Nein, dieses Palindrom tut eigentlich nichts zur Sache. Aber die Frage ist schon ernst gemeint! Eine bekannter Fernsehstar erhält für die Darstellung eines verzottelten Chefredakteurs den deutschen Comedypreis 2006, tauscht mit Millionär-Macher Jauch den Stuhl und ist nun auch unter die Blogger gegangen.
Im Schlämmerblog veröffentlicht Horst Schlämmer, alias Hape Kerkeling, seine Abenteuer in der Fahrschule:
“Je mehr Führerschein, desto mehr Erfolg auch bei den Damen. Damit Ihr dokumental live dabei sein könnt, habe ich extra für Euch das Internet gebloggt. In meinem virtualen Tagebuch findet Ihr Filme und Berichte aus meiner Zeit als Fahrschüler.”
Doch guter Eindruck bei “Schätzelein” scheint nicht das einzige Anliegen von Horst Schlämmer zu sein. In der Bloggerwelt wird zur Zeit heiß diskutiert, ob der Blog zu Werbezwecken betrieben wird. So schreibt Bernd Röthlingshöfer in seinem Weblog:
“Ist ja klar, dass Hort Schlämmer nur in den Golf einsteigt. Die Werbekampagne der Wolfsburger kam bisher recht dezent daher. Im neuesten Filmchen aber geht es in die Vollen. Horst Schlämmer verschmäht als Anhalter so ziemlich alles was auf deutschen Straßen herumfährt.”
Weitere Diskussionen finden sich hier, hier, hier und hier. Ob Werbung hin oder her, Horst Schlämmer zieht die Massen an. Zahlreiche Kommentare auf seiner Website belegen es. Der Blog ist innerhalb weniger Wochen in die Top50 der deutschen Blogcharts eingestiegen. Die Aktion ist erfolgreich, für Schlämmer oder Volkswagen oder beide – wir werden sehen.
Einen Kommentar zum Beitrag schreiben!Guerilla-Marketing ist anders. Pfiffige Ideen werden trotz kleinem Budget derart gekonnt umgesetzt, dass eine erhöhte Werbewirkung entsteht. Aber bergen solche Aktionen auch Gefahren? Der Guerilla-Marketing-Blog berichtet von einer unwiderstehlichen Aktion von AXE, die die Anziehungskraft des deodorierten Mannes in den Mittelpunkt stellt.

Nun wird im Blog diskutiert, ob diese Aktion gefährlich ist. In Stress-Situationen könnte das Notausgangsschild nicht erkannt werden. Guerilla mit fatalen Folgen? Wie denken Sie darüber?
Einen Kommentar zum Beitrag schreiben!Nachtrag: Wenn diese Aktion gefährlich sein soll, wie würde man dann wohl diese Kampagne in den USA bezeichnen, die Spiegel online mit dem Titel “Guerilla-Werbung stürzt Boston ins Chaos” am 1. Februar zitiert?
“Bombenentschärfer im Einsatz, Festnahmen, gesperrte Straßen und Brücken: Blinkende Werbetafeln mit heraushängenden Drähten haben in Boston Panik ausgelöst. Dabei waren die vermeintlichen Sprengsätze kreatives Marketing für eine neue US-Comicserie.”
Eine äußerst günstige Möglichkeit, die eigene Website bekannt zu machen, ist die Beteiligung an Diskussionen in Foren und Chats. Für nahezu jeden Lebensbereich gibt es im Internet Plattformen, auf denen sich über spezielle Themen ausgetauscht wird. Sei es ein Forum für Züchter von Schäferhunden, ein Fan-Forum des Fußballprinzen Poldi oder ein Chatraum, in dem über die neuesten Folgen von Raumschiff Enterprise philosophiert wird.
Zugegeben, diese Form der Neukunden-Gewinnung ist zeitaufwändig und zum Teil recht mühsam. Wenn es um den echten Aufbau von Beziehungen (Networking) geht, möchte ich vor so genannten “Forum Attacks” oder “Chat Attack” warnen, wo es nur darum geht, (in zum Teil massiver Form) gezielt für Produkte und Unternehmen zu werben. Wenn diese Art geplanter Werbung auffliegt, kann es einen erheblichen Image-Schaden bedeuten.
Worum es mir geht, ist echtes Networking im Internet. Sinnvolle Inhalte liefern, sich an Diskussionen beteiligen und sich im Forum/Chat einen Namen machen. Das kann ein Weg sein, um z.B. durch eine aussagekräftige Signatur auf sich aufmerksam zu machen und langfristig auch über dieses Medium Kunden zu gewinnen.
Wichtige Voraussetzungen:
Haben Sie bereits Erfahrungen mit dieser Form von Neukunden-Gewinnung gemacht? Schreiben Sie einen kurzen Kommentar oder mailen Sie mir an info@neukunden-magnet.de.
Einen Kommentar zum Beitrag schreiben!Die Werbebranche hat ein neues Schlagwort gefunden: “Guerilla Marketing”. Klingt nach taktischer Kriegsführung, – ist es gewissermaßen auch. So versteht man unter “Guerilla-Marketing” undogmatische, ungewöhnliche Aktionen, die durch eine gute Idee enorme Wirkung erzeugen.
Ein Beispiel bringt es auf den Punkt: Der Billigflieger HLX führt eine Aktion vor der Kölner Uni durch. Über die Sattel der Fahrräder werden Plastiktüten gezogen. Die Aufschrift: “Zu nass hier?” Der Regenschutz mit Slogan verweist direkt aufs Produkt (Flugreise) und trifft dabei genau die gewünschte Zielgruppe der 20-30jährigen Studenten. Die Kosten: Druck von Plastiktüten und Durchführung der Aktion. Der Effekt: Überraschte Gesichter bei den Studenten und Erwähnung in zahlreichen Medien (Presse, Fernsehen etc.).
Genau das ist Guerilla-Marketing: Mit vergleichsweise geringem Einsatz von Mitteln eine große (und medial unterstützte) Wirkung zu erzielen.
Übrigens: So neu ist dieser Ansatz nicht. Bereits Mitte der 80er Jahre wurde der Begriff vom Marketing-Experten Jay C. Levinson (USA) geprägt, der 1984 das erste “Guerilla-Marketing-Handbuch” herausgebracht hat.
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