Marketing Trends mit Zukunft


Geschrieben am Freitag, 18. Juni 2010 von Thomas Kilian (0 Antworten)

Da es bei uns in der Agentur zurzeit absolut brummt und ich kaum zum Bloggen komme, freue ich mich natürlich sehr über Gastartikel. Simon Bertsch von www.trendsderzukunft.de beschreibt in diesem Beitrag Trends im Marketing, die seiner Meinung nach Zukunft haben. Was haltet Ihr davon?

Die Methoden des Marketings und die Präsentation der darin enthaltenen Werbebotschaften sind einem ständigen Wandel unterworfen und haben sich über die Jahre hinweg immer wieder verändert. Die grundlegenden Parameter im urtümlichen Entscheidungs-Zentrum des Gehirns (Limbisches System)  verhalten sich hingegen sehr stabil. Dies wusste schon Dale Carnegie, der in seinem Buch “Wie man Freunde gewinnt” solche Faktoren aufzählte.

Die zwei wichtigsten Faktoren waren hierbei die Demonstration der eigenen Überlegenheit anderen Personen gegenüber sowie das eigene Gefühl, wichtig und was Besonderes zu sein. Die meisten guten Werbebotschaften zielen auf eines dieser beiden Gefühle ab. Auf meinen Blogs www.trendsderzukunft.de und www.candy-college.com habe ich über einige dieser Marketing Trends mit Zukunft berichtet und möchte Ihnen hier gerne einen Überblick bieten:

Trends in Werbung und Marketing

Sex Sells: Nirgends wird Überlegenheit, verlangen und höherer Status so gut demonstriert wie im Bereich Erotik. Hier geht es allerdings nicht um die plumpe Darstellung spärlich bekleideter Personen sondern vielmehr um die Botschaft die dadurch suggeriert wird. Oftmals sind die Kampagnen auch bewusst provokant gestaltet um Aufmerksamkeit zu erregen. Beispiele gibt es hier:

  • BMW Premium Selection – Appell an den Urinstinkt im Mann. Kauf dir nen BMW und du bekommst das hübsche Mädchen auf dem Poster….
  • Nudevertising. Werbung mit nackter Haut. Was provoziert fällt auf. Deshalb hier eine Sammlung von Werbekampagnen die gerade noch geduldet wurden. Gut funktionieren auch „Banned Commercials“ (Beispiel von Diesel) die dann irgendwie doch auf Youtube & Co. Sickern und durch den Reiz des Verbotenen noch Attraktiver werden.
  • Heidi Klum spielt Gitarre in Unterwäsche. Manchmal, wenn ein Spot zu Sexy ist, läuft man allerdings auch Gefahr, dass die Werbebotschaft beim Kunden untergeht.

Werbung Abseits vom Mainstream: So genannte Guerilla Marketing Kampagnen verlagern ihre Aktivitäten dahin, wo normalerweise Werbung nicht Zuhause ist. Dadurch fällt es gegenüber anderen Marketingformen auf und wirkt auf einer anderen Ebene als traditionelles “Branding”. Beispiele guter Guerilla Marketing Kampagnen gibt es hier:

Den Kunden in den Mittelpunkt stellen: Das EGO steht bei den meisten Menschen im Mittelpunkt, auch wenn es viele nur ungern zugeben. Man googelt nach seinem Namen, macht sich hübsch zum Ausgehen und freut sich wenn einen ein Partyfotograf fotografiert und man sich später im Internet bewundern kann. Das sich Leute gerne selbst bewundern, hat auch die Werbung herausgefunden und gezielt Kampagnen gestalten, damit potentielle Kunden dies tun können – und ganz nebenbei auch noch Ihr Produkt oder ihren Service promoten. Beispiele für Ego-Werbung gibt es hier:

Gute Werbung ist spielend leicht: Der Spieltrieb ist ein natürlicher Instinkt bei Menschen. Kein Wunder also, dass Unternehmen kostenlose Spiele entwickeln die einerseits Spaß machen, andererseits aber auch ihre Werbebotschaft vermitteln. Hier einige Beispiele von Marketing mit Spielen:

  • Länder-Tetris: Werbung muss nicht immer nur Kommerziell sein, sondern kann auch mal mit viel List auf spielerische Art und Weise Geographiekenntnisse vermitteln.
  • Fussball-Widget mit eigenem Branding: Passend zur Fussball EM wurde dieses Widget entwickelt bei dem User ihr eigenes Foto in die Spielerfiguren setzen konnten.
  • Gratis Persönlichkeits- und IQ-Tests: Wer schon mal eine Frauenzeitschrift in der Hand gehabt hat weiß, dass Tests immer gerne ausgefüllt werden. Auch auf Homepages kann man User mit kostenlosen Tests dazu bewegen länger auf der Webseite zu bleiben oder sich anzumelden um an die Ergebnisse der Tests zu kommen.

Ich bedanke mich bei Thomas Kilian für die Möglichkeit, diesen Gastartikel zu veröffentlichen und wünsche meinen Lesern viel Erfolg bei der Neukundengewinnung!

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Was bringt Werbung “diesseits der Trampelpfade” wirklich?


Geschrieben am Sonntag, 06. Juni 2010 von Thomas Kilian (6 Antworten)

PR-Doktor Kerstin Hoffmann veranstaltet schon wieder eine Blog-Parade. Erst dachte ich: “Och nö, nicht schon wieder. So langsam reicht’s mir …” Aber da ich ja ein Fan von Blog-Paraden bin, wollte ich mir zumindest Kerstins Thema etwas näher anschauen und nun bin ich schon wieder mittendrin; das Thema erinnert mich nämlich an eine Aktion, die ich im Frühjahr 2009 durchgeführt und auch hier im Neukunden-Magnet Weblog veröffentlicht habe.

Diesseits der Trampelpfade – ungewöhnliche Werbe- und PR-Aktionen

Anregung für eine Akquise-Aktion “diesseits der Trampelpfade” war Anfang letzten Jahres ein Buch meines Blogger-Kollegen Jörg Weisner, das mich ermutigte, erfolgreiche Gewohnheiten in der Neukunden-Gewinnung einzuüben. In meiner 21-tägigen Neukunden-Challenge habe ich allerlei Aktionen ausprobiert, um potentiellen Kunden eine Freude zu machen:

  1. Wanted-Plakat wirbt um Aufmerksamkeit beim Kunden
  2. Kurznachricht mit Mehrwert über XING
  3. Toblerone macht Appetit auf mehr …
  4. Die Nadel im Heuhaufen
  5. Kooperation in der Neukunden-Akquise
  6. Wenn Deppen duschen
  7. Modulküche aus Holz bei Google positioniert
  8. Nachfasstelefonate scheinen nicht selbstverständlich
  9. Das Gelbe vom Ei
  10. Kleiner Gruß aus der Pixelküche
  11. Der Schokoladenturm – quadratisch, praktisch, gut
  12. Kontakte einander vorstellen über XING
  13. Aus Zeitnot noch mehr Kurznachrichten über XING
  14. Papierflieger in der Neukunden-Gewinnung
  15. Origami, die 2te: Mütze aus Papier
  16. Aller guten Dinge sind 3: Papierschiffchen
  17. Frühling lässt sein blaues Band
  18. Wann backen wir Ihre neue Website?
  19. Nach der Torte ohne Worte, gibt’s ne Tasse, ist doch klasse!
  20. Flaschenpost in der Neukunden-Akquise
  21. Nichts

Das Ende der Neukunden-Challenge war vielleicht noch mal eine kleine Überraschung, wollte ich doch zeigen, dass Akquise keine einmalige Aktion, sondern ein Dauerzustand ist. Und darauf möchte ich auch in diesem Beitrag eingehen. Die Resultate der Aktion “diesseits der Trampelpfade” waren nämlich recht mau, eher mau-mau, um ehrlich zu sein. In meinem Fazit eine Woche nach der Aktion kommt dies auch zum Ausdruck:

Bei einigen Aktionen hatte ich mit deutlich mehr gerechnet, v.a. weil einige Dinge ja wirklich außergewöhnlich waren. Hätte ich das eine oder andere Paket von mir bekannten Unternehmen bekommen (alle Empfänger wissen, wer ich bin!), hätte ich zumindest meine Assistentin mit einem Anruf betraut oder eine Email versendet, selbst wenn ich nicht direkt ins Geschäft kommen möchte.

