XING macht aus Kaltakquise Warmakquise


Geschrieben am Freitag, 28. März 2008 von Thomas Kilian (6 Antworten)

Der XING-Professor Joachim Rumohr beschreibt in einem interessanten Artikel, wie Sie mit Hilfe der Business-Plattform Ihrer Kaltakquise kräftig einheizen.

In der Akquisition spricht man immer dann von „Kaltakquise“, wenn keinerlei Bezug zu der kontaktierten Person oder Firma besteht.

Ich hasse (!) es, mir unbekannte Unternehmen anzurufen, um meine Leistungen an den Mann oder die Frau zu bringen. Andere verdienen damit Ihr täglich Brot, aber mir ist der “Neukunden-Magnetismus” deutlich lieber. Wenn schon aktive Neukunden-Akquise, dann bitte kuschelig warm.

Rumohr nennt vier mögliche Herangehensweisen, um mit Hilfe von XING aus kalten Kontakten warme Kontakte zu erzeugen:

  • Gemeinsame Kontakte
    “Hier befindet sich immer ein direkter eigener Kontakt zwischen uns und der Zielperson. Über diesen gemeinsamen Kontakt, der über den Kontaktpfad im Profil ersichtlich wird, können wir einen Bezug herstellen und uns eventuell empfehlen lassen. Auf jeden Fall haben wir einen möglichen Gesprächseinstieg.”
  • Bezugspunkt gemeinsame Gruppe
  • Bezugspunkt Organisationen
  • Bezugspunkt Interessen

Beste Variante ist allerdings, mehrere Gemeinsamkeiten zu entdecken und nur die Personen anzusprechen, die im Filter passend erscheinen. Mir erscheint vor allem das Thema “Engagement in einer Gruppe” schlüssig und sinnvoll zu sein. Oftmals bekomme ich selbst Klicks auf mein Profil durch mein Engagement als Gruppenmoderator. Interessante Kontakte schreibe ich danach gezielt an, z.B. mit…

“Hallo Herr Müller, vielen Dank für Ihren Besuch auf meinem XING-Profil. Wie ich gesehen habe, sind Sie aus der Gruppe ‘Unternehmerforum OWL’ auf mich gestoßen. Anscheinend haben Sie ebenfalls ein Faible für Südafrika, wie oft waren Sie denn bereits in diesem wunderschönen Land? Mein letzter Aufenthalt ist schon etwas länger her, aber ich habe Freunde dort, mit denen ich regelmäßig emaile. Sollen wir uns mal auf einen Kaffee treffen und uns persönlich kennen lernen? Vielleicht ergeben sich ja auch Synergien im geschäftlichen Bereich. Wie ich sehe, sind Sie an Marketing-Dienstleistungen interessiert – hier kann ich Ihnen vielleicht einige Hinweise geben. Würde mich freuen, von Ihnen zu …. blabla usw.”

Ich sehe in dieser Herangehensweise deutliche Vorteile gegenüber der klassischen Ansprache am Telefon:

  1. Ich kann gänzlich “unaufgeregt” an die Sache herangehen. Ich platze in kein Meeting, ich störe nicht, ich muss mich nicht verstellen.
  2. Ich kann anhand des XING-Profils rauslesen, ob eine generelle Offenheit für eine Kontaktaufnahme besteht und mich auf Gemeinsamkeiten beziehen.
  3. Ich kann Textbausteine kopieren und mehrfach verwenden, bzw. muss nur leicht umschreiben, d.h. enorme Zeitersparnis.
  4. Ich kann zu jeder Tages- und Nachtzeit meine Nachrichten verschicken.
  5. Ich bin für den Kontakt direkt sichtbar – wenigstens ein Besuch auf meinem Profil ist in 99% der Fälle sicher, auch wenn keine weitere Rückantwort erfolgen sollte.

Und welche Erfahrungen haben Sie mit der kuschelig-warmen Akquise in XING gemacht?

Einen Kommentar zum Beitrag schreiben!
Verwandte Artikel:

Verkaufen mit Biss: Piranha Selling


Geschrieben am Freitag, 28. März 2008 von Thomas Kilian (2 Antworten)

Im zweiten Teil meiner kleinen Blogserie “Begeisterung schlägt Wellen” stelle ich heute das Buch “Piranha Selling” von Sascha Bartnitzki vor. Es geht darin um erfolgreiches Verkaufen “mit Biss”.

