, 135 Seiten
ISBN 978-3-938358-63-4, 21,80 Euro / 39.50 CHF
Weitere Informationen unter www.empfehlungsmarketing.cc
Einen Kommentar zum Beitrag schreiben!Hatte heute Abend mal wieder ein Erlebnis der besonderen telefonischen Art. An dieser Stelle schon mal schöne Grüße nach Batzdorf (zwischen Meißen und Dresden). Finde es immer wieder witzig, wenn ein Akquise-Anruf bei uns in der Agentur am Ende dazu dient, dass ICH auf UNSERE Angebote aufmerksam mache… Es lohnt sich also, IMMER ans Telefon zu gehen – macht einfach das beste daraus!
Passend dazu folgendes Video von Helge Schneider:
Und hier gibt’s noch nen zweiten “Telefonmann“:
In diesem Sinne: Lasst es klingeln!
Einen Kommentar zum Beitrag schreiben!Am 22. Oktober 2009 trafen sich Neukunden-Magnet Thomas Kilian und Lösungsbäcker Knut O.E. Pankrath in Freddy Leck sein Waschsalon im aufstrebenden Berlin-Moabit auf einen Kaffee. Nachdem sich die Akteure aus dem Internet schon seit Jahren kennen, kam es nun endlich auch zur persönlichen Begegnung. Neben zahlreichen Dingen, die hier trotz denkbarer Neugierde mancher Leser nicht ausgebreitet gehören, haben wir auch über öffentlichkeitstaugliche Dinge gesprochen und spontan entschieden, uns gegenseitig die selben drei Fragen zu beantworten.

1. Was ist das terminlich nächste Projekt, über das Du schon mal etwas andeuten magst?
Ich bereite gerade eine Businessblogparade vor, die am 1. November starten soll. Neu neben dem für hoffentlich viele Leser interessanten Thema rund um die funktionale Attraktivität von Websites wird sein, dass ich eine blogprominente Schirmherrin präsentieren darf.
2. Welches ist derzeit Dein – als inhaltlich breit aufgestellter Dienstleister – liebstes Angebot und warum?
Ich mache es der Software- und Internetbranche nach und stelle mit Business Creation Consulting ein Beratungsangebot vor, das nach meiner aktuellen Einschätzung von den nächsten Kunden noch maßgeblich mitgeprägt wird und deshalb als “beta” gekennzeichnet ist.
Worum geht es inhaltich? Ich finde es anstrebenswert, in Phasen von Gründung oder Umbau eines Unternehmens ERST die konzeptionell-kreativen Fragen gut zu beantworten und erst DANN Energie in die Prüfung von Realitätsnähe, Zahlenwerk und die Auswahl einzelner Werkzeuge zu stecken. Die geistige Trennung zwischen Komposition und Aufführung eröffnet meiner Meinung nach Chancen, zu einem von Anfang an professionellen Marktauftreten zu kommen.
3. Welches Buch könnten wir zusammen schreiben?
“Wie Sie webfernen Kunden webnahe Produkte verkaufen. Subtitel: Die Vergrößerung des Kuchens”
An dieser Frage knabbern vermutlich so viele Kollegen, dass man ihnen gut und gerne etwas dazu an die Hand geben könnte. Ich bin da auch noch neugierig…
P.S. Wer übrigens einen vernünftigen deutschen Namen für “Business Creation Consulting” findet und mich von diesem englischen Wortwurm befreit, wird gern weböffentlich lobend erwähnt!
Einen Kommentar zum Beitrag schreiben!XING-Papst Joachim Rumohr hat heute ein 5-minütiges Video veröffentlicht, in dem er erklärt, wie sich XING geschickt und gezielt für die Akquise neuer Kunden nutzen lässt. Gewusst wie … ich kann die guten Erfahrungen selbst voll und ganz bestätigen. Wer andere Personen (bei XING oder im Real Life) nicht als Opfer sieht, sondern als Menschen aus Fleisch und Blut, dem kann XING viele Türen öffnen. Also: Vorhang auf!
Übrigens (hier die Werbung): Wer noch immer keinen XING-Account hat, dem sei die Anmeldung wärmstens empfohlen!