Nichtsdestotrotz hat sich die Neukunden-Challenge für uns gelohnt. Wir haben einige (wenige) sehr positive Rückmeldungen erhalten, wo sich die Kundenbeziehung vertiefen konnte. Außerdem haben wir als Agentur noch einmal neu erkannt, wie wichtig eine systematische und kontinuierliche Akquise ist.

Kontinuität in der Neukunden-Akquise

Aus der eigenen Erfahrung in der Neukunden-Challenge heraus, aber auch aus vielen Gesprächen mit anderen Unternehmen habe ich die Erkenntnis gewonnen, dass Werbung “diesseits der Trampelpfade” nichts (oder nur sehr wenig) bringt, sofern sie nicht in ein Gesamtkonzept verpackt ist. Die mediale Aufmerksamkeit einer Guerilla-Aktion, eines Flashmobs oder einer Lena-Eurovision-Gewinnerin ist einfach zu schnell wieder verflogen, als dass sich daraus stabile Kundenbeziehungen entwickeln könnten. In manchen Branchen mag schnelles Geschäft möglich sein (CD-Verkäufe bei der besagten Lena nach ihrem Sieg in Oslo), aber für viele Unternehmen reicht dieser kurze Hype einfach nicht aus. So auch bei unserer Neukunden-Challenge.

Interessant ist aber vielleicht, dass wir zu einigen der Kunden, die sich während der Aktion nicht gemeldet hatten, heute trotzdem (oder deswegen) einen recht guten Draht haben. In der Zwischenzeit haben sich auch weitere Aufträge daraus ergeben. Doch nicht aus der Aktion allein, sondern weil wir weiterhin sehr kontinuierlich den Kontakt gesucht haben. Per E-mail, per Telefon, bei persönlichen Begegnungen auf Veranstaltungen oder einfach mal zwischendurch. Das Zauberwort heißt schlicht und einfach: “langer Atem”.

Wenn ich die wichtigsten drei Schritte in der Neukunden-Akquise zusammen fassen soll (wie ich es gerne bei Vorträgen oder in Gesprächen mit Kunden tue), dann sind es …

  • Profilierung
  • Sichtbarkeit
  • Kontinuität

Ohne ein überzeugendes Profil bringt die beste Vermarktung nichts. Ihre Kunden müssen verstehen, was Sie besonderes zu bieten haben und was Sie vom Wettbewerb unterscheidet. Ohne Sichtbarkeit bringt die beste Profilierung nichts – wer sich im Keller versteckt, kommt nicht zu neuen Kunden.

Doch ohne Kontinuität bringt in meinen Augen auch die beste Sichtbarkeit nichts, wenn es um eine langfristige Zusammenarbeit gehen soll. Vertrauen baut sich nicht durch waghalsige Aktionen, durch witzige Ideen oder Guerilla-Marketing auf. Diese Dinge erzeugen Aufmerksamkeit – nicht mehr, aber auch nicht weniger.

Ich bin ein Freund von Werbung diesseits der Trampelpfade. Ein regelrechter Fan bin ich aber von Werbung diesseits der Trampelpfade, die in eine langfristige und systematische Strategie zur Neukunden-Akquise eingebettet ist. Wem gefällt das noch?

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10 Erfolgsgeheimnisse für Virales Marketing


Geschrieben am Dienstag, 16. September 2008 von Thomas Kilian (3 Antworten)

Schon sehr lange interessiere ich mich für Virales Marketing, eine Methode der Neukunden-Gewinnung, die durch Mund-zu-Mund-Propaganda erfolgreich ist. Fast ebenso lange lese ich Weblogs und Artikel von Viral-Marketing-Experten wie Martin Oetting, der in seinem Blog “Connected Marketing” regelmäßig über diese Themen berichtet.