Verkaufen ist in unserer Gesellschaft offenbar zu einem Makel geworden. Frustration und Resignation beherrschen das Selbstverständnis eines ganzen Berufsstandes – mit katastrophalen Folgen für die Wirtschaft.

Piranha Selling - Sascha BartnitzkyDass es auch anders geht, zeigt der Verkaufstrainer aus Karlsruhe mit einem sehr praxisnahen Buch, das sich zunächst mit der Rolle des Verkäufers beschäftigt und im zweiten Teil vier “Piranha-Faktoren” entwickelt, die “in eine neue Dimension des Verkaufens” führen sollen. Gleich zwei dieser Faktoren drehen sich um das Thema Begeisterung, weshalb mir dieses Buch als Teil der Begeisterungsserie so gut gefällt. “Begeisterung fühlen” und “Begeisterung vermitteln” sind die wichtigsten Grundlagen eines erfolgreichen Verkäufers. Begeisterung versetzt Berge und führt in einen Flow, der nicht nur Erfolg, sondern auch Freude am Verkaufen mit sich bringt.

Denn wes das Herz voll ist, des geht der Mund über (…)”, heißt es schon in der Bibel (Mt. 12, 34). Und so kann ein begeisterter Verkäufer gar nicht anders, als seine Begeisterung über ein Produkt oder Angebot anderen weiterzugeben. Aus eigener Erfahrung kann ich sagen, dass mir selbst das Verkaufen eines Produkts oder einer Dienstleistung enorm schwer fällt, die mich selbst nicht 100 Prozent überzeugt. Bei meinen Lieblingsthemen gerate ich nicht selten ins Schwärmen und kann dadurch oftmals auch meine Kunden infizieren.

Aber zur Begeisterung gehört noch mehr. Im Unterschied zur Zufriedenheit sind es oftmals die Kleinigkeiten, auf die es ankommt. Bartnitzki findet hier zahlreiche Beispiele aus dem unternehmerischen Alltag, um seine Erkenntnisse zu belegen. Dadurch wird das Buch auch für mich als “nicht ausgewiesener Verkäufer” wirklich spannend und nachvollziehbar.

In so manchen Verkaufssituationen, vor allem im Bereich Kaltakquise oder nach erfolgreicher Terminierung durch einen Dienstleister, saß ich schon das eine oder andere mal gequält auf einem Stuhl meinem potentiellen Opfer Zielkunden gegenüber und konnte die notwendige Begeisterung nicht leben. Im Rückblick kann ich sagen, dass aus solchen Situationen nie sinnvolle Geschäfte entstanden sind. Ausgesprochen gute und stabile Kundenbeziehungen haben sich hingegen aus vertrauensvollen und begeisterten Gesprächen ergeben, in denen “der Funke übergesprungen ist”. Insofern kann ich die Faktoren von Bartnitzki voll und ganz unterstreichen.

Der Vollständigkeit halber: Die anderen beiden Faktoren “Fachwissen – wichtig, jedoch nicht entscheidend” sowie “Ausdauer und Biss – mit Fleiß und Selbstbewusstsein erfolgreich” haben ebenfalls neue Anregungen und Inspiration vermittelt. Besonders gut hat mir beim Lesen gefallen, dass die einzelnen Aspekte in kleine Häppchen von 1-2 Seiten verpackt waren und sich die praktischen Tipps schnell und verständlich lesen ließen.

Insgesamt ist Piranha Selling ein wirklich begeisterndes Buch, nicht nur für ausgewiesene Verkäufer, sondern für alle Unternehmer, denen noch der richtige Biss im Abschluss eines Geschäftes fehlt, oder die nach neuen Anregungen für ihre verkäuferische Praxis suchen.

