PR-Doktor Kerstin Hoffmann veranstaltet schon wieder eine Blog-Parade. Erst dachte ich: “Och nö, nicht schon wieder. So langsam reicht’s mir …” Aber da ich ja ein Fan von Blog-Paraden bin, wollte ich mir zumindest Kerstins Thema etwas näher anschauen und nun bin ich schon wieder mittendrin; das Thema erinnert mich nämlich an eine Aktion, die ich im Frühjahr 2009 durchgeführt und auch hier im Neukunden-Magnet Weblog veröffentlicht habe.
Anregung für eine Akquise-Aktion “diesseits der Trampelpfade” war Anfang letzten Jahres ein Buch meines Blogger-Kollegen Jörg Weisner, das mich ermutigte, erfolgreiche Gewohnheiten in der Neukunden-Gewinnung einzuüben. In meiner 21-tägigen Neukunden-Challenge habe ich allerlei Aktionen ausprobiert, um potentiellen Kunden eine Freude zu machen:
Das Ende der Neukunden-Challenge war vielleicht noch mal eine kleine Überraschung, wollte ich doch zeigen, dass Akquise keine einmalige Aktion, sondern ein Dauerzustand ist. Und darauf möchte ich auch in diesem Beitrag eingehen. Die Resultate der Aktion “diesseits der Trampelpfade” waren nämlich recht mau, eher mau-mau, um ehrlich zu sein. In meinem Fazit eine Woche nach der Aktion kommt dies auch zum Ausdruck:
Bei einigen Aktionen hatte ich mit deutlich mehr gerechnet, v.a. weil einige Dinge ja wirklich außergewöhnlich waren. Hätte ich das eine oder andere Paket von mir bekannten Unternehmen bekommen (alle Empfänger wissen, wer ich bin!), hätte ich zumindest meine Assistentin mit einem Anruf betraut oder eine Email versendet, selbst wenn ich nicht direkt ins Geschäft kommen möchte.
Nichtsdestotrotz hat sich die Neukunden-Challenge für uns gelohnt. Wir haben einige (wenige) sehr positive Rückmeldungen erhalten, wo sich die Kundenbeziehung vertiefen konnte. Außerdem haben wir als Agentur noch einmal neu erkannt, wie wichtig eine systematische und kontinuierliche Akquise ist.
Aus der eigenen Erfahrung in der Neukunden-Challenge heraus, aber auch aus vielen Gesprächen mit anderen Unternehmen habe ich die Erkenntnis gewonnen, dass Werbung “diesseits der Trampelpfade” nichts (oder nur sehr wenig) bringt, sofern sie nicht in ein Gesamtkonzept verpackt ist. Die mediale Aufmerksamkeit einer Guerilla-Aktion, eines Flashmobs oder einer Lena-Eurovision-Gewinnerin ist einfach zu schnell wieder verflogen, als dass sich daraus stabile Kundenbeziehungen entwickeln könnten. In manchen Branchen mag schnelles Geschäft möglich sein (CD-Verkäufe bei der besagten Lena nach ihrem Sieg in Oslo), aber für viele Unternehmen reicht dieser kurze Hype einfach nicht aus. So auch bei unserer Neukunden-Challenge.
Interessant ist aber vielleicht, dass wir zu einigen der Kunden, die sich während der Aktion nicht gemeldet hatten, heute trotzdem (oder deswegen) einen recht guten Draht haben. In der Zwischenzeit haben sich auch weitere Aufträge daraus ergeben. Doch nicht aus der Aktion allein, sondern weil wir weiterhin sehr kontinuierlich den Kontakt gesucht haben. Per E-mail, per Telefon, bei persönlichen Begegnungen auf Veranstaltungen oder einfach mal zwischendurch. Das Zauberwort heißt schlicht und einfach: “langer Atem”.
Wenn ich die wichtigsten drei Schritte in der Neukunden-Akquise zusammen fassen soll (wie ich es gerne bei Vorträgen oder in Gesprächen mit Kunden tue), dann sind es …
Ohne ein überzeugendes Profil bringt die beste Vermarktung nichts. Ihre Kunden müssen verstehen, was Sie besonderes zu bieten haben und was Sie vom Wettbewerb unterscheidet. Ohne Sichtbarkeit bringt die beste Profilierung nichts – wer sich im Keller versteckt, kommt nicht zu neuen Kunden.
