Kiva gefällt mir!


Geschrieben am Dienstag, 18. Mai 2010 von Thomas Kilian (4 Antworten)

Wie Ihr vielleicht schon gesehen habt, ist seit einigen Tagen ein “Gefällt mir!”-Button von Facebook im Neukunden-Magnet Weblog eingebaut. Bin seit einigen Monaten schon ziemlich angetan von diesem Sozialen Netzwerk – auch wenn Facebook aufgrund der Datenschutz-Geschichte ja ziemlich in der Diskussion steht. Aber es gibt ja keinen “Gefällt mir nicht“-Button, insofern möchte ich jetzt keine Steine werfen, sondern die neue Funktion zum Anlass nehmen, eine neue Artikel-Serie “… gefällt mir” hier im Blog zu starten.

Auftakt der neuen Artikelserie: Kiva gefällt mir!

Kiva ist einer der Dienste, die ich schon ur-lange im Netz beobachte, bei denen ich aber irgendwie nie den Draht gefunden habe, mich auch tatsächlich anzumelden. Geändert hat sich das im Januar 2010 bei einer christlichen Leiter-Konferenz, bei der ich ein Interview mit der Gründerin von Kiva, Jessica Jackley, gesehen habe. Auch andere Kongress-Teilnehmer berichten von diesem Impuls, wie eine kurze Recherche in der Blogosphäre zeigt.

Auf jeden Fall habe ich noch während der Übertragung mit meinem iPhone die ersten beiden Mikro-Darlehen vergeben. Denn dies ist das Prinzip von Kiva: Eine Gruppe von Menschen verleiht einen kleinen Geldbetrag (ab 25 US $), um einen Menschen am anderen Ende der Welt im Business zu unterstützen. Ich habe mir dafür zwei Projekte ausgesucht, die ich Euch gerne kurz vorstellen möchte:

Stoffhandel in Sierra Leone

Isatu Saccoh kommt aus Sierra Leone (Westafrika) und verkauft Stoffe und regionale Nahrungsmittel (Nüsse, Getreide). Sie ist verheiratet und betreibt einen kleinen Laden, ihr Mann handelt ebenfalls mit Waren. Sie brauchte ein Darlehen von 1025 US $, um weitere Waren einkaufen zu können und Zollgebühren beim Einkauf im Nachbarland Guinea zu bezahlen, wo sie neue Stoffe herbekommt. Mit dem erzielten Gewinn möchte sie das Essen und die Schulgebühren für ihre drei Kinder bezahlen.

isatu-saccoh

Holzkohle-Umsätze in Uganda

Obedi Asiimwe ist 32 Jahre alt, verheiratet und Vater von zwei kleinen Kindern. Seit fünf Jahren kauft und handelt er mit Holzkohle, wovon er recht gut leben und seine Familie versorgen kann. Dadurch konnte er Land kaufen und sich Kühe und Ziegen leisten. Mit einem zusätzlichen Darlehens möchte Asiimwe mehr Holzkohle zum Weiterverkauf erwerben, da er bei größeren Mengen auch einen besseren Einkaufspreis erzielt.

obedi-asiimwe

Die Schnelligkeit und Transparenz von Kiva

Besonders begeistert hat mich an Kiva, dass in beiden Projekten bereits nach wenigen Stunden genügend Darlehensgeber online zusammen gekommen waren, um Isatu und Obedi zu unterstützen. Per E-Mail erhielt ich noch am frühen Abend die Information, dass jeweils 1025 US $ erreicht wären und dass dieses Geld nun an die Unternehmer aus Afrika transferiert würden. Vor Ort kümmern sich Partnerorganisationen darum, dass alles reibungslos funktioniert.

Weiterhin begeistert mich, dass beide regelmäßig ihre Raten zurück zahlen – Isatu in 10 Monaten (sie hat Stand heute schon 37 % abgestottert), Obedi in 14 Monaten (er liegt zurzeit bei 25 % Rückzahlung). Ich habe von meinen 50 US $ schon 15,62 US $ wieder auf meinem Kiva-Konto, wie ich in der aktuellen Status-Email lesen kann. Dieses Geld kann ich entweder re-investieren oder auch jederzeit auszahlen lassen (Paypal). Wenn 25 US $ zusammen gekommen sind, werde ich sicher ein neues Projekt unterstützen.

