Alles neu macht der Mai – unser Umzug aufs Land!


Geschrieben am Sonntag, 12. Mai 2013 von Thomas Kilian (1 Antwort)

Gute Nachrichten dürfen sich gerne verbreiten: Unsere Agentur zieht im Laufe der kommenden Woche um!

Meine Frau und ich haben einen Resthof in Hille-Rothenuffeln (Kreis Minden-Lübbecke) gekauft, wo wir unseren Traum vom Wohnen & Arbeiten auf dem Lande verwirklichen wollen. Für die Agentur Thoxan stehen uns ca. 250 Quadratmeter im Bereich der großen Deele sowie im 1. Stock zur Verfügung – einen visuellen Eindruck gibt’s auf www.eicksen55.de oder gleich hier:

eicksen55

Unsere neue Anschrift ab Pfingsten lautet:

Eicksen 55
32479 Hille-Rothenuffeln
Telefon 0 57 34 / 969 28 – 0
Telefax 0 57 34 / 969 28 – 20

Durch den Umzug sind wir am Donnerstag 16. und Freitag 17. Mai nicht oder nur sehr eingeschränkt zu erreichen. Die Neueinrichtung der Telefonanlage und des Servers wird hoffentlich vor dem Wochenende komplett abgeschlossen sein, so dass wir nach Pfingsten – ab Dienstag 21. Mai 2013 – wie gewohnt zur Verfügung stehen.

>>> Hier noch eine ausführliche Pressemeldung mit Hintergrundinfos zum Umzug

Einen Kommentar zum Beitrag schreiben!
Verwandte Artikel:

Willst Du mit mir gehen?


Geschrieben am Mittwoch, 01. Mai 2013 von Thomas Kilian (0 Antworten)

In der aktuellen Website-Boosting habe ich einen Beitrag zur erfolgreichen Kontaktaufnahme im Linkaufbau veröffentlicht. Ich finde, Ihr solltet das wissen. Aber nicht um des Autoren Egos willen, sondern weil mir das Thema echt am Herzen liegt. Denn noch viel zu häufig machen plumpe Massenmails die Runde, wenn es um das Thema Linkaufbau geht.

Als wenn alle Welt auf Eure Beiträge gewartet hätte und sich nichts sehnlicher wünscht, als eine “für beide Seiten gewinnbringende Kooperation” einzugehen. Hört auf mit dem Mist, lest den Beitrag und macht es ordentlich. Dankeschön! :-)

website-boosting

Zum Inhalt in aller Kürze:

  • Die Dos and Dont’s in der Kontaktaufnahme (da könnt Ihr Euch hier auch schon was abschauen!)
  • Wie Du mir, so ich Dir! (einfach mal nach “Empathie” googlen!)
  • Die Qual der Wahl: Die geeignete Plattform (nicht immer ist die E-Mail die beste Möglichkeit)
  • Xingelingeling (worauf es bei der telefonischen Kontaktaufnahme ankommt)
  • Der Ton macht die Musik – erfolgreiche Kontaktaufnahmen texten (Basics für überzeugende Texte)
  • Der Link, den ich schon immer haben wollte (wie sich besonders harte Nüsse knacken lassen)

Wir haben mit dieser Form der authentischen, offenen und ehrlichen Kontaktaufnahme sehr gute Erfahrungen gemacht. Der Nachteil ist, dass sich die im Artikel beschriebene Methode schlecht “skalieren” oder an den Praktikanten vom Dienst delegieren lässt. Linkaufbau und PR ist People’s Business, das sich durch kein Mailingtool ersetzen lässt.

Neben der allseits gepriesenen Qualitätsoffensive im Content-Bereich sollten auch ein paar Tropfen aufs Linkbuilding überschwappen, findet Ihr nicht?

Update: Habe im Social-Media-OWL-Blog noch mal aus anderer Perspektive zum gleichen Thema geschrieben. Einfache Frage, einfache Antwort. Hier lang

Einen Kommentar zum Beitrag schreiben!
Verwandte Artikel:

Früher war alles besser #SEO-Jammerei


Geschrieben am Mittwoch, 03. April 2013 von Thomas Kilian (1 Antwort)

Früher hätte ich solche Postings nicht auf Facebook oder Google+ veröffentlicht, sondern hier verbloggt. Heute ist im Social Web so manche Nachricht + Foto schneller online gestellt, als die WordPress-Kiste angeworfen. Doch die Zeiten ändern sich. Und da dies inhaltlich so hervorragend zu meinem kurzen Posting von eben gerade passt, will ich es der geneigten Blog-Leserschaft (gibt es Euch überhaupt noch???) nicht vorenthalten:

pagerank-abstrafung

Alles wird anders

Ach ja, das waren noch Zeiten, wo sich für 100 $ “Spende” ein PR9 Backlink zu einem beliebigen Ankertext “organisieren” ließ … *seufz*

Nach den weitreichenden Google-Updates in den vergangenen zwei Jahren sind offensichtlicher Linkkauf, Pagerank-Gier und Ankertext-Stuffing passé. Jetzt tun wieder alle so, als hätten Sie das schon lange gewusst und keiner hätte mitgemacht … *doppelseufz*

Neue alte Zeiten brechen an. Wie sagte schon Goethe:

“Alles, was uns imponieren soll, muss Charakter haben.”

In diesem Sinne: Weitermachen!

