21+1 Fragen zum Empfehlungsmarketing


Geschrieben am Freitag, 09. Juli 2010 von Thomas Kilian Kommentare deaktiviert für 21+1 Fragen zum Empfehlungsmarketing

Da ich mich gerade fürs Ausmisten und Renovieren empfehle (meine Frau und ich ziehen bis Ende Juli in ein kleines Häuschen mit Garten) und deshalb keine Zeit zum Bloggen bleibt, empfehle ich Euch heute einen Gastbeitrag von Anne Schüller aus München. Zeitgleich geht ein Interview mit der Loyalitätsexpertin im Neukunden-Podcast online, in dem sie bereits zum Thema „Empfehlungsmarketing“ Auskunft gibt. Außerdem verlinke ich gerne auf ein kostenfreies e-Book von ihr. Im Gastartikel mit 21 + 1 Fragen zum Empfehlungsmarketing habt Ihr die Möglichkeit, einmal selbst zu überprüfen, wie es bei Eurer Akquise um das Thema steht.

Anne Schüller: Empfehlungsmarketing Checkliste

Viele Unternehmer, Berater und Verkäufer halten Empfehlungen immer noch für einen Glücksfall. Die folgende Checkliste dient dazu, dem Glück ein wenig nachzuhelfen und aus Kunden aktive Empfehler zu machen. Ziel ist es, den Anteil der Kunden, die aufgrund einer Empfehlung gewonnen werden, systematisch zu erhöhen.

Voraussetzung ist allerdings, dass Sie auf Ihrem Gebiet ein Spitzenleister sind, dem man vertrauen kann. Denn empfohlen werden nur Leistungen, die außergewöhnlich sind und absolut überzeugen. Darüberhinaus brauchen Sie einen Sympathiebonus, denn Menschen empfehlen niemanden, den sie nicht leiden können.

  1. Wer hat Sie schon empfohlen? Haben Sie dazu eine Liste erstellt?
  2. Wie haben Sie sich dafür bedankt? Mit einer kleinen ‚Belohnung‘?
  3. Weshalb werden Sie weiterempfohlen bzw. weshalb werden Sie nicht empfohlen? Stellen Sie hierzu den Kunden folgende Fragen:
    – Inwieweit können Sie sich vorstellen, uns weiterzuempfehlen?
    – Und wenn vorstellbar, weshalb genau?
    – Und wenn nein: weshalb nicht?
    – Wenn es eine Sache gibt, für die Sie uns garantiert weiterempfehlen können, was wäre das genau für Sie?
    – Und wenn es eine Sache gibt, für die Sie uns ganz sicher nicht weiterempfehlen können, was ist das konkret für Sie?
  4. In Prozent: Wie viele Ihrer Kunden empfehlen Sie weiter?
  5. Welche Empfehler sprechen die wirkungsvollsten Empfehlungen aus? Gibt es dabei typbedingte, branchen- oder geschlechterspezifische bzw. regionale oder nationale Unterschiede?
  6. Wie hoch ist Ihre Abschlussquote bei empfohlenem Geschäft? Und bei nicht empfohlenem?
  7. Mit welcher Wahrscheinlichkeit werden Empfehlungsempfänger selbst zu Empfehlern?
  8. Haben Sie die Empfehler in Ihrer Datenbank als solche markiert?
  9. Geben Sie Ihrem Kunden zu verstehen, dass Sie sich über eine Empfehlung freuen (würden)? Und wenn ja, wie?
  10. Wie viele Kunden sind aufgrund einer Empfehlung zu Ihnen gekommen?
  11. In Prozent: Wie hoch ist Ihre Empfehlungsrate (= Anteil der Kunden, die Sie aufgrund einer Empfehlung gewonnen haben)?
  12. Untersuchen Sie, wie der Empfehlungsprozess im Einzelnen gelaufen ist? Gibt es dabei erkennbare Muster?
  13. Haben Sie aus diesen Erkenntnissen schon ganz konkrete weitere Aktionen abgeleitet?
  14. Fragen Sie Ihre Kunden, ob sie andere Personen kennen, die an Ihrer Leistung ebenfalls interessiert sein könnten? Tipp: Versehen Sie Ihren Wunsch mit einer Begründung. Fragen Sie zum Beispiel wie folgt: „Ich möchte expandieren. Wen kennen Sie denn, der sich vielleicht für unser Angebot ebenfalls interessieren könnte?“
  15. Sind Ihre Briefe, Prospekte, Angebote, Rechnungen, Newsletter etc. mit Weiterempfehlungshinweisen versehen?
  16. Hat Ihre Webseite einen Weiterempfehlungslink?
  17. Haben Sie Geschichten über erfolgreich verlaufene Empfehlungen parat, die Sie im Kundengespräch unterbringen können?
  18. Sorgen Sie durch außergewöhnliche Aktivitäten für Gesprächsstoff und Mundpropaganda?
  19. Suchen Sie systematisch nach Meinungsführern und Multiplikatoren in Ihrem Umfeld? Und wie versuchen Sie, diese für sich zu gewinnen?
  20. Nutzen Sie Beziehungsnetzwerke im Internet und in der realen Welt für Ihre Empfehlungsarbeit?
  21. Nutzen Sie Testimonials und Referenzen für Ihre Empfehlungsarbeit?
  22. Eigene Idee: ________________________

Anne M. Schüller ist Management-Consultant und gilt als führende Expertin für Loyalitätsmarketing. Über 20 Jahre lang hat sie in leitenden Vertriebs- und Marketingpositionen verschiedener internationaler Dienstleistungsunternehmen gearbeitet und dabei mehrere Auszeichnungen erhalten. Die Diplom-Betriebswirtin und neunfache Buch- und Bestsellerautorin zählt zu den gefragtesten Keynote-Rednern im deutschsprachigen Raum. Sie arbeitet auch als Business-Trainerin und lehrt an mehreren Hochschulen. Sie gehört zum Kreis der ‚Excellent-Speakers‘. Zu ihren Kunden zählt die Elite der deutschen, schweizerischen und österreichischen Wirtschaft.