Ein aktueller Artikel von Martin ist mir besonders aufgefallen, weil er imho sehr kurz und anschaulich die zehn wichtigsten Erfolgsgeheimnisse für Virales Marketing beschreibt:

  1. Virales Marketing basiert auf echtem Mehrwert. 
  2. Virales Marketing muss persönlich sein. 
  3. Virales Marketing setzt auf Netzwerkeffekte. 
  4. Virales Marketing braucht Beziehungen. 
  5. Virales Marketing ist anstrengend. 
  6. Virales Marketing lebt von Partizipation. 
  7. Virales Marketing basiert auf Ehrlichkeit.
  8. Virales Marketing setzt auf Insiderwissen.
  9. Virales Marketing ist mehr als Werbefilme.
  10. Virales Marketing braucht Leidenschaft.

Der gesamte Artikel ist überaus lesenswert und zeigt auf, wo sich Kampagnen mit viralem Potential von “Blindgängern” unterscheiden. Denn nicht jede Werbemaßnahme ist für virale Effekte geeignet. Herausgreifen möchte ich vor allem die Punkte “Mehrwert” und “ist anstrengend”.

Mehrwert. In meinen Augen scheitern viele Projekte schon an dieser Grundlage. Wenn mir scheinbar nichts mehr einfällt, muss eben virales Marketing herhalten. Darth Vader lässt grüßen:

“Virales Marketing” heißt das große Zauberwort. Doch fehlt vielen Kampagnen der Mehrwert — sie sind weder wirklich lustig, noch außergewöhnlich, noch schaffen Sie einen Nutzen. “Mehr Wert” heißt doch eben, dass es ein bisschen “mehr” sein muss, als üblich. Martin Oetting weist in diesem Zusammenhang auch darauf hin, dass sich das Angebot leicht und interessant erzählen lassen muss. Wenn ich meinen Kumpels einen Videoclip maile, bei dem sie nur müde die Augenbrauen heben, sind die Würfel bereits gefallen: Kein Mehrwert vorhanden, Rundablage “P” – kein virales Potential.

“Ist anstrengend”. Schlägt im Grunde in die gleiche Kerbe. Die “Wunderwaffe” virales Marketing höre ich auch immer mal wieder von einem Kunden. Mit Anzeigen keine neuen Kunden gewonnen? Na, dann machen wir doch einfach mal ein bisschen virales Marketing, um die Massen zu begeistern. Dass auch eine virale Kampagne einen enormen Einsatz an Zeit, Budget und Kraft kostet, scheint an vielen vorbei gegangen zu sein.

Natürlich sind diese Werbemaßnahmen im Vergleich kostengünstiger, als teure Werbeschaltungen zur Tagesschau. Aber dafür muss ein Unternehmen für Mund-zu-Mund-Propaganda in anderen Bereichen aktiver sein: Mehr Ideen, mehr Zeit für Beziehungsaufbau bei Multiplikatoren, mehr begleitende PR, mehr Anziehungskraft aufbauen etc. Und genau diesen Weg scheuen einige Unternehmen dann wieder, die keine kostengünstige, sondern eine “billige” Lösung suchen.

Ich werde mich weiterhin mit viralen Effekten beschäftigen und sicher auch ab und zu darüber bloggen. Sehr gerne komme ich mit Euch darüber ins Gespräch, wo und wie Ihr virale Kampagnen gestartet habt und welcher Erfolg sich damit erzielen ließ. Schreibt dazu einfach einen kurzen Kommentar!

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Flirtshopping und außergewöhnlicher Kundenservice


Geschrieben am Mittwoch, 10. September 2008 von Thomas Kilian (1 Antwort)

Einer meiner EDEKA-Kunden hat sich für den Herbst eine echt tolle Aktion ausgedacht: Beim Flirt-Shopping haben Singles am 27. September und 2. Oktober im EDEKA otto Markt in Löhne (Lübbecker Straße) und Minden (Viktoria Straße) die Möglichkeit, mit dem anderen Geschlecht anzubandeln. “Mit Einkaufswagen auf Partnersuche” hat der Einzelhändler aus Ostwestfalen seine Aktion umschrieben und fügt hinzu: “Es gibt romantische Musik, kleine Naschereien und sicher auch ein süßes Küsschen, damit sich Kennenlern-Freudige bei uns einen richtig netten Abend machen können.”