Doch ohne Kontinuität bringt in meinen Augen auch die beste Sichtbarkeit nichts, wenn es um eine langfristige Zusammenarbeit gehen soll. Vertrauen baut sich nicht durch waghalsige Aktionen, durch witzige Ideen oder Guerilla-Marketing auf. Diese Dinge erzeugen Aufmerksamkeit – nicht mehr, aber auch nicht weniger.
Ich bin ein Freund von Werbung diesseits der Trampelpfade. Ein regelrechter Fan bin ich aber von Werbung diesseits der Trampelpfade, die in eine langfristige und systematische Strategie zur Neukunden-Akquise eingebettet ist. Wem gefällt das noch?
Einen Kommentar zum Beitrag schreiben!Bereits im März dieses Jahres ist bei “Der Verkaufsprofi aktuell” ein Gastartikel von mir erschienen, in dem ich zeige, wie sich durch eine Blog-Parade mehr Leser für das eigene Weblog finden lassen. Schließlich lohnt sich die aufwändige Arbeit, ein Blog regelmäßig mit spannenden Inhalten zu füllen, nur dann, wenn Sie auch genügend Leser haben. Mit einer Blog-Parade können Sie auf einen Schlag viele neue Leser auf Ihr Blog aufmerksam machen. Hier ein Auszug aus dem gedruckten Beitrag …

Bei einer Blog-Parade (früher auch “Blog-Karneval” genannt) schreiben verschiedene Blogautoren Beiträge zu einem bestimmten Thema. Sie sammeln alle Beiträge auf Ihrem Blog und versehen diese mit Links zu den beteiligten Autoren-Websites. Häufig machen die teilnehmenden Autoren auch ihre Leser mit Hinweisen und Links auf die Parade aufmerksam. Dadurch entsteht eine starke Vernetzung, die sowohl für Leser als auch für Suchmaschinen interessant ist. Der Aufwand für die Organisation einer solchen Blog-Parade ist zwar hoch, lohnt sich aber.
Vielleicht trauen Sie sich noch nicht gleich an eine eigene Blog-Parade heran. Über die Plattform www.blog-parade.de können Sie zunächst an einer Blog-Parade teilnehmen und sich einen Eindruck verschaffen, wie so etwas funktioniert. Dort können Sie aber auch Ihr eigenes Thema vorstellen und Blogger auf ihre Aktion aufmerksam machen.
1. Schritt: Bestimmen Sie ein Thema
Wählen Sie ein Themengebiet aus, das für Ihre Zielgruppe hohe Relevanz hat und mit dem Sie sich optimal als Experte positionieren können.Geeignet sind immer Themen, die …
Das Thema muss eine gemeinsame Überschrift haben und dennoch so allgemein sein, dass die Autoren über unterschiedliche Aspekte schreiben können, beispielsweise:
2. Schritt: Suchen Sie passende Blog-Autoren
Vielleicht kennen Sie bereits einige Blog-Autoren, die Sie zur Beteiligung auffordern möchten. Wenn nicht, beginnt jetzt die etwas mühsame Recherche nach möglichen Teilnehmern. Einige Blog-Suchmaschinen können Ihnen die Recherche erleichtern:
Suchen Sie nach unterschiedlichen Begriffen und sehen Sie sich die passend erscheinenden Blogs einzeln an. Wenn Sie eine Vorauswahl der in Frage kommenden Autoren treffen, achten Sie darauf, dass diese:
3. Schritt: Gewinnen Sie Mit-Autoren
Schreiben Sie die gewünschten Autoren persönlich an, um sie zu Ihrer Blog-Parade einzuladen. Wenn diese darauf nicht reagieren, müssen Sie eventuell sogar persönlich anrufen, Ihre Blog-Parade vorstellen und den Autor vom Nutzen an der Teilnahme überzeugen. Schließlich gibt viele Vorteile mitzumachen:
Als zusätzlichen Anreiz können Sie unter den Autoren kleine Gewinne (z. B. Fachbücher) verlosen oder als Preis für die besten Artikel ausloben.
4. Schritt: Bewerben Sie Ihre Blog-Parade
Nutzen Sie dafür alle Kontakte, die Sie haben. Informieren Sie die Kunden und Interessenten aus Ihrer Kundendatenbank ebenso wie Kontakte auf Social Media Plattformen wie XING, Twitter, Facebook etc. Um die Aufmerksamkeit zu halten, können Sie bereits während der Kampagne einzelne Beiträge zitieren.
