Akquise in der Krise


Geschrieben am Montag, 26. September 2011 von Thomas Kilian Kommentare deaktiviert

In der nächsten Woche bin ich zum Segeln in Griechenland; es geht mit acht Männern von Athen in die kleinen Kykladen und ich freue mich schon sehr auf diesen Törn. Im Blog der SOURCE GmbH habe ich schon vor einigen Wochen diese Anzeige von SIXT gefunden:

(via Source-Blog)

Als ich letzte Woche einem Kunden vom geplanten Törn erzählt habe, gab es einen ähnlichen Kommentar, ob ich genügend Geld mitnehmen würde und dass ich vielleicht dort schon wieder mit Drachmen bezahlen könnte. Die Schlagzeilen zur Euro-Krise bestimmen zurzeit unsere Nachrichten – aus gutem Grund. Schließlich haben die Entwicklungen in Griechenland, Italien, Spanien und Irland auch Einfluss auf die hiesige Wirtschaft, ob es zurzeit brummt oder nicht, ist vielleicht nur noch eine Frage der Zeit.

Schon vor zweieinhalb Jahren habe ich in einem Blogartikel über das Thema Neukunden-Gewinnung in der Wirtschaftskrise geschrieben. Mein Plädoyer möchte ich auch heute wiederholen: “Akquise TROTZ Krise” müsste die Überschrift heißen. Und weil’s so schön war weil die Wiederholung die Mutter der Weisheit ist, zitiere ich gerne von damals:

  1. Gerade jetzt brauchen wir Unternehmerinnen und Unternehmer, die positive Signale setzen und nicht auf jede negative Schlagzeile mit Heulen und Zähneklappern reagieren. Wer mit Selbstvertrauen und Leidenschaft auf die Jagd nach neuen Kunden geht, hat sicher schnell Waidmanns Heil.
  2. Für bestimmte Branchen (z.B. Beratung, Coaching, Management, Werbung usw.) sind gerade in wirtschaftlich schwierigen Zeiten neue Kunden leichter ansprechbar. Nutzen Sie diese Chance!
  3. Wer sich heute nicht ins Schneckenhaus zurück zieht, ist vielen schon einen großen Schritt voraus. Stellen Sie Ihr Angebot ins Rampenlicht und fallen Sie auf,was das Zeug hält.
  4. Sackgassen bieten die Gelegenheit, mal neue Wege zu gehen. “Das haben wir schon immer so gemacht” funktioniert nur so lange, wie das Wetter schön ist. Ziehen Sie sich wetterfeste Kleidung an und suchen Sie aktiv nach Auswegen aus der Krise.

Amen.

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Einen Online-Shop starten – wir sind online!


Geschrieben am Freitag, 23. September 2011 von Thomas Kilian (3 Antworten)

Bevor es mit meiner Blogserie “Einen Online-Shop starten” weitergeht, möchte ich das Geheimnis lüften und Euch verraten, um welche Produkte es sich bei uns handelt. Wir sind bereits seit einigen Tagen online und wollen nach den letzten Beta-Tests nun den Vorhang öffnen!

Bei Filz-Geschenke.de gibt es viele schöne Produkte aus Filz, moderne Filzhüllen für Handys, iPhone, iPod, iPad und Laptop, Filztaschen für verschiedene Anlässe, Kaminholzkörbe und andere Wohnaccessoires, Filz Schlüsselanhänger, Tischsets und und und. Wir haben namhafte Hersteller gewonnen, die ihre Ware ausschließlich in Deutschland fertigen. Der Filz besteht aus 100 % reiner Schurwolle und ist ein absolutes Qualitätsprodukt.

Über Euer Feedback (und natürlich reichlich Bestellungen) freuen wir uns. Es gibt übrigens auch eine eigene Facebook-Seite und einen Twitter-Kanal – weitersagen! :-)

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Einen Online-Shop starten – die Technik (04)


Geschrieben am Sonntag, 18. September 2011 von Thomas Kilian (1 Antwort)

Nur noch wenige Tage, dann lüfte ich das Geheimnis um unseren neuen Online-Shop. Er ist nämlich seit der vergangenen Woche schon am Netz und wird zurzeit noch mal auf Herz und Nieren geprüft. Wir werden die Käfer (“Bugs”) soweit wie möglich verscheuchen und dann gibt’s Ramba-Zamba (auch hier natürlich)!

Heute soll es noch einmal um die Vorbereitung unseres Projekts gehen, hier mal ein technischer Aspekt: Die Wahl des geeigneten Shop-Systems. Wir haben mit dem Open-Source Shop “Magento” bei unseren Kundenprojekten schon einige Erfahrungen gesammelt. Deshalb fiel die Entscheidung nicht schwer. Allerdings darf ich vorweg nehmen, dass wir bislang zwar mit Layouts, Template-Anpassungen und an der Optimierung des Shops gearbeitet haben, nicht jedoch an der technischen Konfiguration. Hier konnten wir wieder einmal auf die tatkräftige Hilfe unseres Partners Kuetemeier.NET bauen, der bei der Umsetzung des Kassensystems, der Zahlungsanbindung und weiteren Programmieraufgaben behilflich war.