Bei meiner Blogerserie über Werte in der Neukunden-Gewinnung geht es heute um den vierten Wert, den wir als Agentur formuliert haben: Kommunikation. Wikipedia definiert Kommunikation als “die Aufnahme, den Austausch und die Übermittlung von Informationen zwischen zwei oder mehrerer Personen“.
Wenn es um die Arbeit in unserer Agentur geht, dann verbinden wir mit Kommunikation aber nicht nur den Austausch von Informationen, sondern das regelmäßige “auf dem Laufenden halten” unserer Kunden, wenn wir uns für Ihre Bedürfnisse engagieren.
Auch für die Neukundengewinnung ist Kommunikation enorm wichtig. Letzlich ist ja jede werbliche Aktivität auch immer eine kommunikative Angelegenheit. Schließlich werden Informationen über Produkte, Angebote und Leistungen übermittelt. Doch darum geht es mir nicht.
Kommunikation in der Neukundengewinnung ist vor allem deshalb wichtig, weil es bei jeder Kontaktaufnahme mit neuen Kunden um BEZIEHUNGEN geht. Eine Beziehung beginnt und lebt – wie in jeder guten oder schlechten Ehe – nur mit Kommunikation. Wer nicht kommuniziert, behindert die Aufnahme und die Entwicklung einer Beziehung. So einfach und doch so schwierig.
Wie häufig erhalte ich nervige Telefonanrufe, bei denen die Nummer unterdrückt ist und ich überhaupt keine Chance habe, den Redeschwall des trainierten auf Abschluss getrimmten Vertrieblers zu unterbrechen. Unter “Kommunikation” und den Aufbau einer Beziehung von Anbieter zum Kunden verstehe ich etwas anderes.
Noch schlimmer ist es, wenn ich per Post oder Werbemail auf ein “SUPER-ANGEBOT” hingewiesen werde, aber sich der Absender nicht einmal die Mühe macht, meinen Vor- und Zunamen herauszufinden. Die allseits bekannten und beliebten “Sehr geehrten Damen und Herren” sind kein kommunikativer Türöffner, sondern erleichtern den Transport des Werbemediums in die Rundablage “P”.
Ich will nicht immer nur jammern, meckern oder dergleichen. Natürlich gibts wie immer noch drei Tipps für erfolgreiche Kommunikation in der Neukundengewinnung:
Welche Erfahrungen haben Sie mit der Kommunikation in der Neukundengewinnung gemacht? Ich freue mich darauf, mit Ihnen in denen Kommentaren ins Gespräch über dieses Thema zu kommen.
Einen Kommentar zum Beitrag schreiben!Auch wenn der erste Messetag der Online-Marketing Messe Düsseldorf (OMD) noch nicht vorbei ist, will ich eine kurze Pause nutzen, um meine Eindrücke von der “Leitmesse für Digitales Marketing” zu schildern.

Mein abschließendes Fazit: Der Besuch der Online-Marketing Messe in Düsseldorf (OMD) ist und war zwar wieder lohnend im Sinne des Networkings, bietet mir aber wenig informatives Potential für unsere Agenturkunden. Wie sagte ein Gesprächspartner vorhin so treffend: “Die Messe ist super für uns Werbetreibende, aber wer sich als Kunde hierher verirrt, wird von den Angeboten absolut erschlagen.” Bin gespannt, wer von meinen Lesern diese oder andere Eindrücke und Meinungen mit uns teilen möchte…
Einen Kommentar zum Beitrag schreiben!Am kommenden Mittwoch und Donnerstag (17.+18. September 2008) findet wieder die Online-Marketing Messe in Düsseldorf (OMD) statt. Ich werde wie im vergangenen Jahr einen Tag (Mittwoch) auf der Messe sein und bin gespannt, was die Aussteller dieses Jahr Neues zu zeigen haben.