5. Schritt: Verlinken Sie sich gegenseitig
Die beteiligten Blogger veröffentlichen die Artikel zur Blog-Parade auf ihrer eigenen Seite und verweisen mit einem Link auf Ihr Blog mit den gesammelten Beiträgen. Als Organisator der Blog-Parade geben Sie eine komplette Liste der beteiligten Blogger mit Links zu deren Blogs an.
6. Schritt: Verwerten Sie die Ergebnisse
Am Ende der Parade können Sie das E-Book mit den gesamten Beiträgen zum Download auf Ihrer Homepage anbieten. Dieses eignet sich auch nach dem Ende der Aktion, um weitere Interessenten auf Ihre Internetseite zu locken. In den meisten Fällen steht das E-Book nur auf der Seite des Organisators zur Verfügung, das ist sicherlich – wie viele andere Aspekte einer Blog-Parade – reine Geschmackssache. Bitte achten Sie darauf, dass die Blog-Parade bei aller Seriosität und inhaltlichen Tiefe nicht das “Spielerische” vergisst. Schließlich lebt der Austausch im Web 2.0 von offener Kommunikation und der Freude am gemeinsamen Tun. In diesem Sinne ist es fast ein wenig schade, dass der Blog-”Karneval” seinen Namen einbüßen musste – kommt doch gerade hier die Leichtigkeit zur Geltung …
Einen Kommentar zum Beitrag schreiben!Martin Neuhof fragt in seiner Farbwolke nach dem schönsten Selbstportrait.
Wie stellt Ihr Euch selbst dar? Ich möchte Euch in einem Bild kennenlernen.
Da wir schon lange keinen “Hunde-Content” mehr hatten und ich über die Ostertage (vielleicht) gerne wieder ein paar Tage nach Dänemark fahren würde, habe ich das folgende Bild zur Teilnahme an der Blogparade ausgewählt:

Ich gebe zu, dieses Bild habe ich nicht selbst gemacht. Es war meine Frau. Aber da wir ja “ein Fleisch” sind, sollte das wohl ebenfalls gelten… Für mich steckt in diesem Bild total viel Lebensfreude, Power, Natur, Freiheit …
Martin schreibt:
Ich bin sehr gespannt ob wir überhaupt genug Teilnehmer bekommen da es diesmal kein einfaches “ich poste einen Link” Umfrage / Gewinnspiel ist. Der Teilnahmeschluss ist der 28.03.2010.
Da wollen wir ihn doch nicht hängen lassen, oder?
Und jetzt zurück zur Akquise … *ts-ts-tsss…
Einen Kommentar zum Beitrag schreiben!Auf ein “Gewürzregal” der besonderen Art spart zurzeit meine Blogger-Kollegin und Nasenfaktorin Heide Liebmann in Ihrer Blog-Parade “Mehr Würze ins Marketing“. Zu Weihnachten soll dieses 24-teilige Geschenkset vollständig gebastelt sein und mir wurde die Ehre zuteil, den Auftakt dieser Serie unter dem Titel “Süße Verführung” zu gestalten.
“Die Adventszeit ist ja nicht zuletzt auch eine sehr genussvolle Zeit: Überall umwehen uns leckere Düfte, der Weihnachtsmarkt lockt mit Maronen, Glühwein und Lebkuchen, und an den Feiertagen werden kulinarische Köstlichkeiten aus der ganzen Welt aufgetischt. Da liegt es nahe, auch ins Marketing ein bisschen mehr Würze zu bringen. (…) Dein Artikel sollte sich in irgendeiner Weise mit Marketing oder Positionierung befassen und dabei natürlich einen Bezug zum gewählten Titel herstellen. Als Ergebnis sollten wir ein schickes „Marketing-Gewürzregal“ bekommen, das ich im Januar 2010 hier als E-Book veröffentlichen werde.”
Eine schicke Aktion, findet Ihr nicht? Nun aber genug der Vorrede – starten wir doch gleich mit einem Biss in die “süße Verführung”…
Zugegeben, bei Süßem kann ich manchmal einfach nicht nein sagen. Zart schmelzende Schokolade, leckeres Vanille-Eis mit heißen Kirschen oder Apfelkuchen mit Schlagsahne… zu Weihnachten gerne auch Domino-Steine, Mandarinen oder Lebkuchen-Herzen. Meine Frau (Halb-Schwedin) ergänzt gerade noch: “Pepperkakor” (Pfefferkuchen), “Grisgrynsgröt” (Milchreis mit versteckter Mandel), “Lussekatter” (Safran-Gebäck) oder “Kanelbullar” (Zimtschnecken) … wem bei diesen Leckereien nicht das Wasser im Munde zusammen läuft, dem ist nicht mehr zu helfen!