Auch wenn ich schon einige Jahre glücklich verheiratet bin, finde ich die Idee zu dieser Aktion wirklich witzig und gelungen. Sie zeigt auch, dass Unternehmen mit außergewöhnlichen Angeboten und einem “mehr” an Kundenservice aus der Masse herausstechen. Diese serviceorientierte Unterscheidung vom Wettbewerb ist viel wichtiger, als immer nur die Geiz-ist-geil-Mentalität zu stärken.

Welche Serviceideen noch für gesteigerte Kundenzufriedenheit sorgen, untersucht der Ex-Marktschreyer zur Zeit mit einer Crowdsourcing-Aktion. Marcel Schreyer hat auf seiner Website einen Leitfaden veröffentlicht: “Mundpropaganda durch außergewöhnlichen Kundenservice”. Er schreibt:

Ich möchte via Crowdsourcing einen Leitfaden herausbringen, der mindestens hundert außergewöhnliche Service-Ideen enthält, mit denen sich Mundpropaganda erzeugen lässt.

Einen Anfang hat der findige Marketing-Berater aus dem Schwabenland schon gemacht und dabei einige ganz witzige Serviceideen für verschiedenste Branchen formuliert, z.B.:

  • Reisebüro: Bieten Sie Ihren Kunden während des Urlaubs Blumengießen und Rollläden kurbeln für kleines Geld an.
  • Restaurant: Drucken Sie auf jede Rechnung einen Gewinncode, mit dem Kunden einen Schlemmerabend gewinnen können.
  • Friseur: Veranstalten Sie monatlich einen Tag, an dem jeder Kunde auf Wunsch eine “Frisur nach Art des Hauses” bekommt. Bezahlung müssen die Kunden nur bei Gefallen.

 Marcel wünscht sich, dass noch viele weitere Ideen mit dazukommen:

Wie Sie sehen werden haben wir in der Auflistung noch viel Platz gelassen – Platz für Ihre Ideen. Das Ziel ist, mindestens  100 Ideen zu sammeln. Bitte senden Sie uns Ihre Vorschläge unter dem Betreff “Mundpropaganda” an info@comma5.de und helfen Sie mit, einen praktischen Mundpropaganda-Leitfaden auszubauen. Vielen Dank dafür bereits jetzt!

Wir haben mit dem Flirtshopping ja schon eine weitere Idee für den Einzelhandel geliefert. Weiterhin schlagen wir folgende Aktionen vor:

  • Krankenkasse: Wer eine bestimmte Anzahl von Check-ups beim Hausarzt absolviert hat, bekommt ein Geschenk oder eine Rund-um-Behandlung bei sich zu Hause.
  • Hotel: Auf dem Kopfkissen liegt nicht nur das obligatorische Betthupferl, sondern ich kann als Gast weitere Highlights genießen: Duftöl, Badezusatz, DVD-Service, aktuelle Tageszeitung auf dem Zimmer etc.
  • Optiker: Wer im Winter eine Brille kauft, bekommt einen Eiskratzer geschenkt (“Für dauerhaft freie Sicht beim Autofahren”).

Ich bin gespannt, welche weiteren Vorschläge sich hier (Kommentare) oder auch bei Marcel noch ansammeln und wie der Leitfaden sich entwickelt. Dann lasst mal die Tasten glühen…

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Schlechte Videos zur DSL-Neukunden-Gewinnung


Geschrieben am Mittwoch, 03. September 2008 von Thomas Kilian (0 Antworten)

Bin bei Youtube auf zwei ziemlich merkwürdige Videoclips gestoßen, die mich im ersten Moment nicht sonderlich angesprochen haben. Es geht in den – ziemlich schlecht absichtlich amateurhaft produzierten – Clips um Möglichkeiten zur Optimierung des DSL-Zugangs. Mit entsprechendem Massageöl oder einer speziellen DSL-Wünschelrute soll die DSL-Leitung verbessert werden. Als Protagonist taucht ein (schlechter) Schauspieler auf, der sich in Sachen Technik-Talk bewusst laienhaft ausdrückt und eine ziemlich lausige Nummer abzieht.