Einen Kommentar zum Beitrag schreiben!
Verwandte Artikel:

Narf! Recap zur SEO Campixx 2013


Geschrieben am Montag, 18. März 2013 von Thomas Kilian (1 Antwort)

Eigentlich schreibe ich keine Recaps. Müsste ich von jeder Veranstaltung einen Recap schreiben, auf der ich zu Gast gewesen bin, käme Euch das sicher bald zu den Ohren raus. Doch die SEO Campixx (meine erste) war anders; viel zu anders als andere Events, die ich sonst besuche. Irgendwie “gemütlicher”, vertrauter, wie ein großes Klassentreffen. Und auch wenn ich viele “aus der Szene” noch gar nicht (persönlich) kannte, hat mich die SEO-Gemeinschaft wieder einmal mit offenen Armen empfangen.

seo-campixx-01 seo-campixx-02 seo-campixx-03

Ich habe viele gute Gespräche führen, neue Kontakte knüpfen und alte Verbindungen aufleben lassen können. Dass dies außerordentlich gut funktioniert hat, mache ich an diesen Dingen fest:

  • Barcamp-Konzept mit exorbitant vielen, parallel stattfindenden Sessions (kleine Gruppen)
  • Genügend Pausen- und Essenszeiten zwischendurch
  • Ein fürs Networking ideales Konferenz-Hotel mit vielen Sitzmöglichkeiten, Nischen, verwinkelten Ecken etc.
  • Kreativen Elementen, die zur Auflockerung beitrugen (Streetart, Rahmenprogramm etc.)

seo-campixx-04 seo-campixx-05 seo-campixx-06

Neben dem Networking war für mich aber auch der fachliche Input & Output wichtig; folgende Workshops habe ich in den drei Tagen besucht:

  • Guerilla Marketing (Anthony Owen)
  • 7, 13, 12 Marketing Life-Hacks (Karl Kratz)
  • TV Spots und SEO (Stephan Kopp)
  • Marketing mit Kunst (Martin Missfeldt)
  • Streetart (Jochen Küppers)
  • Linkbuilding für KMU (Sebastian Erlhofer)
  • Content Marketing Extrem (Björn Tantau)
  • Evolution eines Affiliate Projekts (Philipp Hönigs)
  • The 10 best Links we ever built (Marcus Tandler)
  • SEO-Agentur Roundtable (Markus Hövener)
  • Scraping Basics (Markus Uhl)
  • Shop-SEO (Anke Probst)
  • Einmal Pinguin & zurück (Thomas Kilian)
  • Ich hätte gern einen Link, Herr Doktor (Klaus Arent)
  • Struktur für Dein Unternehmen (Sebastian Vogt)

Ich wäre gerne noch in viele weitere Sessions gegangen, aber mein Klon hatte an dem Wochenende Urlaub und so musste ich mich mit diesen Themen zufrieden geben, vielen Dank für Euren Input!

seo-campixx-07 seo-campixx-08

Wer die Liste aufmerksam gelesen hat, entdeckte kurz vor Schluss (Sonntag nach der Mittagspause) auch meinen Workshop über unsere Erfahrungen aus den Agentur-eigenen E-Commerce-Projekten. Der Raum XOVI war trotz der ungünstigen Zeit sehr gut gefüllt und ich habe mich entschieden, mal die “Hosen runterzulassen” und aus dem Nähkästchen über Erwartungen, Entscheidungen, Prozesse, Erfolge und Rückschläge zu erzählen.

thomas_kilian_pinguin

Foto: Felix Beilharz

Auch die Pinguin-Penalty-Geschichte kam dabei auf den Tisch, wobei ich darauf nicht den Schwerpunkt legen wollte – schließlich ist dies nur eine Erfahrung unter vielen. Den Vorwurf des “Themenbashings” (d.h. dass der Titel etwas anderes verspricht als der Workshop hält), habe ich an dem Wochenende mehrmals gehört; in den Schuh schlüpfe ich allerdings nur kurz rein, schließlich bildet die Beschreibung sehr konkret meinen Session-Inhalt ab:

“Als Agentur betreiben wir neben den Kundenprojekten verschiedene Online-Shops. In diesem Workshop will ich mal Backstage aus dem Nähkästchen plaudern, über unsere Motivation sprechen, einige unserer größten Learnings beschreiben, die Tiefschläge 2012 verraten – unter anderem den Fight mit Pinguinen und wie wir die Viecher wieder losgeworden sind – sowie Pläne für die Zukunft diskutieren. Ich wünsche mir Teilnehmer, die gerne über den Tellerrand blicken und auch eigene Erfahrungen einbringen können, v.a. im E-Commerce, aber gerne auch generell, wenn es um Herausforderungen, Tiefschläge oder den Umgang mit schwierigen Phasen geht.”

Nun denn, es jedem Recht zu machen, ist ohnehin kaum möglich. Insofern hoffe ich, dass die Teilnehmer etwas aus meinen Learnings mitnehmen und auf Ihre Projekte übertragen konnten. Wer es verpasst hat und die Kurzform des Vortrags noch mal anschauen möchte, findet hier die Folien (gekürzt) sowie hier auch noch ein passendes Interview, das ich mit Felix Beilharz führen durfte:

Nach gut drei Stunden über die Autobahn war ich zurück in Ostwestfalen und habe den Abend ganz ruhig vor dem Kamin ausklingen lassen; dabei schon den einen oder anderen Recap gelesen und mich gerne an eine richtig gute Zeit am Müggelsee erinnert. Damit diese Erinnerungen noch lange lebendig bleiben, gibt es hier, hier, hier, hier und hier, sowie hier, hier, hier und hier und auch hierhier, hierhier, hier und hier, hier, hier, hier sowie hier weitere Recaps. Achso, hierhierhierhier, hier und hier auch noch. Hier ist übrigens noch eine Umfrage, an der Ihr Euch beteiligen könnt. Vielen Dank an Marco & seine “Crew” für eine tolle Organisation und hoffentlich bis zum nächsten Jahr zur SEO Campixx 2014!

Einen Kommentar zum Beitrag schreiben!
Verwandte Artikel:

Inventur der Online-Akquise zum Jahreswechsel


Geschrieben am Freitag, 01. Februar 2013 von Thomas Kilian (2 Antworten)

Das neue Jahr ist schon wieder einen Monat älter; dass mein letzter Blogpost mehr als zwei nass-kalte Monate zurückliegt, ist ja wohl eine Unverschämtheit! Also mal kurz ran an die Tasten …

media-treff

Heute hatte ich die aktuelle media-treff-Zeitschrift im Postkarten, für die ich einen Gastbeitrag beigesteuert habe: “Inventur der Online-Akquise zum Jahreswechsel” – leider gibt’s den Beitrag noch nicht online (Link liefere ich nach!), aber ein paar Fragen können einem ganz schön das Wochenende versauensüßen:

  • Wie gut ist Ihr “Elevator Pitch”? Können Sie innerhalb weniger Sekunden überzeugend auf den Punkt bringen, wieso neue Kunden ausgerechnet Sie beauftragen sollten?
  • Sind Ihre Online-Aktivitäten profilscharf und bieten Sie Ihrer Zielgruppe einen konkreten Nutzen?
  • Welche Kanäle nutzen Sie bereits systematisch, um neue Kunden zu finden? Reizen Sie die Möglichkeiten dieser Kanäle vollständig aus?
  • Wo finden Sie Multiplikatoren und Schlüsselpersonen, die Sie bei der Online-Akquise unterstützen können?
  • Schaffen Sie es, täglich (oder zumindest regelmäßig) Zeit in die Akquise zu investieren? Was hindert Sie daran?

