Barrierefreies Internet als Qualitätsmerkmal


Geschrieben am Donnerstag, 04. Oktober 2007 von Natalie Zwiefka (1 Antwort)

Letzter Teil der Blogserie “Der ‘Nutzen’ im Internet – Über Nutzertypen, Nutzungsgewohnheiten und Nutzungsfreundlichkeit Ihres Online-Angebots” 

In diesem letzten Beitrag der sechsteiligen Blogserie möchte ich darauf eingehen, wie nutzerfreundlich Online-Angebote eigentlich für Menschen mit Behinderung sind und worauf Sie bei der Konzeption Ihres Angebotes achten sollten. Besonders interessant sind diese Aspekte z.B. für öffentliche Einrichtungen, zumal auch gesetzlich festgelegt ist, dass niemand aufgrund einer Behinderung benachteiligt sein darf.

Auch für Sie als Unternehmer kann eine behindertengerechte Website ein zusätzliches Qualitätsmerkmal darstellen. Ihre Nähe zu (allen) Kunden und Ihre Internetkompetenz können Sie so eindrucksvoll unter Beweis stellen. Barrierefreie Online-Angebote sind dabei nicht nur nutzerfreundlich für Menschen mit Behinderung, sondern können von Suchmaschinen besser gefunden werden und gewährleisten eine Zugänglichkeit für alternative Ausgabegeräte (z.B. Screenreader für Blinde). Dem Besuch Ihrer hochwertigen Website steht dann nichts mehr im Wege und Sie wird im Idealfall sogar als “gutes Beispiel” weiterempfohlen.

Ein sehr hilfreicher Kriterienkatalog für Barrierefreies Internet dient einerseits als Grundlage für den BIENE-Award 2008, kann Ihnen aber gleichzeitig als Leitfaden für die Planung und Umsetzung Ihres Online-Angebots dienlich sein. B I E N E steht für: Barrierefreies Internet Eröffnet Neue Einsichten und wurde ins Leben gerufen, um auf die Problematik aufmerksam zu machen und die Öffentlichkeit für dieses Thema zu sensibilisieren.

In verschiedenen Kategorien finden Sie Tipps, an denen Sie sich orientieren können oder sich Anregungen für die Gestaltung Ihres Internetauftritts holen können. Hier nur einige Beispiele:

  • die Lesbarkeit der Inhalte sollte gewährleistet sein durch klaren Satzbau, klare Textgliederung und „Nur-Text-Format“, damit Texte auch von Lesegeräten erfasst werden können
  • Bildern und Animationen, aber auch Klängen und Geräuschen sollten zusätzlich erklärende Textelemente zugeordnet werden, damit sich auch blinde und gehörlose Menschen die Inhalte erschließen können
  • in jedem Fall sollte auch die Skalierbarkeit der Schrift über den Browser gewährleistet sein
  • die Navigationsmechanismen sollten offensichtlich sein und Navigationselemente zusätzlich mit verständlichen Bezeichnungen versehen werden
  • Komplexe Angebote oder Dienstleistungen sollten mit Hilfefunktionen oder Hintergrundinformationen versehen werden
  • Inhalte und Layout sollten getrennt voneinander sein und Frames möglichst sparsam verwendet werden
  • die Website sollte mit den gängigen Browsern fehlerfrei dargestellt werden
  • Rückmeldungen bzw. Fehlermeldungen sollten sofort und leicht verständlich erfolgen
  • bei Online-Shops sollten die Preise transparent sein und mehrere Bezahlfunktionen angegeben werden
  • Downloads sollten so einfach wie möglich sein
  • Videos zur Vermittlung von Informationen sollten mit zugänglichen Beschreibungen versehen werden

Viele dieser Kriterien erinnern zu Recht an meinen Blogeintrag zum Thema “Usability”. Zusammenfassend kann ich nur noch mal betonen, wie wichtig die Auseinandersetzung mit der erklärten Zielgruppe ist. Dabei gibt es grundlegende Punkte, die für alle Zielgruppen Gültigkeit besitzen, aber eben auch zielgruppenspezifische Aspekte. Ich hoffe ich konnte Ihnen mit dieser kleinen Serie neue Perspektiven öffnen und Tipps für gutes Webdesign an die Hand geben, die sich nicht nur auf ein schickes Layout beziehen.  

