Presseportale genauer unter die Lupe genommen


Geschrieben am Freitag, 29. Juli 2011 von Thomas Kilian (3 Antworten)

Unsere Praktikantin Laura schreibt: Als Praktikantin bei Thoxan konnte ich in den letzten zwei Monaten viele neue Eindrücke vom Internet, vom Agenturleben und von der Werbung im Allgemeinen gewinnen. Da mein Praktikum nun zu Ende geht, möchte ich noch einmal einen Artikel im Neukunden-Magnet veröffentlichen und mich dem Thema „Online-Presseportale“ widmen, da diese Verzeichnisse bislang völliges Neuland für mich waren. Presseportale sind ein Medium moderner und kostenloser PR. So können Firmen und Agenturen Ihre Produkte in Artikel verpacken und diese online stellen. Durch Verteiler gelangt ein Artikel an viele andere Portale und der Autor des Textes profitiert davon – in der Regel kostenfrei. Darüber hinaus können sich Interessenten an den Texten bedienen und diese für ihre Homepage verwenden.

Zu viel Werbung ist nicht gut

Als Neuling auf diesem Gebiet denke ich, dass ich einen objektiven Blick habe und unvoreingenommen urteilen kann. Durch die bereits veröffentlichte Liste von Online-Portalen hier im Blog vor vier Jahren (der übrigens auch von einer ehem. Praktikantin erstellt wurde!) hatte ich einen guten, ersten Überblick, sodass ich mir mehrere Portale angucken konnte.

Meinen Quellen nach zu urteilen ist Openpr.de das größte deutsche Presseportal, und somit auch das populärste. Allerdings ist mein erster Eindruck eher negativ. Zwar kann jeder ohne Registrierung an dem Portal teilhaben, lesen und Pressemeldungen einstellen, aber schon die Startseite ist mit Werbebannern vollgestopft und es ist schwer, sich bei einem Erstbesuch zurechtzufinden. Allerdings ist es durch farbige Markierungen sehr einfach einen Text zu erstellen. Die einzelnen Meldungen sind mit Bildern versehen, welche schon in der Übersicht einzusehen sind. Das macht die Seite openpr.de attraktiver und die Meldungen anschaulicher.

Deutschepresse.de hingegen sieht aus wie ein Nachrichtendienst und überzeugt mit einer strukturierten Navigationsleiste. Das Design ist ansprechend und die Bedienung einfach. Hier ist zwar viel Werbung zu sehen, allerdings nimmt diese nicht zu viel Raum ein, sodass der User die Werbung gezielter wahrnimmt und sich trotzdem auf den eigentlichen Inhalt der Seite konzentrieren kann. Auf der ersten Seite sind die neuesten Meldungen einzusehen. Durch einen Klick auf das favorisierte Thema gelangt der User zu für ihn brauchbare Meldungen, um sich so einen Überblick schaffen zu können und seinen Artikel hier hineinzustellen.

Vor allem für Einsteiger attraktiv

Ebenso ist es bei onlinepresse.info. Die Fächerung der Navigationsleiste ist zwar nicht so groß wie bei anderen Portalen, aber gerade das ist positiv. Denn so können sich die Autoren sicher sein, in welche Kategorie Ihr Artikel gehört. Ein weiterer Pluspunkt für den Nachrichtendienst ist, dass der Button „So geht´s“ in vielen einzelnen Spaten aufzeigt, welcher Gedanke hinter der Seite steckt und wie der User mitmachen kann. Die Macher der Seite legen vor allem Wert darauf, dass die Richtlinien und der Pressekodex einzuhalten sind, weshalb eine vorangegangene Registrierung notwendig ist. Der Unterpunkt „Presseverteiler“ zeigt dem User auf, dass weitere Portale den Artikel aufnehmen und ebenfalls veröffentlichen. So kann der Autor mit einem verfassten Text 300 Seiten bestücken, ohne dass ihn das Mühen und Geld kosten.

Ein Minuspunkt für jedes Presseportal ist hingegen, dass es die Macher im heutigen Web 2.0 noch nicht geschafft haben, eine einheitliche Bedienung zum Reinstellen der Texte zu kreieren. Denn jedes Presseportal unterscheidet sich in dieser Hinsicht enorm, was eine generelle einfache Bedienung ausschließt und für Verwirrung bei den Usern sorgt.

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Über den Social Media OWL (e. V.)


Geschrieben am Donnerstag, 14. Juli 2011 von Thomas Kilian (2 Antworten)

Habe eben bemerkt, dass ich hier noch gar nicht über unsere Vereinsgründung in Sachen Social Media berichtet habe. Ende Juni haben wir uns mit acht Personen (1,2,3,4,5,6,7,8) zur konstituierenden Sitzung getroffen und einige Tage später den „Social Media OWL“ beim Vereinsregister in Bad Oeynhausen angemeldet. Zu den erklärten Zielen des Vereins gehört es, …

  • … das Thema Social Media in der Region Ostwestfalen nach vorne zu bringen.
  • … die Kompetenzen aus der Region für die Region (und gerne darüber hinaus) sichtbar zu machen.
  • … die Kräfte zu bündeln, indem wir einen offenen Austausch und echten Dialog fördern sowie gemeinsam Projekte voranbringen.

Entstanden ist die Idee zum Verein aus dem Themenjahr „Social Media 2011„, das von der OWL Marketing GmbH in Kooperation mit IT-Dialog OWL und den Branchennetzwerken in OWL initiiert wurde (wer daran alles beteiligt war, findet sich hier). Wir treffen uns alle 6-8 Wochen an unterschiedlichen Orten in Ostwestfalen-Lippe, um miteinander neue Trends im Social Web zu diskutieren, das Thema Social Media in der Region stärker zu verankern, gemeinsame Veranstaltungen zu planen, Informationen und Veröffentlichungen zu besprechen und auch konkrete Projekte zu vereinbaren. Denn zwischen den Treffen läuft der Dialog weiter, nicht immer in der ganzen Runde, aber doch zwischen einigen Akteuren, die etwas miteinander auf die Beine stellen wollen.

