Heute mal ‘ne ganz liebe SPAM-Anfrage


Geschrieben am Donnerstag, 30. Oktober 2008 von Thomas Kilian (5 Antworten)

Hihi. Gerade trudelt eine “ganz liebe SPAM-Anfrage” in mein Postfach, die ich “ganz gerne” mit Euch teilen möchte. Schließlich ist es bis zum Wochenende nicht mehr weit und so langsam müsste ich mich mal wieder entspammen.

Eigentlich ist von SPAM gar nicht zu sprechen. Die bestimmt “ganz liebe” Nicole aus Bochum schickt mir eine Anfrage zu “Winkelwagenmunten”. — “Winkelwagenmunten“??? Der versierte Holland-Urlauber weiß sofort bescheid. “Winkelwagen” = Einkaufswagen und “Munten” = Münzen. Es geht also um Einkaufswagenchips.

Die liebe Nicole sammelt diese Werbeartikel fleißig und kann schon 800 Exemplare ihr Eigen nennen. Um ihre Sammlung zu vergrößern startet Nicole eine “ganz liebe” Anfrage*, die aber auch “ganz schön” in die Hose gehen kann.

Ich stehe also als Empfänger in der Liste der “Undisclosed-Recipient:;” und werde deshalb auch sehr persönlich begrüßt:

Sehr geehrte Damen & Herren ,
ich wollte einmal ganz lieb bei Ihnen anfragen, …

Ist doch wirklich lieb, oder?

*Achso: Ich habe natürlich gar keine Thoxan-Einkaufswagenchips, aber vielleicht sollte ich auch anfangen, “Winkelwagenmunten” zu sammeln – dann habe ich auch mal ‘nen guten Anlass, um “ganz liebe” Emails durch die Weltgeschichte zu senden…

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3 Wege zur perfekten Suchmaschinen-Beziehung


Geschrieben am Mittwoch, 29. Oktober 2008 von Thomas Kilian Kommentare deaktiviert

Stellen Sie sich vor: Sie sitzen mit Ihrem Partner nach 30 Jahren Ehe auf einer Parkbank und blicken zufrieden auf die gemeinsame Zeit zurück. Was haben Sie nicht alles erlebt? Durch welche Höhen und Tiefen sind Sie gegangen? Wie haben Sie sich kennen gelernt?

Aller Anfang ist schwer, auch in der Beziehung zu Google & Co. Wer versteht schon, wie Suchmaschinen “ticken” und welche Bedürfnisse sie haben? Ich zeige Ihnen drei einfache Wege, mit denen Sie eine perfekte Liebesbeziehung zwischen Ihrer Website und Suchmaschinen beginnen.

1. Flirten Sie mit Google

Wer sich zum ersten Mal mit der Dame seines Herzen trifft, nimmt ein Bad, putzt sich die Zähne und rasiert sich. Ein Strauß Blumen, ein schickes Sakko und eine Tischreservierung beim noblen Italiener lassen den Abend unvergesslich werden.

Der Flirt mit Google sieht meistens ganz anders aus. Wer weiß schon, welche Vorlieben die Suchmaschine hat? Auf welche “Blumen” sie steht und welches “Sakko” die eigene Website am besten tragen sollte? Finden Sie heraus, wie Sie mit Google ein perfektes Date erleben! Bereiten Sie sich auf den Anfang einer wundervollen Beziehung vor, es lohnt sich!

2. Schweigen ist Blech, reden ist Gold

Suchmaschinen wollen unterhalten werden. Beachten Sie, dass Google nicht in der Lage ist, Informationen aus bunten Bildern, Videos und Animationen zu ziehen. Wenn Sie für ein bestimmtes Suchwort gefunden werden wollen, sprechen Sie auf Ihrer Website darüber, immer und immer wieder.

“Skip”, “Home”, “Über uns” und “Kontakt” sind keine guten Suchwörter und lassen Ihre Beziehung schnell erkalten. Feuern Sie mit professionellen Texten und aussagekräftigen Begriffen die Leidenschaft an, am besten täglich.