Warum mir Kiva so gut gefällt

Noch einmal zusammen gefasst, was ich an Kiva so gut finde:

  • Hilfe zur Selbsthilfe und Solidarität mit Unternehmern aus anderen Teilen der Welt
  • Hohes Maß an Transparenz: Bericht vom Geschäftsmodell des Unternehmers, biografische Angaben, häufig auch ein oder mehrere Fotos
  • Unterstützung wird persönlich – ich habe ein konkretes Gegenüber, dem meine Hilfe zu Gute kommt
  • Schnelligkeit der Transaktionen – bereits nach wenigen Stunden waren die Summen komplett zur Verfügung gestellt, dabei kommen die Geldgeber und die Darlehens-Nehmer aus der ganzen Welt
  • Regelmäßige Statusmeldungen von Kiva zum Stand der Rückzahlungen
  • Einfache Zahlungsabwicklung mit Paypal
  • Anbindung an Soziale Netzwerke wie Facebook u.a., Apps fürs iPhone zur mobilen Nutzung

Wenn Euch Kiva auch gefällt, dann klickt bitte nicht nur auf den folgenden Button, sondern meldet Euch an, sucht Euch 1-2 Projekte und probiert es einfach mal aus. 25 oder 50 US $ sind für uns nur ein kleiner Schritt, für einen Unternehmer in Uganda, Sierra Leone oder anderen Teilen der Welt ist es ein großer Teil ihrer Existenz.

Einen Kommentar zum Beitrag schreiben!
Verwandte Artikel:
  • No related posts

Gewinnen Sie Leser für Ihr Blog durch eine Blog-Parade


Geschrieben am Sonntag, 16. Mai 2010 von Thomas Kilian (3 Antworten)

Bereits im März dieses Jahres ist bei “Der Verkaufsprofi aktuell” ein Gastartikel von mir erschienen, in dem ich zeige, wie sich durch eine Blog-Parade mehr Leser für das eigene Weblog finden lassen. Schließlich lohnt sich die aufwändige Arbeit, ein Blog regelmäßig mit spannenden Inhalten zu füllen, nur dann, wenn Sie auch genügend Leser haben. Mit einer Blog-Parade können Sie auf einen Schlag viele neue Leser auf Ihr Blog aufmerksam machen. Hier ein Auszug aus dem gedruckten Beitrag …

verkaufsprofi-blogparade

Was ist eine Blog-Parade und was bringt das ganze?

Bei einer Blog-Parade (früher auch “Blog-Karneval” genannt) schreiben verschiedene Blogautoren Beiträge zu einem bestimmten Thema. Sie sammeln alle Beiträge auf Ihrem Blog und versehen diese mit Links zu den beteiligten Autoren-Websites. Häufig machen die teilnehmenden Autoren auch ihre Leser mit Hinweisen und Links auf die Parade aufmerksam. Dadurch entsteht eine starke Vernetzung, die sowohl für Leser als auch für Suchmaschinen interessant ist. Der Aufwand für die Organisation einer solchen Blog-Parade ist zwar hoch, lohnt sich aber.

Vielleicht trauen Sie sich noch nicht gleich an eine eigene Blog-Parade heran. Über die Plattform www.blog-parade.de können Sie zunächst an einer Blog-Parade teilnehmen und sich einen Eindruck verschaffen, wie so etwas funktioniert. Dort können Sie aber auch Ihr eigenes Thema vorstellen und Blogger auf ihre Aktion aufmerksam machen.

In 6 Schritten zur eigenen Blog-Parade

1. Schritt: Bestimmen Sie ein Thema

Wählen Sie ein Themengebiet aus, das für Ihre Zielgruppe hohe Relevanz hat und mit dem Sie sich optimal als Experte positionieren können.Geeignet sind immer Themen, die …

  • sich mit aktuellen Trends und Entwicklungen in der Branche beschäftigen
  • Hilfestellung bei den gravierendsten Problemen ihrer Kunden geben
  • in Ihrer Zielgruppe immer wieder diskutiert werden.