Videoclip “Rauphasertapete” | Videoclip “Massageöl

Bei der Suche nach Fixmeier stößt man – natürlich – direkt auf die Website des “Anbieters” — DLS Superschnell. Bei näherem Hinsehen entpuppt sich der Auftritt als reinste Veräppelung. Die Anbieterkennung verweist auf eine Limited in England. Allerdings lässt die 0800-Hotline darauf schließen, das hinter der Nummer ein größerer DSL-Anbieter steckt, der mit der Aktion Aufmerksamkeit erhalten will. Wir werden sehen, wann und wie sich die Geschichte auflöst.

Habe einige Tage drüber nachgedacht, ob ich aus dem Thema einen Artikel mache — Ja! Hinter den Beiträgen im Neukunden-Magnet steckt nicht immer nur spontane Laune, sondern manchmal auch eine echte inhaltliche Auseinandersetzung… — und mich dann dazu entschieden, den in meinen Augen schlechten Versuch einer viralen Kampagne einfach mal zu bewerten:

  1. Die Clips haben für mich absolut kein virales Potential. Sie sind dermaßen schlecht gemacht, dass ich nur ein müdes Gähnen dafür übrig habe. “Kult” entwickelt sich daraus sicher nicht.
  2. Die Website und das ganze Thema wird dermaßen übertrieben dargestellt, dass es schon wehtut. Übertreibungen sind zwar ein beliebtes Mittel in der Werbung, aber hier ist es einfach zuviel des Guten.
  3. Anders als bei der viralen Aktion von Tchibo, die vor einiger Zeit durch die Blogosphäre gewandert ist, wird hier nur wenig bis gar keine Spannung aufgebaut.
  4. Zu allem Überfluss habe ich nicht einmal die Marke oder die echte Firma im Fokus, die hinter der Aktion steht.

Insgesamt also eine echt laaaaaaahhhme Geschichte – *gähn*. Nur weil jetzt alle Marketing-Welt auf viralen Pferden reitet, sollten sich interessierte Unternehmen nicht mit jedem alten Klepper abgeben.

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Mein Produkt ist sowieso das allerbeste!


Geschrieben am Dienstag, 26. August 2008 von Thomas Kilian (3 Antworten)

Ich bin überzeugt: Meine Produkte und Dienstleistungen sind die besten auf der Welt. Uns kann sowieso keiner das Wasser reichen. Wenn wir ein neues Produkt auf den Markt bringen, dann müssen unsere Wettbewerber vor Ehrfurcht auf dem Boden kriechen. Was wir tun, kann kein anderer je schaffen. Wir sind immer unserer Zeit voraus, wir sind innovativ, wir sind einfach die besten. Sagte ich schon, dass wir Genies sind?

Wer voller Stolz ein neues Produkt auf den Markt bringt, der macht es am besten so wie die Macher vom Samsung Omnia i900:

Cool, oder? :-)

[via, thanks!]

Auch das iPhone ohne Vertrag ist mehr als nur ein Kulthandy und bei einem sehr großen Personenkreis äußerst beliebt. Sogar das iPhone 4 ohne Vertrag wurde zahlreich vorbestellt.

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Gelber Elefant macht Werbung für Goyellow


Geschrieben am Mittwoch, 23. Juli 2008 von Thomas Kilian (0 Antworten)

Über virales Marketing haben wir ja auch schon immer mal berichtet. Sehr gelungen – wenn auch nicht gerade *hüstel* jugendfrei – finde ich diesen Clip, der virales Marketing auslöst und gleichzeitig auf die Schippe nimmt.