Wer meint, es würde genügen, einfach ein paar Werbegeschenke bedrucken zu lassen (wie sie etwa der Werbeartikel Onlineshop Giffits.de anbietet), mal wieder einen Werbebrief zu verschicken, zum Telefonhörer zu greifen und Alt-Kunden anzurufen, einen Pressebericht zur nächsten Messe zu verfassen oder auf XING nach Opfern zu suchen, der sollte sich vielleicht intensiver mit den Fragen beschäftigen. Denn am Ende zählen – wie aufmerksame Leser des Neukunden-Magnet Weblogs wissen – nur diese drei:

  1. Profilierung
  2. Sichtbarkeit
  3. Kontinuität

Haben Sie diese Aspekte noch im Griff oder sind sie im Lager verstaubt? Machen Sie am Wochenende noch einfach mal wieder eine Inventur – es lohnt sich!

Einen Kommentar zum Beitrag schreiben!
Verwandte Artikel:

Noch ein Linkbuilding-Tipp hinterhergeschoben …


Geschrieben am Donnerstag, 15. November 2012 von Thomas Kilian (1 Antwort)

Bei den Jungs von AKM3 gibts 44, nein mittlerweile sogar 47 Linkbuilding-Tipps, die ebenfalls schon wieder einen neuen Linkbuilding-Tipp ausmachen – denn wer über 40 SEOs dazu bringt, einige echt kreative Ansätze zu verraten, wird natürlich ebenfalls verlinkt. Das hatte auch bei meinem Artikel “Worauf es nun ankommt” funktioniert, in dem ich einige Vertreter zu den tierischen Entwicklungen von Google befragt hatte.

Das geht alles in die Richtung “Rampenlicht-Strategie“, die ich als weiteren Linkbuilding-Tipp mit einer persönlichen Erfahrung ergänzen möchte …

Linkbuilding mit der Rampenlicht-Strategie

Aus meiner Erfahrung heraus funktioniert die Rampenlicht-Strategie deshalb so hervorragend für den Linkaufbau, weil sie nicht in erster Linie die Verlinkungen im Sinn hat, sondern Mehrwerte für die eigenen Leser sowie die betreffende Person bietet, die ich ins Rampenlicht stelle. Zentraler Gedanke für viele Linkbuilder ist der Link ansich; das halte ich für die völlig falsche Herangehensweise – sofern es um authentische und freiwillige Verlinkungen geht. Also einmal den Schalter im Kopf umlegen, über die Nutzen-orientierte Ansprache Gedanken machen und andere (Multiplikatoren, Meinungsführer, Macher) mit ins Boot holen.

Meine Erfahrung: Je aufwändiger das Format ist, desto höher die Chance, langfristig und nachhaltig im Gespräch zu bleiben. So haben wir mit unserem Neukunden-Podcast vor etwa zwei Jahren rund vierzig Experten zum Thema Akquise befragt, die nach Veröffentlichung „ihrer“ Folge fast alle kräftig für das Interview getrommelt haben – in den meisten Fällen in Form einer Verlinkung im eigenen Blog oder auf einer Presseseite.

Dadurch dass die einzelnen Folgen auch über iTunes, Podcast-Verzeichnisse und andere Dienste zu erreichen sind, haben sich im Laufe der Zeit mehrere tausend Abrufe pro Folge eingestellt. Mit diesem Pfund lässt sich nun auch aktiv wuchern – einfach thematisch passende Episoden zusammenfassen und als „Bundle“ in Form von Gastbeiträgen veröffentlichen oder in Sozialen Netzwerken posten.

Auch heute noch kann ich bei passender Gelegenheit einen Link zum Podcast unterbringen, da die Mehrwerte zeitlos sind und durch bekannte Interviewpartner auch hohes Vertrauen erzeugt wird. Noch besser als schriftliche oder akustische Interviews sind natürlich Videoaufzeichnungen, wobei ich eine kritische Masse in der Anzahl für wichtig halte, um nachhaltigen Erfolg zu erzielen. Vierzig Podcasts sind aus meiner Erfahrung besser als vier Videos, auch wenn der (technische) Aufwand vermutlich gleich groß sein dürfte.

Hochwertige Gestaltung und Aufbereitung zieht

Noch ein Hinweis bzw. eine Erfahrung, die ich gemacht habe: Die wertige Gestaltung der Podcast-Seite und die Übersichtsfunktion der veröffentlichten Folgen halte ich mittlerweile für sehr wichtig, wenn es um Link-Empfehlungen geht. Das dürfte auch der Grund sein, warum selbst die nichts-sagendsten Infografiken permanent durchs Dorf getrieben werden. Am Anfang haben wir die Folgen in Form von typischen Blog-Beiträgen veröffentlicht, nicht mal mit Blätterfunktion und ziemlich lieblos. So waren immer nur die aktuellsten Beiträge zu sehen. Heute haben wir das Layout aufwändiger gestaltet, die Interviewpartner stehen mit ihren Fotos im Mittelpunkt des Angebots und die Inhalte lassen sich auf einen Blick erschließen. Das erleichtert nicht nur die Akquise weiterer Gesprächspartner, sondern verbessert auch die Chancen zur Verlinkung (Schalter wieder auf der Ausgangsstellung) …

Einen Kommentar zum Beitrag schreiben!
Verwandte Artikel:

E-Branding mit PR und SEO


Geschrieben am Dienstag, 13. November 2012 von Thomas Kilian (1 Antwort)