3. Bieten Sie einen Mehrwert

Google mag es, wenn Sie beliebt sind. Geld, Macht und Ansehen sind auch für Suchmaschinen interessant. Je mehr Webmaster auf Ihre Homepage verlinken, umso wichtiger müssen Sie in Googles Augen sein. Jede Empfehlung, ein so genannter “Backlink”, steigert den Wert Ihrer Website und erhöht damit Ihre Position in der Trefferliste.

Bieten Sie Anreize, damit andere auf Ihren Online-Auftritt verlinken: Informationen mit Mehrwert statt langweilige Leistungsbeschreibungen, ein Wettbewerb mit Preisen oder ein nützliches Online-Tool steigern die Aufmerksamkeit und die Anzahl der Verlinkungen.

Wer mehr über die perfekte Beziehung zu Google & Co. weissen möchte, den lade ich herzlich zum Tagesseminar “Suchmaschinen-Optimierung” am 13. November nach Löhne ein. Sie erfahren, wie Sie das Internet zur Neukunden-Gewinnung nutzen. Das Seminar wendet sich an Einsteiger im Bereich der Suchmaschinen-Optimierung, Webmaster und Marketing-Verantwortliche, die sich über die grundlegenden Methoden und Vorgehensweisen weiterbilden möchten. Anmeldung zum Tagesseminar “Suchmaschinen-Optimierung”.

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Gastartikel zum Kundenservice der Deutschen Bahn


Geschrieben am Dienstag, 28. Oktober 2008 von Thomas Kilian (3 Antworten)

Klasse! Das freut mich wirklich sehr! Michael Kirchner, Fotograf mit Fotostudio in Mannheim, hat mir gestern Abend eine kurze Anfrage geschickt, ob ich an einem Gastartikel zum Kundenservice der Deutschen Bahn interessiert bin. Na und ob!

Ich bin selbst vor einigen Wochen per Bahn in die Schweiz gefahren und habe wieder einmal festgestellt, dass Bahnfahren für mich irgendwie nichts ist. Obwohl es zu der Zeit noch nicht die massiven Ausfälle gab, die wir in der vergangenen und dieser Woche erleben müssen (irgendwie sind alle ICE-Züge sind in der Wartung…), gab es auf meiner ganzen Reise keinen Zugwechsel, wo ich ohne zu rennen den Anschluss erreicht hätte. Sogar die Umsteigemöglichkeiten, bei denen ich 20-30 Minuten Zeit zwischen zwei Zügen hatte, schrumpften durch die Verspätungen so stark zusammen, dass ich jedes Mal mit Koffer, Mantel und Laptop-Tasche von Gleis 1A zu 12C laufen musste. Da lauf’ ich lieber mit dem Hund durch den Wald

Nun aber zum Gastartikel von Michael Kirchner, der seine eigenen Erlebnisse mit dem Kundenservice der Deutschen Bahn schildert und sich Gedanken darüber macht, wie sie ihren Service verbessern könnte. Also bitte einsteigen und Türen schließen…

Kundenservice der Deutschen Bahn

Wenn man als Dienstleister wegen eigener Fehler einen Kunden schlecht bedient hat, ist es eine gute Idee, sich bei dem Kunden in angemessener Art und Weise zu entschuldigen und eine Wiedergutmachung anzubieten. Dass dieses an sich lobenswerte Ansinnen auch wunderbar in die Hose gehen kann, zeigte die Deutsche Bahn bei einer Fahrt von Köln nach Mannheim im September 2008.

Der Zug sollte in Köln um 17:54 Uhr abfahren, hatte aber schon bei der Ankunft wegen technischen Defekts eine Verspätung von 30 Minuten. In Köln nahm das Unheil dann seinen Lauf: Nur der halbe Zug konnte weiterfahren, was uns Fahrgästen auch per Lautsprecherdurchsage mitgeteilt wurde. Leider fehlte der Hinweis, WELCHER der beiden Zugteile weiterfuhr. So standen wir also “dumm” auf dem Bahnsteig herum, niemand wusste, wie es weitergehen sollte. Auch ein herumstehender Schaffner übrigens nicht.