Weitere Informationen: Piranha Selling

Einen Kommentar zum Beitrag schreiben!
Verwandte Artikel:

Erfolgspotentiale abseits eingefahrener Wege


Geschrieben am Donnerstag, 27. März 2008 von Thomas Kilian (3 Antworten)

Umsatz-Chancen 2008 

Herzliche Einladung an alle Unternehmer aus der Region Ostwestfalen-Lippe (OWL): Am 14. April findet ab 19.00 Uhr die Veranstaltung “Umsatz-Chancen 2008” in Minden statt, bei der ich zusammen mit anderen Kollegen aus der Branche zum Thema Online-Marketing referiere.

Erleben Sie in drei spannenden Kurzvorträgen, wie Sie mit Hilfe der neuen Medien bislang noch ungenutzte Umsatzchancen gewinnbringend nutzen können. Die Veranstaltung richtet sich an Geschäftsführer und Marketingleiter aus Ostwestfalen und wird von Unternehmen durchgeführt, die sich hier in der Region engagieren. Die Teilnehmerzahl ist begrenzt auf 35 Personen. Die Seminargebühr beträgt 35,- € (zzgl. 19% MwSt.).

Mein Thema an diesem Abend lautet “Kundenbeteiligung im Internet – Weblogs entwickeln Interessenten zu Kunden“: Die Beteiligung von Internet-Surfern am „Lebensprozess“ einer Homepage bekommt immer mehr Bedeutung. Statt nur Informationen abzurufen, erfolgt eine wechselseitige Kommunikation über das Internet. Eine große Chance für jedes Unternehmen, neue Kundenpotentiale zu erschließen.

Die zwei weiteren Vorträge drehen sich um die Frage “Ist Ihr Internet-Auftritt das Spiegelbild Ihres Unternehmens? – Neukunden informieren sich im Web” (Mike Therolf, Unternehmen Online) sowie um Imagefilme: “Bewegte Bilder bewegen Menschen – Unternehmensfilme als Image- und Know-how-Träger” (Ralf Springhorn, Springhorn.Media).

Da die Teilnehmerzahl auf 35 begrenzt ist, empfiehlt sich eine schnelle Anmeldung: Umsatz-Chancen 2008

Einen Kommentar zum Beitrag schreiben!
Verwandte Artikel:

Mit Kundenbegeisterung gewinnen


Geschrieben am Mittwoch, 26. März 2008 von Thomas Kilian (4 Antworten)

Das bunte Ei - Ralf R. StrupatDas erste Buch, das ich in meiner kleinen Blogserie “Begeisterung schlägt Wellen” vorstelle, ist “Das bunte Ei” von Ralf R. Strupat. Bereits der Untertitel lässt auf den begeisternden Inhalt schließen: “Mit Kundenbegeisterung gewinnen“. — Zugegeben, “gewinnen” ist voll mein Ding. Und dann habe ich noch herausgefunden, dass der Autor ebenfalls aus Ostwestfalen kommt. Gute Argumente, mir das Buch unter das Kopfkissen zu legen zu Gemüte zu führen. Ich wurde nicht enttäuscht.

“Es genügt nicht mehr, Kunden zufrieden zu stellen, denn “nur” zufriedene Kunden sind abwanderungswilliger denn je. Wer Kunden langfristig binden will, muss überraschen, verblüffen und begeistern.”

Wie das gelingt, zeigt Strupat in seinem Buch anhand vieler praktischer Beispiele. Er besucht Tante Emma und lernt von ihr, was es heißt, sich ganz auf den Kunden einzustellen. Bei der Reise nach “Seinschein-City” entlarvt er gewiefte Marketing-Sprüche und auf der Wanderung durch die “Berge der Herausforderung” gibt er praktische Anregungen für verschiedene Wirtschaftsbereiche. So erhalten Industrie, Handwerk, Einzelhandel sowie Unternehmen aus dem Dienstleistungssektor spezifische Hinweise, um für mehr Kundenbegeisterung zu sorgen.

Strupat betont immer wieder, dass wir zwar “Wissenriesen” sind, aber dennoch oft “Umsetzungszwerge” bleiben. Wir müssen “Weltmeister in Kleinigkeiten” werden und durch begeisternde Strategien unsere Kunden immer wieder aufs Neue positiv ansprechen. Viele Success-Stories von anderen Unternehmen helfen, die Ansätze auf die eigene Situation zu übertragen.