Wenn ich nicht zum Bloggen komme, freue ich mich immer über spannende Gastbeiträge. Nachdem der letzte Artikel von Ralph Günther schon zwei Monate zurück liegt (*hüstel*), war Ulf-Hendrik Schrader so nett, mir neues Futter zu liefern. Er ist geschäftsführender Gesellschafter der Aufgesang Public Relations GmbH, einer PR-Agentur in Niedersachsen. Zuvor war er Leiter E-Commerce eines Webhosting-Unternehmens, Inhaber einer Internetagentur sowie Lehrbeauftragter im Studiengang Public Relations an der FH Hannover. Er ist Herausgeber des Online-PR-Newsletters sowie Mitveranstalter des ConventionCamps. Geballte PR-Power also, die sich auch im Thema des heutigen Beitrags niederschlägt … 

Eine starke Marke: E-Branding mit PR und SEO

Der Aufbau und die Führung einer Marke ist keine ausschließlich werbliche Disziplin, sondern eine Querschnittaufgabe des gesamten Marketings, zu dem nach meinem Verständnis auch die Public Relations zählen. Deswegen wundere ich mich immer wieder, wenn Werbekampagnen angeschoben werden, ohne auch Public Relations (PR) und Suchmaschinenoptimierung (SEO) in Betracht zu ziehen. Dabei können PR und SEO wunderbar zusammenwirken, um die Sichtbarkeit einer Marke stark zu erhöhen und die gewünschte Markenaussage zu unterstützen.

Nehmen wir zum Beispiel eine Apotheke, die sich ergänzend zum Ladengeschäft verstärkt auch im Internet positionieren möchte. Dies ist insofern ein Sonderfall, als das Heilmittelwerbegesetz bestimmte Werbeformen und -methoden verbietet. Daher liegt hier außergewöhnlich klar auf der Hand, welchen Wert ein gelungenes E-Branding hat. Denn mittels PR und SEO lassen sich sehr wohl bestimmte Aspekte der Marke “Apotheke A” herausarbeiten und einer breiteren Öffentlichkeit (online wie offline) zugänglich machen.

Die Rolle der PR

Die Presse- und Öffentlichkeitsarbeit bedient sich üblicherweise wirksamer Meinungs-Multiplikatoren, allen voran – aber keineswegs ausschließlich – Redaktionen der schreibenden Presse. Unter anderem könnte sich eine Online-Apotheke – besser noch die damit beauftragte PR-Agentur – darum bemühen, publikumswirksam aufbereitete Fachinformationen in den Medien zu lancieren. Ich will aber nicht behaupten, dass genau dieser Weg optimal wäre. Das wäre leichtfertig, denn jede Branche ist einzigartig und jedes Unternehmen einmalig. Nur ein PR-Konzept kann festlegen, mit welchen individuellen Methoden eine Marke entwickelt werden sollte.

Wir alle nutzen immer häufiger das Netz, um uns zu informieren. Hat eine Apotheke ein spezifisches Profil festgelegt, dann sollten im Netz auch gut lesbare und nützliche Inhalte aufzufinden sein, die das Apotheken-Image und die Informationswünsche der potenziellen Kunden gleichermaßen befriedigen. Aber wie profiliert eine Firma sich selbst als einzigartige Marke?

Oft genug hat ein Unternehmen seinen Markenkern noch gar nicht definiert und das PR-Konzept ist die erste Gelegenheit, dieses Versäumnis nachzuholen.

Diese Aspekte, also die Definierung, Bearbeitung und Profilierung einer Marke, entsprechen genau den Kernkompetenzen der PR. Hierin ist Presse- und Öffentlichkeitsarbeit besonders gut, besser noch als in der vordergründigen Vertriebssteigerung. Ich erlebe in unserer Agentur recht häufig, dass sich Kunden eine schnelle Steigerung der Abverkäufe wünschen. Dieser Wunsch ist natürlich verständlich und bei geeigneten Produkten durchaus erfüllbar. In vielen Fällen bewegt PR aber andere Hebel und wirkt damit langfristiger und nachhaltiger.

Online-PR erzeugt Inhalte – Suchmaschinen-Optimierung positioniert sie

Besondere Chancen bieten sich bei der Online-PR, jenem Teilbereich der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, der die Meinungskanäle, Multiplikatoren und technischen Möglichkeiten des Internets nutzt. Obgleich dieses Medium im Ruf steht, flüchtiger als die “reale Welt” und die gedruckten Medien zu sein, ist oft das genaue Gegenteil der Fall: Viele Texte, Informationen und Bilder werden für die digitale Ewigkeit archiviert, da Suchmaschinen wie Google in alle Winkel des Web vordringen und die gefundenen Inhalte permanent zugänglich halten. Darin liegen allerdings Fluch und Segen gleichzeitig, denn nicht nur die positiven, dem Markenkern entsprechenden Botschaften finden so ihren Weg zum Verbraucher, sondern auch die negative Kunden- oder Medienkritik. In unserem Fall der Online-Apotheke könnten zum Beispiel ein aufwändig lancierter Ratgebertext und ein kritischer Forenbeitrag über lange Lieferzeiten direkt untereinander in den Suchergebnissen erscheinen.

Aus dieser Doppelgesichtigkeit ergeben sich zwei strategische Aufgaben: Einerseits soll die Marke mit ihren positiven Eigenschaften gut sichtbar sein; sie soll also bei passenden Suchbegriffen auf der ersten Suchergebnisseite erscheinen. Und anderseits sollten störende Beiträge von eben jener ersten Suchergebnisseite getilgt werden. Spätestens an diesem Punkt endet die Kunst der Online-PR für sich alleine genommen. Wer hier weiterkommen will, benötigt zusätzlich Kenntnisse im Online-Reputation-Management und in der Suchmaschinenoptimierung. Die Online-PR erzeugt dann “Good News” und markenkonforme Inhalte für das Web, während die SEO für ein gutes Ranking dieser Inhalte sorgt.