Erst nach einer Weile wurde dann per Mundpropaganda verbreitet, welcher der beiden Zugteile weiterfahren sollte. Alle wartenden Reisenden stürmten dann diesen Zugteil. Als alle Fahrgäste dann eingestiegen waren, fiel den Verantwortlichen der Deutschen Bahn ein, dass es so auch nicht gehe und der Zug wegen Überbesetzung nicht abfahren dürfte.

Per Lautsprecherdurchsage wurden alle Gäste, die keine Reservierung hatten, dazu aufgefordert, den Zug wieder zu verlassen. Wie nicht anders zu erwarten, dauerte das eine ganze Weile und der Zug konnte erst mit nunmehr 70 Minuten Verspätung den Bahnhof in Köln verlassen. Während der ganzen Zeit gab es mehrere Lautsprecherdurchsagen, aber nicht ein einziges Mal fiel dabei ein Satz wie “Es tut uns leid” oder “Wir entschuldigen uns…”

Immerhin wurde dann verkündet, dass alle Reisenden eine Reisepreiserstattung in Höhe von 20 % erhalten sollten. Damit fing das Theater aber erst an. Bereits im Zug verzichteten viele Reisenden auf die Auszahlung der Erstattung. Wenn ich gewusst hätte, was mich erwartet, hätte ich auch darauf verzichtet.

Um in den Genuss der Erstattung zu kommen, waren folgende Hürden zu nehmen:

  1. Die Zugbegleiterin schrieb auf jeden einzelnen Fahrschein handschriftlich den Vermerk, um wieviele Minuten der Zug zu spät gefahren ist. Das hat natürlich sehr lange gedauert, sodass viele Fahrgäste an ihrem Ziel angekommen waren, ohne dass sie eine Bestätigung von der Zugbegleiterin erhalten hätten.
  2. Mit dieser Bestätigung musste ich dann am nächsten Tag extra noch einmal zum Bahnhof gehen, um dort ein umfangreiches Formular auszufüllen. (Am selben Tag war es nicht möglich, weil der Fahrkartenschalten bereits geschlossen hatte.)
  3. Dieses Formular wurde an die zentrale Stelle “Kundendialog” in Bamberg eingeschickt. Einige Wochen später bekam ich dann per Post einen Gutschein zugeschickt, den ich nun bei der nächsten Fahrkartenbuchung einlösen kann.

Ein sehr umständliches Verfahren, um dann 7,90 Euro Erstattung zu bekommen. Und sicher auch arbeitsaufwändig für die Mitarbeiter der Deutschen Bahn.

Wie man es hätte besser machen können?

Die meisten Fahrgäste hätten sich vielleicht deutlich mehr über einen kostenlosen Kaffee mit einem kleinen Stückchen Gebäck aus dem Zugrestaurant gefreut. Das wäre für die Bahn im Endeffekt sicher günstiger gekommen und die Kunden wären auch zufrieden gewesen. Insbesondere, wenn man den Kaffee mit einem freundlichen Lächeln und dem Ausdruck ehrlichen Bedauerns überreicht hätte. Aber eine solche praktikable Lösung widerspricht wahrscheinlich den Vorschriften der Deutschen Bahn…

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Werte in der Neukunden-Gewinnung (3)


Geschrieben am Montag, 27. Oktober 2008 von Thomas Kilian Kommentare deaktiviert

Macht es wirklich Sinn, am Montag morgen früh aufzustehen und eine neue Arbeitswoche zu begrüßen? Ist es sinnvoll, auf dem Weg ins Büro im Stau zu stehen und im Radio die immer gleiche Musik mit den besten Hits der 80er, 90er und von heute zu hören? Die Frage nach dem Sinn stellen sich viele Menschen und meinen damit nicht immer nur den tiefen Lebenssinn, sondern auch die Frage nach der Sinnhaftigkeit ihres alltäglichen Handelns.

