Die meistgelesenen Artikel im Neukunden-Magnet


Geschrieben am Mittwoch, 04. März 2015 von Thomas Kilian (2 Antworten)

Interessant, mit etwas (*hüstel*) Abstand auf so ein Weblog zu schauen, optisch wie auch inhaltlich. Stelle fest, dass unser Neukunden-Magnet in die Jahre gekommen ist und generalüberholt werden sollte, nehme das im Laufe der kommenden Wochen in Angriff. Parallel läuft der Relaunch unserer Agentur-Website, insofern bitte ich um Geduld (und Nachsicht (und Mitleid (und naja, Ihr wisst schon!))).

Traue keiner Statistik, die Du nicht selbst gefälscht hast!

Habe mir auch die Besucherzahlen in Google Analytics angeschaut, trotz der langen “Flaute” frischer Artikel kommen jeden Tag etwa 100 Besucher auf die Seite und halten sich hier im Schnitt rund 2 1/2 Minuten auf. Manche Artikel werden besonders gern und lange gelesen, eine Auswahl der beliebtesten Beiträge möchte ich Euch in dieser Übersicht gerne vorstellen und damit zum Stöbern einladen.

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Der mit weitem Abstand meist gelesene Artikel hier im Blog führt die “10 schlechtesten Gründe für eine Kontaktaufnahme bei XING” auf. Dieses Schätzchen wurde seit Erscheinen im April 2012 rund 15.000 Mal aufgerufen, überdurchschnittlich oft empfohlen und kommentiert. Auch heute noch klicken etwa 300 Leser jeden Monat diesen Text an. Das Thema scheint für viele, leidgeplagte XING-Nutzer wichtig zu sein, denn auch der “Offene Brief an XING wegen unerwünschter Kontaktaufnahme” hat recht stattliche Abrufzahlen. Wir beschweren uns jedoch nicht nur, sondern liefern auch konkrete, praktische Tipps, es bei der XING-Akquise besser zu machen.

Aufreger über XING, Spam und andere Akquisesünden

Überhaupt scheinen mir die kontroversen “Aufregerthemen” besonders gut zu ziehen, sei es mit Berichten über die Abzocke-Mentalität von dubiosen Anbietern oder die Veröffentlichung von unerwünschten Werbemails. Wie es richtig geht, verrät ein weiterer der meistgelesenen Beiträge “Pimp my Werbebrief“, in dem ich anhand einer eigenen Aussendung wesentliche Erfolgsfaktoren eines postalischen Mailings darstelle. Sollte es mit der Akquise trotzdem nicht klappen, so lesen Sie einfach die “5 Wege, mit Absagen in der Akquise umzugehen“.

Im Neukunden-Magnet Blog haben zahlreiche Gastautoren interessante Beiträge beigesteuert, gleich zwei Artikel von Andrea Lekies haben es in unsere Liste geschafft, sie beschäftigen sich mit “13 Regeln für unseriöse Telefonakquise” sowie “6 psychologische Tricks für den optimalen Verkauf“, danke Andrea!

Blogfutter für Akquise-Einsteiger

Viele Blogartikel richten sich thematisch an Einsteiger, Existenzgründer und Noch-Nicht-Profis. Ich schreibe gerne für diese Zielgruppe, empfinde es als besondere Herausforderung (und zugleich als Chance) komplexe Inhalte leicht verständlich zu erklären. Wir Marketing-Heinis sind manchmal soooo weit weg von unserer Zielgruppe, das muss einfach nicht sein. Deshalb gebe ich “Akquisetipps für Existenzgründer“, erkläre “Kreativitätstechniken wie Mindmapping für Newbies” oder argumentiere, dass Kaltakquise keine Horrorvorstellung sein muss.

Des Weiteren lüfte ich gerne die Vorhang, damit Ihr einmal hinter die Kulissen schauen könnt, etwa wie wir als Agentur Testimonials einsetzen, um bei neuen Kunden Vertrauen aufzubauen, über welche Kanäle wir selbst zu neuen Kunden finden oder wie wir unseren Online-Shop gestartet haben (Blogserie mit mehreren Teilen). Dabei bin ich gerne bereit, auch über Herausforderungen und Enttäuschungen zu sprechen, wie bspw. durch die Veränderungen im gesamten Bereich der Suchmaschinen-Optimierung oder die mageren Ergebnisse unserer Neukunden-Challenge.

Welche Themen sind für Euch interessant?

Nachdem Ihr nun ein wenig stöbern und schmökern konntet, interessiert mich zu hören, welche Themen für Euch besonders interessant sind, aus welchem Blickwinkel Ihr einzelne Aspekte beleuchtet haben möchtet oder welche Erwartungen Ihr ans Neukunden-Magnet Blog habt, um hier (wieder) regelmäßig mitzulesen?!  Diese Wünsche und Ideen möchten wir bei unserer weiteren Themenplanung gerne mit einfließen lassen, bin gespannt!

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Suchmenschinen-Optimierung im Jahr 2015


Geschrieben am Montag, 02. März 2015 von Thomas Kilian (6 Antworten)

Wer aufmerksam liest, stellt fest: In der Überschrift passt was nicht. Doch im Grunde passt es schon, denn die Faktoren für eine erfolgreiche Suchmaschinen-Optimierung haben sich in den vergangenen Jahren massiv verändert — und das ist echt super! Der Mensch bzw. die Zufriedenheit der Internetnutzer steht endlich wieder im Mittelpunkt des Google-Algorithmus. Worauf es 2015 ankommt, möchte ich exemplarisch an einigen Faktoren erläutern. Höchst menschliche Faktoren, wie ich finde. Und das – sagte ich schon – ist wirklich fantastisch!

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Die Mär’ vom schnellen Erfolg

Es war einmal ein Online-Händler, der suchte sich eine passende Nische, erstellte einen Webshop und optimierte seine Inhalte für Suchmaschinen. Dazu befüllte er die Beschreibungstexte mit allerlei Begrifflichkeiten (“Keywords”) und organisierte passende Verlinkungen von anderen Websites. Schnell stellte sich der Erfolg ein, Google indexierte das Shop-Projekt und innerhalb weniger Wochen waren die ersten TOP-10-Rankings zu den gewünschten Suchbegriffen erreicht. Die Besucher kamen in Scharen, bestellten regelmäßig und umfassend. Der Online-Händler kaufte eine Schubkarre, um seine Gewinne zur Bank zu bringen. Das Dollarzeichen war fest in seiner Linse eingebrannt. Und wenn er nicht gestorben ist, (…)

Pling! Die erste Bestellung seit Tagen landet in meinem E-Mail-Postfach. Eine schwarze Filzhülle soll es sein, Verkaufspreis rund 10 Euro. Dazu 4,90 Euro Versandkosten. Immerhin haben wir das Schätzchen vorrätig, meine Kollegin kümmert sich zuverlässig um den schnellen Versand. Ein paar Tage später erhalten wir den Filzschutz zurück, er sei “irgendwie doch nicht das Richtige”. Meine Kollegin kümmert sich zuverlässig um eine schnelle Gutschrift und die Rücküberweisung des Kaufbetrags. Das muss die neue Strategie “Arbeitsbeschaffung 2.0″ sein, von der alle sprechen.

Man mag es blauäugig sehen, oder sehr schwarz malen, die Wahrheit liegt sicherlich irgendwo in der Mitte. Ich bin ehrlich und gebe zu, dass es mal solche und mal solche Tage gibt. Die einen Tage sind der Grund dafür, dass wir neben unserem Agenturgeschäft eigene Online-Shops betreiben, die anderen Tage sind der Grund, dass wir neben unseren Online-Shops noch eine Agentur betreiben. ;-)

SEO ist tot, lang lebe SEO!

Mein wichtigstes Learning aus den vergangenen 3-4 Jahren als Online-Händler (und auch aus unzähligen Kundenprojekten) lautet: Es gibt keine Abkürzungen und (in den meisten Fällen) keinen schnellen Erfolg. Das klang war früher irgendwie anders. Die Goldgräberstimmung scheint vorbei, die SEO- und Online-Marketing-Szene jammert über harte Arbeit, die nun auf sie zukommt. Manche flüchten in konzentrieren sich auf “neue” (muharhar) Themen wie Content- und Video-Marketing, wettstreiten mit Online-Tools oder proklamieren bei jeder sich bietenden Gelegenheit, dass irgendetwas mit SEO schon seit Jahren tot sei.

Dabei ist dieses SEO (“Search Engine Optimization” = Suchmaschinen-Optimierung) gar nicht tot, sondern hat sich nur verändert. Und das musste es auch, schließlich hat sich auch das Internet in den vergangenen Jahren weiterentwickelt. Social Media hat zu mehr Mitbestimmung und Teilnahme der Nutzer geführt, ist dialogorientierter geworden. Die mittlerweile landauf-landab eingerichteten Breitband-Anschlüsse sorgen für eine recht schnelle Datenübertragung. Auch die ständige Verfügbarkeit der Neuen Medien über mobile Endgeräte, Apps und Tablets trägt ihren Teil dazu bei. Vor fünfzehn Jahren mussten wir uns (über Smartsurfer, gnihihi…) ins Internet einwählen und brauchten ein paar Minuten, um bei Google überhaupt ein paar Ergebnisse durchzuklicken. Heute liest mir die Google-App meine gewünschten Ergebnisse vor und fragt mich nach meinen Vorlieben!

Genug der Hintergründe, kommen wir nun zu den Ranking-Faktoren, die aus meiner Sicht im Jahr 2015 und auch darüber hinaus für die Suchmaschinen-Optimierung wichtig sein werden:

1. Technisch einwandfreie, leicht crawlbare Inhalte

Es gibt zahlreiche technische Faktoren in der Suchmaschinen-Optimierung, angefangen bei der Indexierbarkeit eines HTML-Dokuments (robots.txt, robots-Metatag, Canonicals etc.) bis hin zum Thema Server-Erreichbarkeit, Performance und Ladezeit. Doch auch die HTML-Struktur (Überschriften, Text, Listen, Bilder etc.), valide Programmierung, Komprimierung von Scripten, schlanker Quellcode und viele weitere Aspekte sind wichtig.

Je leichter es ein Webmaster der Suchmaschine macht, seine Inhalte zu erkennen und auszuwerten, desto besser sind seine Erfolgschancen. Wenn Du ein Date hast und Dich mit Deiner Angebeteten bei Uschis Imbiss verabredest, in Deinen abgeranzesten Klamotten aufläufst und dabei stinkst wie ein Iltis, dann kannst Du einen noch so guten Ruf haben — das wird vermutlich nix.

2. Echte Empfehlungen, die zu Besuchern führen

Der gute Ruf, damit ist in Bezug auf die Suchmaschinen-Optimierung der Grad der Verlinkung einer Website gemeint. Deshalb haben die Webmaster in den vergangenen Jahren hunderte oder gar tausende solcher Verlinkungen gesammelt wie Briefmarken. Da wurde gekauft, getauscht, gehandelt, gedealt, geworben und gewaschen – am Ende mit dem zweifelhaften Ergebnis, sich in äußerst schlechter Nachbarschaft aufzuhalten.

Was ist ein Backlink heute noch wert? Anhand des Pageranks, der Sichtbarkeit oder der “Domain-Popularität” (Anzahl der verlinkenden Domains auf ein Webprojekt) lässt sich das kaum noch bewerten. Interessanter ist doch die Frage, ob und wie viel Geschäft die Empfehlung auslöst. Wie im echten Leben: Was bringt eine Empfehlung ohne Auftrag? Was nützt ein Link, der keinerlei Interessenten zu mir führt? Erfolgreicher Linkaufbau bringt neue Besucher, nicht nur Backlinks.

3. Tatsächlich (!) relevanter Content

Jetzt sind die Besucher da und die wollen unterhalten werden. Brot und Spiele! Holt weiße Tiger, stellt die Nebelmaschine an, sorgt für ein großes Feuerwerk! — So ein Blödsinn! In den meisten Fällen reicht es vollkommen aus, den Besuchern die Informationen zu liefern, die für sie relevant sind. Der Inhalt muss für die Nutzer eine Bedeutung haben, für sie wichtig und wesentlich sein. Das meint nicht zwingend “unterhaltsam” (außer, wenn sie nach Unterhaltung suchen), sondern eher nützlich und hilfreich.

Interessant ist, dass auch Google (noch nicht perfekt, aber) immer besser darin wird, die Relevanz von Informationen zu erkennen und zu bewerten. Dazu zählen sehr auffällige Aspekte wie doppelte Inhalte (“Duplicate Content”), geringe Textmenge, übermäßig viel Werbung, allzu häufige Verwendung eines Keywords (“Stuffing”), aber auch Signale der Internetnutzer wie Abbruchquote (“Bounce-Rate”) oder die Aufenthaltsdauer und Lesegeschwindigkeit.

Seit dem Hummingbird-Update Ende 2013 ist Google außerdem in der Lage, nicht nur einzelne Wörter oder Phrasen, sondern den Sinnzusammenhang besser zu erkennen. Was war wohl die Absicht einer Suchanfrage? Welches Bedürfnis könnte der User haben? Wie kann das Suchergebnis den User bestmöglich zufriedenstellen? Nur wer in der Lage ist, seine Inhalte tatsächlich auf die Zielgruppe abzustellen (und nicht nur so zu tun!), wird dauerhaften Erfolg in der Suchmaschinen-Optimierung haben, davon bin ich überzeugt.

4. Am Puls der Zeit bleiben

In den vergangenen Wochen hat Google über die Webmaster Tools tausende von Nachrichten verschickt und die Optimierung der mobilen Darstellung empfohlen. Seit ein paar Tagen ist klar, dass die Mobilfreundlichkeit ab April zu einem echten Ranking-Faktor wird. Zum ersten Mal (so meine ich, oder?) kündigt Google eine so gravierende Änderung bereits im Vorfeld an. Überhaupt hat sich das Kommunikationsverhalten des Giganten aus Mountain View in den vergangenen Jahren deutlich gewandelt, ist etwas “menschlicher” und offener geworden (geht natürlich noch besser! ;-)).

Ich persönlich glaube auch, dass die Sprachsteuerung sich weiter perfektioniert und wir “Google Now” neben Siri, Cortana und anderen Apps in Zukunft häufiger (weil erfolgreicher) nutzen werden. Eine vom Mobiltelefon/App vorgelesene Websites sollte jedoch völlig anders aufgebaut, getextet und konzipiert sein als ihr Desktop-Pendant. Das gilt auch für die Verfechter des sogenannten “Responsive Design”. Was nützt die responsive Gestaltung einer Internetseite, wenn ich bei gleichem Inhalt kilometerweit scrollen muss? Hier fehlen Strategien, auch den Content responsiv auszulegen (womit wir wieder bei dem oben beschriebenen Bedürfnis der Nutzer wären).

Das Beste kommt zum Schluss

Suchmenschinen-Optimierung funktioniert, weil sie den Menschen in den Mittelpunkt stellt und nicht die Maschine. Wir sollten nicht Maschinen gehorchen, sondern sie uns. Gleichzeitig sollten wir technisch immer besser in der Lage sein, die Inhalte leicht, schnell und zuverlässig zu übermitteln. Eine Prise Feenstaub, relevante Inhalte und echte Verlinkungen (die zu neuen Besuchern führen) sowie die Beachtung aktueller Entwicklungen sorgen für nachhaltigen Erfolg.

Last but not least: Google ist (sorry Google!) auch nicht alles. Nicht alle Eier in einen Korb legen, heißt: Lasst Euch nicht versklaven, sondern entwickelt Besucherkanäle abseits von Suchmaschinen. Es gibt da übrigens auch noch 2-3 Ideen außerhalb des Internets, nur mal so am Rande …

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