Freunde, es ist mal wieder soweit. Ich muss einfach mal ein paar skurrile Exponate von Kommentaren und Emails hier loswerden, die ich in den vergangenen Wochen erhalten habe. Nein, ich meine nicht die SPAM-Emails, die mir zum tausendsten Mal mit “C I ALI S” und ”VIAG RA” das Liebesleben versüßen wollen, sondern Nachrichten von Menschen aus Fleisch und Blut (nehme ich mal an…).
Irgendwie scheinen meine Beiträge hier im Neukunden-Magnet Weblog nicht sonderlich beliebt zu sein. So erhielt ich bereits vor einigen Monaten eine Bewerbung per Email:
Sehr geehrte Damen und Herren,
hiermit nutze ich die Möglichkeit, mich bei Ihnen um eine Freelancer – Stelle zu bewerben. Weiteres über mich und meine Arbeit finden Sie in den angehängten Pdf-Dateien. (…)
Nicht einmal eine halbe Stunde später folgte eine zweite Email:
Hallo Herr Kilian,
soeben überkam mich der Gedanke, dass ich mein Netzwerk weiter spannen müsste. Ihre Seite fiel mir, dank dem großen Google, ins Auge. Nachdem (leider!) ich die Pdf-Dateien auf den elektronischen Weg gebracht habe, las ich in Ihrem Blog herum. Meine Bitte: Löschen Sie bitte meine Email aus dem Kasten und antworten Sie mir bitte nicht. Ich ziehe hiermit jegliches Interesse an einer Freelancer-Tätigkeit zurück.
Meine Rückfrage, was denn diese Angst vor einer weiteren Kontaktaufnahme ausgelöst hat, ist bislang unbeantwortet geblieben. Also versuche ich es einfach mal auf diesem Weg…
Hier ein weiteres Beispiel literarischer Größe — ein Kommentar zum Beitrag “Ein Magnet ist ein Magnet ist ein Magnet“, den ich aufgrund des Wörtchens “Physik” leider löschen musste:
Ey du schwachkopf dass stimt doch ganicht.
haste damals nich in physik aufgepast du penner
Hihi! Aber es geht auch netter, Desinteresse an meiner Person zu bekunden. So schrieb mir vorletzte Woche ein Kollege aus der Werbebranche folgende Email mit dem Betreff “(K)eine Anfrage“…
Verehrter Herr Kilian,
da Sie offensichtlich ein mit Anfragen überschütteter Mann sind, hier mal eine Abwechslung. Mein Name ist (…) und ich bin 20 Jahre jung. Ich bin Inhaber und Geschäftsführer von (…). Wir setzen kundenorientierte Web-Projekte um und entwickelt die Web-Technologie von Morgen. Obwohl Sie mir sympathisch sind und ich Ihre Projekte interessant finde, möchte ich weder ein Projekt mit Ihnen “durchziehen”, noch bin ich an einer Zusammenarbeit in irgend einem anderen Sinn interessiert. Ich finde, wir sollten getrennte Wege gehen, Herr Kilian.
Es tut mir Leid. Schönes Leben noch.
Ich hoffe, ich konnte ein wenig Abwechslung in Ihren Alltag bringen und Sie an eine Welt ohne persönliche Einladung für Herrn Kilian erinnern.
Zugegeben, meine Welt ist der rote Teppich. Insofern ist mir die Email positiv aufgefallen. Leider konnte ich der Bitte nicht nachkommen und habe doch Kontakt zum Adressaten aufgenommen, woraus sich auch ein ganz nettes Gespräch ergeben hat.