Wikipedia definiert Sinn folgendermaßen: “Das Wort Sinn bezeichnet eine gefühlsmäßige Bedeutung oder eine rationale Beziehung zu und zwischen verschiedenen Typen von Gegenständen und Phänomenen.” Uff. Vielleicht liegts am Montag morgen, aber das ist für mich kein sinnvoller Einstieg in den dritten Teil der Blogserie über Werte in der Neukunden-Gewinnung.

Für unsere Arbeit in der Agentur ist “Sinnhaftigkeit” ein wichtiger Wert. Wir entwickeln mehr Einsatzfreude und Leidenschaft, wenn wir in Projekten einen Sinn und einen Wert erkennen. Es gibt auch Projekte, die wir nicht übernehmen oder Firmenkunden, die wir nicht bedienen, weil sich der Inhalt Ihrer Angebote mit meiner Auffassung von Sinnhaftigkeit nicht verbinden lässt.

Sinnhaftigkeit in der Neukunden-Gewinnung

Auch in Sachen Neukunden-Gewinnung ist die Frage der Sinnhaftigkeit ein wesentlicher Faktor. Generell brauchen wir uns über den Sinn neuer Kunden nicht zu unterhalten. Neue Kunden sind nicht nur sinnvoll, sondern unerlässlich für den Geschäftserfolg. Doch nicht alle Kunden machen für ein Unternehmen Sinn. Einige können durch ihre Nörgelei oder zu hohe Ansprüche soviel Unsinn verzapfen, dass darunter die Arbeit leidet.

Es macht auch keinen Sinn, bei der Neukunden-Gewinnung auf alles zu zielen, was nicht bei drei auf den Bäumen ist. Eine saubere Zielgruppenanalyse, eine strategische Ausrichtung der Maßnahmen sowie die sinnvolle Einhaltung von praktischen Schritten, um diese Maßnahmen umzusetzen, sind Grundvoraussetzungen für den Akquise-Erfolg.

Stellen Sie Ihre bisherigen Werbemaßnahmen doch einmal auf den Prüfstein:

  • War jede Ausgabe in diesem Bereich sinnvoll?
  • Welchen Beitrag haben die einzelnen Posten zur Gewinnung von Neukunden geleistet?
  • Wie kurz- oder langfristig waren die Strategien ausgelegt?

Am Ende des Tages (5 Euro fürs Phrasenschwein…) zählt schließlich nicht die Schönheit einer Werbemaßnahme, sondern der Nutzen und der Wert, der sich daraus ableitet. Ein gutes Kriterium ist dabei die Anzahl der Neukunden, die eine Maßnahme erzielt hat.

Wir haben uns als Agentur auf Neukunden-Gewinnung im Internet spezialisiert. Schickes Webdesign können viele, die Programmierung in Typo3 und anderen “Content Management Systemen” ist ein notwendiges Handwerkszeug, aber wie eine Website langfristig neue Kunden findet und bindet, darauf kommt es schließlich an. Das Feedback unserer Kunden ist eindeutig:

“Seit Sommer 2007 beauftragen wir die Agentur Thoxan regelmäßig mit der Optimierung unserer Website für Suchmaschinen. Vorher hatten wir nur sehr wenige Zugriffe und konnten über den Internetauftritt kaum Kunden gewinnen. Mittlerweile sind unsere Anfragen stark gestiegen: Fast zwei Drittel aller Neukunden finden durch die Internetseite zu uns.”  (Kai Wetzel, ASS Schädlingsbekämpfung München)

Für unseren Kunden sind die Werbemaßnahmen sinnvoll, weil sie in der Tat zu neuen Kunden führen. Was kann es schöneres geben?

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Interview im Selbständig-im-Netz Weblog


Geschrieben am Donnerstag, 23. Oktober 2008 von Thomas Kilian (4 Antworten)

Der Selbständig-im-Netz Blogger Peer Wandiger hat mich zur Neukunden-Akquise mit Blogs interviewt. Nicht nur deshalb empfehle ich Peers Weblog sehr gerne, sondern weil er sehr regelmäßig hochwertige Beiträge über die Monetarisierung von Weblogs und allgemeine Fragen der Bloggerei verfasst.