Seminare zum Thema Empfehlungsmarketing mit Anne Schüller

Empfehlungsmarketing ist das kostengünstigste Marketing. Und Empfehler sind die besten Verkäufer. Wie das gelingt, zeigen praxisnahe Tagesseminare in vier deutschen Städten. Die Teilnehmer erhalten darin Schritt für Schritt das komplette Knowhow sowie das notwendige Handwerkszeug zur Implementierung ihrer eigenen Empfehlungsmarketing-Strategie.

Die Termine (jeweils von 9.00–18.00 Uhr): am 23. 9. 2010 in München, am 19. 10. 2010 in Frankfurt, am 9. 11. 2010 in Köln und am 7. 12. 2010 in Hamburg. Infos und Buchung: 0800-50604446.

Das Buch zum Thema

Anne M. Schüller
Zukunftstrend Empfehlungsmarketing
Der beste Umsatzbeschleuniger aller Zeiten
BusinessVillage, 4. Aufl. 2010, 135 Seiten
ISBN 978-3-938358-63-4, 21,80 Euro / 39.50 CHF

Weitere Informationen unter www.empfehlungsmarketing.cc

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Marketing Trends mit Zukunft


Geschrieben am Freitag, 18. Juni 2010 von Thomas Kilian Kommentare deaktiviert für Marketing Trends mit Zukunft

Da es bei uns in der Agentur zurzeit absolut brummt und ich kaum zum Bloggen komme, freue ich mich natürlich sehr über Gastartikel. Simon Bertsch von www.trendsderzukunft.de beschreibt in diesem Beitrag Trends im Marketing, die seiner Meinung nach Zukunft haben. Was haltet Ihr davon?

Die Methoden des Marketings und die Präsentation der darin enthaltenen Werbebotschaften sind einem ständigen Wandel unterworfen und haben sich über die Jahre hinweg immer wieder verändert. Die grundlegenden Parameter im urtümlichen Entscheidungs-Zentrum des Gehirns (Limbisches System)  verhalten sich hingegen sehr stabil. Dies wusste schon Dale Carnegie, der in seinem Buch „Wie man Freunde gewinnt“ solche Faktoren aufzählte.

Die zwei wichtigsten Faktoren waren hierbei die Demonstration der eigenen Überlegenheit anderen Personen gegenüber sowie das eigene Gefühl, wichtig und was Besonderes zu sein. Die meisten guten Werbebotschaften zielen auf eines dieser beiden Gefühle ab. Auf meinen Blogs www.trendsderzukunft.de und www.candy-college.com habe ich über einige dieser Marketing Trends mit Zukunft berichtet und möchte Ihnen hier gerne einen Überblick bieten:

Trends in Werbung und Marketing

Sex Sells: Nirgends wird Überlegenheit, verlangen und höherer Status so gut demonstriert wie im Bereich Erotik. Hier geht es allerdings nicht um die plumpe Darstellung spärlich bekleideter Personen sondern vielmehr um die Botschaft die dadurch suggeriert wird. Oftmals sind die Kampagnen auch bewusst provokant gestaltet um Aufmerksamkeit zu erregen. Beispiele gibt es hier:

  • BMW Premium Selection – Appell an den Urinstinkt im Mann. Kauf dir nen BMW und du bekommst das hübsche Mädchen auf dem Poster….
  • Nudevertising. Werbung mit nackter Haut. Was provoziert fällt auf. Deshalb hier eine Sammlung von Werbekampagnen die gerade noch geduldet wurden. Gut funktionieren auch „Banned Commercials“ (Beispiel von Diesel) die dann irgendwie doch auf Youtube & Co. Sickern und durch den Reiz des Verbotenen noch Attraktiver werden.
  • Heidi Klum spielt Gitarre in Unterwäsche. Manchmal, wenn ein Spot zu Sexy ist, läuft man allerdings auch Gefahr, dass die Werbebotschaft beim Kunden untergeht.

Werbung Abseits vom Mainstream: So genannte Guerilla Marketing Kampagnen verlagern ihre Aktivitäten dahin, wo normalerweise Werbung nicht Zuhause ist. Dadurch fällt es gegenüber anderen Marketingformen auf und wirkt auf einer anderen Ebene als traditionelles „Branding“. Beispiele guter Guerilla Marketing Kampagnen gibt es hier:

Den Kunden in den Mittelpunkt stellen: Das EGO steht bei den meisten Menschen im Mittelpunkt, auch wenn es viele nur ungern zugeben. Man googelt nach seinem Namen, macht sich hübsch zum Ausgehen und freut sich wenn einen ein Partyfotograf fotografiert und man sich später im Internet bewundern kann. Das sich Leute gerne selbst bewundern, hat auch die Werbung herausgefunden und gezielt Kampagnen gestalten, damit potentielle Kunden dies tun können – und ganz nebenbei auch noch Ihr Produkt oder ihren Service promoten. Beispiele für Ego-Werbung gibt es hier:

Gute Werbung ist spielend leicht: Der Spieltrieb ist ein natürlicher Instinkt bei Menschen. Kein Wunder also, dass Unternehmen kostenlose Spiele entwickeln die einerseits Spaß machen, andererseits aber auch ihre Werbebotschaft vermitteln. Hier einige Beispiele von Marketing mit Spielen:

  • Länder-Tetris: Werbung muss nicht immer nur Kommerziell sein, sondern kann auch mal mit viel List auf spielerische Art und Weise Geographiekenntnisse vermitteln.
  • Fussball-Widget mit eigenem Branding: Passend zur Fussball EM wurde dieses Widget entwickelt bei dem User ihr eigenes Foto in die Spielerfiguren setzen konnten.
  • Gratis Persönlichkeits- und IQ-Tests: Wer schon mal eine Frauenzeitschrift in der Hand gehabt hat weiß, dass Tests immer gerne ausgefüllt werden. Auch auf Homepages kann man User mit kostenlosen Tests dazu bewegen länger auf der Webseite zu bleiben oder sich anzumelden um an die Ergebnisse der Tests zu kommen.

Ich bedanke mich bei Thomas Kilian für die Möglichkeit, diesen Gastartikel zu veröffentlichen und wünsche meinen Lesern viel Erfolg bei der Neukundengewinnung!

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Was bringt Werbung „diesseits der Trampelpfade“ wirklich?


Geschrieben am Sonntag, 06. Juni 2010 von Thomas Kilian (6 Antworten)

PR-Doktor Kerstin Hoffmann veranstaltet schon wieder eine Blog-Parade. Erst dachte ich: „Och nö, nicht schon wieder. So langsam reicht’s mir …“ Aber da ich ja ein Fan von Blog-Paraden bin, wollte ich mir zumindest Kerstins Thema etwas näher anschauen und nun bin ich schon wieder mittendrin; das Thema erinnert mich nämlich an eine Aktion, die ich im Frühjahr 2009 durchgeführt und auch hier im Neukunden-Magnet Weblog veröffentlicht habe.

Diesseits der Trampelpfade – ungewöhnliche Werbe- und PR-Aktionen

Anregung für eine Akquise-Aktion „diesseits der Trampelpfade“ war Anfang letzten Jahres ein Buch meines Blogger-Kollegen Jörg Weisner, das mich ermutigte, erfolgreiche Gewohnheiten in der Neukunden-Gewinnung einzuüben. In meiner 21-tägigen Neukunden-Challenge habe ich allerlei Aktionen ausprobiert, um potentiellen Kunden eine Freude zu machen:

  1. Wanted-Plakat wirbt um Aufmerksamkeit beim Kunden
  2. Kurznachricht mit Mehrwert über XING
  3. Toblerone macht Appetit auf mehr …
  4. Die Nadel im Heuhaufen
  5. Kooperation in der Neukunden-Akquise
  6. Wenn Deppen duschen
  7. Modulküche aus Holz bei Google positioniert
  8. Nachfasstelefonate scheinen nicht selbstverständlich
  9. Das Gelbe vom Ei
  10. Kleiner Gruß aus der Pixelküche
  11. Der Schokoladenturm – quadratisch, praktisch, gut
  12. Kontakte einander vorstellen über XING
  13. Aus Zeitnot noch mehr Kurznachrichten über XING
  14. Papierflieger in der Neukunden-Gewinnung
  15. Origami, die 2te: Mütze aus Papier
  16. Aller guten Dinge sind 3: Papierschiffchen
  17. Frühling lässt sein blaues Band
  18. Wann backen wir Ihre neue Website?
  19. Nach der Torte ohne Worte, gibt’s ne Tasse, ist doch klasse!
  20. Flaschenpost in der Neukunden-Akquise
  21. Nichts

Das Ende der Neukunden-Challenge war vielleicht noch mal eine kleine Überraschung, wollte ich doch zeigen, dass Akquise keine einmalige Aktion, sondern ein Dauerzustand ist. Und darauf möchte ich auch in diesem Beitrag eingehen. Die Resultate der Aktion „diesseits der Trampelpfade“ waren nämlich recht mau, eher mau-mau, um ehrlich zu sein. In meinem Fazit eine Woche nach der Aktion kommt dies auch zum Ausdruck:

Bei einigen Aktionen hatte ich mit deutlich mehr gerechnet, v.a. weil einige Dinge ja wirklich außergewöhnlich waren. Hätte ich das eine oder andere Paket von mir bekannten Unternehmen bekommen (alle Empfänger wissen, wer ich bin!), hätte ich zumindest meine Assistentin mit einem Anruf betraut oder eine Email versendet, selbst wenn ich nicht direkt ins Geschäft kommen möchte.

Nichtsdestotrotz hat sich die Neukunden-Challenge für uns gelohnt. Wir haben einige (wenige) sehr positive Rückmeldungen erhalten, wo sich die Kundenbeziehung vertiefen konnte. Außerdem haben wir als Agentur noch einmal neu erkannt, wie wichtig eine systematische und kontinuierliche Akquise ist.

Kontinuität in der Neukunden-Akquise

Aus der eigenen Erfahrung in der Neukunden-Challenge heraus, aber auch aus vielen Gesprächen mit anderen Unternehmen habe ich die Erkenntnis gewonnen, dass Werbung „diesseits der Trampelpfade“ nichts (oder nur sehr wenig) bringt, sofern sie nicht in ein Gesamtkonzept verpackt ist. Die mediale Aufmerksamkeit einer Guerilla-Aktion, eines Flashmobs oder einer Lena-Eurovision-Gewinnerin ist einfach zu schnell wieder verflogen, als dass sich daraus stabile Kundenbeziehungen entwickeln könnten. In manchen Branchen mag schnelles Geschäft möglich sein (CD-Verkäufe bei der besagten Lena nach ihrem Sieg in Oslo), aber für viele Unternehmen reicht dieser kurze Hype einfach nicht aus. So auch bei unserer Neukunden-Challenge.