Mit Linkaufbau zum Ziel

Damit die Allianz von PR und SEO in der Praxis aufgeht, sollten die Maßnahmen gut koordiniert sein und im besten Fall in einer Hand liegen. Wer schon bei der Erstellung und Verbreitung eines PR-Textes eine Ahnung davon hat, wie dieser von der Suchmaschine verarbeitet und im Ranking eingestuft wird, verringert die Nacharbeit. Diese besteht vor allem in einem gezielten Linkaufbau für einzelne Inhalte, die im Ranking gepusht werden sollen. So könnten grundsätzlich die Fachartikel oder Ratgebertexte unserer Online-Apotheke so lange gestärkt werden, bis sie den negativen Blogbeitrag auf eine hintere Position verdrängen. Ob dies tatsächlich gelingt, hängt nicht zuletzt vom Know-how und dem Engagement der beteiligten SEO-Agentur ab.

Selbstverständlich (und eigentlich zum Glück!) ist Google nicht vollständig berechenbar. Gerade in den zurückliegenden Monaten haben wir erlebt, wie Googles Algorithmusänderungen das Ranking mehrfach durcheinander gewürfelt haben. Hinzu kommt, dass weder die Mitbewerber noch die Verbraucher schlafen, sondern immer wieder neu ihre Meinung online äußern, ihrerseits PR beitreiben und neue Konkurrenzprodukte an den Markt bringen. Und so ist auch das E-Branding durch (Online-)PR und SEO ein fortwährender Prozess, der immer neu auf die Probe gestellt wird.

Gegen das Unwetter, das Google anrichten kann, ist nur ein Kraut gewachsen: das Zuhören in Sozialen Netzwerken und Medien, welche Themen wie diskutiert werden und der strategische Umgang mit diesem Wissen. Manchmal muss man Wellen reiten und zu anderen Zeiten sollte man sie erzeugen. Denn auch die Suchmaschine ist darauf angewiesen, dass hilfreiche Texte im Netz erscheinen. Sie können Nutzer auf die eigene Website lenken. Wenn sie dort etwas wirklich Nützliches finden, übermitteln sie sogar Adresse und E-Mail. Dazu muss man einen angemessenen Umgang mit der Zielgruppe pflegen: genau das ist die Kernaufgabe von Public Relations.

Fazit zum Thema E-Branding:

Gute Texte orientieren sich am Interesse des Lesers. Das schließt nicht aus, dass sich Firmen an genau dieser Stelle individuell positionieren. Suchmaschinen wiederum mögen Inhalte, die diskutiert werden. Dazu müssen die Inhalte im Netz bekannt werden. Das kann über Soziale Netzwerke oder Online-Magazine mit hoher Reputation geschehen. Magazine veröffentlichen externe Inhalte, wenn sie für die eigene Leserschaft nützlich sind. Nutzer verbreiten die Inhalte, wenn sie überzeugend sind. Mit etwas Geduld steigt dann das Ranking der eigenen Seite und damit die Klickraten. Langfristig erarbeitet sich die Firma Vertrauen bei den Themen, die den Markenkern berühren. Online-PR liefert für dieses Vorgehen das konzeptionelle und strategische Gerüst sowie das Handwerkszeug, diese Maßnahmen umzusetzen.

Einen Kommentar zum Beitrag schreiben!
Verwandte Artikel:

Interview mit Ralph Günther über Risiken und Nebenwirkungen in der Akquise


Geschrieben am Donnerstag, 13. September 2012 von Thomas Kilian (1 Antwort)

Heute rief mich eine Kundin an, die wegen eines Textes auf ihrer Website Post vom Anwalt bekommen hatte – Schadensersatzforderung wegen eines unerlaubt genutzten Zitats. Entgegen ihrer Vermutung stellte sich heraus, dass wir als Agentur keinen Anteil an dem Text hatten – er stammte aus dem eigenen Hause. Ansonsten hätte es teuer für mich werden können. Risiken und rechtliche Stolperfallen lauern (leider) an jeder Ecke – aus diesem Grund freue ich mich über das heutige Interview, das ich mit exali-Gründer und Blogger-Kollege Ralph Günther zu diesem Thema führen konnte.

Ralph, in Deiner Praxis als Experte für Vermögensschäden stehst Du viel mit Freiberuflern in Kontakt. Bevor es ans Eingemachte geht, stell Dich doch bitte kurz vor!

Gerne! Mein Name ist Ralph Günther, ich bin 40 Jahre alt und Fachwirt für Finanzberatung. 2008 habe ich das Online-Versicherungsportal exali gegründet, da war ich bereits seit mehr als zehn Jahren in der Versicherungsbranche als Einzelunternehmer tätig. Ich kenne also die Herausforderungen als Selbständiger oder Freelancer aus erster Hand. exali habe ich gegründet, als ich erkannte, dass es für Freiberufler und Selbständige im Bereich IT, Neue Medien und Consulting keine zeitgemäßen Versicherungskonzepte gab und die Versicherungswirtschaft die „neuen“ Berufe nicht auf dem Schirm hatte. Das zeigte sich vor allem daran, dass die beruflichen Haftungsrisiken nicht umfassend abgedeckt und/oder die Einstiegsbeiträge für die meisten Freelancer viel zu hoch waren.

Diesen Zustand wollte ich ändern und habe dafür ein Online-Portal für Vermögensschaden-Haftpflichtversicherungen gegründet, das gleichzeitig eine wichtige Informations- und Kommunikationsplattform für Freiberufler ist. Branchenspezifische Versicherungen über das Web zu vermarkten, war für mich ein wichtiger Schritt: So kann ich der Zielgruppe auf Augenhöhe begegnen – die ja auch Kanäle im Web als Marketinginstrumente und zur Akquise nutzt …

Damit sind wir beim Thema: Welche Kanäle werden denn deiner Erfahrung nach von Freiberuflern am ehesten zum Eigenmarketing genutzt?

Die meisten Freiberufler und Selbständigen, die bei uns versichert sind, haben eine eigene Webpräsenz. Da ist von der „Visitenkarte“ im Web bis hin zu umfangreichen E-Commerce-Anwendung alles dabei. Viele sind parallel dazu in entsprechenden Business-Netzwerken unterwegs, wie XING, Google+ und LinkedIn. Und dann sind da natürlich noch die Social-Media-Kanäle Facebook, Twitter, Pinterest und YouTube – um nur einige zu nennen. Viele Selbständige nutzen natürlich auch spezielle Projektbörsen zum Eigenmarketing; spontan fallen mir da zum Beispiel GULP, freelancermap oder Projektwerk ein.