Interviews mit mir gab es auch bei der OMD (“Online-Marketing Messe Düsseldorf 2008″), sowie bereits im vergangenen Jahr zum Thema “Wunschkunden” bei Heide Liebmann.

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5 Wege, mit Absagen in der Akquise umzugehen


Geschrieben am Donnerstag, 23. Oktober 2008 von Thomas Kilian (5 Antworten)

Kein Interesse. Brauche ich nicht. Ist nichts für mich. Ich möchte nicht mit Ihnen zusammenarbeiten. Lassen Sie mich in Ruhe. Ich melde mich wieder. Muss ich erst mit meiner Frau (Partnerin, Bekannten) besprechen. Wir haben uns für jemand anderen entschieden. Will ich noch mal drüber schlafen…

Tut weh, oder? Seien Sie ehrlich! Wer holt sich schon gerne einen Korb, noch dazu in der Neukunden-Akquise? Schließlich hängt mein Einkommen, meine Existenz, mein geschäftlicher Erfolg davon ab. Jede Absage ist ein Auftrag weniger. Jedes “nein” am Telefon nährt die Enttäuschung und den Frust. Sorge, Panik, Angst steigen auf, blockieren meine Kreativität, schnüren mir den Hals und das Portemonnaie enger.

Wieso ich das so genau weiß? Weil ich mich mit Absagen und Ablehnungen in der Neukunden-Akquise selbst sehr schwer tue. Ich traue mich nicht, zum Hörer zu greifen. Ich verschiebe die Kontaktaufnahme auf den nächsten Tag, die nächste Woche, den nächsten Monat (“Ach, jetzt lohnt es sich auch nicht mehr…”) und werde dabei immer unzufriedener.

Zum Glück gibt es auch immer wieder die Momente, wo Projekte erfolgreich abgeschlossen, Verträge unterschrieben und neue Budgets vergeben werden. Doch heute will ich fünf Wege nennen, um mit Absagen in der Neukunden-Akquise umzugehen:

  1. Eine Absage ist keine persönliche Ablehnung. Zumindest stimmt das in den allermeisten Fällen. Ich muss mir nicht jede Absage zu Herzen nehmen. Schließlich entscheide ich mich selbst ja auch nicht für jedes beliebige Angebot, sondern wähle aus, was mir am besten gefällt.
  2. Im Falle eines Falles, ist richtig fallen alles. “Nicht reinsteigern”, lautet die Devise, sondern “Akquise steigern” und den nächsten Anlauf nehmen. Eine Absage nutzen, um neuen Schwung zu nehmen, erfordert zwar ein wenig Selbstdisziplin und Übung, führt aber zu besserer Laune. Häufig kommt es allein auf die Einstellung an.
  3. Auch mal Fünfe grade sein lassen. Mag widersprüchlich klingen, aber es gibt so Tage, wo jeder weitere Versuch zum Scheitern verurteilt ist. An dieser Stelle ist es besser, die Sonne zu genießen, den Keller aufzuräumen, mit dem Hund im Park zu spazieren oder sich mit Freunden zu treffen. Am nächsten Tag sieht die Akquise-Welt schon wieder ganz anders aus.
  4. Absagen im Gespräch verarbeiten. Die Nummer mit dem “Psychoklempner auf der Couch” ist für viele eine schwierige Kiste, aber dennoch hilft es, mit einem Vertrauten über die Dinge zu sprechen, die mich bewegen. Leidet mein Selbstwert unter einer Absage, hilft häufig schon das Gespräch mit einem guten Freund oder einem Geschäftspartner. Gemeinsam sind wir stark!
  5. Nachfragen und im Gespräch bleiben. Wie schnell gebe ich mich mit einer Absage zufrieden? Meine Erfahrung ist, dass ich in den meisten Fällen, wo es nach einer längeren Kontaktphase (natürlich nicht beim “Cold Call”…) auf meine Frage nach den Gründen eine konstruktive Antwort erhalten habe. Wer sich die Erlaubnis holt, in einigen Wochen (Monaten, einem Jahr) wieder in Kontakt zu treten – und das dann auch vereinbarungsgemäß tut – hat gute Chancen, zu späterer Zeit einen Auftrag zu holen.