Natürlich lebt vor allem ein Verein, der sich mit dem Thema „Mitmach-Web“ beschäftigt, vom Mitmachen der Beteiligten. Es gibt keine Vorturner und keine allzu festen Strukturen, so dass sich jeder mit seinen Anliegen einbringen kann. Interessant ist in diesem Zusammenhang vielleicht, dass hier Personen an einem Strang ziehen, die eigentlich in einem Wettbewerbsverhältnis zueinander stehen. Mein Agenturkollege Stefan Freise aus Paderborn hat es in seinem Artikel sehr schön formuliert: „Warum denn nicht?“ Kirchturmdenken, Geheimniskrämerei und tiefe Wassergräben sind im Social Web nicht mehr möglich. Aus diesem Grunde sehe ich im neu gegründeten Verein echte Chancen, wenn es uns gelingt, das Miteinander und den Dialog nicht nur zu wünschen, sondern auch zu leben. Der Anfang ist gemacht, wie „sozial“ sich unser Miteinander gestaltet, werden wir sehen.

Aktive Teilnahme am Verein Social Media OWL

Zum Schluss noch ein Wort für alle, die sich in und um Ostwestfalen-Lippe mit dem Thema Social Media befassen – sei es als Berater, Agenturen, aber auch als Unternehmen oder Organisationen, die mit dem Web 2.0 (intern/extern) ihre Erfahrungen sammeln: Wir freuen uns über jeden, der sich engagiert, offen und mit Freude am Thema beim SMOWL-Verein beteiligen möchte. Meldet Euch dafür bei unserer Geschäftsführerin Stefanie Möller oder einem von uns aus dem Vorstand, wenn ihr mehr zur aktiven Teilnahme wissen möchtet.

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Warum Sie NEIN sagen müssen, um gut zu verkaufen


Geschrieben am Montag, 04. Juli 2011 von Thomas Kilian Kommentare deaktiviert für Warum Sie NEIN sagen müssen, um gut zu verkaufen

… weiter geht es mit einem Gastbeitrag, heute von den telefonart-Bloggern Andrea Jülichs und Mike Lekies, die einen neuen (kostenfreien) Leitfaden aufgelegt haben, der mir sehr gut gefällt. Vielen Dank Euch beiden und weiter so! Vorhang auf …

Wenn der Kunde etwas (aus)probieren kann, kauft er nicht die „Katze im Sack“

Sie finden es häufig am Wochenende in großen Supermärkten oder Einkaufszentren: Schnuckelige Stände um Käse oder Wein zu kosten oder die Vorführung von Super-Gurken-Hobeln und Zaubermessern. Bestimmt haben Sie die kleinen, zusätzlich aufgebauten Angebote schon gesehen.  Das Ziel ist, Kunden ein (neues) Angebot testen, kosten oder probieren zu lassen. Und das ist tatsächlich eine der besten Möglichkeiten Kunden auf  ein neues Angebot aufmerksam zu machen.

Jeder Kauf ist mit einem Risiko verbunden, insbesondere bei Waren, die der Kunde nicht kennt. Wie oft habe ich schon eine neue Creme gekauft, die unangenehm roch. Oder eine neue Wurst genommen, die im Kühlschrank vor sich hin gammelte… Eine neuer Käse, ein neuartiges Messer, spezieller Wein. Das Risiko für den Kunden beim Kauf von etwas Neuem lautet: „Das schmeckt mir doch nicht.“ Oder: „Das ist nicht so, wie ich es mir vorgestellt habe.“

Und dann landet die neue Creme oder der neue Käse im Mülleimer. Das ist kein Beinbruch – aber es ist ärgerlich. Wegen dieses Risikos gehen viele Kunden verständlicherweise auf Nummer Sicher und bleiben bei der Marke, die sie kennen und mögen. Das ist nicht nur bei Produkten des täglichen Bedarfs so.

  • Fazit: Wann immer möglich, lassen Sie Ihren Kunden Ihr Angebot kosten.
    Falls Sie jetzt sagen: „Das geht bei uns nicht…“ — Auch bei Dienstleistungen ist es möglich, Ihrem Kunden zu vermitteln, was Sie tun – und wie Sie es tun. Ein Beispiel: Unser neuer Gratisreport „STOP Selling. Warum Sie scheitern, wenn Sie Kunden überzeugen wollen. Und wie Sie Kunden tatsächlich erfolgreich ansprechen. Gratiskurs: STOP Selling.

Was ist mit den Kunden, die nicht probieren wollen?

Wenn ich mit dem Auto unterwegs bin und mir wird im Supermarkt Wein zum Probieren angeboten, lehne ich prinzipiell ab. Auch wenn ich inmitten einer Weinregion lebe… Ich sage: „Nein, danke.“

Doch ist Ihnen schon einmal aufgefallen, dass viele Kunden nicht „NEIN“ sagen können? Sie machen einen riesigen Bogen um die Probierstände. Sie senken den Kopf und blicken starr auf die Erde. Sie versuchen „unsichtbar“ für den Promoter zu werden. Sie können nicht „Nein“ sagen. Es ist ihnen unangenehm.

Leider sind daran viele Verkäufer selbst schuld, weil Sie die Meinung des Kunden oft nicht akzeptieren. Sie drängen Kunden dazu, dennoch etwas zu nehmen. Sie versuchen ein „Nein“ durch Argumente zu entkräften. Sie schmeicheln, verweisen auf mögliche Verluste („das bekommen Sie nie wieder“) – oder machen sogar Angst. Das ist tatsächlich unangenehm.