Interessant ist aber vielleicht, dass wir zu einigen der Kunden, die sich während der Aktion nicht gemeldet hatten, heute trotzdem (oder deswegen) einen recht guten Draht haben. In der Zwischenzeit haben sich auch weitere Aufträge daraus ergeben. Doch nicht aus der Aktion allein, sondern weil wir weiterhin sehr kontinuierlich den Kontakt gesucht haben. Per E-mail, per Telefon, bei persönlichen Begegnungen auf Veranstaltungen oder einfach mal zwischendurch. Das Zauberwort heißt schlicht und einfach: „langer Atem“.

Wenn ich die wichtigsten drei Schritte in der Neukunden-Akquise zusammen fassen soll (wie ich es gerne bei Vorträgen oder in Gesprächen mit Kunden tue), dann sind es …

  • Profilierung
  • Sichtbarkeit
  • Kontinuität

Ohne ein überzeugendes Profil bringt die beste Vermarktung nichts. Ihre Kunden müssen verstehen, was Sie besonderes zu bieten haben und was Sie vom Wettbewerb unterscheidet. Ohne Sichtbarkeit bringt die beste Profilierung nichts – wer sich im Keller versteckt, kommt nicht zu neuen Kunden.

Doch ohne Kontinuität bringt in meinen Augen auch die beste Sichtbarkeit nichts, wenn es um eine langfristige Zusammenarbeit gehen soll. Vertrauen baut sich nicht durch waghalsige Aktionen, durch witzige Ideen oder Guerilla-Marketing auf. Diese Dinge erzeugen Aufmerksamkeit – nicht mehr, aber auch nicht weniger.

Ich bin ein Freund von Werbung diesseits der Trampelpfade. Ein regelrechter Fan bin ich aber von Werbung diesseits der Trampelpfade, die in eine langfristige und systematische Strategie zur Neukunden-Akquise eingebettet ist. Wem gefällt das noch?

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Kiva gefällt mir!


Geschrieben am Dienstag, 18. Mai 2010 von Thomas Kilian (4 Antworten)

Wie Ihr vielleicht schon gesehen habt, ist seit einigen Tagen ein „Gefällt mir!“-Button von Facebook im Neukunden-Magnet Weblog eingebaut. Bin seit einigen Monaten schon ziemlich angetan von diesem Sozialen Netzwerk – auch wenn Facebook aufgrund der Datenschutz-Geschichte ja ziemlich in der Diskussion steht. Aber es gibt ja keinen „Gefällt mir nicht„-Button, insofern möchte ich jetzt keine Steine werfen, sondern die neue Funktion zum Anlass nehmen, eine neue Artikel-Serie „… gefällt mir“ hier im Blog zu starten.

Auftakt der neuen Artikelserie: Kiva gefällt mir!

Kiva ist einer der Dienste, die ich schon ur-lange im Netz beobachte, bei denen ich aber irgendwie nie den Draht gefunden habe, mich auch tatsächlich anzumelden. Geändert hat sich das im Januar 2010 bei einer christlichen Leiter-Konferenz, bei der ich ein Interview mit der Gründerin von Kiva, Jessica Jackley, gesehen habe. Auch andere Kongress-Teilnehmer berichten von diesem Impuls, wie eine kurze Recherche in der Blogosphäre zeigt.

Auf jeden Fall habe ich noch während der Übertragung mit meinem iPhone die ersten beiden Mikro-Darlehen vergeben. Denn dies ist das Prinzip von Kiva: Eine Gruppe von Menschen verleiht einen kleinen Geldbetrag (ab 25 US $), um einen Menschen am anderen Ende der Welt im Business zu unterstützen. Ich habe mir dafür zwei Projekte ausgesucht, die ich Euch gerne kurz vorstellen möchte:

Stoffhandel in Sierra Leone

Isatu Saccoh kommt aus Sierra Leone (Westafrika) und verkauft Stoffe und regionale Nahrungsmittel (Nüsse, Getreide). Sie ist verheiratet und betreibt einen kleinen Laden, ihr Mann handelt ebenfalls mit Waren. Sie brauchte ein Darlehen von 1025 US $, um weitere Waren einkaufen zu können und Zollgebühren beim Einkauf im Nachbarland Guinea zu bezahlen, wo sie neue Stoffe herbekommt. Mit dem erzielten Gewinn möchte sie das Essen und die Schulgebühren für ihre drei Kinder bezahlen.

isatu-saccoh

Holzkohle-Umsätze in Uganda

Obedi Asiimwe ist 32 Jahre alt, verheiratet und Vater von zwei kleinen Kindern. Seit fünf Jahren kauft und handelt er mit Holzkohle, wovon er recht gut leben und seine Familie versorgen kann. Dadurch konnte er Land kaufen und sich Kühe und Ziegen leisten. Mit einem zusätzlichen Darlehens möchte Asiimwe mehr Holzkohle zum Weiterverkauf erwerben, da er bei größeren Mengen auch einen besseren Einkaufspreis erzielt.

obedi-asiimwe

Die Schnelligkeit und Transparenz von Kiva

Besonders begeistert hat mich an Kiva, dass in beiden Projekten bereits nach wenigen Stunden genügend Darlehensgeber online zusammen gekommen waren, um Isatu und Obedi zu unterstützen. Per E-Mail erhielt ich noch am frühen Abend die Information, dass jeweils 1025 US $ erreicht wären und dass dieses Geld nun an die Unternehmer aus Afrika transferiert würden. Vor Ort kümmern sich Partnerorganisationen darum, dass alles reibungslos funktioniert.