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Stümper, Pickel und andere Firmennamen


Geschrieben am Dienstag, 02. Oktober 2007 von Natalie Zwiefka (3 Antworten)

Bei meinen täglichen Runden im Internet ist mir die Website eines Optikers im wahrsten Sinne des Wortes ins Auge gestochen. Geworben wird dort mit dem Motto: Optik Schlecht – Gutes für die Augen. An sich ist das wohl nichts besonderes; spannend wird es erst durch die Tatsache, dass der Firmenname „Schlecht“ kein fiktiver, sondern der Nachname des Geschäftsführers ist. Ich bin mir immer noch nicht ganz sicher, ob ich diese Wort- bzw. Namens-Spielerei nun besonders gelungen finden soll, oder eher nicht.

Angeregt durch dieses Erlebnis, habe ich mir Gedanken über die Authentizität von Unternehmensnamen gemacht und ein wenig recherchiert. Dabei bin ich auf die kuriosesten Kombinationen gestoßen:

Während meiner Recherchen stellte ich mir immer wieder die Frage: Wie wirken sich derartige Firmennamen auf die Neukundengewinnung aus? Aufgrund der teilweise interessanten Kombinationen aus Name und Branche mag der ein oder andere Firmenname sicherlich auffallen und im Gedächtnis haften bleiben. Unklar ist nur, ob er potentielle Kunden tatsächlich anzieht und zum Kauf bewegen kann.

Ist der Firmenname einfach nur witzig, oder entwickelt das Unterbewusstsein eine gewisse Skepsis? Wie gut würden Sie sich bei einem Anwalt Namens STÜMPER aufgehoben fühlen, selbst wenn Sie nur einen Anwalt Kaufvertrag benötigen? Weckt der Name KRATZER bei Ihnen tatsächlich das Bedürfnis, dort Ihren nächsten Gebrauchtwagen zu erstehen? Ich möchte an dieser Stelle ausdrücklich betonen, dass mir die Kanzlei und auch der Gebrauchtwagenhändler nicht bekannt sind und ich mir daher auch kein Urteil über deren Kompetenzen erlauben kann und will!

Mir geht es hier lediglich um die Fragen:

  • Wie wichtig ist der Name eines Unternehmens?
  • Wie glaubwürdig und Vertrauenerweckend wirken bestimmte Firmennamen?
  • Sind derartige Kombinationen besonders gelungen, oder sollte man manchmal auf den eigenen Nachnamen verzichten und vorzugsweise einen fiktiven Firmennamen wählen?

Vielleicht haben Sie sich das auch schon immer mal gefragt oder Sie haben die passenden Antworten, – dann freue ich mich an dieser Stelle über entsprechende Kommentare!

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Frauen surfen anders – Männer auch


Geschrieben am Sonntag, 30. September 2007 von Natalie Zwiefka Kommentare deaktiviert

Fünfter Teil der Blogserie “Der ‘Nutzen’ im Internet – Über Nutzertypen, Nutzungsgewohnheiten und Nutzungsfreundlichkeit Ihres Online-Angebots”

Was im ersten Moment wie die Bedienung von Stereotypen klingt, entpuppt sich bei genauer Betrachtung als Tatsache: Frauen nutzen das Internet anders und zu anderen Zwecken als Männer. Zwar bezieht sich das nicht auf das gesamte Surfverhalten aller Frauen und Männer, dennoch gibt es Punkte, die sich bei der Konzeption und Gestaltung zielgruppengerechter Websites als nützlich erweisen. Zählt also das schöne Geschlecht zu Ihrer erklärten Zielgruppe, sollten Sie hier unbedingt weiter lesen!

Und weil harte Fakten gewichtiger sind als Behauptungen oder gar Vorurteile, beginne ich gleich mit einer interessanten Untersuchung. Die Studie „W3B-Profile: Frauen im Internet“ von Fittkau & Maaß analysiert Nutzerpotentiale und Nutzungsverhalten von weiblichen Internet-Nutzern. (Die Studie kann übrigens bei Interesse per Mail oder Fax direkt bei Fittkau & Maaß erworben werden.)

Man hat hier beispielsweise herausgefunden, dass Frauen besonders großen Wert auf „Usability” legen. Ihnen ist demnach eine gut strukturierte, übersichtliche und leicht handhabbare Seite wichtiger, als ein aufwändiges Design. Auch Hilfefunktionen werden von dieser Zielgruppe gerne in Anspruch genommen. Ebenso werden die Inhalte Ihrer Online-Angebote von Frauen und Männern unterschiedliche wahrgenommen. Während Frauen zuerst auf die Texte und Navigationsleiste achten, schauen Männer bevorzugt auf das vorhandene Bildmaterial. Frauen legen außerdem besonderen Wert auf eindeutige Rubrikenbezeichnungen und aussagekräftige Überschriften.