Das Thema muss eine gemeinsame Überschrift haben und dennoch so allgemein sein, dass die Autoren über unterschiedliche Aspekte schreiben können, beispielsweise:

  • “Steuerungstechnik, wohin geht der Weg?”
  • “Erfolgreich mit Neuen Medien”
  • “Kundenorientierung im Handwerk”

2. Schritt: Suchen Sie passende Blog-Autoren

Vielleicht kennen Sie bereits einige Blog-Autoren, die Sie zur Beteiligung auffordern möchten. Wenn nicht, beginnt jetzt die etwas mühsame Recherche nach möglichen Teilnehmern. Einige Blog-Suchmaschinen können Ihnen die Recherche erleichtern:

  • http://technorati.com
  • http://www.bloggeramt.de
  • http://blogalm.de
  • http://blogsearch.google.de

Suchen Sie nach unterschiedlichen Begriffen und sehen Sie sich die passend erscheinenden Blogs einzeln an. Wenn Sie eine Vorauswahl der in Frage kommenden Autoren treffen, achten Sie darauf, dass diese:

  • sich auf ein bestimmtes Themenfeld spezialisiert haben. Blogs in denen über „Gott und die Welt“ geschrieben wird, kommen häufig nicht in Frage.
  • in ihren Blogbeiträgen bereits Kompetenzwissen über Ihre Branche, Ihre Zielgruppe oder das geplante Thema gezeigt haben.
  • regelmäßig Beiträge in ihrem Blog veröffentlichen. Es muss erkennbar sein, dass das Blog lebendig ist und gepflegt wird.

3. Schritt: Gewinnen Sie Mit-Autoren

Schreiben Sie die gewünschten Autoren persönlich an, um sie zu Ihrer Blog-Parade einzuladen. Wenn diese darauf nicht reagieren, müssen Sie eventuell sogar persönlich anrufen, Ihre Blog-Parade vorstellen und den Autor vom Nutzen an der Teilnahme überzeugen. Schließlich gibt viele Vorteile mitzumachen:

  • alle beteiligten Blogs bekommen zusätzliche Aufmerksamkeit und neue Leser
  • der Kontakt zu guten Blog-Autoren bietet die Chance, immer wieder gegenseitig auf Artikel zu verweisen und durch Links zusätzliche Leser anzusprechen.
  • die Ergebnisse einer Blogparade können in einem E-Book gesammelt werden, dass den Besuchern aller beteiligten Blogs zu Gute kommt.

Als zusätzlichen Anreiz können Sie unter den Autoren kleine Gewinne (z. B. Fachbücher) verlosen oder als Preis für die besten Artikel ausloben.

4. Schritt: Bewerben Sie Ihre Blog-Parade

Nutzen Sie dafür alle Kontakte, die Sie haben. Informieren Sie die Kunden und Interessenten aus Ihrer Kundendatenbank ebenso wie Kontakte auf Social Media Plattformen wie XING, Twitter, Facebook etc. Um die Aufmerksamkeit zu halten, können Sie bereits während der Kampagne einzelne Beiträge zitieren.

5. Schritt: Verlinken Sie sich gegenseitig

Die beteiligten Blogger veröffentlichen die Artikel zur Blog-Parade auf ihrer eigenen Seite und verweisen mit einem Link auf Ihr Blog mit den gesammelten Beiträgen. Als Organisator der Blog-Parade geben Sie eine komplette Liste der beteiligten Blogger mit Links zu deren Blogs an.