Weiterhin begeistert mich, dass beide regelmäßig ihre Raten zurück zahlen – Isatu in 10 Monaten (sie hat Stand heute schon 37 % abgestottert), Obedi in 14 Monaten (er liegt zurzeit bei 25 % Rückzahlung). Ich habe von meinen 50 US $ schon 15,62 US $ wieder auf meinem Kiva-Konto, wie ich in der aktuellen Status-Email lesen kann. Dieses Geld kann ich entweder re-investieren oder auch jederzeit auszahlen lassen (Paypal). Wenn 25 US $ zusammen gekommen sind, werde ich sicher ein neues Projekt unterstützen.

Warum mir Kiva so gut gefällt

Noch einmal zusammen gefasst, was ich an Kiva so gut finde:

  • Hilfe zur Selbsthilfe und Solidarität mit Unternehmern aus anderen Teilen der Welt
  • Hohes Maß an Transparenz: Bericht vom Geschäftsmodell des Unternehmers, biografische Angaben, häufig auch ein oder mehrere Fotos
  • Unterstützung wird persönlich – ich habe ein konkretes Gegenüber, dem meine Hilfe zu Gute kommt
  • Schnelligkeit der Transaktionen – bereits nach wenigen Stunden waren die Summen komplett zur Verfügung gestellt, dabei kommen die Geldgeber und die Darlehens-Nehmer aus der ganzen Welt
  • Regelmäßige Statusmeldungen von Kiva zum Stand der Rückzahlungen
  • Einfache Zahlungsabwicklung mit Paypal
  • Anbindung an Soziale Netzwerke wie Facebook u.a., Apps fürs iPhone zur mobilen Nutzung

Wenn Euch Kiva auch gefällt, dann klickt bitte nicht nur auf den folgenden Button, sondern meldet Euch an, sucht Euch 1-2 Projekte und probiert es einfach mal aus. 25 oder 50 US $ sind für uns nur ein kleiner Schritt, für einen Unternehmer in Uganda, Sierra Leone oder anderen Teilen der Welt ist es ein großer Teil ihrer Existenz.

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Gewinnen Sie Leser für Ihr Blog durch eine Blog-Parade


Geschrieben am Sonntag, 16. Mai 2010 von Thomas Kilian (3 Antworten)

Bereits im März dieses Jahres ist bei „Der Verkaufsprofi aktuell“ ein Gastartikel von mir erschienen, in dem ich zeige, wie sich durch eine Blog-Parade mehr Leser für das eigene Weblog finden lassen. Schließlich lohnt sich die aufwändige Arbeit, ein Blog regelmäßig mit spannenden Inhalten zu füllen, nur dann, wenn Sie auch genügend Leser haben. Mit einer Blog-Parade können Sie auf einen Schlag viele neue Leser auf Ihr Blog aufmerksam machen. Hier ein Auszug aus dem gedruckten Beitrag …

verkaufsprofi-blogparade

Was ist eine Blog-Parade und was bringt das ganze?

Bei einer Blog-Parade (früher auch „Blog-Karneval“ genannt) schreiben verschiedene Blogautoren Beiträge zu einem bestimmten Thema. Sie sammeln alle Beiträge auf Ihrem Blog und versehen diese mit Links zu den beteiligten Autoren-Websites. Häufig machen die teilnehmenden Autoren auch ihre Leser mit Hinweisen und Links auf die Parade aufmerksam. Dadurch entsteht eine starke Vernetzung, die sowohl für Leser als auch für Suchmaschinen interessant ist. Der Aufwand für die Organisation einer solchen Blog-Parade ist zwar hoch, lohnt sich aber.

Vielleicht trauen Sie sich noch nicht gleich an eine eigene Blog-Parade heran. Über die Plattform www.blog-parade.de können Sie zunächst an einer Blog-Parade teilnehmen und sich einen Eindruck verschaffen, wie so etwas funktioniert. Dort können Sie aber auch Ihr eigenes Thema vorstellen und Blogger auf ihre Aktion aufmerksam machen.

In 6 Schritten zur eigenen Blog-Parade

1. Schritt: Bestimmen Sie ein Thema

Wählen Sie ein Themengebiet aus, das für Ihre Zielgruppe hohe Relevanz hat und mit dem Sie sich optimal als Experte positionieren können.Geeignet sind immer Themen, die …

  • sich mit aktuellen Trends und Entwicklungen in der Branche beschäftigen
  • Hilfestellung bei den gravierendsten Problemen ihrer Kunden geben
  • in Ihrer Zielgruppe immer wieder diskutiert werden.

Das Thema muss eine gemeinsame Überschrift haben und dennoch so allgemein sein, dass die Autoren über unterschiedliche Aspekte schreiben können, beispielsweise:

  • „Steuerungstechnik, wohin geht der Weg?“
  • „Erfolgreich mit Neuen Medien“
  • „Kundenorientierung im Handwerk“

2. Schritt: Suchen Sie passende Blog-Autoren

Vielleicht kennen Sie bereits einige Blog-Autoren, die Sie zur Beteiligung auffordern möchten. Wenn nicht, beginnt jetzt die etwas mühsame Recherche nach möglichen Teilnehmern. Einige Blog-Suchmaschinen können Ihnen die Recherche erleichtern:

  • http://technorati.com
  • http://www.bloggeramt.de
  • http://blogalm.de
  • http://blogsearch.google.de

Suchen Sie nach unterschiedlichen Begriffen und sehen Sie sich die passend erscheinenden Blogs einzeln an. Wenn Sie eine Vorauswahl der in Frage kommenden Autoren treffen, achten Sie darauf, dass diese:

  • sich auf ein bestimmtes Themenfeld spezialisiert haben. Blogs in denen über „Gott und die Welt“ geschrieben wird, kommen häufig nicht in Frage.
  • in ihren Blogbeiträgen bereits Kompetenzwissen über Ihre Branche, Ihre Zielgruppe oder das geplante Thema gezeigt haben.
  • regelmäßig Beiträge in ihrem Blog veröffentlichen. Es muss erkennbar sein, dass das Blog lebendig ist und gepflegt wird.

