In den Schuhen unserer Kunden laufen


Geschrieben am Sonntag, 17. Mai 2015 von Thomas Kilian Kommentare deaktiviert

Ein indianisches Sprichwort warnt davor, über andere Menschen zu urteilen, bevor man nicht einen halben Mond (oder in anderen Fassungen: eine Meile) in seinen Mokassins gegangen ist. Dies ist einer der Gründe, warum wir uns vor ein paar Jahren als Agentur dazu entschlossen haben, eigene E-Commerce-Projekte zu starten und selbst Erfahrungen als (Online-) Händler zu sammeln. Welche Learnings ich persönlich in den vergangenen vier Jahren gemacht habe, möchte ich für Euch anhand unserer verschiedenen Online-Shops beschreiben.

Thoxan E-Commerce-GmbH

Das aktuelle Portfolio der Thoxan E-Commerce GmbH: Filz-Geschenke.de, der (ehem.) Tintenshop Löhne, WITTEKIND Möbel, mischioff.de Designerteppiche, (…)

Am Anfang war die Idee

Den Start unseres ersten “richtigen” Online-Shops Filz-Geschenke.de auf Basis von Magento habe ich hier im Blog ausführlich beschrieben. Die ersten Maßnahmen liefen recht erfolgreich an, vor allem im Bereich der organischen Suchmaschinen-Optimierung, was sich gerade im Weihnachtsgeschäft 2011 erfreulich auswirkte. Doch dann kamen Panda, Pinguin und Penalty, so dass wir bereits nach einem Jahr kein weiteres Wachstum mehr verzeichnen konnten und – ehrlich gesagt – auch ein wenig die Lust verloren, hier weiter so viel Zeit wie bisher zu investieren.

filz-geschenke

Gleichzeitig gab es in der Agentur immer mehr zu tun, so dass sich dieses Projekt heute immer noch auf dem gleichen Level wie 2012 befindet: Ein nettes Zubrot, hier und da ein paar Verkäufe (um die sich unsere Kollegin Sandra Sorhage hervorragend kümmert!), doch insgesamt kein “großer Durchbruch”.

Zurzeit sind wir dabei, das Produktportfolio zu verändern und wollen uns mehr in Richtung hochwertiger Geschenke-Sets, Wohnen & Filzmöbel orientieren. Dazu später mehr.

Meine Learnings aus dem ersten Online-Shop-Projekt:

  • Große Erwartungen sind zwar motivierend, aber brauchen zum Erfolg auch Durchhaltevermögen und langen Atem
  • Die Zeiten der Abkürzungen und “Schleichwege” in SEO & Online-Marketing sind lange vorbei
  • Die Auswahl der “richtigen” Produkte ist das A und O: Was sind Trends? Was sind Ladenhüter? Wo liegt das “Brot-und-Butter-Geschäft”?
  • Warenkörbe < 50 Euro sind großer Mist (unsere Erfahrung, mag in anderen Bereichen besser laufen)
  • (…)

Versuch macht kluch’

Ein anderes indianisches Sprichwort sagt: Wenn Du auf einem toten Pferd reitest, steig’ ab! Doch manchmal ist es in all der Euphorie gar nicht so leicht, den prämierten Hengst von einem altersschwachen Gaul zu unterscheiden. Vor allem, wenn die Erfahrung in Sachen E-Commerce fehlt. Und das ist genau der Punkt: Wir hatten zwar schon seit vielen Jahren verschiedene Kunden beim Aufbau und der Optimierung von Websites und Online-Shops unterstützt, jedoch vorher noch nie selbst einen Webshop mit echten Produkten betrieben.

Als totes Pferd stellte sich ein Online-Handel für Druckerzubehör, Tintenpatronen und Tonerkartuschen heraus, den ich zusammen mit einem befreundeten Geschäftspartner von 2011 bis Anfang 2014 betrieben habe und der mittlerweile komplett eingestellt ist.

Ich habe heute keinen Link (mehr) für Dich.

Die Gründe sind vielfältig: Hoher Wettbewerb (v.a. online), zu geringe Margen und permanenter Preisdruck sowie eine spezielle Klientel, die … hm, wie sage ich das jetzt geschickt, ohne jemandem auf die Füße zu treten? …

Ach, seht selbst:

unterschied

Oben die freundliche Nachfrage eines Tintenshop-Kunden ;-) – unten ein Beispiel für Kundenkommunikation im Umfeld von hochwertigen Filz-Geschenken. Ihr versteht, worauf das hinausläuft. Ohne Schmerzensgeld ist das nicht auszuhalten, insofern war die Entscheidung zur Beendigung des Projekts nicht nur aus betriebswirtschaftlichen Gründen unausweichlich.

Jan RolfsmeyerDie gemeinsame Zeit, die intensive Zusammenarbeit mit meinem heutigen Agentur-Kollegen Jan Rolfsmeyer sowie die vielen Erfahrungen aus diesem Projekt möchte ich dennoch auf keinen Fall missen! Scheitern gehört zum unternehmerischen Leben!

Jan sieht das ähnlich, denn der Tintenshop war auch für ihn nur eines von mehreren Projekten; heute bringt er als E-Commerce-Manager viel Erfahrung in unsere Agentur ein, betreibt weiterhin zusammen mit seinem Bruder Marco einen erfolgreichen Online-Shop für traditionelle Fotoalben und hat mit Signo-Display ein neues Unternehmen im Bereich digitaler Außenwerbung mitgegründet.

Meine Learnings aus dem zweiten Online-Shop-Projekt:

  • Denk’ nicht nur vom Produkt, sondern auch vom Kunden her (Zielgruppe), ob eine Idee zu Dir passt!
  • Der wahre Gewinn liegt im Einkauf — ohne ausreichende Marge lässt sich kein Geschäft aufbauen
  • Ein stationäres Geschäft mit Laufkundschaft (ja, wir hatten über zwei Jahre parallel auch einen Laden!) ist definitiv nichts für mich
  • (…)

Do it yourself!

Aus einer Feierabend-Laune heraus hat sich 2010/2011 noch ein weiteres Projekt ergeben, an dem ich mit zwei befreundeten Unternehmern beteiligt bin, und das sich mittlerweile auch wirtschaftlich sehr schön entwickelt hat. Es ist kein “richtiger” Online-Shop, sondern eher ein Showroom für Lounge- und Gartenmöbel aus gebrauchtem Holz.

Seit 2014 firmieren wir unter dem Label WITTEKIND und vertreiben on-demand gefertigte Möbelstücke für Terrassen, Balkone, Gärten und die (Außen-) Gastronomie.