Das Buch steckt voller “bunter Eier” und hat mir viele Anregungen gegeben, mir über das Thema Kundenbegeisterung Gedanken zu machen. Jetzt geht es nur noch darum, nicht als Umsetzungszwerg zu enden, sondern die Erkenntnisse in die Praxis umzusetzen.

Weitere Informationen über “das bunte Ei“…

Einen Kommentar zum Beitrag schreiben!
Verwandte Artikel:

Die Begeisterung schlägt Wellen


Geschrieben am Dienstag, 25. März 2008 von Thomas Kilian (4 Antworten)

Ein paar ruhige Ostertage waren für mich echt begeisternd. Nichts geht über ein paar Tage “auf dem Land”, um aufzutanken, neue Ideen zu bekommen und mal wieder richtig Zeit zum Lesen zu haben.

Begeisterung ist ein Thema, das mich in den vergangenen Wochen literarisch begleitet hat und das auch im Marketing einen wichtigen Stellenwert besitzt. Wir – und damit meine ich uns kleine und mittelständische Unternehmen (KMU) – haben mit dem Faktor “Begeisterung” eine unschlagbare Waffe, die sich hervorragend in der Neukunden-Akquise einsetzen lässt.

Wer andere begeistert und sie zu Fans macht, der kann sogar die stärksten Vorbehalte aufweichen, wie folgender aktueller Werbeclip zur Europameisterschaft zeigt:


(Coca-Cola-Werbespot zur Europameisterschaft)

Begeisterung von Kunden ist eine ungeheure Macht. Sie sorgt langfristig sowohl für starke und feste Kundenbeziehungen (Kundenbindung), als auch für neue Kunden (virale Effekte, Mund-zu-Mund etc.). Vielen Unternehmern fällt es bereits schwer, sich auf ihre Arbeit und die “nervtötende Akquise” zu konzentrieren. Wer soll da noch an Begeisterung denken?

In einer Mini-Blogserie “Begeisterung schlägt Wellen” will ich diese Woche drei Bücher ausführlich vorstellen, die sich mit dem Thema Begeisterung aus unterschiedlicher Sicht beschäftigen.

Die ausführliche Beschreibung der Bücher folgt in den kommenden Tagen. Bis dahin beantworten Sie doch mal die Frage “Was begeistert Sie?” oder “Wie begeistern Sie Ihre Kunden?” Was kann ich von Ihnen zu diesem Thema lernen?

Einen Kommentar zum Beitrag schreiben!
Verwandte Artikel:

Ein Magnet ist ein Magnet ist ein Magnet


Geschrieben am Freitag, 21. März 2008 von Thomas Kilian (2 Antworten)

Blogo Wahl 2008 

Pünktlich zum Osterfest präsentiert Frank Herold mit seinen Jungs mit seiner Crew die wohl schickste Casting-Show für Nerds und Geeks: marketing-blog.biz, das Besserwerberblog, sucht zum zweiten Mal Deutschlands schönstes Blog-Logo. Bereits im vergangenen Jahr wurden die besten Logos und Header aus rund 150 Einsendungen gewählt. Nun läutet das Besserwerberblog mit der Aktion “MBBDBWBSZZMDSBL” die nächste Runde ein. Und dieses Mal wird alles natürlich noch viel bunter, noch viel begeisternder und noch viel besser:

Durch unsere neue Jury sowie das neue Auswertverfahren lohnt sich auch das Mitmachen auch für die, die nicht über einen Web 2.0-Nerds-Only-Freundeskreis verfügen oder in der Vergangenheit weniger erfolgreich abschnitten. (…) …warten wir dieses Jahr wieder mit einer Schar schöner Präsente auf, u.a.: Schokoladenbrunnen, Eventim-Konzertgutscheine, Amazon-Einkaufsgutscheine und was sonst noch zusammenkommt.

Neukunden-Magnet LogoNatürlich ist auch das Neukunden-Magnet Weblog wieder mit dabei und stellt sich der Wahl zum Blogo 2008. Frank hat mich gebeten, ihm ein paar Worte zu unserem Logo zu mailen, die Licht ins Dunkel seiner Entstehungsgeschichte bringen sollen. Nun denn:

Ein Magnet ist ein Magnet ist ein Magnet.