Als Hoster haben wir uns – wie in vielen anderen Projekten auch – für die Firma Mittwald aus Espelkamp entschieden. Die Systeme sind optimal für Magento ausgelegt und lassen sich einfach skalieren, sobald mehr Traffic auf den Seiten läuft. Der Service von Mittwald war bislang immer vorbildlich (0800, Ticket-System, fachkundige Ansprechpartner) und ich bin zuversichtlich, dass wir auch dieses Kind gemeinsam schaukeln werden.

Für Magento spricht, dass die Software kostenfrei zur Verfügung steht und dafür jede Menge Features im Gepäck hat. Ähnlich wie TYPO3 ist auch Magento modular aufgebaut und verfügt über zahlreiche Zusatzprogramme (“Magento Connect”), die sich kostenfrei oder für kleines Geld hinzufügen lassen. Besonders schön ist die klare Trennung von Design und Technik, so dass sich auch unsere ausgefallenen Layoutwünsche mit Magento umsetzen lassen. Gerade dieser Anspruch hat unseren Webentwickler Lars und auch das Kuetemeier.NET-Team manche Nerven gekostet. Doch es hat sich, so finde ich, allemal gelohnt!

Auch wenn wir selbst komplexe Webprojekte schon erfolgreich abgewickelt haben und eigentlich wissen, wie wichtig Prozesse sind, gab es doch einige Punkte, wo wir vorhandene Strukturen wieder über Bord geworfen haben. Bei unseren Kunden ärgert mich das manchmal, selbst wenn sie den Mehraufwand bezahlen. Doch bei unserem eigenen Projekt darf ich mir den Luxus erlauben, bin eben auch nicht besser als der wählerische Agentur-Kunde … danke an Le, Lars, Silke, Sandra und Dennis für Eure Geduld und die viele Fleißarbeit neben den normalen Projekten!!

Ein Beispiel: Als wir fast alle Produkte online und mit Bildern versehen hatten, gefiel mir die Darstellung auf der Kategorieseite und bei der Detailansicht der Bilder nicht mehr. Die Fotos hatten ein eher hochkantes Format – dadurch waren sie in der Vorschau recht klein geraten. Ich wollte sie aber möglichst groß, um auch in der Kategorieansicht schon einen wertigen Eindruck zu vermitteln. Also mussten wir alle Bilder noch einmal neu abspeichern, in einem quadratischen Format, mit Wasserzeichen versehen, Vorschau- und Detailbild hochladen und zum Teil anpassen. Hätten wir dies gleich zu Anfang berücksichtigt, hätte es sicher Zeit und Nerven gekostet, doch solche Rückschläge kommen in den besten Agenturen Familien vor und sind kein Grund zur Sorge.

Magento ist in vielerlei Hinsicht für die Suchmaschinenoptimierung auch eine gute Wahl. Die Adressen der Produkte, Unterseiten und Kategorien lassen sich SEO-freundlich einstellen, die Titel, Metatags und Beschreibungstexte individuell verändern. Darüber hinaus erleichtert Magento die interne Verlinkung. Neben dem Online-Shop haben wir aber auch ein WordPress-Blog eingerichtet, hier sollen weitere Artikel, Hintergrundberichte und Produktvorstellungen erscheinen. So kombinieren wir beide Welten ideal miteinander. Außerdem sind eine Facebook-Seite und ein eigener Twitter-Account angelegt und vernetzt.

Vielleicht interessiert jemanden noch, wie viel Aufwand wir insgesamt in die Erstellung des Online-Shops gesteckt haben. Die Arbeit setzt sich aus zahlreichen Bausteinen zusammen: Konzeption, Layouts, Überarbeitung, Reinzeichnung, Umsetzung XHTML, Magento-Installtion, Template erstellen, Konfiguration, Warenkorb, Kassenbereich, Unterseiten, Kategoriestruktur, Artikel anlegen und einpflegen, Bildbearbeitung, Fotos hochladen, Fotos noch mal hochladen :-), Texte erstellen, Kategorien und Produkte überarbeiten, Zusatzinformationen erstellen und einpflegen, testen und überarbeiten, testen und überarbeiten, testen und überarbeiten … in unserer Projektverwaltung stehen derzeit 240 Stunden, doch ich gehe davon aus, dass es noch mal 50 % mehr Zeit war, die wir als Team investiert haben sowie die externen Aufwände unseres Programmierers.

Steht diese Investition im Verhältnis zum Ergebnis? Ich bin ehrlich: Hätte ich die Leistungen komplett extern einkaufen müssen, obwohl ich bislang keine Erfahrungen mit meinem Produkt habe und nicht weiß, ob und wie gut es sich überhaupt verkauft, hätte ich es vermutlich nicht beauftragt. Doch selbst mit dem internen Aufwand (eigene Mitarbeiter) + Zusatzarbeiten sprechen wir hier über eine Investition von ca. 15.000 Euro allein für die Technik. Doch abgerechnet wird am Schluss – ich bin einfach davon überzeugt, dass wir den Shop nicht nur professionell erstellt haben, sondern auch optimal vermarkten werden. Darum geht’s in einem der nachfolgenden Beiträge …

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