WITTEKIND Loungemöbel

Auch wenn der ungeplante Namenswechsel etwas holprig erscheinen mag, unserem Unternehmen hat es im Nachhinein betrachtet sehr gut getan. Das Jahr 2014 war das erfolgreichste bisher und auch die Verkaufszahlen der ersten Frühlingsmonate 2015 scheinen den positiven Trend fortzusetzen.

Deshalb geht momentan viel Aufmerksamkeit und Arbeit in dieses Projekt, u.a. für optimierte Produktbeschreibungen und kleine Videos, eine gedruckte Jahresbroschüre sowie für die Vorbereitung der Landpartie in Bückeburg. Wir werden Anfang Juni zum ersten Mal bei einer Garten-Ausstellung teilnehmen und haben dort als Co-Sponsor die Möglichkeit, unser Sortiment einem gehobenen Publikum zu präsentieren.

Meine Learnings aus dem dritten E-Commerce-Projekt:

  • Ein tolles Produkt verkauft sich (fast) von alleine
  • Augen auf bei der Namenswahl! Geld für rechtliche Beratung und Markenanmeldung ist gut investiert
  • E-Commerce funktioniert nicht nur online, sondern auch im Zusammenspiel mit PR, Werbung und Event
  • (…)

Immer schön auf dem Teppich bleiben

Unser neuestes Projekt ist der Aufbau eines Online-Shops für hochwertige Designerteppiche der Mischioff AG aus Zürich, unserem langjährigen Agenturkunden, der bereits in dritter Generation “Kunstwerke für den Boden” entwirft und unter fairen Bedingungen produzieren lässt. Wir haben als Thoxan E-Commerce GmbH von Mischioff das exklusive Recht zum Online-Handel in Deutschland erhalten.

mischioffde

Daniel KilianIch freue mich sehr, für dieses Projekt meinen Bruder Daniel mit an Bord zu haben, der für gute drei Jahre als Projektmanager bei Mischioff in Zürich gearbeitet hat und sich mit den verschiedenen Teppichen bestens auskennt. Er ist auch der erste Ansprechpartner für unsere Kunden in diesem Bereich.

Der Aufbau der Website, das Einpflegen der Inhalte und Produkte sowie die ersten Veröffentlichungen im Netz sind erfolgt, jetzt beginnt die Bekanntmachung des neuen Angebots über verschiedene Kanäle: (Online-) PR, Fachartikel, Social-Media-Marketing, Google AdWords, Suchmaschinen-Optimierung, Linkaufbau und Kooperationen. Hier läuft dann wiederum auch einiges über unsere Agentur; wir verstehen uns bei den E-Commerce-Projekten als eine Art “Inhouse-Abteilung” und kümmern uns – wie bei unseren Agenturkunden – auf monatlicher Basis um die verschiedenen Bereiche.

Für Learnings ist es zum jetzigen Zeitpunkt noch zu früh, denn wir haben erst wenige Teppiche verkauft. Für mich ist vor allem spannend zu sehen, ob ein solches Produkt überhaupt “online-fähig” ist, weil bei den Produkten und ihrem stolzen Preis vielleicht die Haptik ein wenig zu kurz kommt. Deshalb bieten wir kostenfreie Qualitätsmuster sowie (auf Wunsch und gegen eine Schutzgebühr) auch originale Muster der einzelnen Teppiche an, so dass jeder Interessent einen möglichst optimalen Eindruck erhält.

Außerdem planen wir einen virtuellen Einrichtungsservice, wo die Kunden uns ein Foto ihres Wohn- oder Esszimmers zuschicken können und wir per Bildmontage einen oder zwei Teppiche integrieren. So lässt sich vorab prüfen, ob das ausgewählte Designerstück auch in die vorhandene Einrichtung passt. Mal sehen, wie diese Ideen angenommen werden.

Meine Erwartungen für das vierte E-Commerce-Projekt

  • Wirklich tolle, hochwertige und fair produzierte Teppiche haben noch viel mehr Aufmerksamkeit verdient
  • Vernetzung und Kooperationen mit anderen Anbietern für exklusive Wohn- und Möbelprodukte
  • Erfahrungen auch zur Vorbereitung der Maßnahmen im Bereich Filzteppiche / Filzmöbel (siehe oben)
  • (…)

Der Weg ist das Ziel

Soll es das schon gewesen sein? Vier E-Commerce-Projekte, davon eines bereits beendet? Ich glaube nicht! ;-) Wir werden weiter die Augen offenhalten und uns ausprobieren. Natürlich immer im Rahmen der zeitlichen Möglichkeiten; schließlich sollen unsere Agentur-Kunden nicht zu kurz kommen (und das tun sie in der Regel auch nicht!), sondern von diesen Aktivitäten noch mehr profitieren. In den Mokassins der (Online-) Händler und Hersteller zu laufen, hilft uns dabei, sie noch besser beraten und begleiten zu können.

Auf dem Weg zu sein, zu lernen, Neues auszuprobieren, Manches zu beenden, sich zu hinterfragen, den einen oder anderen Euro zu verdienen (oder zu versenken), Erfahrungen zu sammeln und über den eigenen Tellerrand zu blicken, dafür liebe ich das Agenturgeschäft. Außerdem werden die Mokassins bei jedem Schritt bequemer …

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Erfolgsfaktoren am Point of Sale


Geschrieben am Donnerstag, 05. Dezember 2013 von Thomas Kilian Kommentare deaktiviert

Einer unserer Agenturkunden ist auf Verpackungslösungen am Point of Sale spezialisiert. Die Firma KIP aus Neuenhaus produziert und bedruckt verschiedene Schachteln, Kartonagen und Verpackungen sowie Anhänger, Etiketten und andere Werbeträger, die jeder aus dem Supermarkt oder dem Getränkehandel kennt. In einem Interview sagte der Vertriebsleiter sinngemäß: “Ein optimales Erscheinungsbild und höchste Produktsicherheit sorgen dafür, dass Verpackungen verkaufen!”

Ich muss gestehen, dass ich mich vor dem Kontakt zu KIP nur sehr selten mit Produktverpackungen beschäftigt habe. Viele Agenturen sind ja gerade auf diesen Bereich spezialisiert. Den “Point of Sale” kenne ich eigentlich nur als Verbraucher und ich nehme diese Dinge eher unbewusst wahr. Wir haben vor einigen Jahren für einen EDEKA-Markt gearbeitet, dort gehörte die Dekoration und Gestaltung der Verkaufsfläche zum Tagesgeschäft. Gerade die Einzelhändler leben von der Präsentation der Waren. Und viele Hersteller bieten hohe Preise für die prominenten Regale, denn sie wollen, dass ihre Produkte im besten Licht erscheinen.

point-of-sale

Verschiedene Studien belegen: Die kreative Gestaltung und der Überraschungsmoment während des Kaufprozesses sind ein wichtiger Erfolgsfaktor. Dazu gehört nicht nur das grafische Erscheinungsbild, sondern auch die Haptik, der spielerische Anreiz, de außergewöhnliche Form etc. Kein Wunder, dass verschiedene Arten von Kundenstoppern immer noch funktionieren, wenn sie gut gemacht sind.

Ich bin überzeugt, dass “BILLIG” oder “SALE, SALE, SALE” heute nicht mehr reicht, um die Aufmerksamkeit der Zielgruppe zu erzielen. Auch Mehrwerte sind gefragt, etwa in Form von kleinen Booklets, die an Produkten befestigt sind – auch und gerade in der Textilindustrie. Seit ich bei KIP durch die Produktion gelaufen bin, achte ich bei neu gekauften Produkten jetzt sehr aufmerksam auf die unscheinbaren Werbeträger. Habt Ihr mal gezählt, wie viele Druckprodukte an einer Jeans oder an einem hochwertigen Herren-Hemd befestigt sind? Mit Kordeln, speziellen Nieten, Schnüren oder zum Teil sogar Lederbändern sind 4-5 verschiedene Papierstreifen, Aufnäher, Heftchen und Aufkleber zu entfernen, auf denen verschiedene Markenbotschaften zu finden sind.

Das Interessante ist, dass selbst wenn ich diese “Beigaben” gar nicht bewusst wahrnehme, dadurch die Wertigkeit und das Gefühl, etwas Neues gekauft zu haben, steigt. Manchmal ärgere ich mich, dass ich erst zehn Minuten am neuen Hemd rumfrickeln muss, bis ich alle Nadeln, Klammern und Anhänger entfernt habe. Doch wenn das Hemd schon komplett “nackt” wäre, dann hätte ich ein ungutes Gefühl, dass es vielleicht nicht mehr ganz neu … Merkwürdig, oder?

Doch zurück zum “Point of Sale” – spannend finde ich die Überlegung, wie sich die Erfolgsfaktoren aus dem Retail-Bereich aufs Online-Geschäft übertragen lassen. Wo sind die schicken Faltschachteln, die Flaschenanhänger oder Textilbändchen? Wer dekoriert seinen Verkaufsraum liebevoll und sorgt mit “Kundenstoppern” für die nötige Aufmerksamkeit? Viele Online-Händler tun es nicht. Sie haben 0-8-15-Produktbilder im Einsatz, 2-3 lieblose Sätze und technische Spezifikationen. Bei handelsüblichen Corporate Websites ist es meistens noch schlimmer. Da wird sogar der Weg zur Kasse (aka Kontaktformular) zum Hürdenlauf. Ich denke, was am realen PoS funktioniert, lässt sich bestimmt auch auf das Onlinegeschäft übertragen. Ich werde zumindest in Zukunft mehr darauf achten, ob sich an markanten Kontaktpunkten nicht auch online ein Verstärker einsetzen lässt.

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Führen durch Vernetzung – Erkenntnisse der aktuellen IBM CEO Studie 2012


Geschrieben am Mittwoch, 20. Juni 2012 von Thomas Kilian Kommentare deaktiviert

Eine Freundin von mir arbeitet in Dublin bei IBM und hat mir vor ein paar Tagen die Ergebnisse der aktuellen CEO Studie 2012 gemailt. Sie schreibt als Betreff: “Als ich das gelesen hab, musste ich spontan an dich denken!” – In der Tat finde ich mich in der Zusammenfassung total wieder, die das Ergebnis der Befragung von weltweit mehr als 1.700 CEOs, Geschäftsführern und leitenden Führungskräften darstellt.

Die Studie hat Antworten auf die folgenden Fragen gesucht:

  • Wie reagieren die CEOs auf die zunehmende Komplexität von vernetzten Organisationen, Märkten, Gesellschaften und Regierungen?
  • Welche konkreten Veränderungen planen sie innerhalb ihrer Organisationen?
  • Wo sehen sie die größten Chancen der Differenzierung und Unternehmensführung?
  • Und welche Gemeinsamkeiten gibt es bei besonders erfolgreichen Unternehmen?

Nun möchte ich Euch auch die Ergebnisse nicht vorenthalten, die ich sowohl für mich persönlich, als auch für das Thema Kundengewinnung und Unternehmertum 2012 total spannend finde:

  • Eine offenere Unternehmenskultur
    Um das Potenzial einer zunehmenden Vernetzung zu nutzen, fördern CEOs eine offenere Unternehmenskultur. Sich nach innen und außen zu vernetzen und voneinander zu lernen, wird für Mitarbeiter zur Kernkompetenz.
  • Kunden als Individuen behandeln
    Erfolgreiche CEOs verfolgen und interpretieren Kundenverhalten auf der individuellen Ebene, und nicht nach Kundengruppen oder Markt-Clustern. Daraus leiten sie kundenindividuelle Maßnahmen unter stärkerer Nutzung von Social Media ab. Mehr als die Hälfte von ihnen rechnet damit, dass sich Social Media zum zweitwichtigsten Kundenkontaktkanal – nach dem persönlichen Kontakt – entwickeln wird.
  • Innovationen durch Partnerschaften vorantreiben
    Die Bereitschaft, mit externen Partnern zusammenzuarbeiten, hat erheblich zugenommen. Mehr als die Hälfte aller CEOs arbeitet in großem Umfang mit ihnen zusammen. Outperformer, also Unternehmen, die überdurchschnittlich erfolgreich sind, gehen dabei noch offensiver vor. Sie wagen Partnerschaften zum Einstieg in andere Branchen oder in völlig neue Geschäftsmodelle.

Fünf Schwerpunkte kann ich extrahieren, die für meine Tätigkeit auch bisher schon sehr wichtig sind:

  1. Intensive Vernetzung und Austausch
  2. Individuelle Kundenbeziehungen
  3. Starke Nutzung von Social Media
  4. Partnerschaftliche Zusammenarbeit
  5. Entwicklung neuer Geschäftsmodelle

Mir “gefällt das”.

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Ohne ein attraktives Produkt geht gar nichts!


Geschrieben am Dienstag, 17. Januar 2012 von Thomas Kilian Kommentare deaktiviert

Neues Jahr, neue Gastartikel – heute von Christian Schulte, dem Geschäftsführer eines neuen Online-Dienstes namens Dropscan, der mir nicht nur visuell sehr gut gefällt, sondern auch sehr klaren Nutzen für Anwender bietet, die professionelle Scan-Services in Anspruch nehmen möchten. Christian hat mich gefragt, ob wir bei uns im Blog nicht mal über die Neukunden-Gewinnung in Form einer eindeutigen Positionierung berichten könnten. Nachdem andere Blogs auch schon über Dropscan berichten, habe ich ihn gebeten, am Beispiel seines Startups zu zeigen, wie sie sich in diesem Bereich profilieren.