Nun soll mir also die Verbindung ins Marketing gelingen. Eine leichte Aufgabe, wie ich finde. Schließlich geht es doch auch Marketing darum, dass den Kunden im wahrsten Sinne des Wortes “das Wasser im Munde” zusammen läuft. Ob es dazu einer “süßen Verführung” oder “scharfer Werbemaßnahmen” bedarf, sei erstmal egal. Wir konzentrieren uns in diesem Artikel auf die süßen Leckereien, die da wären…
Kommen wir jetzt noch zum zweiten Bestandteil, der “Verführung”. Diese meint laut Wikipedia, “jemanden zur Hingabe zu bewegen, d. h. eine Person gewaltlos so zu ‘manipulieren’, dass sie etwas tut, was sie eigentlich nicht wollte (z. B. sich hinzugeben, eine Religion anzunehmen, etwas zu kaufen und anderes mehr).”
Interessanterweise gibt es in Schweden auch ein verführerisches Gericht: “Janssons Frestelse” bedeutet übersetzt “Janssons Verführung” und ist wirklich ein leckeres Gericht. Doch wer schon mal bei Schweden zu Gast war, der weiß genau, dass es sich hier nicht um eine “süße Verführung” handelt. Dieser Kartoffelauflauf mit Anchovis (gewürzten Sardellen) ist ein herzhaftes Vergnügen, aber nicht jedermanns Sache.
Jemanden zu “ver-führen”, d.h. ihn zu etwas zu bewegen, was er gar nicht mag (weil ihm vielleicht gerade der Sinn nach Nachtisch steht), wird langfristig nicht erfolgreich sein. Gerade deshalb sind die Punkte Positionierung, Zielgruppe und Qualität so wichtig. Hier zeigt sich, dass eine “süße Ver-Führung” nur wirksam ist, wenn sich der Kunde auch zum Guten führen lassen will.
Gaumenschmaus fängt also immer auf “der anderen Seite” an, d.h. beim Kunden. Wer die Bedürfnisse seiner Zielgruppe kennt und sein Angebot geschickt in Szene setzt, wird auch ohne Manipulation sein Ziel erreichen. Dann zergeht das Marketing wirklich wie süße Schokolade auf der Zunge – nicht nur in der Weihnachtszeit…
Einen Kommentar zum Beitrag schreiben!Dies ist mein Beitrag zur Blogparade “Pimp your Page” vom geschätzten Blogger-Kollegen Knut O.E. Pankrath aus Berlin Moabit, mit dem ich jüngst Kaffee Latte in Freddy Leck sein Waschsalon schlürfen durfte.
Unter der Schirmfrauschaft der ebenfalls geschätzten Blogger-Kollegin Elke Fleing aus Hamburg hat der umtriebige Lösungsbäcker nun einige Fragen zur Optimierung einer statischen oder CMS-Website gestellt, die ich gerne mit drei Beispielen beantworten möchte. Dabei habe ich (meine Igel-Leser werden wissen, wie wichtig das Thema “Sichtbarkeit” ist) den roten Faden in Richtung Suchmaschinen-Optimierung gesponnen.
Bitte benennen Sie den Dienst / die Software mit Link zum Anbieter.
Was tut das Angebot nützliches / spannendes für den Leser?
Was tut das Angebot nützliches / spannendes für den Seitenanbieter der Webseite?
Für welche Betriebssysteme gibt es das Angebot?
Kostenpflichtig?
Bitte vergeben Sie pro Angebot bis zu 3 Schlagworte (tags), mit deren Hilfe Leser schnell sehen, ob das etwas für sie sein könnte.
Dies ist ein Beitrag zur Blogparade “Wie verkaufen Sie Kundennutzen?” von PR-Doktor Kerstin Hoffmann und damit mein Versuch, auf diese Frage eine Antwort zu geben, ohne das Wort “Bullenschau” zu gebrauchen … ach Mist, jetzt hab’ ich’s schon wieder getan…!
Als Muttersprachler des hochländischen Fachchinesisch traue ich Euch gleich das erste Fremdwort zu:
Empathie mit einem anderen Menschen bedeutet, dass man diesen von außen – ohne persönliche Grenzen zu überschreiten – möglichst ganzheitlich erfasst, dessen Gefühle versteht, ohne diese jedoch notwendigerweise zu teilen, und sich damit über dessen Verstehen und Handeln klar wird. Ein Lebewesen ist mit einem anderen empathisch, wenn es sich in dieses einfühlt, sich also vorstellt, es wäre das andere, beziehungsweise so fühlt, wahrnimmt und denkt, als wäre es das andere.
Ohne Empathie kann es keinen Verkauf von Kundennutzen geben. Schließlich erfordert die Nutzenformulierung, dass ich mich in den potentiellen Interessenten hineinversetze. Was bringt mein Produkt / Angebot / Dienstleistung an Mehrwert für die Zielgruppe? Wer nur verkaufen will, ohne ein konkretes Bedürfnis zu stillen, hat es bei der Akquise schwer. Vor allem, wenn es sich um vergleichbare Angebote mit einem starken Wettbewerb handelt.
Der Kundennutzen fragt: Welche Bedürfnisse meiner Kunden kann mein Angebot bedienen? Wie treffe ich den richtigen Nerv bzw. wo kann ich den Schmerz am ehesten stillen? Wie bei einem guten Arzt sollte deshalb vor der Behandlung die Diagnose stehen. Wie würden Sie sich im Behandlungszimmer fühlen, wenn der Onkel Doktor gleich die Spritze zückt, ohne nach Ihren Schmerzen zu fragen? Ähnlich müssen sich manche Akquise-Opfer Kunden fühlen, wenn Sie einfach nur mit platten Werbephrasen zugetextet werden, die ihren Wünschen gar nicht entsprechen.
Die Nummer mit der Empathie und dem Arzt ist ja schön und gut, doch klappt das auch in meiner Branche? Ich bin überzeugt, dass sich Kundennutzen in beinahe jedem Fall finden und in Worte fassen lässt. Einige Beispiele gebe ich gerne:
Sie merken schon: Um den Kundennutzen zu benennen, ist manchmal ein zusätzliches oder außergewöhnliches Angebot notwendig. Vor allem, wenn Sie zu vergleichbar sind. Insofern geht die Nutzenformulierung häufig auch mit einer Spezialisierung einher. Und die hat – was die Akquise neuer Kunden angeht – bislang noch keinem geschadet.
Einen Kommentar zum Beitrag schreiben!Wenn die Bäume kahl sind, wenn am Himmel die tiefroten Farben des Sonnenuntergangs schwimmen und das vergilbte Gras übergolden, dann gewahrst du mit Entzücken, wie alles verlischt, was jüngst noch in dir brannte.
Was bringt der Kilian denn jetzt schon wieder? Wer es mit Gustave Flaubert (November) nicht so hat, dem mag ein alternativer Einstieg vielleicht besser gefallen. Also, alles noch mal auf Anfang…
Die Tage werden kürzer, die Nächte dunkler – der November hat längst den Sommer überholt. Ich weiß nicht, wie es Euch geht, aber bei mir droht schon wieder die Winterdepression. Damit uns Blogger dieses Schicksal erspart bleibt, wurde einst der Blog-Karneval erfunden. Durch dieses närrische Treiben soll zumindest virtuell die Stimmung hochgehalten werden. Elke Fleing hat es vor einigen Jahren vorgemacht, wurde zahlreich kopiert (natürlich auch von mir) und ist mittlerweile als Schirmherrin für die närrische Sache engagiert:
“Interaction rulez! Und bei ner Parade vernetzeln sich die Blogger immer prima. Und sie tragen Wissen und Tipps zusammen zu einem Thema, vor dem wir alle, die wir uns im Netz tummeln, ja immer wieder stehen: Attraktive, aussagekräftige, gut unterhaltende und nützliche Websites zu schaffen. Ob zwecks Selbstmarketings oder für Kunden. Insofern freu ich mich selbst schon sehr auf alle die Inspirationen, die bei dieser Blogparade für uns alle rausspringen werden. Also, an die Tastaturen, Blogger!”
Das bunte Treiben lässt sich also – trotz Umbennung in “Blog-Parade” – nicht kleinkriegen. Deshalb freue ich mich sehr, Euch heute drei aktuelle Blog-Paraden vorzustellen, an denen ich selbst auch gerne teilnehmen möchte:
Knut O.E. Pankrath hat im Gemeinschaftsraum von bblogs eine Blog-Parade “mit Pagegloss” gestartet. Er ruft dazu auf, in eigenen Beiträgen bis zu drei Angebote zu benennen, die eine Webseite einladender für die Leser machen:
Die Beiträge können im Zeitraum 1. November bis 2. Dezember 2009 veröffentlicht und mit der Aktion verlinkt werden.
Die erste Blogparade im PR-Doktor finde ich persönlich sehr spannend. Kerstin Hoffmann hat mit der Themenreihe über den Kundennutzen einen wunden Punkt vieler Marketing-Aktivitäten getroffen:
“Gute Werbung und PR sprechen hauptsächlich über den Kunden und dessen Bedürfnisse und Ziele. Auch gelungene, wirkungsvolle Unternehmensbeschreibungen orientieren sich immer am Kunden. Niemand verkauft Produkte, Informationen oder Dienstleistungen wegen ihrer Eigenschaften. Menschen (auch Businesskunden!) kaufen Nutzen wie Ansehen, Sicherheit, Reichtum…”
Und weil das so wahr ist, empfehle ich jedem die Teilnahme an der Kundennutzen-Blogparade bis zum 20. November 2009.
Auch bei meinem Blogger-Kollegen Peer Wandiger läuft derzeit eine sehr Interessante Blog-Parade, die sich mit den vielen neuen Social Media Anwendungen beschäftigen und konkret die Frage stellen:
“Graben die neuen Social Media Anwendungen, wie Twitter, Facebook, Google Wave und Co., den Blogs das Wasser ab? Sind Blogs Auslaufmodelle? Oder kann man diese neue Kommunkationsformen auch zum Vorteil des eigenen Blogs nutzen und wenn ja, wie? Wie sollten sich Selbständige, die einen Blog betreiben, gegenüber diesen neuen Meinungskanälen verhalten und wie nutzt man diese optimal für sein Unternehmen?”
Wer auf diese Fragen eine Antwort hat, kann bis zum 21. November noch per Artikel Stellung beziehen und dadurch an der Blogparade von Selbständig im Netz teilnehmen.
Weitere Blog-Paraden (auch über die fünfte Jahreszeit hinaus) findet Ihr darüber hinaus jederzeit aktuell unter www.Blog-Parade.de.
Einen Kommentar zum Beitrag schreiben!Wundert mich eigentlich, dass noch kein Teilnehmer der Blog-Parade Erfolgreiche Preisstrategien diese Phrasenschwein-Überschrift verwendet hat, obwohl zur Halbzeit schon mehr als 25 Artikel von verschiedenen Autoren geschrieben wurden. Nunja, ich lege mit meinem zweiten Beitrag (Nr. 1: “Der ideale Preis ist eine Lüge“) gerne noch mal eine Diskussion um “heiße Preise” nach.

Im Homeshopping-TV bin ich neulich über so eine “Der Preis ist heiß”-Sendung gestolpert, die Harry Wijnvoord und Walter Freiwald alle Ehre gemacht hätte. Aber lasst uns doch zunächst noch mal zurückschalten ins Jahr 1990, um den Fans dieser Dauerwerbesendung, die sich aufgrund der Überschrift in mein Weblog verirrt haben mögen, auch einen Gefallen zu tun:
Und nun zurück zur Homeshopping-Sendung, die ich neulich beim Zappen entdeckt habe. Dort wurde alle paar Sekunden der Preis um einen Euro gesenkt. Ich glaube, es ging um irgendeinen Elektroschrott, der hier für 34 – 33 – 32, jetzt meine “Damen und Herren” nur noch 31 – 30 Euro – 29, 28 und wieder purzeln die Preise auf 27 – 26 – 25, nur hier und heute für 24 – 23 – 22 – es sind noch die letzten Stücke für 21 – 20 – 19 – und Sie haben richtig gehört 18 – 17 und 16 Euro und damit ist der Artikel AUSVERKAUFT meine “Damen und Herren”, aber es gibt schon das nächste …
Unterbrecht gerne meinen Wahn, danke! Hier wurde schließlich ohne Punkt und Komma gesabbelt und völliger Ramsch an den Mann – oder in diesem Fall vermutlich eher an die reifere Frau – gebracht, dass sich die Kreditkarten nur so biegen. Ein Beispiel für einen solchen Preissturz möchte ich Euch natürlich nicht vorenthalten:
Nun aber zur heißen Frage des Tages: Ist es überhaupt zulässig (und wenn Ihr so wollt “moralisch vertretbar”), dass Kunden unterschiedliche Preise für die gleiche Leistung oder das gleiche Produkt bezahlen?