3. Schritt: Gewinnen Sie Mit-Autoren

Schreiben Sie die gewünschten Autoren persönlich an, um sie zu Ihrer Blog-Parade einzuladen. Wenn diese darauf nicht reagieren, müssen Sie eventuell sogar persönlich anrufen, Ihre Blog-Parade vorstellen und den Autor vom Nutzen an der Teilnahme überzeugen. Schließlich gibt viele Vorteile mitzumachen:

  • alle beteiligten Blogs bekommen zusätzliche Aufmerksamkeit und neue Leser
  • der Kontakt zu guten Blog-Autoren bietet die Chance, immer wieder gegenseitig auf Artikel zu verweisen und durch Links zusätzliche Leser anzusprechen.
  • die Ergebnisse einer Blogparade können in einem E-Book gesammelt werden, dass den Besuchern aller beteiligten Blogs zu Gute kommt.

Als zusätzlichen Anreiz können Sie unter den Autoren kleine Gewinne (z. B. Fachbücher) verlosen oder als Preis für die besten Artikel ausloben.

4. Schritt: Bewerben Sie Ihre Blog-Parade

Nutzen Sie dafür alle Kontakte, die Sie haben. Informieren Sie die Kunden und Interessenten aus Ihrer Kundendatenbank ebenso wie Kontakte auf Social Media Plattformen wie XING, Twitter, Facebook etc. Um die Aufmerksamkeit zu halten, können Sie bereits während der Kampagne einzelne Beiträge zitieren.

5. Schritt: Verlinken Sie sich gegenseitig

Die beteiligten Blogger veröffentlichen die Artikel zur Blog-Parade auf ihrer eigenen Seite und verweisen mit einem Link auf Ihr Blog mit den gesammelten Beiträgen. Als Organisator der Blog-Parade geben Sie eine komplette Liste der beteiligten Blogger mit Links zu deren Blogs an.

6. Schritt: Verwerten Sie die Ergebnisse

Am Ende der Parade können Sie das E-Book mit den gesamten Beiträgen zum Download auf Ihrer Homepage anbieten. Dieses eignet sich auch nach dem Ende der Aktion, um weitere Interessenten auf Ihre Internetseite zu locken. In den meisten Fällen steht das E-Book nur auf der Seite des Organisators zur Verfügung, das ist sicherlich – wie viele andere Aspekte einer Blog-Parade – reine Geschmackssache. Bitte achten Sie darauf, dass die Blog-Parade bei aller Seriosität und inhaltlichen Tiefe nicht das „Spielerische“ vergisst. Schließlich lebt der Austausch im Web 2.0 von offener Kommunikation und der Freude am gemeinsamen Tun. In diesem Sinne ist es fast ein wenig schade, dass der Blog-„Karneval“ seinen Namen einbüßen musste – kommt doch gerade hier die Leichtigkeit zur Geltung …

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Gesundheit in der Neukunden-Akquise


Geschrieben am Sonntag, 09. Mai 2010 von Thomas Kilian (4 Antworten)

In Zeiten von Heuschnupfen, Sommergrippe und Brummschädel scheint es an der Zeit, einige Worte zum Thema „Gesundheit“ zu verlieren. Angestoßen hat mich dazu aber nicht der Pollenflug, sondern ein kurzer Satz von meiner Blogger-Kollegin Ela Starkmann. Die Expertin für Bewusstseinsschaffung & Auftragssteigerung schrieb mir letzte Woche die folgenden Zeilen:

Neukunden(akquise) ist sicher wichtig, aber kaum das Wichtigste. Aus meiner Sicht ist Bewusstsein und damit einhergehend Gesundheit die Basis. Darauf aufbauend, schafft man sehr viel … auch die Neukunden-Akquise (aber nicht andersrum).

Nun scheint Gesundheit ja irgendwie für alles die Basis zu sein. Ohne Gesundheit lässt es sich schlecht arbeiten, ohne Gesundheit „ist alles doof“. Mir geht es zumindest so. Wenn ich krank werde, beginne ich zu jammern. Manchmal sogar sehr laut. Meine Frau kann ein Lied davon singen … Doch darum geht es mir nicht. Die Tautologie der Gesundheit als „Antwort auf die Frage nach dem Leben, dem Universum und dem ganzen Rest“, führt uns nicht weiter. Lassen Sie uns konkret werden und gemeinsam entdecken, wie eine gesunde Neukunden-Akquise aussieht.