Neukunden-Gewinnung für einen Webservice am Beispiel von Dropscan

Viele Ratschläge und Expertentips zum Thema Neukundengewinnung drehen sich um die Frage, wie und über welche Kanäle man Kunden für ein existierendes Angebot generiert. Dabei wird leider zu oft ein enorm wichtiger Punkt übersehen: Es ist in der Realität doch nicht ganz so einfach, Eiswürfel an Eskimos zu verkaufen. Oder anders ausgedrückt: Ohne ein attraktives Produkt nutzen die besten Marketingaktivitäten langfristig herzlich wenig.

Bei der Entwicklung von Dropscan haben wir viel Aufmerksamkeit auf die Entwicklung eines attraktiven Produktes gelegt. Grundsätzlich gibt es dabei drei Punkte, die man bei der Produktentwicklung für eine Webapplikation unbedingt beachten sollte:

1.) Ihr Produkt löst ein echtes Problem für eine klar definierte Zielgruppe

Die erste Frage, die es zu beantworten gilt, ist immer: Wer braucht dieses Angebot und vor allem warum? Bietet ein Produkt keinen konkreten Nutzen für den Kunden bei der Lösung eines wichtigen Problems, wird niemand bereit sein, dafür Geld auszugeben. Im Fall von Dropscan war der Ausgangspunkt, dass es für viele Unternehmen immer wichtiger wird, Papierdokumente auch in elektronischer Form zur Verfügung zu haben. Leider ist das Scannen von Unterlagen in Papierform ein sehr arbeits- und zeitaufwändiger Prozess. Unser Anspruch war es, diesen Prozess radikal zu vereinfachen: Der Kunde schickt seine Unterlagen per Post zu und kurze Zeit später kann er durchsuchbare PDF-Dateien online herunterladen.

2.) Ihr Produkt ist einfach zu benutzen

Ein Punkt der häufig unterschätzt wird, ist die Bedienerfreundlichkeit eines Produktes. Gerade im Internet wird selbst das beste Produkt vom Kunden nicht angenommen, wenn die Bedienung kompliziert und unverständlich ist. Nicht ohne Grund stecken erfolgreiche Anbieter viel Zeit und Geld in die Optimierung ihrer Bedien- und Bestellprozesse. Auch bei Dropscan haben wir von Anfang an darauf geachtet, die beiden zentralen Prozesse, Scanaufträge erteilen und Aufladen von Scanguthaben, so einfach und unkompliziert wie möglich zu halten. Die Anzahl der nötigen Schritte und die abgefragten Informationen wurde auf ein Minimum reduziert. Der Kunde erhält zu jedem Zeitpunkt klare Anweisungen und Informationen zum Stand seines Auftrags. Zusätzlich wird er über jeden Schritt nicht nur im Browser, sondern auch per E-Mail informiert. Alle diese Maßnahmen tragen dazu bei, daß selbst unerfahrene Internetnutzer unseren Scan Service ohne Probleme nutzen können. Und ganz nebenbei reduziert sich dadurch auch die Anzahl der Supportanfragen – ein netter Nebeneffekt! :-)

3.) Ihr Produkt hat einen klaren und einfachen Preis

Viele Angebote im Internet haben relativ komplizierte Preismodelle. Gerade bei einer komplexen Dienstleistung wie dem Scannen von Dokumenten wird der Kunde häufig mit langen Preislisten und Rabattmodellen konfrontiert. Unser Ziel war es daher, auch das Preismodell extrem einfach und transparent zu gestalten. Keine Grund- oder Abogebühren, keine Mindestabnahme, keine Vertragsbindung. Der Kunde zahlt nur, was er tatsächlich nutzt. Ab 100 Seiten gibt es Rabatt, indem der Kunde ein entsprechendes Guthaben erwirbt. Durch ein möglichst einfach gehaltenes Preismodell kann der Kunde sofort die enstehenden Kosten für seinen Auftrag erkennen.

Unserer Erfahrung nach sind diese drei Punkte eine unabdingbare Vorraussetzung für die erfolgreiche und vor allem nachhaltige Gewinnung von Kunden insbesondere, wenn Produkte und Dienstleistungen im Internet angeboten werden. Auch die beste Akquise-Aktion hat nur mittelmäßigen Erfolg, wenn Produktlösung und Nutzen, einfache Bedienung und ein klares Preismodell nicht beachtet werden. Das gilt sicherlich nicht nur für webbasierte Dienste.

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Einen Online-Shop starten – erste Schritte in der Vermarktung (07)


Geschrieben am Montag, 19. Dezember 2011 von Thomas Kilian (4 Antworten)

Vor ein paar Tagen habe ich Euch erzählt, wieso wir mit unserem Filzshop nicht bei Amazon, ebay & Co. vertreten sind. Wir setzen stattdessen in der Vermarktung auf andere Kanäle, die ich Euch in diesem Teil der Blogserie “Einen Online-Shop starten” gerne vorstelle.

Interessanterweise gibt es noch eine weitere Verbindung vom Schnittstellen- und Technik-Beitrag zur Online-Werbung, denn die Jungs von Brickfox (dem Anbieter für E-Commerce-Software, mit denen ich mal über das Thema Warenwirtschaft sprechen will), betreiben auch eine Internetagentur in Stuttgart. Netformic scheint mit über 40 Mitarbeitern ‘ne größere Bude zu sein, die u.a. fahrrad.de und fitness.de betreut – finde es einfach immer spannend, wenn Kollegen neben Leistungen in Webdesign und Suchmaschinen-Optimierung auch was mit E-Commerce zu tun haben und konkrete Services entwickeln. Eine ähnliche Motivation hat ja auch uns bei Thoxan bewogen, überhaupt mit dem eigenen Online-Shop zu beginnen.

Wie wir unseren Online-Shop online vermarkten

Ähnlich wie bei den Kollegen aus dem “Ländle” setzen auch wir in erster Linie auf Online-Marketing, hier im Speziellen das Thema Suchmaschinen-Optimierung sowie Social Media Marketing. Wir haben schon vor längerer Zeit eine sehr umfangreiche Keyword-Recherche im “Filz-Umfeld” durchgeführt und uns beim Aufbau, bei den Texten und auch in der Verlinkung des Webshops Mühe gegeben, für die wichtigsten Begriffe in diesem Bereich zu optimieren.