Habe gerade in der vergangenen Woche eine erneute Kontaktaufnahme von einem Interessenten erhalten, den ich vor fast genau einem Jahr (Ende Oktober 2007) über XING angeschrieben hatte. Nun endlich ist das Thema bei ihm “dran” und wir sprechen jetzt über eine konkrete Zusammenarbeit. Manchmal ist auch “Abwarten und Tee trinken” eine Option – schließlich geht es um einen langfristigen Geschäftserfolg und keine schnellen Absch(l)üsse.

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3 Kapitalfehler beim Blumenverkauf


Geschrieben am Mittwoch, 22. Oktober 2008 von Thomas Kilian (5 Antworten)

Vorgestern wollte ich Blumen kaufen. Als Dankeschön für eine gute Bekannte von mir. Zunächst einmal hat es mich stutzig gemacht, dass mir auf dem Weg von der Agentur zu ihr kein Blumenladen eingefallen ist, der direkt auf dem Weg liegt. Auf dem Weg nach Hause kenne ich einen Blumenladen, aber das wäre genau in der anderen Richtung… meine Assistentin stand ebenso ratlos vor mir – hatte dann aber einen guten Tipp, wo ich nur einen kleinen Umweg fahren musste.

Beim Blumengeschäft handelt es sich eher um ein gewaltiges Blumen- und Pflanzenparadies, baumarktgleich, viel Glas, Milliarden von Blüten strömen mir ihren Duft zu. Was ich will, ist ein netter Herbststrauß oder eine schöne Herbstpflanze, ein herbstliches Dankeschön… was weiß ich das so genau? Dementsprechend unbeholfen stehe ich am Eingang des Dschungels und versuche, mir einen Überblick zu verschaffen.

Nun kommen wir zu den in der Überschrift angekündigten drei Kapitalfehlern beim Blumenverkauf:

  1. Weit und breit ist keine Verkäuferin zu sehen. Fühle mich sogleich an die typische Baumarkt-Nummer erinnert:

    Mal ehrlich, wer ein Blumengeschäft betreibt – so groß wie ein Flughafengebäude – der kann mich als unbeholfenen Kunden nicht lange suchen lassen. Was nützt mir eine Stelltafel im Eingangsbereich (“Wir sind für Sie da!”) mit Teamfotos, wenn sich niemand vom Team blicken lässt.
    Gehe dann zum Kassenbereich und finde dort – natürlich – eine Mitarbeiterin, die mit einer Kundin im – anscheinend privaten – Gespräch vertieft ist. Frage, als ich an der Reihe bin, wer mich denn bei der Auswahl beraten könne und erlebe prompt den zweiten Kapitalfehler: 

  2. Unkonkrete Handlungsanweisungen. “Sträuße bekommen Sie in der Schnittblumenabteilung, Pflanzen in der Pflanzenabteilung.” — Da komme ich her! Meine Frage ist ja nicht, wo ich welche Blumen finden kann, sondern wer mir aktiv hilft! Also lass ich die Dame ihr Schwätzchen weiterführen und mache mich auf in die Schnittblumenabteilung, hier war ich schließlich noch nicht. Allerdings will ich nicht unbedingt einen Blumenstrauß kaufen:
  3. Bedürfnisse des Kunden nicht ernst nehmen. “Ich suche ein Geschenk, bin mir aber noch nicht sicher, vielleicht einen Strauß oder eine Pflanze. Hauptsache etwas Herbstliches. Vielleicht können Sie mich beraten?” — Nun ratet mal, was die Verkäuferin mir antwortet!
    “Sträuße haben wir hier!”. Und zeigt auf ein Regal. Punkt.
    “Öhm. — Und haben Sie vielleicht auch eine Herbstpflanze oder etwas anderes da? Sträuße verwelken immer so schnell!”
    “Ein Strauß hält ungefähr eine Woche.” Punkt. Sie schaut mich fragend an.
    Ich komme langsam in Fahrt und beginne, Ihr weitere Alternativen aus der Nase zu ziehen. Nur widerwillig führt sich mich zum nächsten und übernächsten Regal.

Am Ende entscheide ich mich für eine Zierpaprika, herbstlich dekoriert, wirklich nett gemacht, ist eine Herbstpflanze, die nicht nach Erika Heidekraut aussieht und etwas besonderes ist. Ein Topf aus geflochtenen Wasweisich ist auch dabei. Meiner Bekannten hat es gefallen, — Ende gut, alles gut. Wirklich?

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Jojo als das Supertalent 2008 auf RTL


Geschrieben am Montag, 20. Oktober 2008 von Thomas Kilian (3 Antworten)

Erinnert mich irgendwie schwer an diesen Beitrag aus Juli 2007, mal wieder ein Video aus der Kategorie “absolutes Gänsehaut-Feeling”, das uns die 13-jährige Jojo mit ihrem stimmgewaltigen Einsatz bei “Das Supertalent 2008” auf RTL beschert:


[Link zum Video “Jojo, Das Supertalent (RTL)

Einfach Wahnsinn, wie die Kleine ihre Stimme einsetzt und nach mitreißendem Applaus die Jury keck fragt: “Soll ich?” – Spontan legt sie mit einem A-capella-Gospelstück los und zeigt, was für ein Supertalent in Ihr steckt.

Finde es einfach immer wieder faszinierend, welche Begeisterung der aktive Einsatz einer solchen Begabung auslöst und wie mitreißend es sein kann, wenn (junge) Menschen ihre Stärke einsetzen, um andere zu erreichen.

Was wir vom Supertalent 2008 (RTL) lernen können

Ich wünsche mir auch für unsere Unternehmenskultur und generell fürs Marketing mehr davon. Ich finde es bedauerlich, dass viele Betriebe nicht in der Lage sind oder sich nicht trauen, über ihren Tellerrand der üblichen Werbelangeweile zu schauen. Ich kann nur jeden ermutigen, auf seine Stärken zu setzen und mit Leidenschaft, Kraft und Dynamik seine Stimme einzusetzen. Dann klappts auch mit dem “Supertalent 2008″ in Marketing & Neukunden-Akquise…

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Werte in der Neukunden-Gewinnung (2)


Geschrieben am Montag, 20. Oktober 2008 von Thomas Kilian (1 Antwort)

Der erste Teil meiner Blogserie über Werte in der Neukunden-Gewinnung dreht sich um das Thema Abwechslung. Für mich persönlich und auch für unsere Projekte in der Agentur, ist “Abwechslung” ungemein wichtig. Es mag ja Menschen geben, für die eintönige gleichförmige Tätigkeiten eine Erfüllung darstellen. Aber mir bereitet ein Leben ohne Abwechslung absoluten Stress, Panik, Herzflimmern und so weiter. Ich brauche Abwechslung wie die Luft zum Atmen.

Auch in der Neukunden-Gewinnung ist Abwechslung in meinen Augen unverzichtbar. Mir fallen spontan zwei Unternehmen ein, die wohl schon seit ich geboren bin, mit der gleichen Werbeschiene auf Kundenfang gehen. Zum Einen gibt es da so eine T-Shirt-Firma, die sich mit einem sprechenden Affen im Fernsehen präsentiert…

…genau die meine ich! … Zum Anderen bluten mir jedes Mal die Ohren, wenn ich beim Autofahren den folgenden Spot höre (die Radiospots klingen ja genauso, wie der folgende Clip):

Statt “lecker, lecker, lecker” denke ich jedes Mal nur “aua, aua, aua“. Mir ist es ein absolutes Rätsel, wie diese Unternehmen sich seit Jahren mit einer so schlechten und zugleich eintönigen Werbung über Wasser halten.

