Nein, Michael Gandke, da bin ich anderer Meinung! Eine Anzeige in lokalen Zeitungen für 400,- Euro hätte mit Sicherheit nicht den selben Effekt gehabt, wie diese tolle Werbeaktion des Aktienclubs in Augsburg. Der hat an seine Einladungsflyer für eine Veranstaltung rote “Erfolgsmenschen” gehängt und diese in Postkästen geworfen.

Ich finde diese Kampagne wirklich klasse gemacht, – sehr einfach, kostengünstig und dennoch effektiv. So hat sich der Einsatz – laut Michael Gandke – gelohnt und zahlreiche Gäste zur beworbenen Veranstaltung geführt. Wieso der Guerilla-Marketing-Blogger am Schluss seines Beitrags die Aktion wieder relativiert, will mir nicht recht einleuchten.
Zugegeben: Die Postkästen einzeln zu befüllen ist eine Menge Arbeit, doch gerade in urbanen Gegenden mit einer Handvoll Studenten relativ leicht und kostengünstig zu erledigen. Einen weiteren Nebeneffekt kann eine Anzeige in der Tageszeitung aber in keinem Fall ausgleichen (zumal ich befürchte, dass es für 400 € gerade mal eine Anzeige in Briefmarkengröße gibt…): Symphatie.
Wer sich mit einer solchen Aktion Mühe gibt, wird in den meisten Fällen als vertrauensvoll und kompetent wahrgenommen. Positives Images ist häufig viel mehr wert, als die erste Reaktion. Ich habe selbst häufig erlebt, dass mich Unternehmer auf frühere Werbeaktionen angesprochen haben (“Sie hatten doch damals… – das fand ich super…”) und erst beim zweiten oder dritten Mal in Aktion getreten sind. Insofern sind die roten Erfolgsmännchen ein toller Hingucker und “Im-Gedächtnis-Bleiber”.
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