Für “Filztaschen” stehen wir bereits auf den vorderen Plätzen, andere Begriffe wie “Filz Schlüsselanhänger” sind nur noch eine Frage der Zeit. Es ist schön zu sehen, dass die Besucher über Google bereits nach drei Monaten kontinuierlich ansteigen. Zurzeit machen sie rund 80 Prozent aller Besuche aus.

Weiterhin setzen wir auf aktive Vernetzung mit anderen Bloggern und organisieren Produkttests. Hier haben wir schon ein paar schöne Artikel erhalten, die einfach Lust auf das Produkt machen. Natürlich eignen sich nicht alle Produkte für eine solche Strategie, doch wir haben eine schöne Auswahl an verschiedenen Geschenken, die auch der web-affinen Zielgruppe sehr zuträglich sind (Filzhüllen für iPhone, iPad etc.) und so findet sich immer eine Möglichkeit, das Thema virtuell ins Gespräch zu bringen.

Ziemlich schämen muss ich mich noch für unser Filz-Blog, das zwar schon ganz schick aussieht, aber noch viel zu leer ist. Wir haben zwar schon gute Artikelideen gesammelt und erste Anläufe wie das Interview mit zwei anderen Jungunternehmern aus der Filz-Branche gemacht, aber noch ist das Blog viel zu lahm, um damit aktiv in die Vermarktung zu gehen. Kommt Zeit, kommt irgendwann auch Blog.

Etwas besser sieht es bei Facebook aus, hier freuen sich die derzeit 50 Fans (nix gekauft, alle freiwillig!) über die regelmäßigen Nachrichten. Ähnlich wie im Blog brauchen wir aber auch hier noch mehr Content mit sinnvollen Mehrwerten, um auch mehr Leute für die Seite zu begeistern. Mein Ziel für Ende 2012 sind 1000 Fans – wer mitmachen will, ist herzlich eingeladen!

Wichtig ist, andere Blogbeiträge, eigenes Blog oder auch eine Facebook-Seite nicht reinweg als Vertriebskanal zu betrachten. Mir geht es erstmal darum, die Marke “Filz-Geschenke.de” mit einfachen Mitteln bekannt zu machen. Wir haben uns für dieses Experiment nur ein sehr kleines Werbebudget gesetzt, da wir vom Verkauf nicht leben müssen. Für die “Strategie der kleinen Schritte” bin ich schon sehr zufrieden mit den aktuellen Besucher- und Umsatzzahlen. Während ich diesen Satz geschrieben habe, ist schon wieder eine Bestellung reingekommen – dieses Mal sind es gleich sieben verschiedene Produkte, die vermutlich als Geschenk unter dem Weihnachtsbaum landen werden – sehr schön! :)

Was haben wir in 2012 noch vor? Das werde ich Euch heute noch nicht verraten, aber natürlich halte ich die Leser des Neukunden-Magnet Weblog auch im neuen Jahr weiterhin auf dem Laufenden! Ich wünsche allen ein besinnliches Weihnachtsfest und einen guten Start ins neue (E-Commerce) Jahr! 

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Einen Online-Shop starten – Schnittstellen-Problematik (6)


Geschrieben am Donnerstag, 15. Dezember 2011 von Thomas Kilian (2 Antworten)

Wie Ihr seht / lest bzw. nicht lest, geht es bei uns zum Jahresende in der Agentur “rund” – es bleibt wenig bis gar keine Zeit zum Bloggen. Auch unser Online-Shop www.Filz-Geschenke.de fordert unseren Einsatz, trudeln nach knapp drei Monaten doch jetzt sehr regelmäßig die Bestellungen ein. Gestern hatten wir unseren bisherigen Umsatzrekord durch eine größere Bestellung, aber auch das Wochenende war schon sehr “nett”. Natürlich haben wir nicht nur die $-Zeichen in den Augen, sondern freuen uns auch über die Feedbacks und Reaktionen zu unserem Agentur-Projekt.

Die Tücken der Technik im Online-Handel

In der Blogserie “Einen Online-Shop starten” (mit der es jetzt endlich weitergeht; hier noch die Teile 2, 3, 4, 5) habe ich schon mal verraten, dass ich die Tücken der Technik etwas unterschätzt habe. Denn neben der Optimierung und Vermarktung eines solchen Projekts geht es eben auch um die einwandfreie Nutzung der dahinterliegenden Software. Gar nicht auf dem Schirm hatte ich die Frage der Warenwirtschaft. Da wir ja von null auf gestartet sind und im Grunde auch noch ein sehr übersichtliches Sortiment haben, war für mich dieser Bereich ziemlich nebensächlich. Im Grunde ist er es immer noch, aber die Herausforderung fing schon mit dem Aspekt der Rechnungslegung und Versandabwicklung an. Für mich ist auch bei der Gestaltung von Rechnungen und Briefvorlagen eine gewisse “Ästhetik” wichtig. Wir haben ein Briefpapier entwickelt, das sich mit der von Magento voreingestellten Rechnungsformatierung leider überhaupt nicht vertrug. “Die Schöne und das Biest” beschreibt es recht treffend.

Lange Rede, kurzer Sinn: Ein spezielles Rechnungsmodul musste her, dass wir bei der Firma Aromicon gefunden haben und das dort auch direkt konfiguriert wurde. Wer seine Warenwirtschaft zunächst mit Magento selbst abwickelt, dem kann ich den Service der Profis aus Halle/Saale absolut empfehlen. Jetzt haben wir ein einheitliches Layout sowohl für Ausdrucke auf dem Briefpapier als auch für PDF-Rechnungen, die wir per E-Mail zustellen können.

Etwas komplizierter scheint sich die Suche nach einer geeigneten Warenwirtschaft zu gestalten, die für einen so jungen Online-Shop mit einem übersichtlichen Warenangebot passt. Manche sind zu rudimentär, andere haben keine geeignete Schnittstelle für Magento (so dass die Produkte alle doppelt gepflegt werden müssten, was ja keinen Sinn ergibt), wieder andere sehen furchtbar aus (siehe oben), einige versprechen viel, aber kosten einfach schlichtweg zu viel Geld. Wir können nicht noch einmal fünfstellig in Software zur Verwaltung der paar Bestellungen investieren. Wer hier gute Tipps für mich hat, melde sich gerne – freue mich über jeden Hinweis, bis ich eine Lösung dieses Problems gefunden habe.

Das Schöne ist ja, dass uns nichts drängt. Zurzeit wickeln wir den kompletten Bestellversand direkt in Magento ab und sind grundsätzlich damit zufrieden. Die Wareneingangs- und -ausgangsliste pflegt meine Kollegin zurzeit noch in Excel, das reicht bei unserem Sortiment vollkommen aus. Sollte sich an Umfang der Bestellungen oder an der Artikelanzahl drastisch etwas ändern, können wir immer noch in die angesprochenen Lösungen investieren.