6. Schritt: Verwerten Sie die Ergebnisse

Am Ende der Parade können Sie das E-Book mit den gesamten Beiträgen zum Download auf Ihrer Homepage anbieten. Dieses eignet sich auch nach dem Ende der Aktion, um weitere Interessenten auf Ihre Internetseite zu locken. In den meisten Fällen steht das E-Book nur auf der Seite des Organisators zur Verfügung, das ist sicherlich – wie viele andere Aspekte einer Blog-Parade – reine Geschmackssache. Bitte achten Sie darauf, dass die Blog-Parade bei aller Seriosität und inhaltlichen Tiefe nicht das “Spielerische” vergisst. Schließlich lebt der Austausch im Web 2.0 von offener Kommunikation und der Freude am gemeinsamen Tun. In diesem Sinne ist es fast ein wenig schade, dass der Blog-”Karneval” seinen Namen einbüßen musste – kommt doch gerade hier die Leichtigkeit zur Geltung …

Einen Kommentar zum Beitrag schreiben!
Verwandte Artikel:

Gesundheit in der Neukunden-Akquise


Geschrieben am Sonntag, 09. Mai 2010 von Thomas Kilian (4 Antworten)

In Zeiten von Heuschnupfen, Sommergrippe und Brummschädel scheint es an der Zeit, einige Worte zum Thema “Gesundheit” zu verlieren. Angestoßen hat mich dazu aber nicht der Pollenflug, sondern ein kurzer Satz von meiner Blogger-Kollegin Ela Starkmann. Die Expertin für Bewusstseinsschaffung & Auftragssteigerung schrieb mir letzte Woche die folgenden Zeilen:

Neukunden(akquise) ist sicher wichtig, aber kaum das Wichtigste. Aus meiner Sicht ist Bewusstsein und damit einhergehend Gesundheit die Basis. Darauf aufbauend, schafft man sehr viel … auch die Neukunden-Akquise (aber nicht andersrum).

Nun scheint Gesundheit ja irgendwie für alles die Basis zu sein. Ohne Gesundheit lässt es sich schlecht arbeiten, ohne Gesundheit “ist alles doof”. Mir geht es zumindest so. Wenn ich krank werde, beginne ich zu jammern. Manchmal sogar sehr laut. Meine Frau kann ein Lied davon singen … Doch darum geht es mir nicht. Die Tautologie der Gesundheit als “Antwort auf die Frage nach dem Leben, dem Universum und dem ganzen Rest”, führt uns nicht weiter. Lassen Sie uns konkret werden und gemeinsam entdecken, wie eine gesunde Neukunden-Akquise aussieht.

5 Wege, um gesunde Neukunden-Akquise zu betreiben

  1. In Anlehnung an den Spruch “An Apple a Day keeps the Doctor away“, scheint auch eine tägliche Dosis Akquise für mehr Wohlbefinden zu sorgen. Wenn Sie die Neukunden-Gewinnung nur als größere Aktionen sehen, die alle Jubeljahre anstehen, werden Sie sich sicher daran verschlucken.
  2. Ohnehin macht es Sinn, mit der Behandlung nicht so lange zu warten, bis es nicht mehr anders geht. Wer erst zum Zahnarzt geht, wenn es vor Schmerzen nicht mehr auszuhalten ist, dem droht der Bohrer. In einem Liquiditäts-Engpass werden potenzielle Kunden zu Opfern. Gesund ist das nicht.
  3. Vorbeugen ist also wichtiger als Nachsorgen. Dazu gehört eine solide Planung, eine sinnvolle Struktur Ihrer Werbemaßnahmen und die Auswahl der richtigen Kanäle. Machen Sie ruhig mal einen “Gesundheitscheck” beim PR-Doktor.
  4. Abwechslung ist wichtig. Gesund ist, was Spaß macht! Experimentieren Sie auch mit neuen Formen der Kundenansprache, etwa einem Podcast, einer Guerilla-Marketing Aktion oder einem kreativen Mailing.
  5. Verbünden Sie sich! Gemeinsam Sport zu treiben oder sich in der Sauna zu verabreden, fördert die Gesundheit. Wieso nutzen Sie diese Vorteile nicht auch in der Neukunden-Akquise? Konzipieren Sie gemeinsame Werbemaßnahmen, das schont den Geldbeutel und erhöht zugleich Ihre Chancen auf neue Kunden.

Wäre doch gelacht, wenn diese Form der Neukunden-Akquise nicht zu mehr Gesundheit führen würde. Ich wünsche Ihnen viel Erfolg und “gute Besserung” beim Ausprobieren!

Einen Kommentar zum Beitrag schreiben!
Verwandte Artikel: