Im Sommer des vergangenen Jahres haben wir als Agentur das Blog des Kreativitätstrainers Henning Patzner optisch und technisch “auf Vordermann gebracht”. Der Creative Director und Geschäftsführer Kreation der Serviceplan Campaign in München schreibt dort regelmäßig über Kreativität, Kreativitätsforschung und Innovationskultur. Ich freue mich, ihn mit einem besonderen Gastbeitrag meinen Lesern vorstellen zu dürfen, denn er bringt mit seinen kurzen Beiträgen (und vielen Video-Fundstücken) interessante Einsichten in die kreative Denke der Werbebranche.
In der Werbebranche gewinnt eine Agentur statistisch nur jeden siebten Pitch (so nennt man es in der Werbebranche, wenn man mit anderen Werbeagenturen um einen Etat kämpft). Kleinere Agenturen gewinnen vielleicht sogar nur jeden elften Pitch. Deswegen stellt sich hier zurecht die Frage: “Ist Kreativität bei der Kundenakquise in der Werbebranche wichtig oder ist sie eher hinderlich?”
Die Antwort ist eindeutig: Kreativität gewinnt.
Alle Pitche, die ich nach Hause holen konnte, habe ich nur deshalb gewonnen, weil das Kreativteam eine einzigartige Konzeptidee hatte und diese auf raffinierte Weise in ein einzigartiges Akquisekonzept verpackt hat. Hier ein paar Beispiele:
Aber gewinnt Kreativität wirklich immer? Natürlich nicht.
Mit kreativer Akquise bin ich auch schon brutal gegen die Wand gefahren:
Pitche in der Werbebranche sind immer spannend. Die Konzerne wollen kreative Konzepte und Präsentationen, auch wenn sie am Ende ganz normale Mainstream-Werbung machen. Letztendlich muss man den Nerv eines Gremiums treffen, das darüber entscheidet, an welche Agentur der millionenschwere Etat geht. Dafür sorgt nicht nur Kreativität, sondern eben auch die Chemie. Und wenn der Marketingleiter mutig und innovativ ist, dann belohnt er auch die Agenturen, die ihn mit Kreativität begeistern wollen. Ist der Marketingleiter hingegen ängstlich und konservativ, sollte man selbst als Werber sich nicht scheuen, die Krawatte anzuziehen. Die gute Nachricht jedoch bleibt: Die meisten Marketingleiter in Deutschland honorieren kreative Präsentationen!
Wer mehr über das Thema Kreativität in der Werbung erfahren möchte >> hier lang.
Einen Kommentar zum Beitrag schreiben!Da es bei uns in der Agentur zurzeit absolut brummt und ich kaum zum Bloggen komme, freue ich mich natürlich sehr über Gastartikel. Simon Bertsch von www.trendsderzukunft.de beschreibt in diesem Beitrag Trends im Marketing, die seiner Meinung nach Zukunft haben. Was haltet Ihr davon?
Die Methoden des Marketings und die Präsentation der darin enthaltenen Werbebotschaften sind einem ständigen Wandel unterworfen und haben sich über die Jahre hinweg immer wieder verändert. Die grundlegenden Parameter im urtümlichen Entscheidungs-Zentrum des Gehirns (Limbisches System) verhalten sich hingegen sehr stabil. Dies wusste schon Dale Carnegie, der in seinem Buch “Wie man Freunde gewinnt” solche Faktoren aufzählte.
Die zwei wichtigsten Faktoren waren hierbei die Demonstration der eigenen Überlegenheit anderen Personen gegenüber sowie das eigene Gefühl, wichtig und was Besonderes zu sein. Die meisten guten Werbebotschaften zielen auf eines dieser beiden Gefühle ab. Auf meinen Blogs www.trendsderzukunft.de und www.candy-college.com habe ich über einige dieser Marketing Trends mit Zukunft berichtet und möchte Ihnen hier gerne einen Überblick bieten:
Sex Sells: Nirgends wird Überlegenheit, verlangen und höherer Status so gut demonstriert wie im Bereich Erotik. Hier geht es allerdings nicht um die plumpe Darstellung spärlich bekleideter Personen sondern vielmehr um die Botschaft die dadurch suggeriert wird. Oftmals sind die Kampagnen auch bewusst provokant gestaltet um Aufmerksamkeit zu erregen. Beispiele gibt es hier:
Werbung Abseits vom Mainstream: So genannte Guerilla Marketing Kampagnen verlagern ihre Aktivitäten dahin, wo normalerweise Werbung nicht Zuhause ist. Dadurch fällt es gegenüber anderen Marketingformen auf und wirkt auf einer anderen Ebene als traditionelles “Branding”. Beispiele guter Guerilla Marketing Kampagnen gibt es hier:
Den Kunden in den Mittelpunkt stellen: Das EGO steht bei den meisten Menschen im Mittelpunkt, auch wenn es viele nur ungern zugeben. Man googelt nach seinem Namen, macht sich hübsch zum Ausgehen und freut sich wenn einen ein Partyfotograf fotografiert und man sich später im Internet bewundern kann. Das sich Leute gerne selbst bewundern, hat auch die Werbung herausgefunden und gezielt Kampagnen gestalten, damit potentielle Kunden dies tun können – und ganz nebenbei auch noch Ihr Produkt oder ihren Service promoten. Beispiele für Ego-Werbung gibt es hier:
Gute Werbung ist spielend leicht: Der Spieltrieb ist ein natürlicher Instinkt bei Menschen. Kein Wunder also, dass Unternehmen kostenlose Spiele entwickeln die einerseits Spaß machen, andererseits aber auch ihre Werbebotschaft vermitteln. Hier einige Beispiele von Marketing mit Spielen:
Ich bedanke mich bei Thomas Kilian für die Möglichkeit, diesen Gastartikel zu veröffentlichen und wünsche meinen Lesern viel Erfolg bei der Neukundengewinnung!
Einen Kommentar zum Beitrag schreiben!PR-Doktor Kerstin Hoffmann veranstaltet schon wieder eine Blog-Parade. Erst dachte ich: “Och nö, nicht schon wieder. So langsam reicht’s mir …” Aber da ich ja ein Fan von Blog-Paraden bin, wollte ich mir zumindest Kerstins Thema etwas näher anschauen und nun bin ich schon wieder mittendrin; das Thema erinnert mich nämlich an eine Aktion, die ich im Frühjahr 2009 durchgeführt und auch hier im Neukunden-Magnet Weblog veröffentlicht habe.
Anregung für eine Akquise-Aktion “diesseits der Trampelpfade” war Anfang letzten Jahres ein Buch meines Blogger-Kollegen Jörg Weisner, das mich ermutigte, erfolgreiche Gewohnheiten in der Neukunden-Gewinnung einzuüben. In meiner 21-tägigen Neukunden-Challenge habe ich allerlei Aktionen ausprobiert, um potentiellen Kunden eine Freude zu machen:
Das Ende der Neukunden-Challenge war vielleicht noch mal eine kleine Überraschung, wollte ich doch zeigen, dass Akquise keine einmalige Aktion, sondern ein Dauerzustand ist. Und darauf möchte ich auch in diesem Beitrag eingehen. Die Resultate der Aktion “diesseits der Trampelpfade” waren nämlich recht mau, eher mau-mau, um ehrlich zu sein. In meinem Fazit eine Woche nach der Aktion kommt dies auch zum Ausdruck:
Bei einigen Aktionen hatte ich mit deutlich mehr gerechnet, v.a. weil einige Dinge ja wirklich außergewöhnlich waren. Hätte ich das eine oder andere Paket von mir bekannten Unternehmen bekommen (alle Empfänger wissen, wer ich bin!), hätte ich zumindest meine Assistentin mit einem Anruf betraut oder eine Email versendet, selbst wenn ich nicht direkt ins Geschäft kommen möchte.
Nichtsdestotrotz hat sich die Neukunden-Challenge für uns gelohnt. Wir haben einige (wenige) sehr positive Rückmeldungen erhalten, wo sich die Kundenbeziehung vertiefen konnte. Außerdem haben wir als Agentur noch einmal neu erkannt, wie wichtig eine systematische und kontinuierliche Akquise ist.
Aus der eigenen Erfahrung in der Neukunden-Challenge heraus, aber auch aus vielen Gesprächen mit anderen Unternehmen habe ich die Erkenntnis gewonnen, dass Werbung “diesseits der Trampelpfade” nichts (oder nur sehr wenig) bringt, sofern sie nicht in ein Gesamtkonzept verpackt ist. Die mediale Aufmerksamkeit einer Guerilla-Aktion, eines Flashmobs oder einer Lena-Eurovision-Gewinnerin ist einfach zu schnell wieder verflogen, als dass sich daraus stabile Kundenbeziehungen entwickeln könnten. In manchen Branchen mag schnelles Geschäft möglich sein (CD-Verkäufe bei der besagten Lena nach ihrem Sieg in Oslo), aber für viele Unternehmen reicht dieser kurze Hype einfach nicht aus. So auch bei unserer Neukunden-Challenge.
Interessant ist aber vielleicht, dass wir zu einigen der Kunden, die sich während der Aktion nicht gemeldet hatten, heute trotzdem (oder deswegen) einen recht guten Draht haben. In der Zwischenzeit haben sich auch weitere Aufträge daraus ergeben. Doch nicht aus der Aktion allein, sondern weil wir weiterhin sehr kontinuierlich den Kontakt gesucht haben. Per E-mail, per Telefon, bei persönlichen Begegnungen auf Veranstaltungen oder einfach mal zwischendurch. Das Zauberwort heißt schlicht und einfach: “langer Atem”.
Wenn ich die wichtigsten drei Schritte in der Neukunden-Akquise zusammen fassen soll (wie ich es gerne bei Vorträgen oder in Gesprächen mit Kunden tue), dann sind es …
Ohne ein überzeugendes Profil bringt die beste Vermarktung nichts. Ihre Kunden müssen verstehen, was Sie besonderes zu bieten haben und was Sie vom Wettbewerb unterscheidet. Ohne Sichtbarkeit bringt die beste Profilierung nichts – wer sich im Keller versteckt, kommt nicht zu neuen Kunden.
Doch ohne Kontinuität bringt in meinen Augen auch die beste Sichtbarkeit nichts, wenn es um eine langfristige Zusammenarbeit gehen soll. Vertrauen baut sich nicht durch waghalsige Aktionen, durch witzige Ideen oder Guerilla-Marketing auf. Diese Dinge erzeugen Aufmerksamkeit – nicht mehr, aber auch nicht weniger.
Ich bin ein Freund von Werbung diesseits der Trampelpfade. Ein regelrechter Fan bin ich aber von Werbung diesseits der Trampelpfade, die in eine langfristige und systematische Strategie zur Neukunden-Akquise eingebettet ist. Wem gefällt das noch?
Einen Kommentar zum Beitrag schreiben!Bereits im März dieses Jahres ist bei “Der Verkaufsprofi aktuell” ein Gastartikel von mir erschienen, in dem ich zeige, wie sich durch eine Blog-Parade mehr Leser für das eigene Weblog finden lassen. Schließlich lohnt sich die aufwändige Arbeit, ein Blog regelmäßig mit spannenden Inhalten zu füllen, nur dann, wenn Sie auch genügend Leser haben. Mit einer Blog-Parade können Sie auf einen Schlag viele neue Leser auf Ihr Blog aufmerksam machen. Hier ein Auszug aus dem gedruckten Beitrag …

Bei einer Blog-Parade (früher auch “Blog-Karneval” genannt) schreiben verschiedene Blogautoren Beiträge zu einem bestimmten Thema. Sie sammeln alle Beiträge auf Ihrem Blog und versehen diese mit Links zu den beteiligten Autoren-Websites. Häufig machen die teilnehmenden Autoren auch ihre Leser mit Hinweisen und Links auf die Parade aufmerksam. Dadurch entsteht eine starke Vernetzung, die sowohl für Leser als auch für Suchmaschinen interessant ist. Der Aufwand für die Organisation einer solchen Blog-Parade ist zwar hoch, lohnt sich aber.
Vielleicht trauen Sie sich noch nicht gleich an eine eigene Blog-Parade heran. Über die Plattform www.blog-parade.de können Sie zunächst an einer Blog-Parade teilnehmen und sich einen Eindruck verschaffen, wie so etwas funktioniert. Dort können Sie aber auch Ihr eigenes Thema vorstellen und Blogger auf ihre Aktion aufmerksam machen.
1. Schritt: Bestimmen Sie ein Thema
Wählen Sie ein Themengebiet aus, das für Ihre Zielgruppe hohe Relevanz hat und mit dem Sie sich optimal als Experte positionieren können.Geeignet sind immer Themen, die …
Das Thema muss eine gemeinsame Überschrift haben und dennoch so allgemein sein, dass die Autoren über unterschiedliche Aspekte schreiben können, beispielsweise:
2. Schritt: Suchen Sie passende Blog-Autoren
Vielleicht kennen Sie bereits einige Blog-Autoren, die Sie zur Beteiligung auffordern möchten. Wenn nicht, beginnt jetzt die etwas mühsame Recherche nach möglichen Teilnehmern. Einige Blog-Suchmaschinen können Ihnen die Recherche erleichtern:
Suchen Sie nach unterschiedlichen Begriffen und sehen Sie sich die passend erscheinenden Blogs einzeln an. Wenn Sie eine Vorauswahl der in Frage kommenden Autoren treffen, achten Sie darauf, dass diese:
3. Schritt: Gewinnen Sie Mit-Autoren
Schreiben Sie die gewünschten Autoren persönlich an, um sie zu Ihrer Blog-Parade einzuladen. Wenn diese darauf nicht reagieren, müssen Sie eventuell sogar persönlich anrufen, Ihre Blog-Parade vorstellen und den Autor vom Nutzen an der Teilnahme überzeugen. Schließlich gibt viele Vorteile mitzumachen:
Als zusätzlichen Anreiz können Sie unter den Autoren kleine Gewinne (z. B. Fachbücher) verlosen oder als Preis für die besten Artikel ausloben.
4. Schritt: Bewerben Sie Ihre Blog-Parade
Nutzen Sie dafür alle Kontakte, die Sie haben. Informieren Sie die Kunden und Interessenten aus Ihrer Kundendatenbank ebenso wie Kontakte auf Social Media Plattformen wie XING, Twitter, Facebook etc. Um die Aufmerksamkeit zu halten, können Sie bereits während der Kampagne einzelne Beiträge zitieren.
5. Schritt: Verlinken Sie sich gegenseitig
Die beteiligten Blogger veröffentlichen die Artikel zur Blog-Parade auf ihrer eigenen Seite und verweisen mit einem Link auf Ihr Blog mit den gesammelten Beiträgen. Als Organisator der Blog-Parade geben Sie eine komplette Liste der beteiligten Blogger mit Links zu deren Blogs an.
6. Schritt: Verwerten Sie die Ergebnisse
Am Ende der Parade können Sie das E-Book mit den gesamten Beiträgen zum Download auf Ihrer Homepage anbieten. Dieses eignet sich auch nach dem Ende der Aktion, um weitere Interessenten auf Ihre Internetseite zu locken. In den meisten Fällen steht das E-Book nur auf der Seite des Organisators zur Verfügung, das ist sicherlich – wie viele andere Aspekte einer Blog-Parade – reine Geschmackssache. Bitte achten Sie darauf, dass die Blog-Parade bei aller Seriosität und inhaltlichen Tiefe nicht das “Spielerische” vergisst. Schließlich lebt der Austausch im Web 2.0 von offener Kommunikation und der Freude am gemeinsamen Tun. In diesem Sinne ist es fast ein wenig schade, dass der Blog-”Karneval” seinen Namen einbüßen musste – kommt doch gerade hier die Leichtigkeit zur Geltung …
Einen Kommentar zum Beitrag schreiben!Bin diese Woche mal wieder in Berlin, – ein bisschen “alte Heimat” (habe 2003-2005 in Werder/Havel gelebt), immer wieder gut. Ich mag Berlin. Schon seit meiner Jugend, als ich immer mal meinen Onkel besucht habe, der in der Nähe vom Ku’damm lebt.
Kreativer Einstieg am Mittwoch Nachmittag bei DOJO (Werbeagentur Berlin), kreativer Haufen in Kreuzberg und Macher von Mustafas, der stylischen Website einer Berliner-Dönerbude. Am Abend zum Vortrag im Novotel als Referent auf der Umsatz-Chancen 2010. Gute Gespräche beim Netzwerken mit mehr als 50 Unternehmerinnen und Unternehmern aus Berlin & Umland.
Donnerstag Kundentermine, Besuch bei meinem Onkel, Wiedersehen mit einer guten Bekannten aus der Potsdamer Zeit. Passenderweise am “Potsdamer Platz” …
Heute sitze ich wie schon vor einem halben Jahr bei “Freddy Leck sein Waschsalon” in Moabit und freue mich auf zwei Blogger-Treffen mit dem Kundenkunde-Blogger Peter Soltau sowie dem Oberprima-Lehrer Olaf Hinrichsen. Guter Kaffee, freies WLAN, klassische Musik in einem Old-School Waschsalon. Ich mag die Hauptstadt.
Einen Kommentar zum Beitrag schreiben!Die Woche ist eine E-Mail von Janine bei mir eingetrudelt, Bachelorstudentin an der Universität Bayreuth, die sich mit Informations-, Kommunikations- und Werbeinstrumenten im Online Marketing beschäftigt. Sie fragt:
Welche innovativen Informations-, Kommunikations- und Werbeinstrumenten im Online Marketing sind Ihnen bekannt? Dabei interessiere ich mich vorrangig für wirklich neue Instrumente, die momentan noch wenig Verwendung finden, aber ein großes Potenzial haben – einem echten *Geheimtipp* sozusagen.
Meine Antwort:
“Geheimtipps” ist ein dehnbarer Begriff. Für mich scheinen auch die Möglichkeiten von XING, Twitter, Facebook und Youtube noch längst nicht in den Unternehmen angekommen zu sein. Und wie viele Betriebe nutzen denn Weblogs, Podcasts und Wikis in der Kommunikation? Wenn wir über Social Media sprechen, dann haben viele noch gar nicht verstanden, was für ein Wandel in der Kommunikation sich gerade vollzieht. Insofern müssten Unternehmen erstmal ihre Hausaufgaben machen, bevor sie sich auf ganz neue Tools schmeißen. Es kommen ja beihnahe täglich neue Anwendungen ins Spiel, ich denke da an Formspring oder Tellja. Schau mal in die riesige Sammlung bei http://www.web2null.de …
Wichtig ist, nicht wie ein Hase den immer neuen Online-Tools hinterherzulaufen, sondern wie ein Igel die geeigneten Werkzeuge auch nachhaltig und erfolgreich einzusetzen. Mehr Infos dazu unter www.Igel-Faktor.de …
Wenn die Bäume kahl sind, wenn am Himmel die tiefroten Farben des Sonnenuntergangs schwimmen und das vergilbte Gras übergolden, dann gewahrst du mit Entzücken, wie alles verlischt, was jüngst noch in dir brannte.
Was bringt der Kilian denn jetzt schon wieder? Wer es mit Gustave Flaubert (November) nicht so hat, dem mag ein alternativer Einstieg vielleicht besser gefallen. Also, alles noch mal auf Anfang…
Die Tage werden kürzer, die Nächte dunkler – der November hat längst den Sommer überholt. Ich weiß nicht, wie es Euch geht, aber bei mir droht schon wieder die Winterdepression. Damit uns Blogger dieses Schicksal erspart bleibt, wurde einst der Blog-Karneval erfunden. Durch dieses närrische Treiben soll zumindest virtuell die Stimmung hochgehalten werden. Elke Fleing hat es vor einigen Jahren vorgemacht, wurde zahlreich kopiert (natürlich auch von mir) und ist mittlerweile als Schirmherrin für die närrische Sache engagiert:
“Interaction rulez! Und bei ner Parade vernetzeln sich die Blogger immer prima. Und sie tragen Wissen und Tipps zusammen zu einem Thema, vor dem wir alle, die wir uns im Netz tummeln, ja immer wieder stehen: Attraktive, aussagekräftige, gut unterhaltende und nützliche Websites zu schaffen. Ob zwecks Selbstmarketings oder für Kunden. Insofern freu ich mich selbst schon sehr auf alle die Inspirationen, die bei dieser Blogparade für uns alle rausspringen werden. Also, an die Tastaturen, Blogger!”
Das bunte Treiben lässt sich also – trotz Umbennung in “Blog-Parade” – nicht kleinkriegen. Deshalb freue ich mich sehr, Euch heute drei aktuelle Blog-Paraden vorzustellen, an denen ich selbst auch gerne teilnehmen möchte:
Knut O.E. Pankrath hat im Gemeinschaftsraum von bblogs eine Blog-Parade “mit Pagegloss” gestartet. Er ruft dazu auf, in eigenen Beiträgen bis zu drei Angebote zu benennen, die eine Webseite einladender für die Leser machen:
Die Beiträge können im Zeitraum 1. November bis 2. Dezember 2009 veröffentlicht und mit der Aktion verlinkt werden.
Die erste Blogparade im PR-Doktor finde ich persönlich sehr spannend. Kerstin Hoffmann hat mit der Themenreihe über den Kundennutzen einen wunden Punkt vieler Marketing-Aktivitäten getroffen:
“Gute Werbung und PR sprechen hauptsächlich über den Kunden und dessen Bedürfnisse und Ziele. Auch gelungene, wirkungsvolle Unternehmensbeschreibungen orientieren sich immer am Kunden. Niemand verkauft Produkte, Informationen oder Dienstleistungen wegen ihrer Eigenschaften. Menschen (auch Businesskunden!) kaufen Nutzen wie Ansehen, Sicherheit, Reichtum…”
Und weil das so wahr ist, empfehle ich jedem die Teilnahme an der Kundennutzen-Blogparade bis zum 20. November 2009.
Auch bei meinem Blogger-Kollegen Peer Wandiger läuft derzeit eine sehr Interessante Blog-Parade, die sich mit den vielen neuen Social Media Anwendungen beschäftigen und konkret die Frage stellen:
“Graben die neuen Social Media Anwendungen, wie Twitter, Facebook, Google Wave und Co., den Blogs das Wasser ab? Sind Blogs Auslaufmodelle? Oder kann man diese neue Kommunkationsformen auch zum Vorteil des eigenen Blogs nutzen und wenn ja, wie? Wie sollten sich Selbständige, die einen Blog betreiben, gegenüber diesen neuen Meinungskanälen verhalten und wie nutzt man diese optimal für sein Unternehmen?”
Wer auf diese Fragen eine Antwort hat, kann bis zum 21. November noch per Artikel Stellung beziehen und dadurch an der Blogparade von Selbständig im Netz teilnehmen.
Weitere Blog-Paraden (auch über die fünfte Jahreszeit hinaus) findet Ihr darüber hinaus jederzeit aktuell unter www.Blog-Parade.de.
Einen Kommentar zum Beitrag schreiben!Am 22. Oktober 2009 trafen sich Neukunden-Magnet Thomas Kilian und Lösungsbäcker Knut O.E. Pankrath in Freddy Leck sein Waschsalon im aufstrebenden Berlin-Moabit auf einen Kaffee. Nachdem sich die Akteure aus dem Internet schon seit Jahren kennen, kam es nun endlich auch zur persönlichen Begegnung. Neben zahlreichen Dingen, die hier trotz denkbarer Neugierde mancher Leser nicht ausgebreitet gehören, haben wir auch über öffentlichkeitstaugliche Dinge gesprochen und spontan entschieden, uns gegenseitig die selben drei Fragen zu beantworten.

1. Was ist das terminlich nächste Projekt, über das Du schon mal etwas andeuten magst?
Ich bereite gerade eine Businessblogparade vor, die am 1. November starten soll. Neu neben dem für hoffentlich viele Leser interessanten Thema rund um die funktionale Attraktivität von Websites wird sein, dass ich eine blogprominente Schirmherrin präsentieren darf.
2. Welches ist derzeit Dein – als inhaltlich breit aufgestellter Dienstleister – liebstes Angebot und warum?
Ich mache es der Software- und Internetbranche nach und stelle mit Business Creation Consulting ein Beratungsangebot vor, das nach meiner aktuellen Einschätzung von den nächsten Kunden noch maßgeblich mitgeprägt wird und deshalb als “beta” gekennzeichnet ist.
Worum geht es inhaltich? Ich finde es anstrebenswert, in Phasen von Gründung oder Umbau eines Unternehmens ERST die konzeptionell-kreativen Fragen gut zu beantworten und erst DANN Energie in die Prüfung von Realitätsnähe, Zahlenwerk und die Auswahl einzelner Werkzeuge zu stecken. Die geistige Trennung zwischen Komposition und Aufführung eröffnet meiner Meinung nach Chancen, zu einem von Anfang an professionellen Marktauftreten zu kommen.
3. Welches Buch könnten wir zusammen schreiben?
“Wie Sie webfernen Kunden webnahe Produkte verkaufen. Subtitel: Die Vergrößerung des Kuchens”
An dieser Frage knabbern vermutlich so viele Kollegen, dass man ihnen gut und gerne etwas dazu an die Hand geben könnte. Ich bin da auch noch neugierig…
P.S. Wer übrigens einen vernünftigen deutschen Namen für “Business Creation Consulting” findet und mich von diesem englischen Wortwurm befreit, wird gern weböffentlich lobend erwähnt!
Einen Kommentar zum Beitrag schreiben!Wurden Weblogs anfänglich als Online-Tagebücher pubertierender Schulmädchen belächelt oder durch Äußerungen wie “Weblogs sind die Klowände des Internets” negativ dargestellt, haben sie sich mehr und mehr als fester Bestandteil des Internets etabliert. Zahlreiche Business-Weblogs zeigen, dass diese Form der Online-Kommunikation mittlerweile auch in den Unternehmen angekommen ist und sich hervorragend zur Neukunden-Gewinnung eignet.
Möchte das gerne mal am eigenen Beispiel zeigen:
Das Neukunden-Magnet Weblog gibt es offiziell seit 15. Januar 2007, d.h. etwa 2 1/2 Jahre. In dieser Zeit habe ich knapp 600 Artikel geschrieben, 1200 Kommentare erhalten und konnte – sofern ich der Statistik glauben darf summa summarum rund 150.000 Besucher zählen, im Monat sind es ca. 5000-6000, d.h. am Tag etwa 300 Besucher, am Wochenende deutlich weniger. Momentan haben etwa 350 Leser das Weblog per RSS abonniert, die werden in der Statistik nicht mal mitgezählt.
Doch genug der Zahlenspiele; neben den harten Fakten zählt für mich vor allem der Faktor Mensch. Nur durch unser Weblog ist es gelungen, Kontakte innerhalb und außerhalb der Branche aufzubauen, davon bin ich überzeugt. Wen auch immer ich in XING oder anderen Plattformen “treffe” – die meisten berichten mir, sie “hätten bereits in unserem Weblog geschmökert”. Kooperationen über eine Business-Website scheinen schier unmöglich, mithilfe eines thematisch passenden Weblogs ist es relativ einfach. Aus gutem Grund: Meine Leser haben durch die zahlreichen Artikel einen echten Mehrwert – und das kostenlos!
Dritter Punkt: Neue Kunden. Ja, in der Tat, für uns hat sich die Bloggerei als Agentur mehr als gelohnt. Auch wenn ich nicht bei jedem neuen Kunden genau eruieren kann, wodurch der Auftrag zustande gekommen ist, haben doch viele ihr Interesse am Neukunden-Magnet Weblog bekundet. Und einige haben sich zunächst als Leser geoutet, um dann einige Zeit später auch “mit Auftrag zu drohen”. Das freut mich natürlich immer sehr. Soll noch einer sagen, dass der Neukunden-Magnet kein Neukunden-Magnet wäre…
Ich kann das Bloggen also nur empfehlen, – doch einige kleine Haken gibt es dabei, wie Ihr im Countdown 40, 41 und 42 noch sehen werdet … wer allzu ungeduldig ist, kann sich ja einfach direkt das Buch bestellen …
Einen Kommentar zum Beitrag schreiben!Für die STRUPAT.Kundenbegeisterung aus Versmold haben wir als Agentur Ende Juli ein neues Weblog erstellt. Aber keine Sorge, der RSS-Feed des Begeisterungsblogs landet nicht nur deshalb in meinem Feedreader und durch diesen Artikel in Euren Gehörgängen, weil Ralf Strupat unser Kunde ist. Ich finde das Thema Kundenbegeisterung grundsätzlich spannend, hat es doch eine Menge mit der Neukunden-Akquise zu tun. In jedem Fall bin ich doppelt froh, dass wir für den gefragten Sprecher das Blog einrichten und ihm bei seinen weiteren Online-Aktivitäten zur Seite stehen können.
Was ich bei Ralf Strupat und seinem Team immer wieder feststellen konnte: Kundenbegeisterung will nicht nur kommuniziert sein – sie muss gelebt werden. In seinen Vorträgen und Seminaren zeigt Strupat Unternehmen, wie sie als “bunte Eier” aus der Masse des Wettbewerbs hervorstechen. Vor einem guten Jahr hatte ich im Neukunden-Magnet Weblog das gleichnamige Buch vorgestellt (damals kannte ich Ralf Strupat noch gar nicht) und seitdem herausgefunden, dass die Prinzipien im Strupat’schen Unternehmen selbst gelebt werden.
Bei einem Besuch im Begeisterungsland, einem restaurierten Bauernhof in Versmold (der mich als Resthof Fan natürlich begeistert!) konnte ich sehen, wie Kundenbegeisterung sich architektonisch ausdrückt. Das liebevoll und zugleich durchgehend orange eingerichtete Bauernhaus ist wirklich ein Hingucker!
Doch auch im Bereich des Kundenservice, im Umgang mit Anrufern am Telefon, bei der Kommunikation in der unangenehmen Situation einer Reklamation … überall zeigt sich, wie wichtig Kundenbegeisterung ist und wozu es führt, wenn Unternehmen diese auch leben. Ein Beispiel: Die Firma, wo wir unsere Stempel beziehen, hat früher ihren Rechnungen immer kleine Gummibärchen-Tüten beigelegt. Jetzt tut sie es – aus welchem Grunde auch immer – leider nicht mehr. Dann gab es neulich noch ein Problem mit dem Versand eines Stempels und schon ist der Lieferant in unserer Gunst ziemlich Richtung Nordpol gesunken. So einfach geht das …
Gelebte Kundenbegeisterung ist allerdings auch kein Hexenwerk. So schnell wie es durch unangenehme Situationen nach unten gehen kann, so schnell kann es durch sinnvolle Maßnahmen zur Steigerung der Kundenzufriedenheit auch nach oben – und damit langfristig auch zu neuen Kunden führen. Die Beispiele innerhalb meiner Neukunden-Challenge haben zumindest gezeigt, wie sich mit kleinen Ideen schon eine Menge erreichen lässt.
Ich bin jedenfalls gespannt, was Ralf Strupat und sein Team im Begeisterungsblog noch für Geschichten rund um die Kundenbegeisterung erzählen werden und werde hier sicher immer mal von “drüben” berichten, wenn es spannende Themen mit Bezug zur Neukunden-Akquise geben sollte.
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