Zu diesen Ergebnissen kam auch die eResult-Studie, die die Bedeutung von Gestaltungselementen auf Websites, im Vergleich zwischen Männern und Frauen, untersucht hat. Wenn Sie beispielsweise Anbieter eines Online-Shops sind, sollten Sie sich auch auf die unterschiedlichen Einkaufsinteressen und -gewohnheiten im Netz einstellen. Schaut man sich die Produktgruppen „Schmuck & Accessoires“, „Dessous“, „Mode & Bekleidung“ und „Kosmetik & Pflegeprodukte an, so konsumieren zwei Mal mehr Frauen als Männer diese Artikel.

Versäumen Sie also nicht, auch in Bezug auf die Geschlechter genauer hinzuschauen und unterschiedliche Präferenzen und Gewohnheiten in die Umsetzung von Online-Angeboten mit einzubeziehen. Denn auch wenn sich immer noch mehr Männer als Frauen im Internet tummeln, holt das weibliche Geschlecht zunehmend auf und sollte als potentielle Zielgruppe nicht unterschätzt werden. Aber auch hier gilt, wie in den vorangegangenen Blogbeiträgen: Das tollste Design nützt nichts, wenn Inhalt und Nutzerfreundlichkeit sich nicht an der Zielgruppe orientieren. Ein Online-Angebot ist immer nur so gut, wie es von der potentiellen Zielgruppe (wieder)benutzt werden kann.

Anmerkung in eigener Sache: Männern ist Usability sicherlich auch sehr wichtig, aber im direkten Vergleich ist es den Frauen wohl ein bisschen wichtiger. Die Erkenntnisse der Studie sind eben nicht als „schwarz-weiß-Kategorien“ zu verstehen.

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Informativ und interaktiv im WWW


Geschrieben am Donnerstag, 27. September 2007 von Natalie Zwiefka Kommentare deaktiviert

Vierter Teil der Blogserie “Der ‘Nutzen’ im Internet – Über Nutzertypen, Nutzungsgewohnheiten und Nutzungsfreundlichkeit Ihres Online-Angebots”

Jugendseiten im Netz

Heute sind die jugendlichen Internet-Nutzer dran. Wie nicht anders zu erwarten, hat auch diese Altersgruppe andere Erwartungen an Online-Angebote, als Erwachsene oder auch Kinder. Das bezieht sich sowohl auf gestalterische, als auch inhaltliche Aspekte. Wobei natürlich der Übergang vom Kind zum Jugendlichen fließend ist und dementsprechend auch deren Interessen und Wünsche variieren. In meiner Abschlussarbeit an der Uni habe ich mich mit der Internet-Nutzung von Jugendlichen beschäftigt und bin zu dem Schluss gekommen, dass die Nutzungsgewohnheiten auch stark vom Bildungshintergrund abhängen. Wollen Sie also alle Jugendlichen – unabhängig von deren Vorbildung – erreichen, sollten Sie einige wichtige Punkte bei der Konzeption von Jugendseiten im Netz beachten.

Hohe Mitgliederzahlen sprechen dafür, dass junge Menschen sich besonders für die vielfältigen Möglichkeiten interessieren, sich anderen mitzuteilen. Sei es in Communities oder Weblogs zu den buntesten Themen. Auch in themenspezifischen Online-Foren sollten Kommunikationsinteressen unabhängig von Themeninteressen bedient werden. Eine große Bandbreite an Themen und Interessen ermöglicht es, mehr Jugendliche anzusprechen und fördert außerdem den Austausch unter den verschiedenen Bildungsgruppen. Mit der entsprechenden Moderation können so auch zurückhaltende Nutzer für das Angebot gewonnen werden. Regen Gebrauch machen Teenager auch von der Möglichkeit sich selbst zu präsentieren. Dazu nutzen sie gerne Online-Profile mit der Möglichkeit Bilder hochzuladen, verwenden aber auch vorgefertigte Avatare. Je interaktiver Ihr Angebot sich darstellt, je mehr Diskussionen unter den Teilnehmern möglich sind und je näher es bei den Interessen und Bedürfnissen der Jugendlichen liegt, umso größer ist die Wahrscheinlichkeit einer regelmäßigen und intensiven Nutzung Ihres Angebots.

Auch hier weise ich ausdrücklich auf die „Usability-Kriterien“ aus dem 2. Teil dieser Blogserie hin, die natürlich auch für die Gestaltung von Jugend-Seiten im Netz gelten. Eine einfache, klare und strukturierte Darstellung von Funktionen und Inhalten sind auch für Jugendseiten im Netz ein absolutes Muss! Natürlich dürfen Farben und Animationen hier (in angemessenem Umfang!) großzügiger benutzt werden, als beispielsweise bei Angeboten für Senioren. Denn langweilig und farblos (sowohl inhaltlich als auch optisch) dürfen Jugendseiten auf gar keinen Fall sein!

Ein schönes Beispiel ist das Beratungsangebot für Jugendliche „Kids Hotline“. Es ist optisch ansprechend, übersichtlich aufgebaut und bedient vielfältige Themenbereiche und Bedürfnisse.

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Internetspaß für die nächste Generation


Geschrieben am Montag, 24. September 2007 von Natalie Zwiefka (1 Antwort)

Dritter Teil der Blogserie “Der ‘Nutzen’ im Internet – Über Nutzertypen, Nutzungsgewohnheiten und Nutzungsfreundlichkeit Ihres Online-Angebots”

Webdesign für Kinder

Im den ersten beiden Beiträgen der Blogserie habe ich schon darauf hingewiesen, wie wichtig es ist, die Zielgruppe eines Online-Angebotes genau im Auge zu haben. Was nützt es, eine hübsch gestaltete und optimal programmierte Website zu haben, die jedoch keinen Zulauf hat. Interessen, Surfgewohnheiten und auch Internet-Erfahrungen der Zielgruppe sollten also unbedingt berücksichtigt werden.

In diesem Beitrag widme ich mich dem Internet-Nachwuchs. Kinder zählen zwar noch nicht zu der größten Gruppe der Internet-Nutzer, aber auch ihre Zahl steigt zunehmend. Kinder haben ein ganz anderes Surf-Verhalten als Erwachsene und stellen dementsprechend auch ganz andere Ansprüche an Online-Angebote. Deshalb sollten auch für diese Altersgruppe bestimmte Kriterien berücksichtig bzw. erfüllt werden, um sie nicht zu überfordern und langsam an das Internet heranzuführen.

Größtenteils nutzen Kinder das Internet, um allgemeine oder schulische Informationen zu suchen. Viele besuchen aber auch gerne spezielle Kinder-Seiten in den Weiten des WWW, spielen oder schreiben sich E-Mails. Besonderen Wert legen sie auf Seiten mit Unterhaltungswert, speziellen und vor allem aktuellen Kinder-Themen. Ebenso wichtig ist die Verwendung kindgerechter Sprache und angemessener Textmengen. Damit sich die Kleinen nicht im unendlichen Cyberspace verlieren, sollte die Menüstruktur leicht erkennbar, übersichtlich und nachvollziehbar sein. Eine intuitive Navigation mit Symbolen, die Kindern vertraut und lebensnah sind, erleichtert ihnen die Orientierung auf den Seiten.

Sprache und Klänge sollten Informationen transportieren und Bildinhalte unterstützen. Inhaltlich fühlen sich Kinder besonders angesprochen, wenn ihren Interessen und Wünschen entsprochen wird und sie ihrem Drang nach spielerischer Entdeckung nachgehen können. Diese Punkte sollten also unbedingt in die gestalterischen Überlegungen mit einfließen. Schließlich ist es (nicht nur) für Kinder wichtig, dass sie die Seiten durchsuchen können und einfach die Hilfefunktion verwenden können.

Was Kinder auf keinen Fall wollen, sind langweilige und unübersichtliche Online-Angebote, die nicht funktionieren oder mit Werbung überladen sind. Sie sehen also, dass auch die nächste Generation der Internet-Nutzer hohe Ansprüche an Design und Funktion von Online-Angeboten hat. Das sollten Sie auf keinen Fall verschlafen, wenn Sie Angebote für Kinder entwickeln und auf regen Zulauf hoffen.

Mir gefällt die Seite „Geolino“ besonders gut. Hier gibt es ein umfangreiches Themenspektrum, man findet sich leicht zurecht und auch die Farbwahl und Gestaltung sind gelungen.