Ihr werdet jetzt zurecht anmerken, dass mir die Firmen ja immerhin sofort eingefallen sind. Klar, wer mein Gehirn immer und immer wieder mit der gleichen Werbelangeweile penetriert, der kommt einem als schlechtes Beispiel sofort in den Sinn. Gegen die psychologische Wirkung ist ja niemand immun. Aber ich bin durchaus immun, bei Trigema oder Saitenbacher einzukaufen. Im Gegenteil: Weil mich die Werbung so sehr nervt, mache ich um diese Produkte bewusst einen großen Bogen.

Ich bin davon überzeugt, dass erfolgreiche Unternehmen durch kreative und abwechslungsreiche Maßnahmen von sich reden machen. Wer mich überrascht, mich persönlich über verschiedene Kanäle anspricht (Stichwort “Cross-Selling”) oder einfach immer wieder unterhaltsame und neue Ideen liefert, dem schenke ich Vertrauen.

Ein Unternehmen, das in Sachen Abwechlslung in der Neukunden-Gewinnung echt stark aufgestellt ist, will ich Euch zum Schluss dieses Artikels zeigen. Mich hat bislang wirklich jeder Spot der Serie “Wir lieben Lebensmittel” begeistert, die EDEKA seit einigen Jahren fährt. Jedes Mal denke ich, besser kann man das eigentlich gar nicht mehr auf den Punkt bringen, und dann haut die Agentur Grabarz & Partner aus Hamburg das nächste große Ding raus. Spot ab…

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SPAM-Vernichtung am Wochenende


Geschrieben am Sonntag, 19. Oktober 2008 von Thomas Kilian (2 Antworten)

Heute gibt es mal keine Entspammung ZUM Wochenende, sondern AM Wochenende. Tut letzlich auch nichts zur Sache, wann genau man sich entspammt, Hauptsache ist doch, dass wir uns überhaupt entspammen, findet Ihr nicht?

Ich scheine im Übrigen längst nicht der einzige zu sein, der sich vor dem oder auch am Wochenende entspammt. Ich bin sicher, dass wir über kurz oder lang eine Antispam-Gruppe in XING oder sogar einen richtigen “e. V.” gründen werden… :-)

Nun also der nächste unaufgeforderte elektronische Werbebrief in meinem Posteingang, dieses Mal von Herrn M. aus “Weinheim”. Mir kommen in der Tat die Tränen, wenn ich die Gestaltung des Newsletters (“Champion für Stickkunst”) betrachte.

Nicht dass die Anrede der “lieben Interessenten” schon unpersönlich genug wäre, so bringt mich vor allem der erste Satz zum Schluchzen:

“der erste Eindruck des Kunden ist heufig der Entscheidente.”

Wahrlich keine ENTE! Der gute Mann hat recht, es gibt niemals eine zweite Chance für einen ersten Eindruck. Und noch dazu verfestigt sich dieser Eindruck beim Anblick der nun folgenden Lobhudelei auf Qualität und Strahlkraft der eingesetzten Materialien. Denn leider zieht sich die angepriesene Qualität weder in der Rechtschreibung, noch in der grafischen Gestaltung des Newsletters durch, so dass für mich eigentlich nur die LÖSCHEN-Taste in Frage kommt.

  • Ob Herr M. wohl damit gerechnet hat?
  • Ob er mit einem Löschvorgang einverstanden ist?
  • Wie mag sich der Champion der Herzen des Stickereigewerbes wohl fühlen, wenn ich seine opulente Nachricht einfach ins virtuelle Nirwana spüle?

Zum Glück (!) lässt auch diese Information nicht lange auf sich warten:

Diese E-Mail enthält vertrauliche und/oder rechtlich geschützte Informationen. Wenn Sie nicht der richtige Adressat sind oder diese E- Mail irrtümlich erhalten haben, informieren Sie bitte sofort den Absender und vernichten Sie diese Mail.

Jaaaaa! Ich vernichte! Ich vernichte sogar sehr gerne! Aber nicht, ohne mich vorher mal wieder ausführlich entspammt zu haben…!

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