Schnittstellen für Online-Shops sind ja im E-Commerce ohnehin wichtig. Viele haben mich schon gefragt, warum wir nicht bei ebay oder Amazon kaufen. Ich bin neulich sogar über eine recht einfach aussehende Amazon Schnittstelle gestoßen, die auch mit Magento arbeitet. Die Jungs von Brickfox scheinen da recht viele verschiedene Module entwickelt zu haben und vielleicht bekomme ich dort sogar eine Antwort zum Thema “Anbindung der Warenwirtschaft”, doch für einen Verkauf auf anderen Online-Plattformen kommt unser Warenangebot leider grundsätzlich nicht in Frage.

Wie ich im zweiten Teil der Blogserie schon geschrieben habe, sind unsere Hersteller noch etwas zögerlich in Bezug auf reine Online-Händler, außerdem ist ihnen eine hochwertige Präsentation der Waren sowie die Einhaltung der offiziellen Verkaufspreise wichtig. Es handelt sich eben um echte Qualitätsprodukte, bei denen auch die Wertigkeit im Mittelpunkt stehen soll. Wir haben uns von Anfang an bewusst entschieden, statt des Vertriebs über den Preis (Preissuchmaschinen, Online-Auktionen, Amazon-Store etc.) lieber auf eine professionelle Präsentation und eine Vermarktung durch Suchmaschinen-Optimierung und Social Media zu setzen. Dazu in ein paar Tagen mehr im 7. Teil, wo wir auch den Kollegen von Brickfox wiederbegegnen werden …

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Monitoring als Schlüssel zur erfolgreichen Internetpräsenz


Geschrieben am Montag, 14. November 2011 von Thomas Kilian Kommentare deaktiviert

Immer wenn ich selbst nicht die Zeit zum Schreiben finde, sprechen mich nette Kollegen an und bieten mir einen Gastartikel für den Neukunden-Magnet an – das freut mich sehr, zumal es heute um ein wirklich spannendes Thema geht. Inga Weber ist Junior Online Marketing Manager einer Berliner Agentur, die sich auf die Suchmaschinenoptimierung spezialisiert hat. Dazu gehört auch die Erstellung von Website-Analysen; ein immer wichtigerer Bereich, wenn es um die Neukunden-Gewinnung im Internet geht. In diesem Artikel gibt uns Inga eine Einführung ins Monitoring als Schlüssel zur erfolgreichen Internetpräsenz …

Über den Einsatz von Monitoring-Software

Gezieltes Monitoring kann nicht nur den Zugriffserfolg der eigenen Homepage, sondern auch den Umsatz des betriebenen Onlineshops deutlich erhöhen. Teilweise lässt sich dieser durch ein effizientes Monitoring nicht nur verdoppeln, sondern auch verdrei- oder vervierfachen. Und das sagen nicht nur Anbieter diverser Monitoringlösungen immer wieder, sondern auch zahlreiche erfolgreiche und zufriedene Shopbetreiber und Monitoringsoftware-Nutzer. Aber warum ist das so?

Was genau ermöglicht einem das Monitoring der eigenen Homepagestatistiken? Welche Zahlen sind für einen erfolgreichen Onlineshop essenziell? Und welche Rolle spielen die Suchbegriffe bei einer Suchmaschinenoptimierung für Google und Co., die die Kunden letztendlich auf Ihren Webshop bringen?

Kundenzugriff und auch Umsatz steigern

Fragen über Fragen, die aus unterschiedlichen Gründen genaue Antworten verlangen. Eines ist allerdings klar: Umso mehr Kunden sich auf den betriebenen Webshop “verirren”, umso höher ist auch die Chance auf einen ansteigenden Umsatz. Aber hier kommt es nicht immer nur auf die grundlegende Zahl der Besucherzahlen an sich an. Was bringt es Ihnen als Shopbetreiber von Kosmetikprodukten, wenn Sie es schaffen, unzählige Autosport- und Motorfans auf die eigenen Seiten zu locken? Richtig: Nicht allzu viel, außer es handelt sich um pflegebewusste weibliche Motorsportfans. Deshalb spielt es eine enorm große Rolle, immer auch die “richtigen” Besucher auf den Webshop zu bringen. Hier hilft allerdings nur eine gut strukturierte und auch seooptimierte Funktion des Shops. Und genau hierbei kann eine geeignete Monitoring-Software weiterhelfen.

Analysen helfen, um Besucher zu binden

Eine geeignete Monitoring-Software tut weitaus mehr, als nur die Funktion der Homepage an sich aufzulisten. Sie zeigt auf, welche Besucher von welcher Homepage auf den Webshop gelangen und wo es sie anschließend hin verschlägt. Manch einer mag sich nun fragen, welche Rolle das spielt. Sieht man genau hin, ergibt das allerdings einen Sinn. Zieht es beispielsweise viele Besucher von einer bestimmten Homepage auf Ihren Webshop? Fragen Sie sich nicht, warum das so ist und wie Sie diesen Effekt noch steigern können?

Dank Monitoring in die Shopzukunft schauen

Die Antwort ist beispielsweise durch gezieltes Setzen und Schalten von Werbung – sofern noch nicht geschehen. Ebenso sieht es mit der Nutzung und der Präsenz bei verschiedenen sozialen Netzwerken aus. Viele Shopbetreiber machen sich diese zu Nutzen um potenzielle Kunden anzusprechen oder Angebote anzupreisen. Gerade hierbei können Sie via Monitoring jedoch auch sehen, welche Werbevorhaben erfolgreich sind und welche eher nicht. So lassen sich die Kosten für unnütze Werbebanner und -Anzeigen sparen. Beim Monitoring sind also weniger die funktionalen Werte des Servers von großem Belang. Im Vordergrund stehen die kundenspezifischen Daten. Denn diese sind es, die erkennen lassen auf welcher Stelle der Erfolgskala der Webshop gerade steht und welche Vorhaben bereits von Erfolg gekrönt sind. Somit ist der Blick in die Shopgegenwart und -zukunft klarer.

Noch eine Bemerkung zum Schluss: Ich darf verraten, dass wir für die Planung unseres Online-Shops Filz-Geschenke.de auch mit verschiedenen Analyse-Tools arbeiten. Zunächst ging es an die Keyword- und Suchvolumen-Analyse, jetzt stehen eher Klickpfade, Eintrittswege und die Auswertung der Conversion im Vordergrund. Welche Tools für welchen Bereich des Monitorings in Frage kommen, beleuchten wir vielleicht noch in weiteren Artikeln. Aber es geht vielfach erstmal darum, für den Einsatz solcher Werkzeuge überhaupt zu sensibilisieren.