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Die Optimierung Ihres Web-Auftritts


Geschrieben am Freitag, 21. September 2007 von Natalie Zwiefka (2 Antworten)

Zweiter Teil der Blogserie “Der ‘Nutzen’ im Internet – Über Nutzertypen, Nutzungsgewohnheiten und Nutzungsfreundlichkeit Ihres Online-Angebots” 

„Usability“ übersetzt man allgemein mit Benutzerfreundlichkeit. Für den Erfolg Ihres Online-Angebotes ist entscheidend, wie einfach, effizient und befriedigend sich dessen Handhabung gestaltet. Zuallererst ist jedoch wichtig, dass dem potentiellen Besucher bzw. Kunden interessante und relevante Inhalte geboten werden. Denn wer sich nicht für ein Angebot interessiert, der wird es weder suchen, noch dort ausharren. Zentraler Aspekt von „Usability“ ist also die Kundenorientierung und die Berücksichtigung von Bedürfnissen, Interessen, Wünschen und Problemen. Die Beschäftigung mit diesen Punkten lohnt sich allemal, erhöht sich doch dadurch die Zahl potentieller Kunden und die „Mund-zu-Mund-Propaganda“ wird positiv beeinflusst.

In der folgenden Auflistung gehe ich auf  6 bedeutsame „Usability-Kriterien“ ein:

  1. Einfache Erlernbarkeit: Wie einfach gestaltet sich die Ausführung grundlegender Funktionen bei der Konfrontation mit dem Seiten-Design?
  2. Effizienz: Haben Nutzer das Design einmal kennen gelernt, wie schnell können sie Funktionen ausführen?
  3. Leichte Widerbenutzbarkeit: Wenn Nutzer nach einer längeren Phase der Nicht-Nutzung das Angebot erneut aufsuchen, wie schwer fällt es ihnen, die gelernten Fähigkeiten wieder anzuwenden?
  4. Fehlertoleranz: Wie viele Fehler machen Nutzer, wie schwerwiegend sind sie und inwieweit können sie aus diesen Fehlern lernen?
  5. Zufriedenheit: Wie angenehm und zufrieden stellend ist die Benutzung des Seiten-Designs?
  6. Funktionalität: Welche Funktion erfüllt das Angebot und werden die Bedürfnisse der Nutzer berücksichtigt?

Für Ihr Angebot sollte insbesondere auch der Punkt „Funktionalität“ Beachtung finden. Denn ein Angebot kann noch so perfekt programmiert und einfach in der Benutzung sein, stößt der Inhalt nicht auf das Interesse der Zielgruppe, klickt er einfach weiter zum nächsten Anbieter.

Um sich optimal an den Bedürfnissen Ihrer Kunden zu orientieren, ist es sinnvoll und notwendig, sich genauestens über deren Interessen, Surfgewohnheiten und Internet-Erfahrungen zu informieren, um nicht an der Zielgruppe vorbei zu planen.

Kurz gesagt, zeigt sich die Optimierung Ihrer Angebote in vielerlei Hinsicht als nützlich:

  • das Angebot wird effektiver und effizienter genutzt
  • mögliche Frustrationen und Verunsicherungen seitens der Nutzer sinken
  • die subjektive Zufriedenheit mit dem Angebot steigt und
  • Ihr Angebot wird wieder (und wieder) genutzt

Ich möchte diesen Eintrag mit einem Zitat des “Usability-Guru” Jacob Nielsen beenden:

If a website is difficult to use, people leave.
If the homepage fails to clearly state what a company offers and what users can do on the site, people leave.
If users get lost on a Website, they leave.
If a website’s information is hard to read oder doesn’t anwer peoples questions, they leave.

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Buntes Treiben auf der Online-Spielwiese


Geschrieben am Dienstag, 18. September 2007 von Natalie Zwiefka (7 Antworten)

Blogserie: Der „Nutzen“ im Internet – Über Nutzertypen, Nutzungsgewohnheiten und Nutzungsfreundlichkeit Ihres Online-Angebots

Nachdem ich nun schon zwei Beiträge in diesem Blog verfasst habe, möchte ich mich nun ganz kurz vorstellen. Ich heiße Natalie Zwiefka und habe nach meinem medienpädagogischen Studium die Chance ergriffen, meine praktischen Erfahrungen in der Agentur Thoxan zu erweitern. Während meines Studiums habe ich mich intensiv mit Mediennutzung und Medienwahrnehmung beschäftigt. Die Möglichkeiten des Internets finde ich so spannend, dass ich mir dazu eine Blogserie überlegt habe.