Das zeigt: Eigenmarketing wird immer wichtiger im harten Projektgeschäft. Denn heute zählen nicht mehr nur besondere Fachkenntnisse und Skills, sondern auch, wie man sich gegenüber neuen Kunden und Auftraggebern vermarktet. Dazu habe ich mir auch mit exali Gedanken gemacht und versicherten Freiberuflern mit dem sogenannten “Haftpflicht-Siegel” ein interaktives Tool an die Hand gegeben, mit dem sie sich von der Konkurrenz abheben können. Von der Resonanz bin ich völlig baff: Mittlerweile nutzen über 800 Freiberufler das Siegel als Eigenmarketing-Tool, mit dem sie potenziellen Auftraggebern zeigen können, dass sie im Schadenfall abgesichert sind.

Du sprichst selbst von Schadenfällen – mit der Präsenz und Akquise im Social Web sind ja nicht nur Vorteile verbunden…

Ja, dem ist leider so: Das alte Thema – wo sich Chancen bieten, lauern auch immer Risiken. Vor allem im Web erwarten den Freiberufler rechtliche Stolperfallen, was bei vielen jedoch immer noch nicht ins Bewusstsein vorgedrungen zu sein scheint. Das Problem ist: Viele Freiberufler und Selbständige nutzen das Medium, weil andere das auch tun, ohne sich allerdings Gedanken über rechtliche Konsequenzen zu machen. Gedanken darüber, was beispielsweise bei der Benutzung von Open Source, Common Law Lizenzen oder bei der Verwendung von bestimmten Keywords im Internetmarketing passieren kann. Erst, wenn die Abmahnung ins Haus flattert, werden viele hellhörig – doch dann ist es meistens schon zu spät.

Die Bandbreite an Schäden ist deshalb auch recht groß und geht von Marken- und Urheberrechtsverletzungen über Bildrechtsgeschichten bis hin zu Verstößen gegen Nutzungsbedingungen der sozialen Plattformen. Und das sind nur einige von vielen Rechtsverletzungen.

Hast Du einen konkreten Schadenfall in petto, bei dem die Akquise im Social Web nach hinten losgegangen ist?

Auf deinem Blog habe ich gesehen, dass Du viel über Akquisemöglichkeiten des Business-Netzwerks XING schreibst. Genau in diesem Kontext hatte ich in diesem Jahr bereits zwei Schadenfälle bei meinem Versicherungsportal auf dem Tisch:

  • Im ersten Fall führte bei einem Freiberufler das unverbindliche Angebot seiner Dienste auf XING zur teuren Abmahnung im vierstelligen Bereich. Er hatte den Grat zwischen Kontaktaufnahme und werblicher Spam-Mail überschritten – und tappte damit in die Haftungsfalle (http://www.exali.de/Info-Base/abmahnung-xing-freiberufler).
  • Im zweiten Fall präsentierten sich Freiberufler mit ihren Skills im XING-Profil und stellten als Referenz Projekte aus der Rüstungsindustrie ein, an denen sie gerade arbeiteten. Damit gaben sie allerdings geheime Betriebs- und Projektinterna preis und verstießen gegen Geheimhaltungsvereinbarungen. Ein gutes Beispiel dafür, wie schnell das Eigenmarketing im Web nach hinten losgehen kann (http://www.exali.de/Info-Base/it-haftpflicht-vertragsstrafen-zusatzschutz).

Die Freiberufler wurden für ihre Akquise-Fehler also persönlich in Haftung genommen, wie kann man sich gegen ein solches Risiko schützen?

Prävention ist hier das richtige und wichtige Stichwort. Freiberufler sollten sich die rechtliche Problematik im Netz bewusst machen und sich informieren – angefangen von der Nutzung des Facebook Like-Buttons über rechtssicheres Conversion-Tracking bis hin zur richtigen Einbindung des Impressums auf ihren Social-Media-Profilen, und, und, und …

Allerdings habe ich auch die Erfahrung gemacht: Egal wie tief jemand in die Materie einsteigt und sich bemüht alles „richtig“ zu machen, rechtliche Stolperfallen und damit Haftungsrisiken lassen sich nicht komplett vermeiden. Vor allem, weil die Rechtsprechung den schnellen Entwicklungen im Web hinterher hinkt.

Neben der Prävention sollten sich Freiberufler und Selbständige deshalb auch Gedanken machen, wie sie sich aktiv durch eine Vermögensschaden-Haftpflichtversicherung schützen können. Sie springt ein, wenn es Abmahnungen und Schadenersatzforderungen hagelt. Beispielsweise weil anderen durch eigene Fehler ein finanzieller Schaden – „versicherungschinesisch“ Vermögensschaden – entstanden ist.

Kannst Du kurz und knapp die wichtigsten Kriterien einer solchen Vermögensschaden-Haftpflicht aufzählen?

Was eine Vermögensschaden-Haftpflichtversicherung beinhalten muss, hängt natürlich auch vom konkreten Geschäftsmodell ab. Daher kann ich die Frage nur allgemein beantworten und Dir dazu eine Shortlist an die Hand geben:

  • Die Versicherung sollte als so genannte „Offene Deckung“ konzipiert sein, damit bei wechselnden Projekten von Freiberuflern alle Tätigkeiten durch die Vermeidung einer abschließenden Aufzählung versichert sind.
  • Rechtsverletzungen Dritter wie Urheberrechts-, Lizenz-, Marken-, Namens-, Persönlichkeits-, Wettbewerbs- und Datenschutzrechtsverletzungen müssen eingeschlossen sein. Auch, wenn der Versicherte grob fahrlässig handelt.
  • Veröffentlichungsrisiken für eigene Produkte und Dienstleistungen sollten ebenfalls gedeckt sein.
  • Fahrlässige Verstöße gegen Geheimhaltungs- und Vertraulichkeitsvereinbarungen (so genannte Non Disclosure Agreements) sollten mitversichert sein.
  • Die Versicherungsbedingungen der Vermögensschaden-Haftpflichtversicherung dürfen gerade für IT-Leistungen keine „Rückzugsmöglichkeiten” wie die so genannte „Experimentier- und Erprobungsklausel“ oder die „Stand der Technik-Klausel“ enthalten.
  • Der Versicherungsschutz sollte neben der gesetzlichen Haftung auch bestimmte Ansprüche im Bereich der vertraglichen Haftung übernehmen, wie Schadenersatz wegen der Nichterfüllung oder Schlechterfüllung vertraglicher Leistungspflichten.
  • Schadenersatz durch Überschreitung von Deadlines und sonstige Leistungsverzögerungen sollte mitversichert sein.
  • Der räumliche Geltungsbereich sollte mindestens für Europa und die Schweiz gelten. Je nach Tätigkeitsschwerpunkt (gerade im Internet) ist auch weltweiter Versicherungsschutz wichtig.
  • Die Vermögensschadenhaftpflicht sollte je nach Tätigkeitsbereich / Geschäftsmodell auch Eigenschäden versichern, etwa …
    • Rücktritt des Auftraggebers vom Projekt auf Werkvertragsbasis,
    • Kosten für fehlerhafte Druckaufträge im eigenen Namen für Dritte,
    • bestimmte typische Vertragsstrafen in AGB oder Projektverträgen.

Vielen Dank, Ralph, für die ausführlichen Antworten und die oben erwähnten Beispiele zu Risiken und Nebenwirkungen in der Akquise – gibt auch mir ehrlich gesagt zu denken! Weiterhin viel Erfolg!

Einen Kommentar zum Beitrag schreiben!
Verwandte Artikel:

Google Adwords Express


Geschrieben am Montag, 03. September 2012 von Thomas Kilian (0 Antworten)

Die Sommerpause hat hier im Blog mal wieder gnadenlos zugeschlagen. Umso mehr freut mich, dass mir Daniel Gaßmair einen klasse Gastbeitrag geschickt hat, der sich mit einer Methode zur Neukunden-Gewinnung dreht, die vor allem für kleine und regional agierende Unternehmen interessant ist: Google AdWords Express.

Daniel arbeitet hauptberuflich als Search Marketing Manager und schreibt auf suchmaschinenwerbung-blog.de über die Themen Suchmaschinen-Marketing im Allgemeinen und Google AdWords im Speziellen.

Neue Kunden gewinnen mit lokalen Anzeigen

Das Einrichten und Optimieren eines AdWords-Kontos kann mitunter sehr zeitaufwendig und arbeitsintensiv sein. Die Komplexität der Einstellungsmöglichkeiten und das gewöhnungsbedürftige Interface führen so manchen Werbetreibenden an die Grenzen der eigenen Geduld. Sicherlich ist bei großen AdWords-Konten das Auslagern der Optimierung an eine externe Agentur ein gangbarer Weg. Doch kleine und mittlere Unternehmen, denen nur ein geringes Budget für Suchmaschinenmarketing zur Verfügung steht, suchen meist vergeblich nach einem attraktiven Agentur-Partner. Möglicherweise will man als Unternehmer auch die „Kontrolle“ über die Werbemaßnahmen behalten und hat Vorbehalte was die Zusammenarbeit mit einer Agentur betrifft. Für alle kleinen und mittleren Unternehmer hat Google daher ein neues Werbekonzept entwickelt, das den Titel „Google AdWords Express“ trägt.

AdWords Express ist für Unternehmen gedacht, die Kunden und Interessenten in ihrem lokalen Umfeld ansprechen möchten. Es richtet sich an Geschäftsinhaber, die effektiv online werben möchten, ohne dabei einen großen Aufwand zu betreiben. Genau genommen handelt es sich um eine abgespeckte Version des klassischen AdWords-Systems: AdWords Express ist primär für Unternehmen gedacht, die nur in ihrer Region werben möchten, um lokale Kunden anzusprechen und auf die eigene Dienstleistung aufmerksam zu machen.

Folgende Unternehmen können AdWords Express nutzen:

  • Lokale Dienstleister wie Handwerker, Ärzte, Friseursalons oder Boutiquen
  • Gastronomiebetriebe wie Restaurants, Cafés oder Bars
  • Hotels, Pensionen, Anbieter von Ferienwohnungen

Genau wie beim klassischen AdWords-System werden auch bei AdWords Express die Anzeigen in der Google-Suche, in Google Maps und auf Mobiltelefonen ausgespielt. Bei AdWords Express werden die Anzeigen jedoch nur lokal in einem begrenzten Radius geschaltet, ebenso werden keine Sonderanzeigenformate wie Display- oder Video-Anzeigen unterstützt. Die größte Besonderheit von Adwords Express besteht sicherlich darin, dass keine eigene Webseite vonnöten ist. Die Anzeige kann auch direkt auf das eigene Google+ Profil verweisen. Kleine Dienstleister wie Friseursalons besitzen oftmals keinen eigenen Webauftritt – durch die Kombination von Google Express und Google+ können auch diese Dienstleister online neue Kunden gewinnen.

Optional kann in jeder Anzeige die Anschrift des Unternehmens eingeblendet werden. Die Express-Anzeige selbst wird entweder oberhalb oder neben den Suchergebnissen geschaltet. Bei einer Schaltung über Google Maps wird das Unternehmen mit einer blauen Stecknadel gekennzeichnet.

Nach Googles eigenem Bekunden dauert das Erstellen von Kampagnen mit AdWords Express nur wenige Minuten. Das Anlegen der Kampagne erfolgt in wenigen Schritten: Nach dem Einstieg in Google Express wird man aufgefordert, das Land und die Telefonnummer einzugeben. Es kann direkt eine Verknüpfung zu Google Places eingerichtet werden oder ein neuer Google Places Eintrag angelegt werden. Die Erstellung der Text-Anzeigen orientiert sich an der klassischen Google AdWords Systematik, wobei eine Headline und ein zweizeiliger Beschreibungstext verfasst werden muss. Die Anzeige wird nicht mit Keywords verknüpft, sondern mit „Kategorien“, die von Google vorgeben werden. Beispielsweise steht die Kategorie „Internetagentur“ zur Verfügung. Man sollte auf alle Fälle von der Möglichkeit Gebrauch machen, dass man bis zu fünf Kategorien definieren kann und jeweils passende Anzeigen schreiben kann. Das maximale Monatsbudget kann dabei frei definiert werden, als Standardwert werden 100,00 Euro von Google empfohlen.