Die Liste der Ermäßigungen und deren Variantenreichtum ließe sich beliebig verlängern. Vielleicht mögt Ihr jetzt fragen: “Ja, warum denn nicht? – Natürlich ist es zulässig, dass es verschiedene Preise gibt!” Dann hier mal ein Beispiel, wo ich es persönlich schon fast unverschämt finde, preislich ungleich behandelt zu werden:
Herr Müller geht in sein Stammlokal, um mit seiner Frau Evelyn schick zu Abend zu essen. Sie genießen ein 3-Gänge-Menü und eine teure Flasche Rotwein. Herr Müller ist häufig zu Gast und wird vom Kellner bereits mit Namen begrüßt. Er zahlt für das Menü den vollen Preis und ein üppiges Trinkgeld. Beim Verlassen des Lokals bekommt er mit, dass am Nebentisch – hier wurde ebenfalls in drei Gängen gespeist – ein Gutschein aus der Zeitung abgegeben wird. “Zwei zum Preis von einem” – der Tischnachbar zahlt also nur die Hälfte des Menüs und bekommt obendrein noch einen Nachtisch “auf Kosten des Hauses”.
Herr Müller ist Stammgast – sein Tischnachbar hat einfach nur aufmerksam die Zeitung gelesen. Ungerecht oder nicht?
Versteht bitte den kleinen, aber feinen Unterschied. Es geht mir nicht um Gleichmacherei, sondern um gleiche Ausgangsbedingungen und Respekt im Umgang mit dem Kunden. In meinen Augen ist ein Preisnachlass für Vielflieger angemessen, ebenso eine Gutschein-Aktion oder ein Preisspiel (“Wer zuerst kommt…”). Aber wer mit unterschiedlichen Preisen agiert, sollte …
Wer jetzt meint, mit 4. hätte ich mir selbst widersprochen, der irrt gewaltig. Schließlich setzt “trotzdem tun” immer voraus, dass ich mir vorher über mein Handeln Gedanken gemacht habe und aus – guten? – Gründen eine bewusste Entscheidung getroffen habe. Dabei nehme ich unter Umständen auch 3. in Kauf oder kann mir etwas einfallen lassen, um dem vorzubeugen:
“Ahhh! Herr Müller! Schön, dass Sie mit Ihrer werten Gattin heute Abend wieder bei uns zu Gast sind. Wir haben schon einen Tisch für Sie vorbereitet. Haben Sie auch an den Gutschein gedacht? — Nein? — Wir haben ja momentan eine besondere Aktion in der Zeitung – aber da Sie unser Stammgast sind, sollen Sie selbstverständlich ebenfalls in den Genuss kommen …”
Wetten, dass Herr Müller auch beim nächsten Mal sein Stammlokal besucht?
Einen Kommentar zum Beitrag schreiben!Nachdem in der ersten Woche der Blog-Parade “Erfolgreiche Preisstrategien” schon so viele spannende und interessante Beiträge eingegangen sind, muss ich mich nun auch mal zu Wort melden. Hatte Euch ja einen Artikel zum Thema “Erfolgreiche Preisstrategien in der Neukunden-Gewinnung” versprochen — dabei geht es mir zunächst einmal um die Frage: Was ist eigentlich ein “guter” Preis bzw. der “richtige” Preis?
Bei der Neukunden-Akquise geht es ja nicht nur darum, neue Kunden zu FINDEN, sondern sie auch als Kunden zu GEWINNEN. Häufig – so kann ich aus eigener, zum Teil leidvoller Erfahrung sagen – ist am Ende der Preis ausschlaggebend, wenn das Geschäft nicht zustande kommt. So zumindest das Feedback derjenigen, die mir die Ehre zuteil werden lassen, mir eine Rückmeldung auf ein abgelehntes Angebot zu geben.
Doch scheitert die Zusammenarbeit wirklich am Preis?
Ihr merkt schon: Es gibt irgendwie mehr Fragen als Antworten. Ehrlich gesagt halte ich die Diskussion über die Frage, ob Preise zu hoch, zu niedrig, angemessen, unangemessen oder sonstwie passend erscheinen, für absolut unsinnig. Ich bin davon überzeugt: Der ideale Preis ist eine Lüge.
Meine Behauptung, dass der ideale Preis eine Lüge ist, will ich gerne untermauern. Fünf Gründe fallen mir da spontan ein, gerne könnt Ihr weitere mögliche Gründe ergänzen:
Letztlich laufen wir immer – als Käufer oder Verkäufer – hinter dem “idealen Preis” her, bekommen ihn aber irgendwie nicht zu fassen. Betrachtungsweise (1), Werte (2), Transparenz (3), Markt (4) und Gewohnheiten (5) machen uns da schnell einen Strich durch die Rechnung. Soweit einverstanden?