Um es mal zusammen zu fassen: Ich bin ein sehr offener Mensch und freue mich auf neue Kontakte, vor allem von Menschen, die meine Interessen und Werte teilen (wer mein XING-Profil liest, bekommt schon mal einen ganz guten Eindruck). Insofern lese ich jede Email zunächst mit Offenheit für den Absender, auch wenn ich bei manchen Anfragen einfach nur den Kopf schütteln kann. Aber keine Sorge: Nicht alles, was ich erhalte, landet auch hier im Weblog. Aber es könnte, — also bleibt wachsam… hihi…
Nachdem wir im zweiten Teil die Frage nach guten und schlechten Vettern geklärt haben, kann ich nun im dritten und letzten Teil dieser Artikelserie endlich zur Frage kommen, wie sich die richtigen Vettern und Kusinen für die entsprechende “Kumpanei” in der Neukunden-Gewinnung finden lassen. Hier sind einige Tipps, um mit Vetternwirtschaft langfristig erfolgreich zu sein:
Zunächst einmal ist es wichtig, sich selbst in die Lage eines Absatzmittlers zu versetzen: Für wen und warum würde ich selbst gerne als “Vetter” herhalten? Hier fallen mir einige Gründe ein:
Nun brat mir doch einer ‘nen Storch: Da haben wir doch gleich fünf mögliche Herangehensweisen, um sich bestens mit Vettern und Kusinen zu versorgen. Auf gehts:
Familie
Seine Verwandten kann man sich nicht aussuchen. Aber aussuchen kann man sich andere Verbindungen wie bsp. Mitgliedschaft im Sportverein, Kirchengemeinde, Taubenzüchter, Bierdeckelsammler, Hundefreunde etc. Verbundenheit hat mit unterschiedlichsten Gegebenheiten zu tun: Regionalität (“Geschäfte bleiben in der Region”), Interessen, Sprache, Kultur u.v.m. Wer nach Vettern und Kusinen außerhalb seiner Verwandtschaft sucht, der findet diese leicht in Bereichen, die sich überschneiden.
Freundschaft
Schwierige Nummer im Business. Schließlich ist man aalglatt, immer seriös und lässt bloß niemanden zu nah an sich heran. Doch Freunde, wer Vettern und Kusinen will, muss auch persönliche Zugeständnisse machen und sich mal auf den anderen einlassen. Meine Erfahrung ist: Nichts geht über enge und gute Partnerschaften, aus denen sich auch Freundschaften entwickeln. Das braucht Zeit, doch hey – bei der Vetternwirtschaft gehts eben nicht im Hauruck-Verfahren. Sonst landen wir thematisch schon wieder beim Grandprix…
Kundenzufriedenheit
Funktioniert immer ganz prima: Wer von meinen Leistungen überzeugt ist, der empfiehlt mich fast automatisch weiter. Also lautet die Devise: Wer Vettern will, muss mit besten Leistungen punkten. Wer schlechten Service, mangelhafte Projektabwicklung und laaangweilige Ideen hat, braucht sich über unzufriedene Kusinen nicht zu wundern.
Belohnung und Anreize
Ich kenne mittlerweile eine Reihe von Dienstleistern, die mir gegen Provision dabei helfen, neue Kunden zu gewinnen. Ist doch ne feine Sache. Externer Vertrieb, per Telefon, persönlich, über eigene Empfehlungen… und am Ende gibt’s vielleicht 10 Prozent vom Umsatz. Aber auch ein Blumenstrauß für eine erfolgreiche Empfehlung wirkt schon oft Wunder, wenn Freunde und Bekannte meine Visitenkarte weitergegeben haben. So sind diese gleich viel mehr motiviert, mich erneut zu empfehlen. Anreize können auch Nachlässe und Gutscheine für bestehende Kunden sein, die Aufnahme in einen speziellen VIP-Club für Vettern und Kusinen u.v.m.
Eine Hand wäscht die andere
Echte Partnerschaften leben vom Geben und Nehmen. Wer immer nur selbst mit sauberen Händen durch die Weltgeschichte läuft, ohne andere zu waschen, der wird nach einiger Zeit unter deutlichem Vettern-Mangel zu leiden haben. Nicht immer muss der Austausch auf Empfehlungsebene liegen, die Gegenleistung kann (siehe Punkt 4) auch in anderer Form geschehen.
Meine Erfahrung ist, dass sich eine funktionierende Vetternwirtschaft in der Neukunden-Akquise nicht über Nacht herstellen lässt. Alles braucht seine Zeit. Dennoch kann ich aktiv vorgehen und muss nicht alles auf mich zukommen lassen. Wer sich versteckt oder keine Anreize (Leistung, Gegenleistung) für Empfehlungen bietet, der braucht sich über fehlende Verwandtschaft nicht zu wundern. In diesem Sinne: Fangt an zu klüngeln!
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