Wer ist eigentlich warum und wie im Internet unterwegs? Die Beantwortung dieser Frage ist besonders spannend für Unternehmer, die sich online präsentieren und auf diese Weise neue Kunden auf sich aufmerksam machen und für sich gewinnen wollen.

Die Entwicklung des Internets bleibt nicht stehen, ebenso entwickelt sich auch die Zahl der User. Dabei nutzt jedoch nicht jeder die vielfältigen Möglichkeiten dieses Mediums auf dieselbe Weise. Das habe ich ja bereits im Blogeintrag zum Thema „Senioren im Netz“ angesprochen. Leider wird diese Tatsache von vielen Anbietern schlichtweg ignoriert oder zu wenig berücksichtigt. Bei einigen Angeboten drängt sich mir zudem der Eindruck auf: „Hauptsache online, egal wie“. Nutzerfreundlichkeit und Kundenorientierung scheinen hier eine untergeordnete Rolle zu spielen. Dabei ist hinlänglich bekannt, dass der Kunde, in diesem Fall der Internet-Nutzer, König ist sein sollte. Außerdem ist das Online-Angebot nahezu unendlich groß, die Konkurrenz schläft nicht und ist zudem nur einen Klick entfernt. Je attraktiver und zielgruppengerechter ein Angebot also ungesetzt ist, umso wahrscheinlicher sind eine längere Verweildauer und weitere Besuche Ihrer Website.

In dieser Blogserie informiere ich Sie über Nutzerfreundlichkeit von Online-Angeboten und unterschiedliche Nutzertypen. Dabei kann es sich beispielsweise um spezielle Angebote für Jugendliche handeln oder aber auch Senioren. Auch Angebote für Menschen mit Behinderungen bedürfen spezieller Richtlinien, damit sie mühelos Ihre Seiten durchstöbern können. Dabei kann man es sicherlich nicht allen in gleichem Maße recht machen, dennoch gibt es einige Kriterien, die in jedem Fall berücksichtigt werden sollten. In den folgenden Beiträgen weihe ich Sie ein in:

  • „Usability“ – Die Optimierung Ihres Web-Auftritts
  • Webdesign für Kinder – Internetspaß für die nächste Generation
  • Jugendseiten im Netz – Informativ und interaktiv im WWW
  • Frauen surfen anders – Männer auch
  • Barrierefreies Internet als Qualitätsmerkmal
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Ohrwurm-Marketing steigert den Absatz


Geschrieben am Montag, 03. September 2007 von Natalie Zwiefka Kommentare deaktiviert

Noch bevor sich die Internet-Seite eines Anbieters öffnet, vernimmt man diese unverwechselbaren Tonfolgen. Jeder erkennt doch den Jingle der Telekom oder von Nokia, um nur einige Beispiele zu nennen. Musik weckt Emotionen – man erinnert sich doch gerne zurück an den ersten Kuss und den „gemeinsamen“ Song. Genauso könne Sie auch Marken mit Emotionen verbinden.

Die wunderbaren Vorteile des „Multimediums“ Internet sind die vielfältigen Möglichkeiten der Markenführung. Man muss sich nicht auf visuelle Reize beschränken, sondern kann auch akustische Anreize effektvoll einsetzen. Dies trägt zur Differenzierung von Marken bei und hebt ein Produkt oder auch Angebot von der Vielzahl anderer Anbieter ab. Ziel des Musikmarketing ist es, den Widererkennungswert zu steigern und die Konkurrenz hinter sich zu lassen.

Allerdings sollten die Gehörgänge der Zielgruppe nicht unnötig mit einer Dauerbeschallung strapaziert werden. Ein kurzer und einprägsamer Jingle wandert unaufdringlich in die Ohrmuschel des Kunden und verweilt dort. Im Idealfall besteht dann auch noch eine Beziehung zwischen Produkt und Tonfolge und der Kunde verbindet damit positive Emotionen. Einer langfristigen Kundenbindung steht somit nichts mehr im Wege.

Vermeiden sollte man jedoch auf jeden Fall schmerzhafte, aufdringliche Laute, die eher abschreckend wirken und den Kunden davon abhalten das Angebot erneut zu nutzen. Die Musikdatenbank Renommee Agent bietet hierfür ein umfangreiches Angebot verschiedener Genres und ist spezialisiert auf die Vermittlung von Musik für Marken.

Interessant ist dieses Angebot für all diejenigen, die ihrer Marke einen besonderen Touch verleihen wollen, um sich so vom Markt abzuheben.

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