  • Fazit: Falls es Ihnen schwer fällt, das „Nein“ Ihres Kunden zu akzeptieren: Bitten Sie jemanden den Verkäufer zu mimen. Sie sind der Kunde. Sie wählen als Gegenstand des „Verkaufsgesprächs“ etwas, was Sie nie kaufen würden. Der „Verkäufer“  versucht, Sie hartnäckig davon zu überzeugen. Ohne zu respektieren, dass Sie „Nein“ sagen…Merken Sie, wie unangenehm das ist?

Und warum muss ich Nein-Sagen können, um gut zu verkaufen?

Wenn Sie zu etwas „Nein“ sagen können, dann können Sie auch akzeptieren, wenn ein anderer –ein Kunde – „Nein“ sagt. Das hat weniger mit Verkaufsstrategien als mit einem gesunden Selbstbewusstsein zu tun. Wer etwas ganz selbstverständlich ablehnen kann, weiß, dass Ablehnung nichts mit dem Verkäufer oder der Ware zu tun hat. Diese Menschen erklären häufig gar nicht, warum sie etwas nicht möchten. Für sie ist es normal, dass sie nicht zu jederzeit jedes Angebot haben wollen. Oder zu allem, „JA“ zu sagen.

  • Fazit: Jemand der selbstbewusst Nein sagen kann, akzeptiert auch selbstbewusst das Nein eines anderen. Er weiß, es hat nichts mit ihm persönlich zu tun, weil nicht jeder Kunde, mit dem er spricht, sein Angebot benötigt.
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Amazon Partnershops bringen Webmastern Umsatz


Geschrieben am Montag, 27. Juni 2011 von Thomas Kilian Kommentare deaktiviert für Amazon Partnershops bringen Webmastern Umsatz

Amazon kennt jeder, doch dass der Handelsriese auch ein attraktives Modell für Website-Betreiber anbietet, ist noch längst nicht zu allen durchgedrungen. Petra Sommer von Clicks Online Business kennt die Herausforderungen, die es insbesondere im Bereich der „Partnershop-Programme“ zu bewältigen gilt. Denn einige Partner sind enttäuscht über die geringe finanzielle Ausbeute und andere wissen nicht, wie eine optimale Implementierung auf ihrer Homepage erfolgen könnte. In ihrem Gastbeitrag beleuchtet Petra Sommer die Vor- und Nachteile des beliebtesten deutschen Partnershop-Programms, dem aStore von Amazon.

Der Stellenwert von Amazon Partnershops in der heutigen Wirtschaft

Das 1994 von Jeff Bezos gegründete Internet-Versandhandelsunternehmen Amazon.com, Inc. hat frühzeitig damit begonnen, ein Partnerprogramm aufzubauen, sodass externe Unternehmen und Privatpersonen als Vertriebspartner in das Geschäft von Amazon.com eingebunden werden können. Für diese so genannten „aStores“ hält Amazon sogar Patentrechte inne, die allerdings bislang noch niemals ausgeübt worden sind. Mit dem Partnerprogramm hat Amazon übrigens den mit der Wahl des eigenen Unternehmensnamens verbundenen Anspruch erfüllt: So wie der Fluss Amazonas in Südamerika erst durch seine schier unendlich vielen kleinen Zuflüsse und Verzweigungen immer stärker anschwillt und letztlich zum wasserreichsten Strom auf der gesamten Erde wird, so ähnlich sollen auch die Umsätze und Gewinne von Amazon immer stärker wachsen durch kleinere „Zuflüsse“ von den zahlreichen Websites, die einen Amazon Partnershop integriert haben.

Das Amazon-Partnerprogramm – ein einfaches Prinzip

Das Partnerprogramm von Amazon basiert darauf, dass ein Homepagebetreiber auf seiner Website Links zu Amazon setzt. Diese Links kann man zurückverfolgen, so dass sich nachvollziehen lässt, welche Umsätze bei Amazon durch einen Kunden generiert worden sind, der über die externe Verlinkung auf der Betreiber-Homepage zu Amazon gelangt sind. Für jeden abgeschlossenen Kauf erhält der Partner daher eine bestimmte Provision. Die Verlinkungen können auf verschiedene Weise entstehen, etwa durch Banner. Damit kann der Amazon-Partner selbst entscheiden, welche Produkte er anbieten möchte. Passend zu seiner Homepage erscheinen dann am Rand oder im Head die Produkte von Amazon.

Eine andere Möglichkeit bieten die bereits erwähnten aStores an. Dadurch wird auf unkomplizierte Weise ein kleiner Online-Shop erstellt, der eine komplette Produktpalette vorstellen kann. Mit Hilfe einer Zeile HTML-Code können diese Shops auf der eigenen Seite integriert werden. Im Bereich Layout und Design steht Ihnen eine breite Auswahl an Möglichkeiten zur Verfügung, sodass sich das Aussehen des Shops optimal an das Design Ihrer Homepage anpassen lässt. Ähnliche Partnerprogramme gibt es im Internet auch von anderen Unternehmen aber der aStore von Amazon zählt zu den beliebtesten. Ein Grund dafür ist sicherlich, dass Amazon bei Internet-Nutzern und Online-Kunden ein hohes Vertrauen genießt und sich im Allgemeinen über Jahre hinweg ein gutes Image aufbauen konnte. Die positiven Eigenschaften übertragen sich in gewisser Weise auch auf die Partner, so dass die Teilnahme am Amazon Partnerprogramm oder ein Amazon Partnershop auf einer Unternehmenswebsite auch die Neukunden-Gewinnung unterstützen können.

Was sind realistische Umsatzerwartungen?

Wenn jemand das Ziel verfolgt, einen Partnershop für Amazon zu eröffnen, der sollte sich vor Augen führen, dass man dadurch nicht wirklich reich werden kann. Man erhält maximal zehn Prozent Provision an den verkauften Artikeln und muss allerdings selbst ausreichend Interessenten auf die eigene Seite locken, damit der Besucher von den eigenen aStore auf der Seite anklickt, um auf Amazon einzukaufen. Die Schwierigkeit liegt sicherlich darin, dass ein Amazon Partnershop voraussetzt, dass der Kunde aus irgendeinem Grund nicht direkt auf die Amazon-Website geht, sondern zunächst beim Partner landet. Dies geschieht natürlich vor allem dann, wenn die eigene Homepage viele interessante Inhalte vorweisen kann. Die User gelangen im Anschluss an den Besuch zu den attraktiven Produkten bei Amazon, die auf im aStore eingeblendet werden. Insofern sind Käufe über die Links des Amazon Partnerprogramms häufig eher „Zufallstreffer“ und dürften insgesamt immer eine viel geringere Bedeutung haben als die Umsätze, die durch direkte Aufrufe von Amazon getätigt werden.

Allzu hohe Umsatzerwartungen dürfen Amazon-Partner daher nicht voraussetzen. Gleichwohl bietet das Partnerprogramm Unternehmen und privaten Websitebetreibern die Möglichkeit, praktisch ohne eigene Investitionen zusätzliche Erträge zu generieren. Spezielle Marketinginstrumente wie der Amazon Aktionscode können das Geschäft jedoch stimulieren, indem sie für zusätzliche Umsätze sorgen. Da die Provisionen nach oben begrenzt sind, ist das Partnerprogramm vor allem für Produkte aus der niedrigen Preiskategorie interessant. Hochwertige Waren sind dagegen für den Partner weniger attraktiv, weil er dann nur eine vergleichsweise geringere Provision erhält.

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Praktikantin Laura: Von der Schulbank in die Uni


Geschrieben am Mittwoch, 22. Juni 2011 von Thomas Kilian (2 Antworten)

Zurzeit haben wir Laura (19) als Praktikantin in der Agentur zu Gast. Sie hat vor ein paar Tagen ihr Abitur erworben und möchte vor dem Studium einfach mal ins Agenturleben reinschnuppern und sich auf das vorbereiten, was demnächst bei allen Abiturienten ansteht: Weiterbildung, Ausbildung oder eben der „Ernst des Lebens“. Wir freuen uns, dass Laura für zwei Monate unser Team verstärkt und heute ihre Gedanken zur Zukunft mit uns teilt.

Von der Lokalpresse in die Werbung

In der Schule findet eine Vorbereitung immer nur für die nächsten Klausuren oder im spannendsten Falle für das Abitur statt. Aber die Schüler bekommen keine Vorbereitung auf das, was danach kommt. Das müssen sie irgendwie selber hinbekommen. Plötzlich haben sie ihr Abitur, freuen sich und begreifen dann erst, dass das Ziel noch lange nicht erreicht ist. Ich habe den Leistungskurs Deutsch gewählt, welcher mir immer sehr viel Spaß gemacht hat. Deshalb habe ich vor zwei Jahren ein Praktikum bei einer Lokalzeitung absolviert. Doch ich habe schon schnell gemerkt, dass mich das nicht richtig fordert. Jahreshaupt-Versammlung von Rassezuchtvereinen und Straßen-Sperrungen sind nicht die Themen, über die ich dauerhaft schreiben möchte.

Eine Freundin brachte mich irgendwann auf die Idee, in Richtung Werbung zu gehen, da sich das gut bei mir vorstellen könnte. Doch ich hielt es für viel zu leichtsinnig, mich einfach für eine Ausbildung oder einen Studienplatz zu bewerben, ohne dass ich weiß, was mich erwartet. Ein Praktikumsplatz musste also her. Und jetzt bin ich bereits seit zweieinhalb Wochen bei Thoxan.

Viele Wege führen zum Ziel

Ich wurde in dieser kurzen Zeit schon vor die ersten Herausforderungen gestellt, wie einen Text über Treppenlifte mit über 400 Wörtern zu verfassen oder fünf verschiedene Texte über Sitzkissen zu schreiben. Das ist schwieriger als ich zunächst gedacht hatte. Zwar bin ich ein Mensch, der sich viel und lange Gedanken über alle möglichen Dinge macht, und so auch über das Praktikum, aber dennoch hatte ich keine genaue Vorstellungen, was mich erwartet.

Dass ich hier Texte über Themen tippen muss, von denen ich noch nie etwas gehört habe, hätte ich nicht gedacht. Oder wer in meinem Alter weiß schon, was eine Suchmaschinen-Optimierung ist oder wie sie durchzuführen ist? Ich habe in der kurzen Zeit schon viel gelernt, beispielsweise unter welchen Kriterien Texte zu schreiben sind. Doch das allerbeste ist eigentlich, dass ich jeden Tag merke, dass es mir Spaß macht und ich die richtige Richtung einschlage.

Manchmal fällt es mir nach einer so langen Zeit des Nichts-Tuns schwer, mich morgens aus dem Bett zu quälen und acht Stunden zu „arbeiten“, aber wenn ich erst mal bei der Sache bin, dann rennt die Zeit davon. Nur über den genauen Weg zu meinem Traumberuf bin ich mir noch nicht sicher. Ich habe eine Ausbildung für mich persönlich ausgeschlossen, auch wenn es mich reizt, schon bald mein eigenes Geld zu verdienen. Dennoch halte ich ein Studium für klüger. Jedenfalls was meine Person betrifft, denn das muss ja jeder für sich selbst entscheiden.

  • Am meisten bin ich an einem Studium im Bereich Public Relations interessiert. Ich finde es gut, dass ich mit dem Abschluss einerseits in einer Werbeagentur arbeiten kann, andererseits aber auch bei Firmen. Außerdem könnte ich auch bei einem Sportverein oder direkt für einen Sportler arbeiten –  Für mich als Fußballfan ein sehr verlockender Gedanke. Ich finde es interessant, einem Produkt, einer Firma oder aber auch einem Menschen eine gewisse Hülle zu verleihen, ihnen einen Charakter zu geben. Dennoch habe ich noch viele weitere Interesen im Bereich Werbung. Da ich mich in den letzten Monaten viel mit den Studienmöglichkeiten in diesem Bereich beschäftige, habe ich gelernt: Es gibt viele Wege.
  • Auch ein Studium in Richtung Marketing und Kommunikation interessiert mich. Denn auch damit kann ich in den Werbe- und PR-Bereich, aber auch später nochmal bei Zeitungen oder ähnlichem anheuern. Das gefällt mir allgemein im Bereich der Werbung und der Kommunikation. Es gibt so viele Facetten, die ich bis jetzt noch gar nicht alle kenne. Aber irgendwo finde ich bestimmt einen Platz.
  • Ein etwas anderes Studium, aber auch in meinem Blickfeld ist Event Management. Zwar geht bei dieser Studienrichtung hauptsächlich darum, Veranstaltungen zu organisieren und zu planen. Aber dennoch interessiert es mich sehr, Dinge bis ins kleinste Detail auszuarbeiten und für eine perfekten Ablauf zu sorgen. Da ich bei der Organisation der Abi-Show meines Jahrgangs mitgeholfen habe weiß ich, dass auch ein Event-Management-Studium etwas für mich ist. Wir haben einen Ablaufplan und Spiele organisiert, sowie einige Lehrer kontaktiert und diese in die Show eingebunden. Alles in einem ganz kleinen Rahmen, doch es hat wirklich Spaß gemacht, in einem Team zu planen, Aufgaben zu verteilen und zu sehen, wie etwas entsteht und die Gruppe vorankommt.

Ich bin sehr gespannt, welche Uni sich melden wird, um mir – hoffentlich – eine Zusage zu erteilen. Denn es geht vielen aus meiner Stufe so, die ähnlich wie ich Ängste haben, dass sie keinen Studienplatz oder keine Ausbildung finden. Dennoch gibt mir gerade die Menge und die Vielfältigkeit im Bereich der Werbung Zuversicht, dass ich meinen Platz finde.

Wir wünschen Laura alles Gute für Ihr Praktikum und hoffen natürlich, dass sie im Anschluss den idealen Studienplatz finden wird! 🙂

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Was würdest Du Kunden raten, deren Budget nur 1000 Euro beträgt?


Geschrieben am Donnerstag, 16. Juni 2011 von Thomas Kilian (5 Antworten)

Diese Frage stellt die „Ragazzi Group“ in ihrer 1000-Euro-Marketing-Idee Blogparade, die noch bis zum 1. Juli läuft. Vor einiger Zeit hat mir Norbert Weider, der Initiator des närrischen Treibens eine Einladung dazu geschickt:

„Im Rahmen der Blogparade möchten wir Marketing-Ideen zusammentragen die sich für ein Kampagnenbudget von rund 1000 Euro realisieren lassen und daraus ein gratis eBook erstellen.“

Nun finde ich es ja immer sehr spannend, wenn es bei Blogparaden um Marketing-Themen geht. Doch in diesem Fall ist mir die Fragestellung zu „schwammig“ – geht es nun um eine einzelne Kampagne oder um das „Marketing-Budget“? Beschreiben die Teilnehmer eine Werbemaßnahme oder einen systematischen Plan zur (kontinuierlichen) Neukunden-Gewinnung? Was ich immer wieder erlebe, ist blinder Aktionismus. „Herr Kilian, wir müssen mal wieder was tun, lassen Sie uns mal über ein Mailing sprechen!“ – „Ich habe mal überlegt, einen Flyer zu machen und den irgendwie zu verteilen!“ – „Diese Google Ad-Dings, das soll ja was bringen, machen Sie mir das mal!“

Gutes Marketing braucht einen Plan!

Doch selten genug haben gerade kleine und mittelständische Unternehmen einen echten Plan für Ihre Marketing-Aktivitäten. Es gibt in den meisten Fällen gar kein festes Budget für die Vermarktung der Produkte und Dienstleistungen, sondern es werden „billige Werbeaktionen“ gefahren, die nur selten nachhaltigen Erfolg erzielen. „Oft schießen trifft das Ziel“ – natürlich hat dieses Zitat recht und ich kann durch regelmäßige Werbung auf mich aufmerksam machen. Aber ob ich dadurch langfristig Geschäft entwickeln kann, bleibt zu bezweifeln. Zum „Marketing“ gehört eben auch, den richtigen „Markt“ zu erobern. Viele kennen ihren Markt ja noch nicht einmal, geschweige denn sind sie im Kontakt mit ihrer Zielgruppe.

Mir geht es auf den Keks, immer über Budgets zu diskutieren. „Was sind schon 1000 Euro?“, werden manche sagen. Andere halten 1000 Euro für eine riesige Summe, da sie sich auf einen sehr kleinen, regionalen Markt konzentrieren. Wer bundesweit nach Kunden für hochpreisige Produkte sucht, wird hingegen mit 1000 Euro nicht weit kommen – größere Reichweite kostet einfach mehr Geld. Und noch mal stelle ich die Frage, ob eine einzelne „Aktion“ – und mag sie noch so innovativ, aufmerksamkeitsstark und ungewöhnlich sein, für nachhaltigen Erfolg sorgt.

Ob ein Restaurant sich bei den „Koch-Profis“ bewirbt, die den Laden sogar ins Fernsehen bringen (und dann am Ende trotzdem pleite gehen) … ob ein Maschinenbau-Unternehmen bei der nächsten Fachmesse eine Guerilla-Marketing-Aktion durchführt, die schaulustige Besucher an den Stand lockt, aber nicht unbedingt mehr teure Maschinen verkauft … ob eine Software-Bude ein Tool programmiert, das zwar viele Endverbraucher im Einsatz haben, aber keine Großprojekte im Zielmarkt hervorbringt … ob, ob, ob … Glückstreffer, Akquise-Lotto, Einzelfälle – aber ein völlig anderes Verständnis von „Marketing“ als ich es habe.

Ich sage es noch mal: Nachhaltige, erfolgreiche Neukunden-Gewinnung und Umsatz-Steigerung braucht einen (guten) Plan. Wenn sich dieser Plan für 1000 Euro umsetzen lässt, umso besser. Doch die Grundlage im Marketing ist nicht die Budgetfrage, sondern die Ausrichtung des Unternehmens, die Zielgruppe und das zu erwartende Potenzial. Auf dieser Basis lässt sich nun darüber nachdenken, wie die Zielstellung möglichst effektiv und zugleich effizient zu erreichen ist.

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Was passiert im Social Web in 60 Sekunden?


Geschrieben am Donnerstag, 09. Juni 2011 von Thomas Kilian (4 Antworten)

Wer es wissen möchte, findet die Antwort in der folgenden Infografik und natürlich auch (auf deutsch) in diesem Blogartikel. Fand die Auswertung der verschiedenen Kanäle sehr spannend – sonst sind es meistens nur Infografiken für Twitter oder Facebook – auf einen Blick lassen sich die Auswirkungen des Web 2.0 hier sehr schön beobachten:

60 Seconds - Things That Happen On Internet Every Sixty Seconds
(via Shanghai Web Designers)

Was im Web 2.0 in 60 Sekunden passiert …

  • Die Suchmaschine Google verarbeitet 694.445 Anfragen
  • 6.600 Bilder werden auf Flickr hochgeladen
  • 600 Videos werden auf Youtube hochgeladen, die über 25 Stunden Videomaterial beinhalten
  • 695.000 Status-Updates, 79.364 Beiträge und 510.040 Kommentare werden auf dem Sozialen Netzwerk Facebook veröffentlicht
  • 70 neue Domains werden registriert
  • 168.000.000 E-Mails werden verschickt
  • 320 neue Accounts werden auf dem Sozialen Netzwerk Twitter eingerichtet und 98.000 Tweets werden veröffentlicht
  • Mehr als 13.000 Mal werden iPhone „Apps“ heruntergeladen
  • 20.000 neue Beiträge erscheinen auf der Micro-Blogging-Plattform tumbler
  • Der populäre Browser FireFox wird mehr als 1.700 Mal heruntergeladen
  • Die beliebte Blog-Plattform WordPress wird mehr als 50 Mal heruntergeladen
  • WordPress Plugins werden sogar mehr als 125 Mal heruntergeladen
  • 100 Accounts werden auf der professionellen Networking-Plattform LinkedIn erstellt
  • 40 neue Fragen werden bei YahooAnswers.com gestellt
  • Weitere 100 Fragen kommen bei Answers.com dazu
  • 1 neuer Artikel wird bei Associated Content veröffentlicht, der weltweit größten Sammlung von gemeinschaftlich erstellten Inhalten
  • 1 neue Definition wird auf UrbanDictionary.com hinzugefügt
  • 1.200 neue Werbeformate werden auf Craigslist erstellt
  • 370.000 Sprachminuten werden bei Skype übermittelt
  • 13.000 Stunden Musik laufen beim personalisierten Internet Radio Pandora über den virtuellen Äther
  • 1.600 Aufrufe kann Scribd verzeichnen, das größte soziale Schriftenverzeichnis
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Gastartikel: 10 Vorteile von Broschüren


Geschrieben am Dienstag, 05. April 2011 von Thomas Kilian (3 Antworten)

Ist die Broschüre tot? Keineswegs. Sagt zumindest Doris Doppler, die mir netterweise diesen Gastbeitrag zur Verfügung gestellt hat, um wieder etwas Leben in die Bude zu bringen … Der Werbeklassiker behauptet sich selbstbewusst neben Mailings, Web und Social Media. Und das aus gutem Grund: Eine Broschüre vermittelt Wertigkeit und Glaubwürdigkeit, bietet Nutzen und baut Vertrauen auf – und tut daher Ihrem Image und Ihrem Umsatz gut.

Die 10 wichtigsten Vorteile von Broschüren

Verkaufsfördernd.

Wie in einem persönlichen Verkaufsgespräch können Sie den Produktnutzen ausführlich darstellen, kaufhemmende Widerstände auflösen und den Leser zu einer konkreten Handlung auffordern.

Vielseitig.

Broschüren können Sie als Beilage zum Werbebrief ebenso einsetzen wie als Produktbeigabe und natürlich als Unterstützung beim Verkaufsgespräch. Sie können Checklisten beilegen, White papers, Produktproben und vieles mehr.

Glaubwürdig.

Eine gut gemachte Broschüre steht für Vertrauenswürdigkeit, Verlässlichkeit und Qualität. Sie gehört ebenso zum guten (Geschäfts)Ton wie die Visitenkarte – viele Kunden erwarten eine Broschüre ganz einfach.

Nützlich.

Eine Broschüre informiert und überzeugt – durch interessante Inhalte, klug argumentierten Produktnutzen und nachhaltigen Mehrwert. Sorgen Sie dafür, dass der Leser die Broschüre aufbehält und sie immer wieder zur Hand nimmt: Integrieren Sie Fallstudien, Beilagen, F&A, Checklisten, Tipps etc.

Persönlich.

Eine Broschüre ist weniger persönlich als ein Werbebrief, aber individueller als eine Anzeige oder eine Webseite. Und zwar zum Beispiel dann, wenn Sie sie mit einem Anschreiben verschicken, das möglichst genau auf die Situation und Wünsche Ihrer Zielgruppen eingeht.

Visuell.

Emotionale Fotos im Großformat? Als Doppelseite in einer A4-Broschüre kein Problem. Wo Anzeigen, Werbebriefe oder Newsletter an ihre Grenzen stoßen, können Sie Broschüren als äußerst visuelles Medium einsetzen – so sprechen Sie Ihre Zielgruppe auf mehreren Kommunikationsebenen an.

Ergänzend.

Mit Printmedien wie Broschüren können Sie Ihre Online-Kampagnen unterstützen. Offline und online ergänzen sich, gleichen ihre Schwächen gegenseitig aus und verstärken dadurch den Marketing-Mix.

Praktisch.

Eine Broschüre hat in jeder Tasche Platz. Der Leser ist weder auf Computer noch Internetzugang angewiesen und kann die Broschüre jederzeit an Kollegen und Geschäftspartner weiterreichen. Ein Stück Unabhängigkeit von Netz und Strom.

Vertraut.

Wichtig bei konservativen Zielgruppen: Eine Broschüre ist ebenso vertraut wie ein Buch. Jeder weiß, wie sie zu handhaben ist und muss sich nicht erst mit neuen Technologien, komplizierten Webadressen, schwer lesbarer Online-Schrift oder komplizierter Navigation auf Firmenwebseiten auseinandersetzen.

Verbindlich.

Wenn Sie einem Interessenten eine – und darauf kommt es an! – hochwertige und vor allem nützliche Broschüre überreichen, die echten Mehrwert bietet, ist das fast wie ein Geschenk. Und wer etwas geschenkt bekommt, möchte sich dafür gerne revanchieren – zum Beispiel, indem er Ihnen mehr Zeit für das Verkaufsgespräch einräumt.

Dies ist ein gekürzter Auszug aus dem digitalen Fachbuch „Starke Broschüren. Die besten Ideen für Text und Konzept“ von Dr. Doris Doppler, die seit zehn Jahren als freie Werbetexterin, Wirtschaftsjournalistin und Fachautorin in Innsbruck arbeitet. Die promovierte Betriebswirtin ist für Unternehmen, Agenturen und Verlage in A, D, CH und I tätig. Daneben verfasst sie digitale Fachbücher zu Werbetext und Marketing, schreibt regelmäßig Fachartikel für renommierte Expertenmedien und ist Mitglied des Markenmanagement-Netzwerkes brandpi.

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Kreativität in der Neukunden-Gewinnung


Geschrieben am Dienstag, 01. Februar 2011 von Thomas Kilian Kommentare deaktiviert für Kreativität in der Neukunden-Gewinnung

Im Sommer des vergangenen Jahres haben wir als Agentur das Blog des Kreativitätstrainers Henning Patzner optisch und technisch „auf Vordermann gebracht“. Der Creative Director und Geschäftsführer Kreation der Serviceplan Campaign in München schreibt dort regelmäßig über Kreativität, Kreativitätsforschung und Innovationskultur. Ich freue mich, ihn mit einem besonderen Gastbeitrag meinen Lesern vorstellen zu dürfen, denn er bringt mit seinen kurzen Beiträgen (und vielen Video-Fundstücken) interessante Einsichten in die kreative Denke der Werbebranche.

Vom Pitch zur kreativen Präsentation

In der Werbebranche gewinnt eine Agentur statistisch nur jeden siebten Pitch (so nennt man es in der Werbebranche, wenn man mit anderen Werbeagenturen um einen Etat kämpft). Kleinere Agenturen gewinnen vielleicht sogar nur jeden elften Pitch. Deswegen stellt sich hier zurecht die Frage: „Ist Kreativität bei der Kundenakquise in der Werbebranche wichtig oder ist sie eher hinderlich?“

Die Antwort ist eindeutig: Kreativität gewinnt.

Alle Pitche, die ich nach Hause holen konnte, habe ich nur deshalb gewonnen, weil das Kreativteam eine einzigartige Konzeptidee hatte und diese auf raffinierte Weise in ein einzigartiges Akquisekonzept verpackt hat. Hier ein paar Beispiele:

  • Bei einem asiatischem Autobauer hat mein Kreativteam eine Filmidee als Sketch vorgeführt und nicht wie alle anderen Agenturen als Animatic präsentiert.
  • Bei einem großen Kosmetikkonzern haben wir nicht eine 120-Seiten Powerpoint-Präse vorgetragen, sondern einen fünf-minütigen Film vorgeführt, der das Konzept von A bis Z schlüssig und knapp auf den Punkt brachte.
  • Bei einem großen Elektrokonzern haben wir nach der Präsentation nicht ein schönes Booklet zum Nachlesen dagelassen, sondern ein Mailing, das wir gerne im Namen des Elektrokonzerns verschicken würden.

Aber gewinnt Kreativität wirklich immer? Natürlich nicht.

Mit kreativer Akquise bin ich auch schon brutal gegen die Wand gefahren:

  • Einmal fragte mich ein Marketingleiter eines großen deutschen Autokonzerns, nachdem ich ein Filmskript sehr lebhaft vorgetragen habe, welche Drogen ich denn zu mir genommen hätte.
  • Einmal fragte mich ein Vertriebsleiter eines großen Logistikkonzerns, ob das Motiv mit den „Dildos“ im Bild ernst gemeint gewesen sei.