Dem ist nichts hinzuzufügen.

Einen Kommentar zum Beitrag schreiben!
Verwandte Artikel:

Anziehungskraft durch Online-Wettbewerbe


Geschrieben am Montag, 17. März 2008 von Thomas Kilian (4 Antworten)

Diese Speedtest-Website habe ich in den vergangenen Wochen nun schon sechs oder sieben Mal besucht, immer nachdem ich in einem Blogartikel bei anderen gelesen habe, wie viele Wörter pro Minute sie so schaffen. Immer und immer wieder stolpere ich über “Ich tippe soundso viele Wörter pro Minute” bei anderen Blogger-Kollegen. Und jedes, aber auch wirklich jedes Mal packt mich der Ehrgeiz, mich messen zu müssen. Ich kann einfach nicht anders.

Hier nun mein Ergebnis*:

73 Wörter

Damit bin ich auf Platz 41976 von 944688, — na immerhin kein Fehler bei 73 korrekt geschriebenen Wörtern, das macht 448 Zeichen pro Minute. Diesen kostenlosen Dienst haben wir Christian Strang zu verdienen, der mit der Seite seine Schreibkurse promoten und zugleich ein paar Mark fünfzig mit Adsense-Werbung verdienen will. Finde ich ne gute Idee, über so ein Wettbewerbstool die Anziehungskraft der eigenen Seite zu steigern.

Der Ansatz der Seite ist auch auf Wiederholungstäter ausgelegt: 

Versuche es einfach immer wieder und mit der Zeit wirst du schneller werden, dass liegt daran, weil die Wörter, die du eintippen musst, aus den meist genutzten Wörtern der deutschen Sprache bestehen. Umso schneller du also diese Wörter tippen kannst, desto schneller wirst du auch bei gewöhnlichen Texten werden, da du den Großteil der Wörter schnell tippen kannst.

Und durch die Möglichkeit, das Ergebnis des Speedtests ohne Programmierkenntnisse mit Drag&Drop direkt auf der eigenen Website einbinden zu können, wird automatisch ein Link zum Angebot erzeugt. Besser geht es doch kaum. Insgesamt haben also bis dato knapp eine Million Speedtester das Tool genutzt, da muss ich noch ne Menge schreiben, um diese Besucherzahl auf dem Neukunden-Magnet Weblog zu erreichen. Aber Ihr kommt doch auch noch mal wieder, oder? 

* Glückwünsche bitte im Kommentarfeld hinterlassen… ;-)

Einen Kommentar zum Beitrag schreiben!
Verwandte Artikel:

Einkaufsfrust vor dem Wochenende


Geschrieben am Freitag, 14. März 2008 von Thomas Kilian (1 Antwort)

Ich hasse es, Freitag nachmittags einkaufen zu gehen. Es ist jedes Mal dasselbe: Aus allen Löchern kriechen ausgerechnet diejenigen, die sowieso den ganzen Tag Zeit haben; unsere lieben Senioren. Versteht mich nicht falsch, – ich schätze ältere Damen und Herren und will hier nicht respektlos erscheinen. Aber wieso müssen am letzten Arbeitstag der Woche ausgerechnet diejenigen ihren Einkaufswagen durch den Laden schieben, die auch an jedem anderen Tag zu jeder anderen Zeit einkaufen könnten?

Nun gut, ich will nicht weiter darauf eingehen — was mich heute Nachmittag noch mehr genervt hat, waren die “Aufräumarbeiten” der Mitarbeiter. Ich war “zu Gast” in einem Einzelhandelsgeschäft einer kleineren Kette bei uns in Ostwestfalen (nennt sich “WEZ” = Werre Einkaufs Zentrum). Von einem “Zentrum” kann eigentlich nicht die Rede sein, alles recht beschaulich, aber im Grunde gut sortiert und mit den üblichen Service-Angeboten (Wurst- und Käsetheke, Ernährungsberater, Frischeabteilung etc. pp.).

Wohlfühlen beim Einkauf – und bei der Arbeit – ist das oberste Ziel der WEZ Marktplanung und Marktgestaltung. Mit viel Licht, Grün, möglichst natürlichen Werkstoffen und angenehmen Farben sowie genügend Freiräumen und Übersichtlichkeit wird eine sympathische Atmosphäre inszeniert, die überall im Markt ihre positive Wirkung auf Kunden und Mitarbeiter ausüben soll. (…) WEZ eine neue Art des Einkaufens möglich, bei der der Kunde unmerklich geleitet wird und auf seinem Weg durch den Markt immer wieder zu neuen Zubereitungs-, Verzehr- und Gestaltungsideen für die tägliche Mahlzeit inspiriert und animiert werden soll. (Quelle)

Doch statt Service-Orientierung erfahre ich Drängelei, volle Gänge, unaufgeräumte Regale und Azubis, die mühsam damit beschäftigt sind, mir im Weg zu stehen, wenn ich etwas aus dem Regal nehmen möchte neue Artikel einzusortieren.

Am Kühlregal – ja ja, die üblichen Verdächtigen – war es dann besonders voll. Zwei Senioren und eine junge Dame von vorne, ein nervöser Herr von hinten und ich mitten drin. In all dem Trubel standen zwei WEZ-Mitarbeiter, die sich miteiander unterhielten und es nicht für nötig erachteten, für die Könige uns Gesindel Platz zu machen. Als ich mich mühsam an ihnen vorbei gekämpft hatte, sagte plötzlich die eine Mitarbeiterin: “So, ich muss dann mal weiter, der Chef läuft schon wieder die ganze Zeit durch den Laden…” Wie schön, wenn die Mitarbeiter noch Zucht und Ordnung kennen. Service-Prügel statt Service-Orientierung — Gute Nacht, Deutschland!

Nächste Woche gehe ich wieder bei ALDI, LIDL & Co. einkaufen. Da sind weniger Senioren unterwegs (gibt ja keine Käsetheke und keinen Ernährungsberater), die Preise sind günstiger kommen mir deutlich günstiger vor und ich muss keine falschen Hoffnungen in die Kundenorientierung des “Fach-Einzelhandels” setzen. Merke: Wer die Lampe hoch aufhängt, dessen Licht muss auch hell scheinen…

Einen Kommentar zum Beitrag schreiben!
Verwandte Artikel:

13 Regeln für unseriöse Telefonakquise


Geschrieben am Dienstag, 11. März 2008 von Thomas Kilian (5 Antworten)

Vor einigen Wochen habe ich die beiden Telefonakquisiteure Andrea Jülichs und Mike Lekies kennen gelernt. Sie betreiben das Telefonart-Blog und beschäftigen sich beruflich und bloggend mit verschiedenen Möglichkeiten, übers Telefon mit anderen Menschen in Kontakt zu kommen. Ich freue mich, dass ich Andrea als Gastautorin für eine zweiteilige Serie gewinnen konnte (1. Teil hier, den 2. Teil gibt es drüben).

Andrea JülichsIch weiß, die Telefonakquise ist als Instrument zur Kundengewinnung und Kundenbindung nicht unbedingt beliebt. Dabei zählt gerade sie zu den effektivsten, kostengünstigsten und aussagekräftigsten Mitteln, seine Leistungen und/oder Produkte an den Mann bzw. die Frau zu bringen. Nur am Telefon kann man viele Kontakte so direkt und mit unmittelbarem Feedback innerhalb so kurzer Zeit erreichen.

Viele verbinden jedoch mit dem Stichwort “Telefonakquise” ablehnendes oder sogar abwehrendes Verhalten der Kunden. Dabei ist die Ablehnung der Kunden nur eine unmittelbare Reaktion auf überholte und zum großen Teil manipulative (und damit meiner Meinung nach unseriöse) Verkaufstechniken. Es ist also nicht der Kunde, der sich ablehnend verhält, es ist die Art und Weise der Anrufe, die diese Ablehnung erzeugt.

Als mich Thomas Kilian vom Neukunden-Magnet Weblog fragte, ob ich einen Beitrag zum Thema “Seriöse Telefonakquise” schreiben könnte, sagte ich ohne zu zögern zu – denn schließlich ist es das Thema, worum sich bei uns (fast) alles dreht.

Doch jetzt, da ich darüber schreiben möchte, dreht sich in meinem Kopf alles nur darum, was seriöse Telefonakquise nicht ist…

Um Sie an diesen Gedanken teilhaben zu lassen, kommen hier meine 13 Antiregeln für eine seriöse Telefonakquise:

  1. Melden Sie sich nicht mit Ihrem Namen oder dem Namen Ihrer Firma.
  2. Wenn Sie es doch tun, dann nuscheln sie so, dass der Ansprechpartner fünf mal nachfragen muss, sie aber trotzdem nicht versteht.
  3. Lockern Sie Ihre Ansprache durch eine ausreichende Anzahl von Äh’s und Mmh’s oder andere schöne Füllworte auf.
  4. Benötigen Sie mindestens 10 Minuten oder länger, um ihr telefonisches Angebot zu unterbreiten – ihr Ansprechpartner hat genügend Zeit.
  5. Spicken Sie ihr Angebot mit Fremdworten und technischen Details – das imponiert fast allen Menschen.
  6. Falls die Assistentin Sie durchstellt – lassen Sie auf jeden Fall durchblicken, dass Sie nichts von ihr halten.
  7. Wenn ihr Ansprechpartner nicht mit ihnen sprechen möchte – ignorieren Sie diesen Wunsch – Sie wissen besser, was gut für ihn ist.
  8. Versuchen Sie unbedingt das gesamte Portfolio mit nur einem Anruf zu verkaufen.
  9. Wenn Ihr Ansprechpartner Ihr Produkt nicht möchte – manipulieren Sie ihn durch geschickte rhethorische Techniken – das hilft.
  10. Wenn Ihr Ansprechpartner Ihre Leistung nicht braucht…; das gibt es doch gar nicht, jeder braucht es.
  11. Falls er die Kosten Ihres Produktes nicht bezahlen kann, legen Sie wortlos auf.
  12. Wenn diese Techniken immer noch nicht zu einem Abschluss führen sollten Sie dem Kunden zu verstehen geben, wie dumm er ist und dass er einen gravierenden Fehler macht.
  13. Sollte der Kunde nochmals zu einem späteren Zeitpunkt angerufen werden wollen – tun Sie es nicht – er schließt den Vertrag sicher nicht mit der Konkurrenz ab.

Die Fortsetzung “Viele Schritte führen zum Erfolg” können Sie jetzt im Telefon-Tagebuch lesen.

Einen Kommentar zum Beitrag schreiben!
Verwandte Artikel:

XING-Gruppe: Unternehmerforum OWL


Geschrieben am Montag, 10. März 2008 von Thomas Kilian Kommentare deaktiviert

Ende Februar gab es zum zweiten Mal das Unternehmerforum OWL im Innovationszentrum Fennel in Bad Oeynhausen. Diese Plattform bietet Unternehmern aus Ostwestfalen-Lippe die Möglichkeit, sich mit Gleichgesinnten auszutauschen, neue Impulse zu erhalten und sich stärker zu vernetzen. Mit der passenden XING-Gruppe nutzen wir nun auch eine virtuelle Plattform, um diese Ziele zwischen den realen Terminen zu erreichen.

Unternehmerforum OWL

Eingeladen sind Selbständige und Unternehmer aus Ostwestfalen-Lippe, die sich aktiv beteiligen und mit anderen Menschen aus der Region vernetzen wollen. Sie können sich vorstellen, ihr Know-How präsentieren und von Networking-Kontakten profitieren.

Zusammen mit Markus Gehlken moderiere ich diese Gruppe, da ich selbst sehr gute Erfahrungen mit verlässlichen Partnerschaften gemacht habe und mich noch stärker in meiner Region Ostwestfalen-Lippe einbringen möchte. Besonders spannend finde ich, dass diese Gruppe aus einer Veranstaltungsreihe heraus entstanden ist und dass sich auch in Zukunft wechselseitig Überschneidungen zwischen Online- und Offline-Vernetzung ergeben sollen.

Link zur XING-Gruppe Unternehmerforum OWL

Kommentare deaktiviert
Verwandte Artikel:
Kommentare deaktiviert Existenzgruender Networking
Seite 1 von 212