Nachdem wir mit dem “idealen Preis” nicht weiterkommen, will ich Euch eine Alternative aufzeigen, mit der wir als Agentur ganz gut fahren. Diese beruht auf Prinzipien, auf Grundwerten, die für unsere Arbeit wichtig sind. Und im Bereich der Preisfindung zählen hier für mich u. a. “Nachvollziehbarkeit” (Transparenz), “Zuverlässigkeit” und “Sinnhaftigkeit”. Es muss gelingen, diese Werte auch im Rahmen der Preisstrategie zu leben.
Natürlich hat jedes Unternehmen andere Werte, andere Maßstäbe und ggf. andere Zielsetzungen. Je nach Branche, Produkt, Zielgruppe und anderen Faktoren lässt sich auch die Vorgehensweise bei der Preisfindung nicht verallgemeinern. Doch gerne gebe ich Euch ein Beispiel, wie wir als Internetagentur uns vom “idealen Preis” unabhängig machen:
Lasst Euch also keine Lügen auftischen, dass jemand den “Heiligen Gral des idealen Preises” gefunden habe und Ihr nur diesen oder jenen Preis anbietet dürftet. Eine Ananas für 25 Euro? Wieso nicht? Currywurst mit Gold überzogen – alles schon gesehen! Websites für 299,00 Euro – nur heute im Sonderangebot, macht mein Schwipp-Schwager nach Feierabend…
Für jeden Topf (Preis) gibt es einen Deckel (Abnehmer), deshalb solltet Ihr von Euren Prinzipien und Werten her definieren, welche Preise angemessen, welche Zielgruppen passend und welche Strategien sinnvoll sind. Dann ist der ideale Preis vielleicht bald keine Lüge mehr, sondern wird für Euch zur ganz persönlichen Wirklichkeit.
Na, wenn das kein salbungsvolles Schlusswort war, oder? Bin gespannt auf Eure Kommentare!
Einen Kommentar zum Beitrag schreiben!Klasse, dass meine Bloggerkollegen Andrea Jülichs und Mike Lekies nun auch eine Blog-Parade veranstalten. Ist gute zwei Jahre her, dass wir mit dem 3. Business-Blog-Karneval “Erfolgreich mit Neuen Medien” selbst ein solches “Bloggertreffen” initiiert haben. Nun geht es wieder rund und soweit ich das überschauen kann, haben die Telefonart-Blogger schon eine illustre Schar von weiteren Kollegen aus der Marketing- und Werbeszene für diese Aktion gewinnen können. Freue mich also darauf, mit anderen gemeinsam an diesem Online-Event teilzunehmen.
Mit “Erfolgreiche Preisstrategie” haben Andrea und Mike ein Thema ausgewählt, das auch zum Neukunden-Magnet optimal passt. Ist doch die Preisfindung ein wichtiges Kriterium, um selbst einen Zuschlag zu erhalten. Bei der Akquise geht es ja schließlich nicht nur darum, neue Kunden zu finden, sondern Sie auch als Kunden zu gewinnen.

Ich kann selbst aus eigener – z.T. leidvoller – Erfahrung sagen, dass wir schon so manche Gelegenheit verpasst haben, einen neuen Kunden zu gewinnen, weil wir im Preis nicht transparent genug waren oder weil der Preis vielleicht zu hoch, zu niedrig oder irgendwie anders nicht passend war. Werde mich also gerne mit einem Artikel “Erfolgreiche Preisstrategie in der Neukunden-Gewinnung” an der Blogparade beteiligen.
Im Telefonart-Blog findet Ihr weitere Infos zur Durchführung der Blogparade. Im Zeitraum 20. Juli bis 17. August 2009 können alle Blogger (und solche, die es werden wollen) Beiträge zum Thema einsenden oder bereits erschienene Beiträge verlinken lassen. Am Ende entsteht auch hier wieder ein Ebook, wo die Artikel als Sammlung veröffentlicht werden. Was mir bei solchen Aktionen immer besonders gut gefällt, ist dass ein Thema sehr breit von verschiedenen Fachleuten behandelt wird und dadurch viel mehr unterschiedliche Sichtweisen und Aspekte zur Sprache kommen. Also – wer ist noch mit dabei?
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