5 Wege, um gesunde Neukunden-Akquise zu betreiben

  1. In Anlehnung an den Spruch „An Apple a Day keeps the Doctor away„, scheint auch eine tägliche Dosis Akquise für mehr Wohlbefinden zu sorgen. Wenn Sie die Neukunden-Gewinnung nur als größere Aktionen sehen, die alle Jubeljahre anstehen, werden Sie sich sicher daran verschlucken.
  2. Ohnehin macht es Sinn, mit der Behandlung nicht so lange zu warten, bis es nicht mehr anders geht. Wer erst zum Zahnarzt geht, wenn es vor Schmerzen nicht mehr auszuhalten ist, dem droht der Bohrer. In einem Liquiditäts-Engpass werden potenzielle Kunden zu Opfern. Gesund ist das nicht.
  3. Vorbeugen ist also wichtiger als Nachsorgen. Dazu gehört eine solide Planung, eine sinnvolle Struktur Ihrer Werbemaßnahmen und die Auswahl der richtigen Kanäle. Machen Sie ruhig mal einen „Gesundheitscheck“ beim PR-Doktor.
  4. Abwechslung ist wichtig. Gesund ist, was Spaß macht! Experimentieren Sie auch mit neuen Formen der Kundenansprache, etwa einem Podcast, einer Guerilla-Marketing Aktion oder einem kreativen Mailing.
  5. Verbünden Sie sich! Gemeinsam Sport zu treiben oder sich in der Sauna zu verabreden, fördert die Gesundheit. Wieso nutzen Sie diese Vorteile nicht auch in der Neukunden-Akquise? Konzipieren Sie gemeinsame Werbemaßnahmen, das schont den Geldbeutel und erhöht zugleich Ihre Chancen auf neue Kunden.

Wäre doch gelacht, wenn diese Form der Neukunden-Akquise nicht zu mehr Gesundheit führen würde. Ich wünsche Ihnen viel Erfolg und „gute Besserung“ beim Ausprobieren!

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Eindrücke aus der Hauptstadt


Geschrieben am Freitag, 23. April 2010 von Thomas Kilian Kommentare deaktiviert für Eindrücke aus der Hauptstadt

Bin diese Woche mal wieder in Berlin, – ein bisschen „alte Heimat“ (habe 2003-2005 in Werder/Havel gelebt), immer wieder gut. Ich mag Berlin. Schon seit meiner Jugend, als ich immer mal meinen Onkel besucht habe, der in der Nähe vom Ku’damm lebt.

Kreativer Einstieg am Mittwoch Nachmittag bei DOJO (Werbeagentur Berlin), kreativer Haufen in Kreuzberg und Macher von Mustafas, der stylischen Website einer Berliner-Dönerbude. Am Abend zum Vortrag im Novotel als Referent auf der Umsatz-Chancen 2010. Gute Gespräche beim Netzwerken mit mehr als 50 Unternehmerinnen und Unternehmern aus Berlin & Umland.

Donnerstag Kundentermine, Besuch bei meinem Onkel, Wiedersehen mit einer guten Bekannten aus der Potsdamer Zeit. Passenderweise am „Potsdamer Platz“ …

Heute sitze ich wie schon vor einem halben Jahr bei „Freddy Leck sein Waschsalon“ in Moabit und freue mich auf zwei Blogger-Treffen mit dem Kundenkunde-Blogger Peter Soltau sowie dem Oberprima-Lehrer Olaf Hinrichsen. Guter Kaffee, freies WLAN, klassische Musik in einem Old-School Waschsalon. Ich mag die Hauptstadt.

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So wird Öffentlichkeitsarbeit zum Erfolg


Geschrieben am Freitag, 09. April 2010 von Thomas Kilian Kommentare deaktiviert für So wird Öffentlichkeitsarbeit zum Erfolg

Heute ist anscheinend „Buchempfehlungsfreitag“, aber damit es nicht wieder so lange dauert wie bei meiner Rezension für „New Business für Werbeagenturen„, setze ich mich nach dem Lesen des Buches „Gewusst wie – 1×1 der Pressearbeit“ gleich an die Auswertung. Und die fällt äußerst positiv aus, haben es Leonie und Markus Walter doch geschafft, mich auf knapp 160 Seiten durchgehend bei Laune zu halten.

Gewusst wie – das 1×1 der Pressearbeit

Pressearbeit klingt vor allem nach einem: Arbeit. Aus eigener Erfahrung weiß ich, wie schwer es ist, regelmäßig und nachhaltig in die Presse zu kommen. Wenn das Thema schon nach „Blut, Schweiß und Tränen“ schreit, schien mir die Lektüre eines Fachbuches nicht gerade als beste Wahl, meinen Dänemark-Urlaub zu versüßen. Aber da mein Igel-Faktor in der Literaturliste am Ende des Buches aufgeführt ist und ich die Autoren bereits kenne, habe ich mich dennoch drauf eingelassen und bin mehr als angetan.

Die PR-Fachleute versprechen in Ihrem Klappentext nicht zuviel:

Wie komme ich in die Zeitung? Für kleine und mittelständische Unternehmen ist die Pressearbeit oft ein Buch mit sieben Siegeln. Doch das muss nicht sein. Leonie und Markus Walter geben kreative Impulse, wie man Schlagzeilen macht und mit PR auf Kundenfang geht. Ob lokale Zeitungsredaktion, Fachmagazin oder die weite Welt des Web 2.0 und den Social Media – heiße News aus den Unternehmen sind überall willkommen. Die große Kunst besteht lediglich darin, aus dem Tag der offenen Tür , einer Dienstleistung oder dem eigenen Produkt News zu machen.

Pressearbeit
Wie Unternehmen dies gelingt, erklären die Walters auch für Laien verständlich und schön strukturiert. Besonders anschaulich sind die vielen praktischen Text-Beispiele zu jedem Teilbereich sowie zahlreiche Infoboxen mit zusätzlichen Tipps und Linkempfehlungen. Inhaltlich führt das Buch durch die verschiedenen Aspekte erfolgreicher Pressearbeit; vom Aufhänger einer Pressemeldung über die Zielgruppe, den Presseverteiler, zum Schreiben einer Pressemitteilung bis hin zum Monitoring der Veröffentlichungen.