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Einen Online-Shop starten – wir sind online!


Geschrieben am Freitag, 23. September 2011 von Thomas Kilian (3 Antworten)

Bevor es mit meiner Blogserie “Einen Online-Shop starten” weitergeht, möchte ich das Geheimnis lüften und Euch verraten, um welche Produkte es sich bei uns handelt. Wir sind bereits seit einigen Tagen online und wollen nach den letzten Beta-Tests nun den Vorhang öffnen!

Bei Filz-Geschenke.de gibt es viele schöne Produkte aus Filz, moderne Filzhüllen für Handys, iPhone, iPod, iPad und Laptop, Filztaschen für verschiedene Anlässe, Kaminholzkörbe und andere Wohnaccessoires, Filz Schlüsselanhänger, Tischsets und und und. Wir haben namhafte Hersteller gewonnen, die ihre Ware ausschließlich in Deutschland fertigen. Der Filz besteht aus 100 % reiner Schurwolle und ist ein absolutes Qualitätsprodukt.

Über Euer Feedback (und natürlich reichlich Bestellungen) freuen wir uns. Es gibt übrigens auch eine eigene Facebook-Seite und einen Twitter-Kanal – weitersagen! :-)

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Einen Online-Shop starten – die Technik (04)


Geschrieben am Sonntag, 18. September 2011 von Thomas Kilian (1 Antwort)

Nur noch wenige Tage, dann lüfte ich das Geheimnis um unseren neuen Online-Shop. Er ist nämlich seit der vergangenen Woche schon am Netz und wird zurzeit noch mal auf Herz und Nieren geprüft. Wir werden die Käfer (“Bugs”) soweit wie möglich verscheuchen und dann gibt’s Ramba-Zamba (auch hier natürlich)!

Heute soll es noch einmal um die Vorbereitung unseres Projekts gehen, hier mal ein technischer Aspekt: Die Wahl des geeigneten Shop-Systems. Wir haben mit dem Open-Source Shop “Magento” bei unseren Kundenprojekten schon einige Erfahrungen gesammelt. Deshalb fiel die Entscheidung nicht schwer. Allerdings darf ich vorweg nehmen, dass wir bislang zwar mit Layouts, Template-Anpassungen und an der Optimierung des Shops gearbeitet haben, nicht jedoch an der technischen Konfiguration. Hier konnten wir wieder einmal auf die tatkräftige Hilfe unseres Partners Kuetemeier.NET bauen, der bei der Umsetzung des Kassensystems, der Zahlungsanbindung und weiteren Programmieraufgaben behilflich war.

Als Hoster haben wir uns – wie in vielen anderen Projekten auch – für die Firma Mittwald aus Espelkamp entschieden. Die Systeme sind optimal für Magento ausgelegt und lassen sich einfach skalieren, sobald mehr Traffic auf den Seiten läuft. Der Service von Mittwald war bislang immer vorbildlich (0800, Ticket-System, fachkundige Ansprechpartner) und ich bin zuversichtlich, dass wir auch dieses Kind gemeinsam schaukeln werden.

Für Magento spricht, dass die Software kostenfrei zur Verfügung steht und dafür jede Menge Features im Gepäck hat. Ähnlich wie TYPO3 ist auch Magento modular aufgebaut und verfügt über zahlreiche Zusatzprogramme (“Magento Connect”), die sich kostenfrei oder für kleines Geld hinzufügen lassen. Besonders schön ist die klare Trennung von Design und Technik, so dass sich auch unsere ausgefallenen Layoutwünsche mit Magento umsetzen lassen. Gerade dieser Anspruch hat unseren Webentwickler Lars und auch das Kuetemeier.NET-Team manche Nerven gekostet. Doch es hat sich, so finde ich, allemal gelohnt!

Auch wenn wir selbst komplexe Webprojekte schon erfolgreich abgewickelt haben und eigentlich wissen, wie wichtig Prozesse sind, gab es doch einige Punkte, wo wir vorhandene Strukturen wieder über Bord geworfen haben. Bei unseren Kunden ärgert mich das manchmal, selbst wenn sie den Mehraufwand bezahlen. Doch bei unserem eigenen Projekt darf ich mir den Luxus erlauben, bin eben auch nicht besser als der wählerische Agentur-Kunde … danke an Le, Lars, Silke, Sandra und Dennis für Eure Geduld und die viele Fleißarbeit neben den normalen Projekten!!

Ein Beispiel: Als wir fast alle Produkte online und mit Bildern versehen hatten, gefiel mir die Darstellung auf der Kategorieseite und bei der Detailansicht der Bilder nicht mehr. Die Fotos hatten ein eher hochkantes Format – dadurch waren sie in der Vorschau recht klein geraten. Ich wollte sie aber möglichst groß, um auch in der Kategorieansicht schon einen wertigen Eindruck zu vermitteln. Also mussten wir alle Bilder noch einmal neu abspeichern, in einem quadratischen Format, mit Wasserzeichen versehen, Vorschau- und Detailbild hochladen und zum Teil anpassen. Hätten wir dies gleich zu Anfang berücksichtigt, hätte es sicher Zeit und Nerven gekostet, doch solche Rückschläge kommen in den besten Agenturen Familien vor und sind kein Grund zur Sorge.

Magento ist in vielerlei Hinsicht für die Suchmaschinenoptimierung auch eine gute Wahl. Die Adressen der Produkte, Unterseiten und Kategorien lassen sich SEO-freundlich einstellen, die Titel, Metatags und Beschreibungstexte individuell verändern. Darüber hinaus erleichtert Magento die interne Verlinkung. Neben dem Online-Shop haben wir aber auch ein WordPress-Blog eingerichtet, hier sollen weitere Artikel, Hintergrundberichte und Produktvorstellungen erscheinen. So kombinieren wir beide Welten ideal miteinander. Außerdem sind eine Facebook-Seite und ein eigener Twitter-Account angelegt und vernetzt.

Vielleicht interessiert jemanden noch, wie viel Aufwand wir insgesamt in die Erstellung des Online-Shops gesteckt haben. Die Arbeit setzt sich aus zahlreichen Bausteinen zusammen: Konzeption, Layouts, Überarbeitung, Reinzeichnung, Umsetzung XHTML, Magento-Installtion, Template erstellen, Konfiguration, Warenkorb, Kassenbereich, Unterseiten, Kategoriestruktur, Artikel anlegen und einpflegen, Bildbearbeitung, Fotos hochladen, Fotos noch mal hochladen :-), Texte erstellen, Kategorien und Produkte überarbeiten, Zusatzinformationen erstellen und einpflegen, testen und überarbeiten, testen und überarbeiten, testen und überarbeiten … in unserer Projektverwaltung stehen derzeit 240 Stunden, doch ich gehe davon aus, dass es noch mal 50 % mehr Zeit war, die wir als Team investiert haben sowie die externen Aufwände unseres Programmierers.