Der große Nachteil von Google Express ist darin zu sehen, dass es einer Black Box gleicht. Man kann beispielsweise keine Keywords im Vorfeld definieren. Bei der Schaltung der Anzeigen wird zudem automatisch von Google ein Radius von 25 km um den Standort des Unternehmens festgelegt. Hier wäre eine größere Flexibilität wünschenswert! Auch lassen sich die Text-Anzeigen nicht weiter optimieren und eine Ergänzung von Anzeigenerweiterungen ist nicht möglich.

Summa summarum lässt sich festhalten, dass Google Express eine schnelle und kostengünstige Lösung für lokale Unternehmer ist, die auf den immer wichtiger werdenden Kanal der „lokalen Online-Werbung“ aufspringen wollen. Problematisch ist jedoch, dass das System kaum zusätzliche Einstellungsmöglichkeiten bietet und daher für Unternehmer, die eine professionelle AdWords-Lösung anstreben, nur bedingt zu nutzen ist.

Einen Kommentar zum Beitrag schreiben!
Verwandte Artikel:

Offener Brief an XING: Unerwünschte Kontaktaufnahme


Geschrieben am Mittwoch, 18. Juli 2012 von Thomas Kilian (21 Antworten)

Sehr geehrte Damen und Herren,
sehr geehrtes XING-Team,

bereits zweimal habe ich Sie nach einer unerwünschten Kontaktaufnahme eines anderen XING-Mitglieds angeschrieben. Da ich bislang keine Antwort von Ihnen habe, sende ich Ihnen nun ein weiteres, dieses Mal öffentliches Schreiben. In allen drei Fällen ist die Datenfreigabe so eingestellt, dass fremde Mitglieder weder meine Kontaktdaten sehen können, noch eine direkte Nachricht an mich schicken können. Zu diesem Schritt sehe ich mich gezwungen, um der Flut von unsinnigen und (halb-)automatischen Kontaktanfragen sowie Gruppeneinladungen Herr zu werden.

Wie Sie sehen, darf Herr X mir keine Nachrichten zusenden. Seine Kontaktanfrage vom 15. Juli 2012 erreichte mich mit der Begründung “per iPhone-App“. Da ich weder an Finanzcoaching, noch an einem 7-Jahres-Kurs zur finanziellen Freiheit interessiert bin und mir das Profil sehr unseriös erschien, habe ich den Kontakt abgelehnt. Als Begründung habe ich kommentarlos den Link zu meinem Blogbeitrag “Die 10 schlechtesten Gründe für eine Kontaktanfrage bei XING” eingegeben, in einem anderen Fall war es der Link zum Beitrag “Klasse statt Masse“, weil mir jemand direkt in der Kontaktaufnahme Werbeartikel verkaufen wollte.

Heute nun erhalte ich von Herrn X eine weitere Nachricht über XING, die ich nicht nur als Frechheit, sondern als Belästigung empfinde – zumal es genau diese Form von unerwünschter Werbung ist, die mittlerweile viele XING-Nutzer dazu führt, sich von Ihrer Plattform zu verabschieden.

Wie Sie sehen, handelt es sich hier mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit um eine automatisch generierte Nachricht. Dass ich den guten Mann gar nicht als Kontakt hinzugefügt habe, scheint er gar nicht mitbekommen zu haben – denn er bedankt sich bei mir. Dann kommt er gleich “zur Sache” und will mich für sein dubios-unseriöses Finanz-Coaching einladen. Was wohl im schlimmsten Fall passieren kann, wenn ich jetzt “Ja” sage, möchte ich mir gar nicht erst vorstellen.

Sehr geehrtes XING-Team, 

  • wie ist es möglich, dass mich jemand trotz abgeschalteter Datenfreigabe weiterhin über die Plattform kontaktiert? Durch den Wiederholungsfall kann es sich schwerlich um einen einzelnen, technischen Fehler handeln!
  • Wieso erhalte ich von Ihnen keine Antwort auf meine Beschwerde-Nachrichten, mit denen ich solche Personen melde? Zumal es mir nicht um die Personen ansich geht (z.T. “arme Schweine”), sondern um Ihre technischen Funktionen.
  • Wieso unternehmen Sie nichts gegen die (halb-)automatischen Tools zur Kontaktaufnahme und dem Versand von Nachrichten, die von unseriösen Info-Marketern, MLM-Vertretern und Klinkenputzern im Einsatz sind? Diese machen schließlich den Sinn des dialog-orientierten Networkings kaputt!
  • Was verstehen Sie als (zumindest noch) in Deutschland führende Business-Plattform selbst unter echtem Networking? Die o.g. Vorgehensweise kann doch auch nicht in Ihrem Interesse sein!

Ich erhoffe mir nicht nur Antworten auf diese Fragen sondern auch eine Entscheidungshilfe, ob und in welchem Umfang ich XING weiterhin nutzen werde.

Ich war ein Fan, ich bin ein Freund, doch mittlerweile wackelt diese Freundschaft gewaltig.

Herzliche Grüße, Thomas Kilian


Update 16.00 Uhr

Nachdem mir Christian Burtchen vom XING-Twitterteam heute Vormittag bereits nach kurzer Zeit geantwortet hat …

… erhielt ich eben folgende Information von ihm:

Anscheinend habe ich durch meine “Antwort” auf die Kontaktablehnung die Möglichkeit geschaffen, mich trotz unterbundener Freigabe wieder anzuschreiben. Ich werde solche Kontaktanfragen also in Zukunft unkommentiert löschen müssen, um keine weiteren Nachrichten zu erhalten. Die technische Frage ist damit zumindest beantwortet, doch meine anderen Fragen bleiben offen. Zu des Pudels Kern wird XING vermutlich weiterhin tapfer schweigen. Schade.

Einen Kommentar zum Beitrag schreiben!
Verwandte Artikel:
Seite 1 von 6712345...102030...Letzte »
blogoscoop