Zwei zentrale Kapitel in der Mitte des Buches beschäftigen sich auch mit Online-PR und den Kommunikationschancen im Web 2.0, die mir zwar nicht mehr viel Neues lieferten, aber sehr verständlich und nett zu lesen waren. Eben ein echtes Einsteigerbuch zum Thema Pressearbeit, nach dessen Lektüre zwar immer noch „Blut und Schweiß“ auf dem Programm stehen, aber sicher bald auch einige „Freuden-Tränen“. Insofern eine Leseempfehlung für alle, die ihre Öffentlichkeitsarbeit erfolgreich gestalten wollen.

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Erfolgreiches New-Business für Werbeagenturen


Geschrieben am Freitag, 09. April 2010 von Thomas Kilian (1 Antwort)

Schon viel zu lange wartet mein Autoren-Kollege Heiko Burrack auf meine Rezension zu seinem Buch „Erfolgreiches New Business für Werbeagenturen“. Da ab heute aber ein sehr informatives Interview mit ihm im Neukunden-Podcast zu hören ist, musste ich jetzt endlich handeln und mein Feedback zu Papier bringen. Just in time …

Pflichtlektüre für die Kommunikationsbranche

Anfang Februar habe ich Heiko in Frankfurt persönlich getroffen und bei einer großen Tasse Cappuccino über sein Buch und seine Erfahrungen in der Werbebranche gesprochen. Man merkt Heiko an, dass er mit der Außenwirkung und Selbstdarstellung vieler Agenturen nicht wirklich zufrieden ist. Aus diesem Grunde beginnt er sein Buch auch dem Thema „Positionierung“.

„Haben Sie Mut, sich von einem ‚Zuviel‘ an Können zu verabschieden. Konzentrieren Sie sich stattdessen. Sie würden schließlich auch zu keinem Facharzt gehen, der von sich sagt, sowohl Ihre Augen als auch Ihre Knochen behandeln zu können. Viele Agenturen behaupten aber genau das.“

Über diesen Aspekt spricht Heiko auch im Neukunden-Podcast (siehe oben) recht ausführlich. Wer sich in Sachen Positionierung noch nicht sicher ist, für den sind das Interview und natürlich das Buch ein wichtiger Einstieg ins Thema.

Reise durch den Akquise-Dschungel für Agenturen

Im weiteren Verlauf führt der Werbefachmann seine Leser durch die verschiedenen Schritte erfolgreicher Akquise:

  • Adressrecherche – wie finde ich den geeigneten Ansprechpartner?
  • Kontaktaufnahme – „wir müssen mal reden“
  • Unterlagen schicken – „wer schreibt, der bleibt“
  • Die entscheidende Präsentation beim potentiellen Kunden
  • Die „bösen Buben“ vom Einkauf

New Business für WerbeagenturenGut finde ich, dass jedes Kapitel mit einem Abschnitt für Freelancer und kleine Agenturen abschließt. Hier überträgt Heiko die Prinzipien auch auf Einzelkämpfer in der Werbebranche. Doch auch für Großagenturen ist ein extra Kapitel reserviert. Des Weiteren schaut Heiko über den deutschen Tellerrand und beschreibt Erfolgsgeschichten aus dem internationalen Umfeld.

Mein Fazit: Die 275 Seiten von Erfolgreiches New Business für Werbeagenturen lassen sich schnell (da verständlich) und flüssig lesen und bieten einen umfangreichen Ratgeber zum Neukunden-Geschäft in der Kommunikationsbranche. Entscheidendes Kriterium scheint neben der Positionierung die Antwort auf die Frage zu sein, wo es den potentiellen Kunden gerade „drückt“. Von über-kreativen Selbstbeweihräucherungen in der Präsentation rät der Experte ab, viel wichtiger sei es, einen konkreten Nutzen zu bieten und sich damit vom Wettbewerb zu unterscheiden. Dem kann ich als Nutzen-Fan absolut zustimmen!

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Geschrieben am Dienstag, 06. April 2010 von Thomas Kilian Kommentare deaktiviert für 12 Perlen und schöne Grüße aus Dänemark

Herzliche Grüße von der dänischen Nordseeküste, genauer gesagt aus Nordjylland, wo ich mit meiner Frau und unserem Golden Retriever einige ruhige Tage verbringe. Habe viel Zeit zum Spazieren am Strand und in den Dünen, Lesen und Schreiben.

daenemark-ostern-2010

Einige „Perlen“ in Form von eigenen Veröffentlichungen, Podcasts und Igel-Rezensionen sowie interessanten Artikeln meiner Blogger-Kollegen stelle ich Euch in diesem Beitrag vor:

Aktuelle Neukunden Podcast-Folgen

Folge 28 – Unternehmenskommunikation mit Strategie
Im Interview steht mir PR-Doktor Kerstin Hoffmann Rede und Antwort…

Folge 29 – Mit Klartext auf den Punkt kommen
Klartext-Experte Thilo Baum spricht über gezielte Kommunikation

Fachartikel aus der Kilian’schen Feder

Erfolgreich bloggen: 7 Tipps für Ihr Weblog
bei Onpulson.de

Eine Website ist kein Erfolgsgarant
Artikel für den Erfolgsratgeber Neukunden-Gewinnung

Rezensionen zum Buch „Der Igel-Faktor“

Literaturtipp „Grimms (Online-Marketing-) Märchen“
im Förderland

Rezension „Erfolgreiche Neukunden-Gewinnung im Internet“
von Cornelius Albert

Lesenswerte Beiträge aus meinem Feedreader & anderen Quellen

Matt Cutts über Linkbuilding Strategien
Video-Podcast bei SEO.at

7 harte SEO-Weisheiten
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