[Video bei Youtube]

Viralmarketing-Experte Christian Wilfer schreibt dazu in seinem Blog:

Immer wieder hört man kritische Stimmen zu Virals. “Virals kommunizieren keine Markenbotschaften!”, “Virals geben für ihren viralen Selbstzweck den Marketinggedanken auf und legen nur Wert auf eine möglichst große Verbreitung!”, etc…. Na na na, wer wird denn gleich so negativ sein?! Mein momentaner Lieblingsviral bringt die Thematik selbstironisch auf den Punkt, stellt deswegen aber keineswegs seine Markenbotschaft in den Hintergrund.

Dem kann ich nur zustimmen. Allein über die gelbe Farbe des Elefanten in der U-Bahn und den scheinbar unsinnigen Dialog (“Keine Ahnung, aber die zahlen das ganze…”) prägt sich mir das werbende Unternehmen (“GoYellow” – ein Branchenbuch im Internet) stärker ein, als wenn der Bezug nur oberflächlich ist (z.B. wenn am Ende nur kurz das Logo eingeblendet wird).

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Aufgeweckte Blogpause: Neukunden-Magnet


Geschrieben am Freitag, 09. Mai 2008 von Thomas Kilian (1 Antwort)

Pfingsten steht vor der Tür. Ich freue mich auf 2-3 freie Tage, bevor es dann bis Mittwoch Abend ins Rhein-Main-Gebiet und ins Badische geht. Am Donnerstag schließt sich dann gleich das Unternehmerforum OWL an, bevor mich Freitag sicher wieder der übliche Agenturwahnsinn einholt. Aber ich will nicht klagen – im Sommer geht es dann vielleicht hierhin:

In diesem Sinne: Genießt “ganz aufgeweckt” (hihi…) die freien Tage und wir sehen, lesen, hören uns ab dem 19. Mai wieder!

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Strom kommt aus der Steckdose


Geschrieben am Sonntag, 13. April 2008 von Thomas Kilian (4 Antworten)

Guerilla Steckdose Strom

So simpel ist es manchmal: Wer auf alternativen Strom aus Erdwärme aufmerksam machen möchte, bringt die Steckdose einfach auf die Straße. Mit dem Slogan “Energie, die nie versiegt” wirbt der Anbieter EnBW auf Guerilla-Art. In Fußgängerzonen wurden große Steckdosen-Aufkleber auf dem Boden angebracht und mit verschiedenen “Pömpeln” kombiniert, die als Stromstecker fungieren.

Wenn ich so drüber nachdenke, ist die Übertragung nicht 100% stimmig – wenn der Strom AUS der Erde kommt, dann sollte man ja den Stecker IN dieselbe stecken – bei dieser Guerilla-Aktion kommt aber der Stecker selbst aus dem Boden heraus. Nun ja, darüber wollen wir jetzt mal hinwegsehen. Ein Hingucker ist die Aktion auf jeden Fall…

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Guerilla-Marketing: Brauchen Sie eine Brille?


Geschrieben am Dienstag, 26. Februar 2008 von Thomas Kilian (3 Antworten)

Brauchen Sie eine Brille? 

Heute mal wieder eine tolle Guerilla-Marketing-Aktion aus dem gleichnamigen Blog, die mir vor allem deshalb so gut gefällt, weil sie so einfach und kostengünstig ist. Am Flughafen Rio de Janeiro wurden die Fluggäste im Ankunftsbereich von zwei getarnten Chauffeuren mit einem großen Banner begrüßt.

Unter dem überdimensionalen Namen stand die Frage: “Needing glasses?”, also “Benötigen sie eine Brille?” und die Telefonnummer des Optikerladens. Hammer-Idee, denn hier schaut jeder drauf und wundert sich erstmal… und dann kommt der Aha-Effekt!

Ich schließe mich dem positiven Lob an – Investition: 1 Banner für ca. 200 €, zwei Statisten (Studenten sollen ja an sowas Spaß haben) für vielleicht noch einmal 200 € pro Tag und eine geniale Idee = einfach unbezahlbar…

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