Steht diese Investition im Verhältnis zum Ergebnis? Ich bin ehrlich: Hätte ich die Leistungen komplett extern einkaufen müssen, obwohl ich bislang keine Erfahrungen mit meinem Produkt habe und nicht weiß, ob und wie gut es sich überhaupt verkauft, hätte ich es vermutlich nicht beauftragt. Doch selbst mit dem internen Aufwand (eigene Mitarbeiter) + Zusatzarbeiten sprechen wir hier über eine Investition von ca. 15.000 Euro allein für die Technik. Doch abgerechnet wird am Schluss – ich bin einfach davon überzeugt, dass wir den Shop nicht nur professionell erstellt haben, sondern auch optimal vermarkten werden. Darum geht’s in einem der nachfolgenden Beiträge …

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Geschrieben am Montag, 22. August 2011 von Thomas Kilian (5 Antworten)

Nach meinem Urlaub (Bootfahren in Holland, sehr schön!) geht es jetzt mit großen Schritten Richtung Online-Gang. Möchte deshalb die Blogserie “Einen Online-Shop starten” gerne fortsetzen, wo ich letztes Mal aufgehört habe. Auch wenn ich Euch noch immer nicht verrate, was wir eigentlich verkaufen, können wir trotzdem schon mal über die detaillierte Produktauswahl sprechen. Denn innerhalb einer Branche gibt es ja meistens eine Vielzahl von Artikeln, die sich verkaufen lassen. Doch welche sind die richtigen? Welche Gegenstände reißen uns die Leute aus den Händen? Was werden echte Ladenhüter bzw. “Regalhüter” sein?

Diese Fragen beschäftigten uns im Vorfeld und auch im Gespräch mit den Lieferanten sehr stark. Natürlich konnten uns die Hersteller einige Tipps geben, doch da es sich bei unserem Online-Shop um einen für die Szene recht neuen Absatzkanal handelt, liegen kaum Erfahrungswerte in dieser Hinsicht vor. Insofern mussten wir uns auch eigene Kriterien überlegen, wie wir unsere Erstbestellung gestalten.

Zum Hintergrund müsste ich vielleicht noch sagen, dass es sich bei unseren Produkten fast ausschließlich um Lagerware handelt. Das bedeutet, wir können nicht von heute auf morgen neue Artikel nachordern, sondern müssen die Ware frühzeitig bestellen, um lieferfähig zu sein. Aus Budget- und Platzgründen ist es daher für die Erstbestellung besonders wichtig, die richtigen Artikel im Programm zu haben. Ob uns die Auswahl gelungen ist, werden wir noch sehen …

Nun zu den Kriterien: Wir haben die Produkte nach Herstellern geordnet, nach Kategorien und nach Preisen. Es wird bis auf wenige Ausnahmen bei uns Produkte im Wert von 5 bis 150 Euro geben. Etwa 60 Prozent der Artikel unserer Erstbestellung haben einen Preis von 5 bis 20 Euro, etwa 30 Prozent 20 bis 60 Euro und noch mal 10 Prozent kosten im Verkauf mehr als 60 Euro. So zumindest die Planung, denn diese Einteilung ist nicht immer ganz aufgegangen und wir haben prozentual etwas mehr teurere Produkte am Lager. Dies hat auch mit den Mindestbestellmengen (Verkaufseinheiten) zu tun, die es bei den meisten Produkten gibt. Wer direkt beim Hersteller bezieht, bekommt vor allem die günstigen Artikel nicht einzeln, sondern in 3er, 5er, 10er oder 12er Einheiten. Dadurch ist auch ein günstiger Artikel von vielleicht 5 Euro mit einer Anfangsinvestition von 50 Euro verbunden.

Erstaunt hat mich, wie schnell auch bei kleinen Mengen große Summen herauskommen. “Kleinvieh macht auch Mist” und so mussten wir – leider – nach unserer anfänglichen Euphorie einiges “ausmisten”, was wir gerne sofort mit ins Programm genommen hätten. Ich kann nur jedem raten, sich vor der Produktplanung ein Budgetlimit zu setzen und konsequent einzuhalten (vielleicht noch einen Externen hinzuziehen, der ein Auge darauf hat). Denn wir hätten locker auch für die doppelte Summe auf Einkaufstour gehen können, um die Erstausstattung zu beschaffen.

Auch die Hersteller haben wir klassifiziert. Ich hatte ja schon geschrieben, dass wir einen Hauptlieferanten haben, der über eine sehr breite Palette an Produkten verfügt, sowie 2-3 weitere, spezielle Hersteller und dann noch mal 2-3 Lieferanten, bei denen wir nur einen kleinen Teil ihrer Produkte beziehen. Auch hier haben wir die Gesamtbestellung prozentual geplant – über 50 Prozent beim größten Händler, 30 Prozent bei den speziellen Händlern und zehn Prozent bei den übrigen.

Natürlich mussten wir auch auf die Produktkategorien achten, um eine ausgewogene Mischung zu bekommen. Wer nur Angeln verkauft und keine Köder im Programm hat, wird seine Zielgruppe nicht glücklich machen. Leider ist auch hier häufig der Wunsch der Vater des Gedanken. Wir hatten bei unseren ersten Recherchen über 70 Kategorien ermittelt – jetzt haben wir etwa für die Hälfte davon Produkte im Sortiment. Den Rest wollen (und werden) wir nach und nach hinzunehmen.

Der Prozess, innerhalb der Produktgruppe die erste Auswahl zu treffen, hat uns bestimmt 3-4 Wochen gekostet. Plant diesen Schritt – abhängig von Euren Produkten – unbedingt mit ein, vor allem wenn es sich um Lagerware handelt. Gleichzeitig hat diese Phase zu einer engeren Beziehung zu den Herstellern geführt, weil wir uns sehr intensiv mit ihrer Produktauswahl und mit verschiedenen Kaufkriterien auseinandergesetzt haben.

Weiter geht’s in einigen Tagen mit der Shop-Technik und der Einrichtung des virtuellen Ladengeschäfts. Dies ist zwar schon die ganze Zeit parallel gelaufen, hat sich aber immer wieder neu entwickelt und wurde zum Teil komplett über den Haufen geworfen. Ein spannendes Thema für den 4. Teil …

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