Pitche in der Werbebranche sind immer spannend. Die Konzerne wollen kreative Konzepte und Präsentationen, auch wenn sie am Ende ganz normale Mainstream-Werbung machen. Letztendlich muss man den Nerv eines Gremiums treffen, das darüber entscheidet, an welche Agentur der millionenschwere Etat geht. Dafür sorgt nicht nur Kreativität, sondern eben auch die Chemie. Und wenn der Marketingleiter mutig und innovativ ist, dann belohnt er auch die Agenturen, die ihn mit Kreativität begeistern wollen. Ist der Marketingleiter hingegen ängstlich und konservativ, sollte man selbst als Werber sich nicht scheuen, die Krawatte anzuziehen. Die gute Nachricht jedoch bleibt: Die meisten Marketingleiter in Deutschland honorieren kreative Präsentationen!

Wer mehr über das Thema Kreativität in der Werbung erfahren möchte >> hier lang.

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Hörbuch über die „Akquisemaschine XING“


Geschrieben am Montag, 31. Januar 2011 von Thomas Kilian (2 Antworten)

Ende November war ich zusammen mit Joachim Rumohr als Referent bei der Veranstaltung „Umsatz-Chancen“ in Hamburg. Natürlich hat es sich der XING-Experte in seinem Vortrag nicht nehmen lassen, auf sein neues Hörbuch hinzuweisen. Über die Feiertage und den Jahreswechsel habe ich nach und nach die vier CDs und eine DVD zu Gemüte geführt und möchte meinen Lesern diese Co-Produktion mit dem Verkaufstrainer Dirk Kreuter gerne empfehlen.

24 Erfolgstipps für die Gewinnung neuer Kunden mit XING

Ich gebe zu, das Hörbuch hält, was Joachim versprochen hat. Auf insgesamt 4 Stunden und 28 Minuten erfährt der Hörer, wie sich XING als Instrument zur Kundengewinnung eignet. Joachim spricht immer gerne vom „Schweizer Taschenmesser“ – viele Funktionen, doch kaum jemand kennt sie alle und noch weniger nutzen sie. So ist es häufig auch mit XING. Nicht immer bin ich mit den Neuerungen zufrieden, doch in vielen Bereichen hat XING sich für mich als wirksame Möglichkeit entpuppt, geschäftliche Kontakte herzustellen. Aus meiner Sicht nicht mehr, aber auch nicht weniger.

Hier setzt auch das „Gespräch“ von Rumohr und Kreuter im Hörbuch an. Abwechselnd und zum Teil im Dialog stellen Sie nützliche Features vor, schaffen Grundlagenwissen und weisen – zum Teil auch konträr – auf die Vor- und Nachteile der Plattform hin. XING hat ja auch seit einiger Zeit einen Online Stellenmarkt ähnlich wie der von Spirofrog.de – der Jobbörse. Oder auch die neue Ticketingfunktion, bei der Amiando fest ins System integriert ist, was die Durchführung von Events erleichtert.

Mir gefällt es sehr, dass sich die Experten nicht immer einig sind. Der Verkaufstrainer und der Networker unterscheiden sich nun einmal auch im echten Leben von Ihrer Vorgehensweise im Akquise-Prozess. Wem die Kreuter’sche Methode zu direkt ist, oder der Rumohr’sche Weg zu verschlungen, kann sich selbst eine gesunde Mischung überlegen. Impulse gibt es zu beiden Überzeugungen zur Genüge.

Positiv empfinde ich auch, dass die beiden tatsächlich persönlich als Sprecher auftreten. Bei vielen Produktionen empfinde ich die „professionellen“ Stimmen als zu glatt und aufgesetzt. Nicht nur bei den Outtakes, sondern auch im Hörbuch selbst kommen Kreuter und Rumohr sehr natürlich rüber. Es ist mir deshalb nicht schwer gefallen, die Stunden (zumeist im Auto) interessiert zuzuhören.

Zum Inhalt ist zu sagen, dass ich persönlich nicht viel Neues erfahren konnte, da ich mich auch schon sehr intensiv mit XING auseinandergesetzt habe, was das Thema Akquise angeht. Allerdings war ich froh, dass es im Hörbuch nicht um die Einführung zur Nutzung des Online-Portals geht (technische Funktionen etc.), sondern dass die Autoren mit guten Bildern erklärt haben, wie sich XING als Instrument zur Kundengewinnung eignet. Joachim spricht immer gerne vom virtuellen „Ladengeschäft“, in das andere Menschen hereinkommen. Dieser Vergleich hilft dabei, Beziehungen zu Interessenten aufzubauen.

Das Hörbuch hat auch das Ziel, mit einigen Vorurteilen aufzuräumen: Muss ich Kontaktsammler werden? Ist die Direktansprache bei XING zulässig? Wie funktioniert Empfehlungsmarketing bei XING? Sind die Entscheider überhaupt auf der Plattform vertreten? Wer einen Verkaufstrainer wie Dirk Kreuter schon mal live oder auf CD gehört hat, wird Themen wie „Zeugenumlastung“ und „geistige Brandstiftung“ schon kennen, doch es war interessant zu sehen, wie er seine Aufhänger auch mit XING in Zusammenhang bringt. Und dass Joachim Rumohr als XING-Experte wirklich jeden Kniff und Trick kennt, ist überflüssig zu erwähnen.

Mir hat das Hörbuch in jedem Fall geholfen, meine Erfahrungen einmal kritisch zu überprüfen und gleichzeitig festzustellen: Das „wie“ ist sicherlich entscheidend, doch das „machen!“ ist sicherlich ebenso wichtig. In diesem Sinne: Hören, lernen, ausprobieren!

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